CVE-2025-61757

CRITICAL(9.8)KEVWahrscheinlich ausgenutzt

Oracle Fusion Middleware Missing Authentication for Critical Function Vulnerability

Beschreibung

CVE-2025-61757 ist eine kritische Schwachstelle in Oracle Identity Manager (Teil von Oracle Fusion Middleware), die eine fehlende Authentifizierung fur die REST WebServices-Komponente aufweist. Betroffen sind die Versionen 12.2.1.4.0 und 14.1.2.1.0. Ein nicht authentifizierter Angreifer mit Netzwerkzugang uber HTTP kann die vollstandige Ubernahme des Identity Managers erreichen. Mit einem CVSS-Score von 9.8 (CRITICAL), einem EPSS-Wert von 0.82822 (99.2. Perzentil) und der Listung im CISA KEV-Katalog gehort diese Schwachstelle zu den dringendsten Bedrohungen.

KEV-Informationen

Hersteller
Oracle
Produkt
Fusion Middleware
Hinzugefügt am
21. November 2025
Fälligkeitsdatum
12. Dezember 2025
Erforderliche Maßnahme
Apply mitigations per vendor instructions, follow applicable BOD 22-01 guidance for cloud services, or discontinue use of the product if mitigations are unavailable.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
3.9
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
oracleidentity manager12.2.1.4.0; 14.1.2.1.0

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-306: Missing Authentication for Critical Function

CWE-306 beschreibt Schwachstellen, bei denen sicherheitskritische Funktionen ohne Authentifizierung zuganglich sind. Im Fall von CVE-2025-61757 sind die REST WebServices des Oracle Identity Managers ohne Authentifizierung erreichbar. Identity Manager ist eine zentrale Komponente fur Identitats- und Zugriffsverwaltung, wodurch eine fehlende Authentifizierung besonders gravierend ist -- ein Angreifer kann die Identitatsinfrastruktur eines Unternehmens vollstandig ubernehmen.

Mehr erfahren uber CWE-306

Auswirkungsanalyse

Der CVSS-Score von 9.8 (CRITICAL) ist nahe am Maximum und zeigt eine ausserst schwerwiegende Gefahrdung. Vertraulichkeit, Integritat und Verfugbarkeit sind jeweils mit HIGH bewertet, was die vollstandige Kompromittierung des Identity Managers ermoglicht. Da Oracle Identity Manager als zentrale Identitats- und Zugriffsverwaltungslosung eingesetzt wird, sind die geschaftlichen Auswirkungen besonders schwerwiegend: Ein Angreifer kann samtliche Benutzerkonten manipulieren, neue privilegierte Konten erstellen, Zugriffsrechte andern und die gesamte Identitatsinfrastruktur unterwandern. Dies kann kaskadenartige Auswirkungen auf alle angebundenen Systeme haben. Der EPSS-Wert von 0.82822 (99.2. Perzentil) ist aussergewohnlich hoch und zeigt, dass die Ausnutzungswahrscheinlichkeit zu den hochsten aller bekannten Schwachstellen gehort. Der Ransomware-Status ist als "Unknown" klassifiziert, jedoch bietet die vollstandige Systemubernahme ideale Voraussetzungen fur Ransomware-Angriffe.

Exploit-Reifegrad

CVE-2025-61757 ist im CISA KEV-Katalog mit einer Behebungsfrist bis zum 12. Dezember 2025 gelistet, was eine aktive Ausnutzung bestatigt. Der EPSS-Wert von 0.82822 (99.2. Perzentil) gehort zu den hochsten uberhaupt und zeigt eine extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit. Das SANS Internet Storm Center hat einen Bericht zu dieser Schwachstelle veroffentlicht, der die Bedrohungslage detailliert beschreibt. Oracle hat einen Patch im Critical Patch Update vom Oktober 2025 bereitgestellt. Die Kombination aus fehlender Authentifizierung, Netzwerkzugang uber HTTP und der kritischen Rolle des Identity Managers macht diese Schwachstelle zu einem bevorzugten Ziel fur Angreifer. Obwohl der Ransomware-Status als "Unknown" eingestuft ist, sollte angesichts der Schwere sofort gehandelt werden.

