CVE-2025-43200

MEDIUM(4.2)KEV

Apple Multiple Products Unspecified Vulnerability

Beschreibung

CVE-2025-43200 ist eine Logik-Schwachstelle in mehreren Apple-Produkten, die bei der Verarbeitung manipulierter Fotos oder Videos auftritt, die ueber einen iCloud-Link geteilt werden. Die Schwachstelle wurde in einem aeusserst ausgekluegelten, gezielten Angriff gegen bestimmte Einzelpersonen ausgenutzt. Apple hat Updates fuer iOS, iPadOS, macOS, watchOS und visionOS bereitgestellt. Die Schwachstelle wird mit einem CVSS v3.1-Score von 4.2 (MEDIUM) bewertet.

Die CISA hat CVE-2025-43200 in den KEV-Katalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 7. Juli 2025. Obwohl der EPSS-Score mit 0.32 % (54. Perzentil) vergleichsweise niedrig ist, handelt es sich um eine Schwachstelle, die nachweislich in gezielten Spionageangriffen -- mutmasslich mit der kommerziellen Spyware Paragon -- eingesetzt wurde, was ihre Relevanz fuer Hochrisiko-Nutzer erheblich erhoeht.

KEV-Informationen

Hersteller
Apple
Produkt
Multiple Products
Hinzugefügt am
16. Juni 2025
Fälligkeitsdatum
7. Juli 2025
Erforderliche Maßnahme
Apply mitigations per vendor instructions, follow applicable BOD 22-01 guidance for cloud services, or discontinue use of the product if mitigations are unavailable.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:H/PR:N/UI:R/S:U/C:L/I:L/A:NIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
HIGH
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
REQUIRED
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
LOW
Integritätsauswirkung
LOW
Verfügbarkeitsauswirkung
NONE
Ausnutzbarkeitsscore
1.6
Auswirkungsscore
2.5

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
appleipados< 15.8.4; >= 16.0, < 16.7.11; >= 17.0, < 17.7.5; >= 18.0, < 18.3.1
appleiphone os< 15.8.4; >= 16.0, <= 16.7.11; >= 17.0, <= 18.3.1
applemacos>= 13.0, < 13.7.4; >= 14.0, < 14.7.4; >= 15.0, < 15.3.1
applevisionos< 2.3.1
applewatchos< 11.3.1

Referenzen

Schwachstellentyp

CVE-2025-43200 wurde von Apple als Logik-Fehler klassifiziert, der durch verbesserte Pruefungen behoben wurde. Es wurde keine spezifische CWE-Kennung zugewiesen. Die Schwachstelle liegt in der Art und Weise, wie Apple-Geraete ueber iCloud-Links geteilte Medieninhalte verarbeiten. Eine fehlerhafte Validierung ermoeglichte es, durch speziell praeparierte Fotos oder Videos die Sicherheitsmechanismen des Systems zu umgehen.

Auswirkungsanalyse

Die Auswirkungen von CVE-2025-43200 sind trotz des vergleichsweise niedrigen CVSS-Scores von 4.2 in der Praxis bedeutend. Der CVSS-Vektor zeigt einen Netzwerk-Angriffsvektor (AV:N) mit hoher Komplexitaet (AC:H), ohne erforderliche Authentifizierung (PR:N), aber mit erforderlicher Benutzerinteraktion (UI:R). Die Vertraulichkeits- und Integritaetsauswirkungen sind als niedrig eingestuft (C:L/I:L). Apple hat jedoch bestaetigt, dass diese Schwachstelle in einem "aeusserst ausgekluegelten Angriff gegen bestimmte gezielte Einzelpersonen" ausgenutzt wurde. Berichte des Citizen Lab legen nahe, dass die Schwachstelle mit der kommerziellen Spyware Paragon in Verbindung steht und zur Ueberwachung von Journalisten eingesetzt wurde. In solchen gezielten Angriffsszenarien kann die Schwachstelle als Einstiegspunkt fuer die Installation umfassender Ueberwachungssoftware dienen.

Exploit-Reifegrad

CVE-2025-43200 wurde nachweislich in gezielten Angriffen in freier Wildbahn ausgenutzt. Apple bestaetigt in seinem Advisory, dass die Schwachstelle in einem "aeusserst ausgekluegelten Angriff" gegen bestimmte Einzelpersonen eingesetzt wurde. Die CISA hat die Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 7. Juli 2025. Berichte des Citizen Lab liefern die erste forensische Bestaetigung, dass die kommerzielle Spyware Paragon von Paragon Solutions gegen Journalisten eingesetzt wurde. Der niedrige EPSS-Score von 0.32 % spiegelt die begrenzte Verbreitung der Ausnutzung wider -- die Angriffe waren hochgradig gezielt und nicht massenhaft. Dennoch ist die Bedrohung fuer Hochrisiko-Nutzer wie Journalisten, Aktivisten und Regierungsmitarbeiter real und unmittelbar.

