CVE-2026-20045

HIGH(8.2)KEV

Cisco Unified Communications Products Code Injection Vulnerability

Beschreibung

CVE-2026-20045 ist eine schwerwiegende Code-Injection-Schwachstelle (CVSS 8.2 HIGH) in mehreren Cisco Unified Communications-Produkten, darunter Unified Communications Manager, Unity Connection und Webex Calling Dedicated Instance. Die Schwachstelle ermöglicht es einem nicht authentifizierten, entfernten Angreifer, beliebige Befehle auf dem zugrunde liegenden Betriebssystem auszuführen. Diese Sicherheitslücke wurde in den CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog aufgenommen, was auf aktive Ausnutzung in freier Wildbahn hindeutet. Der EPSS-Wert liegt bei 0,996 % (76,6. Perzentil), was auf eine erhöhte Ausnutzungswahrscheinlichkeit hinweist.

KEV-Informationen

Hersteller
Cisco
Produkt
Unified Communications Manager
Hinzugefügt am
21. Januar 2026
Fälligkeitsdatum
11. Februar 2026
Erforderliche Maßnahme
Apply mitigations per vendor instructions, follow applicable BOD 22-01 guidance for cloud services, or discontinue use of the product if mitigations are unavailable.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:L/A:NIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
LOW
Verfügbarkeitsauswirkung
NONE
Ausnutzbarkeitsscore
3.9
Auswirkungsscore
4.2

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
ciscounified communications manager>= 12.5, < 14su5; >= 15.0, <= 15su3a
ciscounified communications manager im and presence service>= 12.5, < 14su5; >= 15.0, <= 15su3a
ciscounity connection>= 12.5, < 14su5; >= 15.0, <= 15su3

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Secondary)
8.2
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:L/A:N

Quelle: [email protected](Primary)
9.8
CRITICAL

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-94: Improper Control of Generation of Code (Code Injection)

CWE-94 beschreibt Schwachstellen, bei denen eine Anwendung extern beeinflussten Input in generierten Code einbettet, ohne diesen ausreichend zu validieren oder zu bereinigen. Im Kontext von CVE-2026-20045 können Angreifer über das Netzwerk speziell präparierte Anfragen senden, die vom Cisco Unified Communications Manager als ausführbare Befehle interpretiert werden. Dies führt zur Ausführung beliebigen Codes auf dem zugrunde liegenden System. Mehr erfahren

Auswirkungsanalyse

Die Auswirkungen dieser Schwachstelle sind erheblich, insbesondere für Unternehmen, die auf Cisco Unified Communications für ihre geschäftskritische Kommunikationsinfrastruktur angewiesen sind. Vertraulichkeit ist stark betroffen (CVSS: C:H), da Angreifer Zugriff auf sensible Kommunikationsdaten, Anrufprotokolle und interne Konfigurationsinformationen erhalten können. Integrität ist teilweise beeinträchtigt (CVSS: I:L), was bedeutet, dass Angreifer bestimmte Daten manipulieren können. Die Verfügbarkeit ist laut CVSS-Bewertung nicht direkt betroffen, jedoch können durch die Befehlsausführung indirekt Dienststörungen verursacht werden. Da die Schwachstelle ohne Authentifizierung und ohne Benutzerinteraktion aus dem Netzwerk ausnutzbar ist (AV:N/AC:L/PR:N/UI:N), stellt sie ein besonders hohes Risiko für alle exponierten Systeme dar. Die Aufnahme in den KEV-Katalog unterstreicht die Dringlichkeit, da bestätigte aktive Angriffe vorliegen. Der EPSS-Wert von 0,996 % (76,6. Perzentil) zeigt, dass diese Schwachstelle deutlich häufiger ausgenutzt wird als die Mehrzahl aller bekannten Schwachstellen. Der Ransomware-Status ist derzeit als "Unknown" klassifiziert.

Exploit-Reifegrad

CVE-2026-20045 wurde von CISA in den Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog aufgenommen mit einer Frist zur Behebung bis zum 11. Februar 2026. Dies bestätigt, dass die Schwachstelle aktiv in freier Wildbahn ausgenutzt wird. Der EPSS-Wert von 0,996 % platziert diese Schwachstelle im 76,6. Perzentil, was bedeutet, dass sie zu den oberen 23,4 % der am wahrscheinlichsten ausgenutzten Schwachstellen gehört. Cisco hat ein offizielles Security Advisory veröffentlicht, das die Schwachstelle und betroffene Versionen detailliert beschreibt. Der Ransomware-Zusammenhang ist derzeit nicht abschließend geklärt ("Unknown"), was jedoch nicht bedeutet, dass kein Risiko besteht.

