CVE-2025-59718
Fortinet Multiple Products Improper Verification of Cryptographic Signature Vulnerability
Beschreibung
CVE-2025-59718 ist eine kritische Schwachstelle in mehreren Fortinet-Produkten, darunter FortiOS, FortiProxy und FortiSwitchManager, die mit einem CVSS-Score von 9.8 (CRITICAL) bewertet wurde. Die Schwachstelle beruht auf einer fehlerhaften Ueberpruefung kryptographischer Signaturen, was es einem nicht authentifizierten Angreifer ermoeglicht, Sicherheitsmechanismen zu umgehen und vollstaendige Kontrolle ueber das betroffene System zu erlangen. Die CISA hat diese Schwachstelle in ihren Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 23. Dezember 2025. Der EPSS-Score betraegt 0.02414 (84.9. Perzentil), was auf eine signifikante Ausnutzungswahrscheinlichkeit hinweist. Betroffen sind zahlreiche Versionen von FortiOS (7.0 bis 7.6), FortiProxy (7.0 bis 7.6) und FortiSwitchManager (7.0 bis 7.2).
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnenCWEs
Betroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| fortinet | fortiproxy | >= 7.0.0, < 7.0.22; >= 7.2.0, < 7.2.15; >= 7.4.0, < 7.4.11; >= 7.6.0, < 7.6.4 |
| fortinet | fortiswitchmanager | >= 7.0.0, < 7.0.6; >= 7.2.0, < 7.2.7 |
| fortinet | fortios | >= 7.0.0, < 7.0.18; >= 7.2.0, < 7.2.12; >= 7.4.0, < 7.4.9; >= 7.6.0, < 7.6.4 |
| siemens | ruggedcom ape1808 firmware | - |
Referenzen
- https://fortiguard.fortinet.com/psirt/FG-IR-25-647(Vendor Advisory)
- https://arcticwolf.com/resources/blog/arctic-wolf-observes-malicious-sso-logins-following-disclosure-cve-2025-59718-cve-2025-59719/(Third Party Advisory)
- https://cert-portal.siemens.com/productcert/html/ssa-864900.html(Third Party Advisory)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2025-59718(US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-347: Improper Verification of Cryptographic Signature
Die zugrunde liegende Schwaeche wird als CWE-347 (Improper Verification of Cryptographic Signature) klassifiziert. Dieser Schwachstellentyp tritt auf, wenn Software kryptographische Signaturen nicht korrekt ueberprueft und dadurch die Authentizitaet oder Integritaet von Daten nicht sichergestellt wird. Bei CVE-2025-59718 versagt die Signaturueberpruefung in FortiOS, FortiProxy und FortiSwitchManager, sodass ein Angreifer gefaelschte oder manipulierte Daten einschleusen kann, die vom System als authentisch akzeptiert werden. Dies ermoeglicht potenziell die Uebernahme von Authentifizierungsprozessen, etwa bei SSO-Anmeldungen. Mehr erfahren
Auswirkungsanalyse
Die Auswirkungen von CVE-2025-59718 sind mit dem CVSS-Score von 9.8 als aeusserst kritisch einzustufen. Vertraulichkeit: Ein erfolgreicher Angriff ermoeglicht den vollstaendigen Zugriff auf alle Daten und Konfigurationen des Fortinet-Geraets, einschliesslich VPN-Konfigurationen, Firewall-Regeln und gespeicherten Credentials (C:H). Integritaet: Saemtliche Einstellungen und Regeln koennen manipuliert werden, was die Deaktivierung von Sicherheitsmassnahmen, die Einschleusung von Backdoors oder die Manipulation von Netzwerkverkehr ermoeglicht (I:H). Verfuegbarkeit: Das betroffene System kann vollstaendig ausser Betrieb gesetzt oder fuer Angriffe auf andere Netzwerksegmente missbraucht werden (A:H). Sicherheitsforscher von Arctic Wolf haben boesartige SSO-Anmeldungen im Zusammenhang mit dieser Schwachstelle beobachtet. Die KEV-Aufnahme mit Frist bis zum 23. Dezember 2025 und der EPSS-Score im 84.9. Perzentil unterstreichen die Dringlichkeit. Die Ransomware-Verwertung wird derzeit als unbekannt eingestuft, wobei Fortinet-Geraete historisch gesehen bevorzugte Ziele fuer APT-Gruppen und Ransomware-Operatoren darstellen.
Exploit-Reifegrad
CVE-2025-59718 wird aktiv in freier Wildbahn ausgenutzt, wie die Aufnahme in den CISA KEV-Katalog belegt. Sicherheitsforscher von Arctic Wolf haben boesartige SSO-Anmeldungen dokumentiert, die im Zusammenhang mit dieser Schwachstelle stehen. Der EPSS-Score von 0.02414 im 84.9. Perzentil zeigt eine ueberdurchschnittliche Ausnutzungswahrscheinlichkeit an. Die Schwachstelle erfordert keine Authentifizierung (PR:N) und keine Benutzerinteraktion (UI:N), was sie besonders attraktiv fuer automatisierte Angriffe macht. Fortinet hat ein Security Advisory (FG-IR-25-647) veroeffentlicht. Die Ransomware-Assoziation ist derzeit unbekannt, jedoch sind Fortinet-Geraete ein bekanntes Angriffsziel fuer verschiedene Bedrohungsakteure.