Behebung

  1. Sofort alle Apple-Geraete aktualisieren: Installieren Sie die folgenden Mindestversionen: iOS/iPadOS 18.3.1, iPadOS 17.7.5, iPadOS 16.7.11, iPadOS 15.8.4, macOS Sequoia 15.3.1, macOS Sonoma 14.7.4, macOS Ventura 13.7.4, watchOS 11.3.1 und visionOS 2.3.1.

  2. Automatische Updates aktivieren: Stellen Sie sicher, dass automatische Sicherheitsupdates auf allen Apple-Geraeten aktiviert sind, um zukuenftige Zero-Day-Patches zeitnah zu erhalten.

  3. Lockdown-Modus aktivieren: Fuer Hochrisiko-Nutzer (Journalisten, Aktivisten, Regierungsmitarbeiter) empfiehlt sich die Aktivierung des Apple Lockdown-Modus, der die Angriffsflaeche durch Einschraenkung bestimmter Funktionen erheblich reduziert.

  4. Vorsicht bei iCloud-Links: Seien Sie besonders vorsichtig beim Oeffnen von ueber iCloud-Links geteilten Fotos oder Videos aus unbekannten Quellen. Die Schwachstelle wurde ueber manipulierte Medieninhalte ausgenutzt.

  5. Forensische Analyse fuer gefaehrdete Personen: Personen, die moeglicherweise Ziel von Spyware-Angriffen sind, sollten ihre Geraete mit spezialisierten Tools wie dem Mobile Verification Toolkit (MVT) auf Anzeichen einer Kompromittierung pruefen lassen.

Technische Details

CVE-2025-43200 betrifft die Medienverarbeitung in mehreren Apple-Betriebssystemen. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:H/PR:N/UI:R/S:U/C:L/I:L/A:N zeigt, dass der Angriff ueber das Netzwerk (AV:N) erfolgt, jedoch hohe Komplexitaet (AC:H) aufweist und Benutzerinteraktion (UI:R) erfordert -- das Opfer muss einen praeparierten iCloud-Link oeffnen oder ein manipuliertes Foto bzw. Video empfangen. Apple beschreibt die Ursache als "Logic Issue", bei der die Pruefungen bei der Verarbeitung von Medieninhalten ueber iCloud-Links fehlerhaft waren. Die geringe Komplexitaet des CVSS-Scores taeuscht ueber die Raffinesse des tatsaechlichen Exploits hinweg -- Apple selbst bezeichnet den Angriff als "aeusserst ausgekluegelt", was auf eine komplexe Exploit-Kette hindeutet, die moeglicherweise mehrere Schwachstellen kombiniert.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2025-43200 aktiv ausgenutzt?

Ja, Apple hat bestaetigt, dass CVE-2025-43200 in gezielten Angriffen ausgenutzt wurde. Die CISA hat die Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen. Laut Citizen Lab wurde die Schwachstelle mit der kommerziellen Spyware Paragon in Verbindung gebracht und gegen Journalisten eingesetzt.

Welche Produkte sind von CVE-2025-43200 betroffen?

Betroffen sind Apple iOS (vor 18.3.1), iPadOS (mehrere Versionszweige vor 15.8.4, 16.7.11, 17.7.5, 18.3.1), macOS Ventura (vor 13.7.4), macOS Sonoma (vor 14.7.4), macOS Sequoia (vor 15.3.1), watchOS (vor 11.3.1) und visionOS (vor 2.3.1). Praktisch alle aktuellen Apple-Geraete sind betroffen.

Wie behebe ich CVE-2025-43200?

Aktualisieren Sie alle Apple-Geraete auf die neueste verfuegbare Betriebssystemversion. Fuer Hochrisiko-Nutzer empfiehlt sich zusaetzlich die Aktivierung des Lockdown-Modus. Die spezifischen Mindestversionen sind in den Apple Security Advisories dokumentiert.

Wie schwerwiegend ist CVE-2025-43200?

Der CVSS-Score von 4.2 (MEDIUM) spiegelt die technischen Einschraenkungen wider (hohe Komplexitaet, Benutzerinteraktion erforderlich). Die tatsaechliche Bedrohung fuer gezielte Hochrisiko-Nutzer ist jedoch erheblich, da die Schwachstelle nachweislich in staatlich unterstuetzten Spionageangriffen eingesetzt wurde.

CVSS-Score

4.2
MEDIUM(4.2)

EPSS-Score

EPSS-Score1.03%
EPSS-Perzentil61.1%

Daten

Veröffentlicht16. Juni 2025
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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