Behebung

  1. Sofortige Patches einspielen -- Aktualisieren Sie Cisco Unified Communications Manager, IM & Presence Service und Unity Connection auf Version 14SU5 oder höher (für den 12.5er-Zweig) bzw. auf eine gepatchte Version im 15er-Zweig gemäß dem Cisco Security Advisory.
  2. Netzwerkzugang einschränken -- Beschränken Sie den Zugriff auf die Management-Interfaces der betroffenen Cisco-Systeme auf autorisierte Netzwerksegmente und IP-Adressen mittels Firewall-Regeln und ACLs.
  3. Monitoring und Logging aktivieren -- Implementieren Sie eine verstärkte Überwachung der betroffenen Systeme auf verdächtige Befehlsausführungen und ungewöhnliche Netzwerkaktivitäten.
  4. Incident Response vorbereiten -- Angesichts der aktiven Ausnutzung sollten Incident-Response-Pläne überprüft und Forensik-Kapazitäten für eine mögliche Kompromittierung bereitgestellt werden.
  5. Betroffene Versionen identifizieren -- Überprüfen Sie alle Instanzen von Cisco Unified CM (12.5 bis 14SU5, 15.0 bis 15SU3a), CM IM&P, Unity Connection und Webex Calling Dedicated Instance in Ihrer Umgebung.

Technische Details

Der CVSS v3.1-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:L/A:N ergibt einen Score von 8.2 (HIGH). Angriffsvektor (AV:N): Die Schwachstelle ist über das Netzwerk ausnutzbar, was bedeutet, dass jeder Angreifer mit Netzwerkzugriff auf die betroffenen Dienste diese ausnutzen kann. Angriffskomplexität (AC:L): Die Ausnutzung erfordert keine speziellen Voraussetzungen oder besonderen Umstände. Erforderliche Privilegien (PR:N): Es ist keine Authentifizierung erforderlich, was die Schwachstelle besonders gefährlich macht. Benutzerinteraktion (UI:N): Ein Angriff erfordert keinerlei Mitwirkung eines legitimen Benutzers. Der Angriffsmechanismus basiert auf einer Code-Injection-Schwachstelle in der Verarbeitung von Anfragen durch die Cisco Unified Communications-Plattform. Dabei werden vom Angreifer kontrollierte Eingaben unzureichend validiert, bevor sie als Befehle auf dem Betriebssystem ausgeführt werden. Betroffen sind die Versionen Cisco Unified CM ab 12.5 bis vor 14SU5 sowie ab 15.0 bis einschließlich 15SU3a, ebenso wie die entsprechenden Versionen von IM & Presence Service und Unity Connection.

Häufig gestellte Fragen

Was ist CVE-2026-20045?

CVE-2026-20045 ist eine kritische Code-Injection-Schwachstelle in Cisco Unified Communications Manager und verwandten Produkten. Sie ermöglicht es nicht authentifizierten Angreifern, über das Netzwerk beliebige Befehle auf dem Betriebssystem des betroffenen Systems auszuführen.

Welche Cisco-Produkte sind betroffen?

Betroffen sind Cisco Unified Communications Manager (Unified CM), Unified CM Session Management Edition (SME), Unified CM IM & Presence Service (IM&P), Unity Connection und Webex Calling Dedicated Instance in den Versionen 12.5 bis vor 14SU5 sowie 15.0 bis 15SU3a.

Wird CVE-2026-20045 aktiv ausgenutzt?

Ja, die Schwachstelle wurde in den CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog aufgenommen, was bestätigt, dass aktive Angriffe stattfinden. Die Frist zur Behebung wurde auf den 11. Februar 2026 festgelegt.

Wie kann ich mein Unternehmen schützen?

Installieren Sie umgehend die von Cisco bereitgestellten Sicherheits-Updates und schränken Sie den Netzwerkzugriff auf die Management-Interfaces der betroffenen Systeme ein. Überwachen Sie Ihre Systeme auf Anzeichen einer Kompromittierung.

CVSS-Score

8.2
HIGH(8.2)

EPSS-Score

EPSS-Score4.31%
EPSS-Perzentil90.4%

Daten

Veröffentlicht21. Januar 2026
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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