Behebung

  1. Oracle-Patch sofort installieren: Wenden Sie den Patch aus dem Oracle Critical Patch Update (CPU) vom Oktober 2025 an. Dieser behebt die Schwachstelle in Oracle Identity Manager Versionen 12.2.1.4.0 und 14.1.2.1.0.
  2. Netzwerkzugang einschranken: Beschranken Sie den Zugriff auf die REST WebServices des Identity Managers auf vertrauenswurdige interne Netzwerke. Stellen Sie sicher, dass der Identity Manager nicht direkt aus dem Internet erreichbar ist.
  3. Web Application Firewall einsetzen: Implementieren Sie WAF-Regeln, die verdachtige Anfragen an REST-Endpunkte des Identity Managers blockieren, als zusatzliche Verteidigungsschicht.
  4. Audit-Protokolle prufen: Analysieren Sie die Zugriffsprotokollen des Identity Managers auf verdachtige unauthentifizierte Zugriffe auf REST WebServices, insbesondere fur den Zeitraum vor der Patch-Installation.
  5. Identitatsinfrastruktur uberprufen: Nach der Patch-Installation sollten Sie alle Benutzerkonten, Rollen und Zugriffsrechte im Identity Manager auf unautorisierte Anderungen uberprufen.

Technische Details

Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H beschreibt ein maximal kritisches Angriffsszenario fur netzwerkbasierte Schwachstellen. Angriffsvektor (AV:N): Die Schwachstelle ist uber das Netzwerk ausnutzbar, was bedeutet, dass jeder mit HTTP-Zugang zum Identity Manager angreifen kann. Angriffskomplexitat (AC:L): Die Ausnutzung ist unkompliziert und erfordert keine besonderen Bedingungen. Erforderliche Privilegien (PR:N): Keine Authentifizierung erforderlich -- dies ist der kritischste Aspekt der Schwachstelle. Benutzerinteraktion (UI:N): Keine Benutzerinteraktion notwendig. Scope (S:U): Der Angriff ist auf den Identity Manager beschrankt, obwohl die Auswirkungen auf angebundene Systeme erheblich sein konnen. Die technische Ursache liegt in der REST-WebServices-Komponente des Oracle Identity Managers, die bestimmte Endpunkte ohne jegliche Authentifizierungsprufung bereitstellt. Ein Angreifer kann uber einfache HTTP-Anfragen auf diese Endpunkte zugreifen und administrative Funktionen ausfuhren, darunter das Erstellen und Andern von Benutzerkonten, das Zuweisen von Rollen und Berechtigungen sowie das Auslesen sensibler Identitdaten. Die Trivialitat der Ausnutzung (einfache HTTP-Anfragen ohne Authentifizierung) erklart den aussergewohnlich hohen EPSS-Wert.

Häufig gestellte Fragen

Was ist CVE-2025-61757?

CVE-2025-61757 ist eine kritische Schwachstelle in Oracle Identity Manager (Fusion Middleware), die es nicht authentifizierten Angreifern ermoglicht, uber REST WebServices die vollstandige Kontrolle uber den Identity Manager zu erlangen. Betroffen sind die Versionen 12.2.1.4.0 und 14.1.2.1.0.

Warum ist CVE-2025-61757 so gefahrlich?

Oracle Identity Manager verwaltet Benutzeridentitaten und Zugriffsrechte in Unternehmen. Eine Kompromittierung ermoglicht Angreifern, beliebige Konten zu erstellen, Berechtigungen zu andern und die gesamte Identitatsinfrastruktur zu ubernehmen. Der CVSS-Score von 9.8 und der EPSS-Wert im 99.2. Perzentil unterstreichen die extreme Gefahrdung.

Wie kann ich mich vor CVE-2025-61757 schutzen?

Installieren Sie umgehend den Patch aus dem Oracle Critical Patch Update vom Oktober 2025. Zusatzlich sollten Sie den Netzwerkzugang zum Identity Manager auf vertrauenswurdige Netzwerke beschranken und eine Web Application Firewall einsetzen.

Wird CVE-2025-61757 aktiv ausgenutzt?

Ja, die Schwachstelle ist im CISA KEV-Katalog gelistet, was eine aktive Ausnutzung bestatigt. Der aussergewohnlich hohe EPSS-Wert von 0.82822 zeigt, dass die Ausnutzungswahrscheinlichkeit zu den hochsten aller bekannten Schwachstellen gehort.

CVSS-Score

9.8
CRITICAL(9.8)

EPSS-Score

EPSS-Score88.31%
EPSS-Perzentil99.8%

Daten

Veröffentlicht21. Oktober 2025
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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