CVE-2026-42271

HIGH(8.8)KEVWahrscheinlich ausgenutzt

BerriAI LiteLLM Command Injection Vulnerability

Beschreibung

CVE-2026-42271 ist eine Command-Injection-Schwachstelle mit hohem Schweregrad in LiteLLM, einem Proxy-Server (AI-Gateway), der LLM-APIs im OpenAI-Format aufruft. In den Versionen ab 1.74.2 bis vor 1.83.7 akzeptierten zwei Endpunkte zur Vorschau eines MCP-Servers vor dem Speichern — POST /mcp-rest/test/connection und POST /mcp-rest/test/tools/list — eine vollständige Server-Konfiguration einschließlich der Felder command, args und env des stdio-Transports und starteten den übergebenen Befehl als Subprozess auf dem Proxy-Host. Die Endpunkte waren nur durch einen gültigen Proxy-API-Schlüssel ohne Rollenprüfung abgesichert, sodass jeder authentifizierte Nutzer, auch Inhaber gering privilegierter Internal-User-Schlüssel, beliebige Befehle auf dem Host ausführen konnte. CVE-2026-42271 ist mit CVSS 8.8 (hoch) bewertet, im CISA-KEV-Katalog gelistet und wurde in Version 1.83.7 behoben. Betreiber von LiteLLM sollten sofort aktualisieren, da diese Command-Injection-Schwachstelle gering privilegierten Nutzern Remote-Code-Execution verschafft.

KEV-Informationen

Hersteller
BerriAI
Produkt
LiteLLM
Hinzugefügt am
8. Juni 2026
Fälligkeitsdatum
22. Juni 2026
Erforderliche Maßnahme
Apply mitigations per vendor instructions, follow applicable BOD 22-01 guidance for cloud services, or discontinue use of the product if mitigations are unavailable.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
LOW
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
2.8
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
litellmlitellm>= 1.74.2, < 1.83.7
redhatopenshift ai>= 2.25, < 2.25.8; >= 3.3, < 3.3.4; 3.4

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
8.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 0b0ca135-0b70-47e7-9f44-1890c2a1c46c(Secondary)
8.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-77: Unzureichende Neutralisierung spezieller Elemente in einem Befehl ('Command Injection')

CVE-2026-42271 wird unter CWE-77 klassifiziert — Command Injection. Die MCP-Vorschau-Endpunkte übernehmen einen vom Angreifer gelieferten Befehl (mit args und Umgebung) aus dem Request-Body und führen ihn aus, sodass extern kontrollierte Eingaben direkt bestimmen, welcher Befehl auf dem Proxy-Host läuft.

Mehr erfahren: CWE-77 — Command Injection

CWE-78: Unzureichende Neutralisierung spezieller Elemente in einem OS-Befehl ('OS Command Injection')

CVE-2026-42271 ist zudem CWE-78 zugeordnet — OS Command Injection. Da der übergebene Befehl als Subprozess auf dem Host mit den Rechten des Proxy-Prozesses gestartet wird, führt der Fehler zu beliebiger OS-Befehlsausführung auf dem LiteLLM-Server.

Mehr erfahren: CWE-78 — OS Command Injection

Auswirkungsanalyse

CVE-2026-42271 hat einen CVSS-3.1-Basiswert von 8.8 (hoch). Angriffsvektor (Netzwerk): Die verwundbaren Endpunkte sind über das Netzwerk erreichbar. Angriffskomplexität (niedrig): Das Senden der manipulierten Anfrage erfordert keine besonderen Voraussetzungen. Erforderliche Rechte (niedrig): Jeder gültige Proxy-API-Schlüssel genügt, auch gering privilegierte Internal-User-Schlüssel, da die Endpunkte keine Rollenprüfung durchführten. Benutzerinteraktion (keine): Es ist keine Opferaktion nötig. Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit (hoch): Der übergebene Befehl läuft als Subprozess mit den Rechten des Proxy-Prozesses und verschafft dem Angreifer beliebige Codeausführung auf dem LiteLLM-Host sowie Zugriff auf die vom Gateway vermittelten API-Schlüssel, Modelle und Daten. Mit einem EPSS-Score von rund 54 % (99. Perzentil) und bestätigter aktiver Ausnutzung ist das praktische Risiko die vollständige Kompromittierung des AI-Gateways durch jeden authentifizierten Nutzer.

