CVE-2026-21510

HIGH(8.8)KEVErhöhtes Risiko

Microsoft Windows Shell Protection Mechanism Failure Vulnerability

Beschreibung

CVE-2026-21510 ist eine kritische Sicherheitskontroll-Umgehung in der Windows Shell mit einem CVSS-Score von 8.8 (HIGH). Die Schwachstelle ermoeglicht es einem nicht authentifizierten Angreifer, Sicherheitsfeatures ueber das Netzwerk zu umgehen, sofern ein Benutzer eine manipulierte Aktion ausfuehrt. Der Angriffsvektor ist netzwerkbasiert (AV:N) mit niedriger Komplexitaet (AC:L) und erfordert Benutzerinteraktion (UI:R), jedoch keine vorherige Authentifizierung (PR:N). Die CISA hat diese Schwachstelle in ihren Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog aufgenommen mit einer Frist bis zum 3. Maerz 2026. Der EPSS-Score liegt bei 0.0272 (85.68. Perzentil), was eine ueberdurchschnittliche Ausnutzungswahrscheinlichkeit signalisiert. Betroffen sind alle aktuell unterstuetzten Windows-Versionen, einschliesslich Windows 10, Windows 11 und Windows Server 2016 bis 2025.

KEV-Informationen

Hersteller
Microsoft
Produkt
Windows
Hinzugefügt am
10. Februar 2026
Fälligkeitsdatum
3. März 2026
Erforderliche Maßnahme
Apply mitigations per vendor instructions, follow applicable BOD 22-01 guidance for cloud services, or discontinue use of the product if mitigations are unavailable.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
REQUIRED
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
2.8
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
microsoftwindows 10 1607< 10.0.14393.8868
microsoftwindows 10 1809< 10.0.17763.8389
microsoftwindows 10 21h2< 10.0.19044.6937
microsoftwindows 10 22h2< 10.0.19045.6937
microsoftwindows 11 23h2< 10.0.22631.6649
microsoftwindows 11 24h2< 10.0.26100.7781
microsoftwindows 11 25h2< 10.0.26200.7781
microsoftwindows server 2012-; r2
microsoftwindows server 2016< 10.0.14393.8868
microsoftwindows server 2019< 10.0.17763.8389
microsoftwindows server 2022< 10.0.20348.4711
microsoftwindows server 2022 23h2< 10.0.25398.2149
microsoftwindows server 2025< 10.0.26100.32313

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-693: Protection Mechanism Failure

Die Schwachstelle wird als CWE-693 (Protection Mechanism Failure) klassifiziert. Dieser Schwachstellentyp beschreibt Situationen, in denen ein implementierter Schutzmechanismus umgangen oder unwirksam gemacht werden kann. Im Fall von CVE-2026-21510 betrifft dies die Windows Shell, die zentrale Benutzeroberflaeche von Windows. Der Schutzmechanismus, der die Ausfuehrung bestimmter potenziell gefaehrlicher Aktionen durch Shell-Operationen verhindern soll, kann von einem Angreifer umgangen werden, wodurch Sicherheitsbeschraenkungen ausser Kraft gesetzt werden.

Auswirkungsanalyse

Die Auswirkungen von CVE-2026-21510 sind schwerwiegend und betreffen alle drei Schutzziele der Informationssicherheit. Vertraulichkeit: Ein erfolgreicher Angriff kann zur vollstaendigen Offenlegung vertraulicher Daten fuehren (C:H). Da die Windows Shell tief in das Betriebssystem integriert ist und weitreichende Zugriffsrechte besitzt, kann ein Angreifer potenziell auf beliebige Dateien und Systeminformationen zugreifen. Integritaet: Die Datenintegritaet ist ebenfalls vollstaendig gefaehrdet (I:H), da der Angreifer nach erfolgreicher Umgehung des Schutzmechanismus Dateien manipulieren, Malware installieren oder Systemeinstellungen aendern kann. Verfuegbarkeit: Auch die Systemverfuegbarkeit kann erheblich beeintraechtigt werden (A:H). Die Windows Shell ist eine fundamentale Systemkomponente, die auf jedem Windows-System vorhanden und aktiv ist. Die Angriffsoberflaeche umfasst Windows 10 (Versionen 1607, 1809, 21H2, 22H2), Windows 11 (23H2, 24H2, 25H2) sowie Windows Server 2016, 2019, 2022 und 2025. Die Aufnahme in den CISA KEV-Katalog bestaetigt aktive Ausnutzung in freier Wildbahn. Der Ransomware-Status ist derzeit unbekannt.

Exploit-Reifegrad

CVE-2026-21510 wird aktiv ausgenutzt, was durch die Aufnahme in den CISA KEV-Katalog bestaetigt wird. Die CISA hat den 3. Maerz 2026 als Frist fuer die Behebung festgelegt. Der EPSS-Score von 0.0272 im 85.68. Perzentil weist auf eine ueberdurchschnittliche Exploitation-Wahrscheinlichkeit hin. Windows Shell-Schwachstellen werden typischerweise durch das Oeffnen speziell praeparierter Dateien oder Verzeichnisse ausgenutzt, wobei die Shell bei der Verarbeitung den Schutzmechanismus umgeht. Angriffe ueber Phishing-E-Mails mit boeswilligen Anhaengen oder Links zu manipulierten Netzwerkfreigaben sind gaengige Vektoren. Die Kombination aus netzwerkbasiertem Angriffsvektor, niedriger Komplexitaet und der Tatsache, dass lediglich Benutzerinteraktion erforderlich ist, macht diese Schwachstelle fuer breit angelegte Angriffskampagnen attraktiv.

