WordPress-Sicherheit - Webseiten absichern mit Hardening-Plugin und Co.
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit denen Sie die WordPress-Sicherheit erhöhen können.

Ist WordPress nun sicher oder nicht?
Die WordPress-Sicherheit ist ein viel diskutiertes Thema. Eine eindeutige Antwort auf die Frage "Ist WordPress sicher?" gibt es leider nicht. Grundsätzlich bringt WordPress solide Sicherheitsmechanismen mit. Sein schlechter Ruf rührt daher, dass immer wieder Angriffe auf bekannte Schwachstellen stattfinden. Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihre WordPress-Installation zusätzlich selbst absichern. Aktivieren Sie die relevanten Plug-ins und verwenden Sie stets die aktuellste Version. Denn Updates dienen nicht nur der Verbesserung der Benutzeroberfläche, sondern schließen auch Sicherheitslücken.
Dabei gilt es zu verstehen, dass selbst hochsichere Systeme ihren Preis haben: Sie sind oft unpraktisch oder aufwendig in der Wartung. Bei WordPress geht es daher vor allem um eine gezielte Risikominderung. Das CMS bietet Ihnen dafür wirksame Kontrollmechanismen, mit denen Sie Angriffe bestmöglich abwehren können.
Typische Schwachstellen bei WordPress
Es gibt einige bekannte Schwachstellen, die Angreifern immer wieder eine Angriffsfläche bieten. Verlassen Sie sich daher nicht darauf, dass das nächste Update alle Sicherheitsprobleme behebt. Ergreifen Sie selbst aktiv Maßnahmen, um Angriffe zu erschweren.
Backdoors - Zugang durch die Hintertür
Backdoors zählen zu den beliebtesten Angriffsvektoren. Dabei wird die Sicherheitsverschlüsselung umgangen, sodass Angreifer Zugriff auf die Website und im schlimmsten Fall auf den gesamten Hosting-Server erhalten. Besonders gefährlich: Über eine solche Hintertür sind standortübergreifende Angriffe möglich, von denen zahlreiche Nutzer gleichzeitig betroffen sein können.
Brute-Force-Logins
Bei einem Brute-Force-Angriff werden automatisierte Skripte eingesetzt, um Zugangsdaten systematisch durchzuprobieren. Ein starkes Passwort ist hier die erste Verteidigungslinie. Zu den wirksamsten Gegenmaßnahmen zählen die Begrenzung der Anmeldeversuche sowie die Vergabe komplexer Passwörter.
Böswillige Umleitungen
Bei einer böswilligen Umleitung werden Besucher unbemerkt auf eine schädliche Website weitergeleitet. Achten Sie daher besonders darauf, keine Schwachstellen offen zu lassen, die Angreifer für solche Weiterleitungen ausnutzen könnten.
Denial-of-Service
DoS-Angriffe gehören zu den gefährlichsten Bedrohungen. Dabei werden gezielt Fehler im Quellcode ausgenutzt, um den Arbeitsspeicher des Servers zu überlasten und die Website lahmzulegen. Ein Premium-DNS-Anbieter kann hier einen wirksamen Schutz bieten.
Sogenannte Pharma-Hacks
Bei Pharma-Hacks handelt es sich um einen Exploit, der in veraltete Versionen Ihrer Website eingeschleust wird. Im Unterschied zu klassischer Malware dient er vor allem der Verbreitung von Spam-Inhalten.
XSS - Cross-Site-Scripting
Beim Cross-Site-Scripting schleusen Angreifer schädlichen Code in Ihre Website ein. Das Ziel: möglichst viele Cookie- und Session-Daten abzugreifen, um diese anschließend zu missbrauchen.
WordPress-Sicherheit durch Hardening - eine Anleitung
Täglich werden mehr als 100.000 Websites gehackt. Umso wichtiger ist es, Ihre WordPress-Installation bestmöglich abzusichern. Für das Hardening stehen Ihnen mittlerweile zahlreiche bewährte Methoden zur Verfügung.
Sicheres WordPress-Hosting, starke Zugangsdaten und gesperrter Admin-Zugang
Der erste Schritt ist die Wahl eines vertrauenswürdigen WordPress-Hostings. Setzen Sie auf einen etablierten Premium-Hoster, insbesondere wenn Sie selbst keine Erfahrung als Systemadministrator mitbringen. Durch ein zusätzliches Server-Hardening lässt sich die Sicherheit weiter steigern.
Ebenso wichtig ist ein sorgfältiger Umgang mit Ihren Zugangsdaten. Wählen Sie ein starkes Passwort und kombinieren Sie es mit einem Benutzernamen, der Angreifern wenig Angriffsfläche bietet. Sperren Sie den WordPress-Admin-Zugang und arbeiten Sie im Alltag mit einem normalen Benutzerkonto.
