CVE-2025-48633
Android Framework Information Disclosure Vulnerability
Beschreibung
CVE-2025-48633 ist eine Schwachstelle mittlerer Schwere im Android Framework, die in der Funktion hasAccountsOnAnyUser von DevicePolicyManagerService.java einen Logikfehler aufweist. Dieser ermoglicht es einem lokalen Angreifer, einen Device Owner nach der Provisionierung hinzuzufugen und dadurch eine Rechteausweitung (Privilege Escalation) durchzufuhren. Betroffen sind Android-Versionen 13.0, 14.0, 15.0 und 16.0. Die Schwachstelle ist im CISA KEV-Katalog gelistet, hat jedoch mit einem EPSS-Wert von 0.00183 (40. Perzentil) eine relativ niedrige Ausnutzungswahrscheinlichkeit.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:NIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| android | 13.0; 14.0; 15.0; 16.0 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N
Referenzen
Schwachstellentyp
Fur CVE-2025-48633 wurde kein spezifischer CWE-Typ zugewiesen. Die Schwachstelle basiert auf einem Logikfehler in der Provisionierungsprufung des Android Device Policy Managers. Solche Fehler fallen typischerweise in die Kategorie der Zugangskontroll- oder Autorisierungsschwachstellen, bei denen eine fehlerhafte Bedingung in der Code-Logik Sicherheitsprufungen umgangen werden konnen.
Auswirkungsanalyse
Der CVSS-Score von 5.5 (MEDIUM) spiegelt eine moderate Gefahrdung wider. Vertraulichkeit ist mit HIGH bewertet, wahrend Integritat und Verfugbarkeit nicht betroffen sind. Die primare Auswirkung besteht im unbefugten Zugriff auf vertrauliche Daten. Da die Schwachstelle die Einrichtung eines Device Owners nach der Provisionierung ermoglicht, kann ein Angreifer umfassende Kontrolle uber das Gerat erlangen, einschliesslich der Moglichkeit, Sicherheitsrichtlinien durchzusetzen, Apps zu installieren oder zu deinstallieren und auf Unternehmensdaten zuzugreifen. Geschaftliche Auswirkungen betreffen insbesondere Unternehmen mit BYOD- oder MDM-Strategien, da ein kompromittierter Device Owner den gesamten Geratemanagement-Mechanismus unterwandern kann. Der EPSS-Wert von 0.00183 (40. Perzentil) deutet auf eine unterdurchschnittliche Ausnutzungswahrscheinlichkeit hin. Der Ransomware-Status ist als "Unknown" klassifiziert.
Exploit-Reifegrad
CVE-2025-48633 ist im CISA KEV-Katalog mit einer Behebungsfrist bis zum 23. Dezember 2025 gelistet, was auf eine reale Ausnutzung hinweist. Der EPSS-Wert von 0.00183 (40. Perzentil) zeigt jedoch eine relativ niedrige Wahrscheinlichkeit der Ausnutzung innerhalb der nachsten 30 Tage. Es sind derzeit keine offentlichen Exploits oder Proof-of-Concept-Codes fur diese Schwachstelle bekannt. Die Ausnutzung erfordert lokalen Zugang und niedrige Privilegien, was die praktische Angriffsoberflache einschrankt. Google hat einen Patch bereitgestellt, der im Android Security Bulletin vom Dezember 2025 dokumentiert ist. Der Ransomware-Status ist als "Unknown" eingestuft.
Behebung
- Android-Sicherheitsupdate installieren: Installieren Sie das Android Security Patch Level vom Dezember 2025 oder neuer auf allen betroffenen Geraten mit Android 13, 14, 15 oder 16.
- MDM-Konfiguration uberprufen: Prufen Sie in Ihrer Mobile Device Management-Losung, ob Device-Owner-Profile auf Geraten korrekt konfiguriert sind und keine unautorisierten Profile hinzugefugt wurden.
- Geratezugang einschranken: Stellen Sie sicher, dass physischer Zugang zu verwalteten Geraten kontrolliert wird, da die Schwachstelle lokalen Zugang erfordert.
- Monitoring fur Device-Policy-Anderungen aktivieren: Implementieren Sie Monitoring-Regeln, die unautorisierte Anderungen an Device-Owner-Profilen oder Geraterichtlinien erkennen.
Technische Details
Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N beschreibt ein lokal ausnutzbares Szenario mit begrenzten Auswirkungen. Angriffsvektor (AV:L): Die Schwachstelle erfordert lokalen Zugang zum Gerat, was die Angriffsoberflache im Vergleich zu netzwerkbasierten Schwachstellen deutlich einschrankt. Angriffskomplexitat (AC:L): Die Ausnutzung ist unkompliziert, sobald lokaler Zugang besteht. Erforderliche Privilegien (PR:L): Ein Angreifer benotigt niedrige Privilegien auf dem Gerat. Benutzerinteraktion (UI:N): Keine Benutzerinteraktion erforderlich. Scope (S:U): Der Angriff bleibt auf die verwundbare Komponente beschrankt. Die technische Ursache liegt in der Funktion hasAccountsOnAnyUser in DevicePolicyManagerService.java. Diese Funktion enthalt einen Logikfehler bei der Prufung, ob eine Provisionierung bereits abgeschlossen wurde. Durch den Fehler kann ein Angreifer die Prufung umgehen und nachtraglich einen Device Owner einrichten, was normalerweise nur wahrend der initialen Geratekonfiguration moglich sein sollte. Die Auswirkung beschrankt sich auf Vertraulichkeit (C:H), da der Angreifer uber den Device Owner Zugriff auf geschutzte Daten erhalt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist CVE-2025-48633?
CVE-2025-48633 ist eine Schwachstelle im Android Framework, die einen Logikfehler in DevicePolicyManagerService.java ausnutzt. Sie ermoglicht es einem lokalen Angreifer, nach der Provisionierung einen Device Owner hinzuzufugen und dadurch erweiterte Rechte auf dem Gerat zu erlangen.
Welche Android-Versionen sind betroffen?
Betroffen sind Android 13.0, 14.0, 15.0 und 16.0. Google hat den Patch im Android Security Bulletin vom Dezember 2025 veroffentlicht.
Wie hoch ist das Risiko durch CVE-2025-48633?
Das Risiko ist moderat (CVSS 5.5). Die Schwachstelle erfordert lokalen Zugang und niedrige Privilegien, was die praktische Ausnutzung einschrankt. Dennoch sollte das Sicherheitsupdate zeitnah installiert werden, da die Schwachstelle im CISA KEV-Katalog gelistet ist.
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