Behebung

  1. Windows-Sicherheitsupdates installieren: Installieren Sie umgehend die aktuellen Patches ueber Windows Update oder den Microsoft Security Response Center.

  2. Alle Windows-Versionen aktualisieren: Stellen Sie sicher, dass saemtliche Systeme auf die gepatchten Versionen aktualisiert sind: Windows 10 1607 (10.0.14393.8868), Windows 10 1809 (10.0.17763.8389), Windows 10 21H2/22H2 (10.0.19044.6937 bzw. 10.0.19045.6937), Windows 11 23H2 (10.0.22631.6649), Windows 11 24H2 (10.0.26100.7781), Windows 11 25H2 (10.0.26200.7781) sowie alle Server-Varianten.

  3. Phishing-Abwehr verstaerken: Da die Ausnutzung Benutzerinteraktion erfordert, verstaerken Sie die E-Mail-Sicherheit und schulen Sie Mitarbeiter im Erkennen von Phishing-Versuchen. Achten Sie besonders auf Anhaenge und Links, die Shell-Aktionen ausloesen koennten.

  4. Netzwerkfreigaben absichern: Ueberpruefen Sie den Zugriff auf Netzwerkfreigaben und beschraenken Sie die Moeglichkeit, auf externe oder nicht vertrauenswuerdige Freigaben zuzugreifen.

  5. Endpoint Detection and Response (EDR) pruefen: Stellen Sie sicher, dass Ihre EDR-Loesung verdaechtige Shell-Aktivitaeten erkennt und blockiert.

  6. CISA-Frist einhalten: Patchen Sie alle betroffenen Systeme bis zum 3. Maerz 2026.

Technische Details

CVE-2026-21510 betrifft die Windows Shell, die zentrale Benutzeroberflaeche und Dateiverwaltungskomponente von Windows. Der CVSS:3.1-Vektor AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H beschreibt einen netzwerkbasierten Angriff mit niedriger Komplexitaet, der keine Authentifizierung erfordert, aber auf Benutzerinteraktion angewiesen ist. Die Schwachstelle liegt in einem fehlerhaften Schutzmechanismus der Windows Shell, der normalerweise die Ausfuehrung bestimmter potenziell schaedlicher Operationen verhindern soll. Durch die Umgehung dieses Mechanismus kann ein Angreifer Aktionen ausfuehren, die durch die Sicherheitskontrolle blockiert werden sollten. Typische Exploitation-Szenarien umfassen das Senden praeparierter Dateien per E-Mail oder das Bereitstellen manipulierter Inhalte auf Netzwerkfreigaben, wobei der Benutzer lediglich die Datei in der Shell oeffnen oder anzeigen muss. Der Scope bleibt unveraendert (S:U), was bedeutet, dass die Auswirkungen auf die verwundbare Komponente beschraenkt sind. Die Schwachstelle betrifft alle unterstuetzten Windows-Client- und Server-Versionen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die Windows Shell?

Die Windows Shell ist die zentrale Benutzeroberflaeche von Windows, die den Desktop, den Datei-Explorer, die Taskleiste und die Verarbeitung von Dateityp-Assoziationen umfasst. Sie ist auf jedem Windows-System aktiv und verarbeitet Benutzerinteraktionen mit dem Dateisystem.

Wie wird CVE-2026-21510 typischerweise ausgenutzt?

Angreifer senden praeparierte Dateien per E-Mail oder stellen sie auf Netzwerkfreigaben bereit. Wenn ein Benutzer die Datei in der Windows Shell oeffnet oder anzeigt, wird der Schutzmechanismus umgangen und der Angreifer kann schaedliche Aktionen ausfuehren.

Ist CVE-2026-21510 gefaehrlicher als CVE-2026-21513?

Beide Schwachstellen haben den gleichen CVSS-Score von 8.8 und betreffen dieselben Windows-Versionen. CVE-2026-21510 betrifft die Windows Shell, waehrend CVE-2026-21513 das MSHTML Framework betrifft. Beide erfordern Benutzerinteraktion und sollten gleichermassen priorisiert werden.

Kann ich mich ohne Patch schuetzen?

Als temporaere Massnahmen koennen Sie die E-Mail-Filterung verstaerken, den Zugriff auf externe Netzwerkfreigaben einschraenken und Benutzer fuer Phishing-Gefahren sensibilisieren. Ein vollstaendiger Schutz ist jedoch nur durch Installation des Sicherheitsupdates moeglich.

Werden beide Schwachstellen durch dasselbe Update behoben?

Ja, Microsoft veroeffentlicht kumulative Sicherheitsupdates, die in der Regel mehrere Schwachstellen gleichzeitig beheben. Das Update fuer den jeweiligen Patch-Dienstag enthielt Fixes fuer beide CVEs.

CVSS-Score

8.8
HIGH(8.8)

EPSS-Score

EPSS-Score25.84%
EPSS-Perzentil97.8%

Daten

Veröffentlicht10. Februar 2026
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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