Aktuelle PHP-Version und die wp-config.php
Die wp-config.php ist die wichtigste Datei Ihrer WordPress-Installation. Sie enthält sämtliche sensiblen Informationen: Datenbank-Zugangsdaten, Sicherheitsschlüssel, Verschlüsselungseinstellungen und mehr. Legen Sie diese Datei an einem geschützten Ort ab und beschränken Sie den Zugriff darauf. Damit verbessern Sie Ihre WordPress-Sicherheit erheblich. Achten Sie zudem darauf, stets die aktuellste PHP-Version einzusetzen. Ältere Versionen erhalten keinen Sicherheits-Support mehr, während ihre Schwachstellen längst öffentlich bekannt sind.
Aktuelle WordPress-Version und Sicherheits-Plugins
Ebenso wichtig ist der Einsatz der aktuellsten WordPress-Version. So profitieren Sie von sämtlichen Sicherheitsupdates und können sichergehen, dass mögliche Schwachstellen noch nicht allgemein bekannt sind. Blenden Sie die Versionsnummer idealerweise aus, damit Angreifer diese Information nicht gegen Sie verwenden können. Ergänzen Sie diese Maßnahmen durch bewährte Sicherheits-Plugins fürs Hardening wie Sucuri Security, iThemes Security oder WordFence Security.
HTTPS, SSL-Zertifikat, HTTP-Sicherheits-Header und XML-RPC deaktivieren
Ein SSL-Zertifikat gehört zu den wichtigsten Grundlagen der WordPress-Sicherheit. Es stellt sicher, dass die Verbindung zwischen Browser und Server verschlüsselt bleibt.
Setzen Sie zusätzlich HTTP-Sicherheits-Header ein, die dem Browser vorgeben, wie er mit Ihren Inhalten umgehen soll. Auch das trägt spürbar zur Absicherung bei. Wenn Sie darüber hinaus XML-RPC deaktivieren, reduzieren Sie die Angriffsfläche für Brute-Force-Angriffe erheblich.
Sichere Verbindungen, Zwei-Faktor-Authentifizierung und DoS-Schutz
Für ein wirksames WordPress-Hardening empfiehlt sich ein renommierter Hosting-Anbieter, der die notwendigen Sicherheits-Tools bereits mitbringt. Im Idealfall erhalten Sie alles aus einer Hand: eine sichere Verbindung, DoS-Schutz und Zwei-Faktor-Authentifizierung. Ergänzend dazu kann ein professioneller Penetrationstest durch einen spezialisierten Sicherheitsdienstleister gezielt Schwachstellen aufdecken.
Datei- und Serverrechte, Datenbanksicherheit und Hotlink-Schutz
Für ein konsequentes WordPress-Hardening sollten Sie die Server- und Dateiberechtigungen sorgfältig prüfen. Achten Sie genau darauf, welche Verzeichnisse und Dateien Lese-, Schreib- oder Ausführrechte haben.
Ihre Datenbank ist dann am besten geschützt, wenn sie für Angreifer nicht erkennbar ist. Vergeben Sie daher einen Datenbanknamen, der keinen Rückschluss auf das Thema Ihrer Website zulässt.
Dashboard-Bearbeitung deaktivieren und regelmäßige Backups erstellen
Wenn mehrere Administratoren Zugriff auf Ihre Website haben, steigt das Sicherheitsrisiko. Weisen Sie jedem Benutzer eine klar definierte Rolle zu: Ein Autor oder Mitwirkender benötigt keinen Administratorzugang. Deaktivieren Sie zudem den Appearance Editor, um versehentliche Sicherheitslücken zu vermeiden.
Erstellen Sie außerdem regelmäßige Backups, damit Sie im Ernstfall schnell auf einen früheren Stand zurückkehren können. Idealerweise erfolgt das Backup täglich. Je nach Aktivität auf Ihrer Website kann auch ein anderer Rhythmus sinnvoll sein.
Fazit: Zahlreiche Optionen für optimale WordPress-Sicherheit
Sie haben vielfältige Möglichkeiten, die Sicherheit Ihrer WordPress-Installation zu erhöhen und die Antwort auf die Frage "Ist WordPress sicher?" selbst in die Hand zu nehmen. Mit den richtigen Maßnahmen und einem sicheren Hosting erschweren Sie Angreifern den Zugriff auf Ihr System erheblich. Besonders wenn Sie eine Unternehmenswebsite auf WordPress betreiben, empfiehlt sich ein professioneller Penetrationstest, um Schwachstellen gezielt zu identifizieren und zu beheben.