Exploit-Reifegrad

CISA hat CVE-2026-42271 in den Known-Exploited-Vulnerabilities-Katalog aufgenommen und damit die aktive Ausnutzung in der Praxis bestätigt. Die Referenzen umfassen das GitHub-Security-Advisory GHSA-v4p8-mg3p-g94g und das fehlerbereinigte Release v1.83.7-stable, die die verwundbaren Endpunkte detailliert dokumentieren. Der EPSS-Score von rund 54 % (99. Perzentil) deutet auf eine sehr hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit hin. Mit bestätigter Ausnutzung, einem detaillierten öffentlichen Advisory und einer niedrigen Rechteschwelle erfordert diese Schwachstelle sofortiges Handeln.

Behebung

  1. Der Vorgabe von Hersteller und CISA folgen und LiteLLM auf Version 1.83.7 oder neuer aktualisieren, die die verwundbaren MCP-Vorschau-Endpunkte behebt.
  2. Bis zum Upgrade den Netzwerkzugriff auf die LiteLLM-Admin- und /mcp-rest-Endpunkte einschränken und begrenzen, wer Proxy-API-Schlüssel erhalten kann.
  3. Alle bestehenden Proxy-API-Schlüssel als potenziell missbraucht behandeln: Schlüssel sowie alle vom Proxy-Host erreichbaren Zugangsdaten oder Secrets rotieren, da die Ausnutzung nur einen gering privilegierten Schlüssel erfordert.
  4. Logs auf Anfragen an POST /mcp-rest/test/connection und POST /mcp-rest/test/tools/list mit stdio-Konfigurationen sowie auf unerwartete Subprozess-Ausführung auf dem Host prüfen.
  5. Als langfristige Härtung rollenbasierte Autorisierung auf privilegierten Endpunkten durchsetzen und niemals vom Nutzer gelieferte Befehle starten; jede notwendige Subprozess-Ausführung hinter strengen Allowlists isolieren (gemäß Command-Injection-Empfehlung).

Technische Details

Die Schwachstelle kombiniert CWE-77 (Command Injection) und CWE-78 (OS Command Injection): Die MCP-Vorschau-Endpunkte akzeptieren eine vollständige stdio-Transport-Konfiguration — command, args und env — und starten beim Testen der Verbindung diesen Befehl als Subprozess auf dem Proxy-Host. Wie der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H zeigt, sendet ein authentifizierter Nutzer mit einem beliebigen gültigen Proxy-API-Schlüssel eine manipulierte Anfrage an POST /mcp-rest/test/connection oder POST /mcp-rest/test/tools/list, die einen vom Angreifer gewählten Befehl angibt; da die Endpunkte nur die API-Schlüssel-Validierung und keine Rollenprüfung durchführten, wird der Befehl mit den Rechten des Proxy-Prozesses ausgeführt. Das Fehlen einer Autorisierungsprüfung bei einer Funktion, die beliebige Befehle ausführt, ist der Kern des Fehlers, der in Version 1.83.7 behoben wurde.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2026-42271 aktiv ausgenutzt?

Ja. CVE-2026-42271 ist im Known-Exploited-Vulnerabilities-Katalog der CISA gelistet, und der EPSS-Score von rund 54 % (99. Perzentil) deutet auf eine sehr hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit hin. Ein detailliertes GitHub-Security-Advisory ist öffentlich verfügbar.

Welche Produkte sind von CVE-2026-42271 betroffen?

LiteLLM (BerriAI) ist in den Versionen ab 1.74.2 bis vor 1.83.7 betroffen. Das Problem ist in Version 1.83.7 behoben.

Wie behebe ich CVE-2026-42271?

Aktualisieren Sie LiteLLM auf Version 1.83.7 oder neuer. Da die Ausnutzung nur einen gering privilegierten API-Schlüssel erfordert, rotieren Sie zudem Proxy-API-Schlüssel und alle vom Host erreichbaren Secrets und prüfen Sie Logs auf Missbrauch der MCP-Test-Endpunkte.

Wie schwerwiegend ist CVE-2026-42271?

Sie ist als hoch mit einem CVSS-3.1-Basiswert von 8.8 eingestuft. Jeder authentifizierte Nutzer, selbst mit gering privilegiertem Schlüssel, kann Remote-Code-Execution auf dem LiteLLM-Host erreichen, und die Schwachstelle ist als aktiv ausgenutzt bestätigt, weshalb sie sofort gepatcht werden sollte.

CVSS-Score

8.8
HIGH(8.8)

EPSS-Score

EPSS-Score83.01%
EPSS-Perzentil99.6%

Daten

Veröffentlicht8. Mai 2026
Zuletzt geändert15. Juli 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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