Behebung
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Sofortiges Firmware-Update durchfuehren: Aktualisieren Sie FortiOS auf mindestens 7.0.18, 7.2.12, 7.4.9 oder 7.6.4 (je nach eingesetzter Major-Version). Fuer FortiProxy auf 7.0.22, 7.2.15, 7.4.11 oder 7.6.4. Fuer FortiSwitchManager auf 7.0.6 oder 7.2.7.
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Fortinet Security Advisory pruefen: Lesen Sie das offizielle Fortinet PSIRT Advisory FG-IR-25-647 fuer detaillierte Informationen und produktspezifische Anweisungen.
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SSO-Anmeldeprotokolle ueberpruefen: Angesichts der von Arctic Wolf dokumentierten boesartigen SSO-Anmeldungen sollten Sie alle SSO-Authentifizierungsprotokolle auf verdaechtige Aktivitaeten pruefen, insbesondere unbekannte Quell-IPs und ungewoehnliche Anmeldezeiten.
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Externe Erreichbarkeit einschraenken: Limitieren Sie den Zugriff auf Management-Interfaces der betroffenen Fortinet-Geraete auf vertrauenswuerdige Netzwerke und IP-Adressen.
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Forensische Analyse durchfuehren: Pruefen Sie betroffene Geraete auf Anzeichen einer Kompromittierung, einschliesslich unautorisierter Konfigurationsaenderungen, neuer Admin-Konten oder installierter Backdoors.
Technische Details
CVE-2025-59718 betrifft die kryptographische Signaturueberpruefung in mehreren Fortinet-Produkten. Der CVSS:3.1-Vektor AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H beschreibt eine maximal gefaehrliche Remote-Schwachstelle. Angriffsvektor (AV:N): Die Schwachstelle ist ueber das Netzwerk erreichbar, typischerweise ueber die Management- oder Authentifizierungsschnittstellen. Angriffskomplexitaet (AC:L): Der Angriff erfordert keine besonderen Vorbedingungen. Privilegien (PR:N): Keine Authentifizierung erforderlich. Benutzerinteraktion (UI:N): Vollstaendig automatisierbarer Angriff. Der technische Kern der Schwachstelle liegt in der fehlerhaften Ueberpruefung kryptographischer Signaturen innerhalb der Authentifizierungsmechanismen. Dies ermoeglicht es einem Angreifer, gefaelschte oder manipulierte Signaturen einzusetzen, die vom System als gueltig akzeptiert werden. Im Kontext von SSO-Mechanismen bedeutet dies, dass ein Angreifer Authentifizierungstokens faelschen und sich ohne gueltige Credentials anmelden kann. Betroffen sind FortiOS 7.0.0 bis 7.0.17, 7.2.0 bis 7.2.11, 7.4.0 bis 7.4.8 und 7.6.0 bis 7.6.3, FortiProxy 7.0.0 bis 7.0.21, 7.2.0 bis 7.2.14, 7.4.0 bis 7.4.10 und 7.6.0 bis 7.6.3 sowie FortiSwitchManager 7.0.0 bis 7.0.5 und 7.2.0 bis 7.2.6.
Häufig gestellte Fragen
Welche Fortinet-Produkte sind von CVE-2025-59718 betroffen?
Betroffen sind FortiOS (7.0 bis 7.6), FortiProxy (7.0 bis 7.6) und FortiSwitchManager (7.0 bis 7.2). Die genauen betroffenen Versionsreihen und die jeweiligen Patch-Versionen sind im Fortinet PSIRT Advisory FG-IR-25-647 dokumentiert.
Was bedeutet eine fehlerhafte Signaturueberpruefung in der Praxis?
Eine fehlerhafte kryptographische Signaturueberpruefung ermoeglicht es Angreifern, gefaelschte Authentifizierungstokens zu erstellen, die vom System als gueltig akzeptiert werden. In der Praxis koennte ein Angreifer sich dadurch ohne gueltige Zugangsdaten an Fortinet-Geraeten anmelden.
Gibt es Hinweise auf aktive Ausnutzung?
Ja, die CISA hat die Schwachstelle in ihren KEV-Katalog aufgenommen, und Sicherheitsforscher von Arctic Wolf haben boesartige SSO-Anmeldungen im Zusammenhang mit dieser Schwachstelle dokumentiert.
Wie dringend ist das Update?
Die CISA hat den 23. Dezember 2025 als Behebungsfrist festgelegt. Angesichts der aktiven Ausnutzung und der fehlenden Authentifizierungsanforderung sollte das Update mit hoechster Prioritaet durchgefuehrt werden.
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