CVE-2025-32709
Microsoft Windows Ancillary Function Driver for WinSock Use-After-Free Vulnerability
Beschreibung
CVE-2025-32709 ist eine Use-After-Free-Schwachstelle im Windows Ancillary Function Driver for WinSock (AFD.sys), einem Kernel-Mode-Treiber des Windows-Betriebssystems. Ein authentifizierter Angreifer mit niedrigen Privilegien kann diese Schwachstelle lokal ausnutzen, um Privilegien zu eskalieren und SYSTEM-Rechte zu erlangen. Obwohl in der NVD-Beschreibung als "Null pointer dereference" bezeichnet, wird die Schwachstelle als CWE-416 (Use After Free) klassifiziert.
Mit einem CVSS v3.1-Score von 7.8 (HIGH) und einem EPSS-Score von 0.84 % (74. Perzentil) ist die Ausnutzungswahrscheinlichkeit moderat. Dennoch hat die CISA CVE-2025-32709 in den KEV-Katalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 3. Juni 2025, was die aktive Ausnutzung bestaetigt. Die Schwachstelle betrifft nahezu alle gaengigen Windows-Versionen einschliesslich Windows 10, Windows 11 und Windows Server.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| microsoft | windows 10 1507 | < 10.0.10240.21014 |
| microsoft | windows 10 1607 | < 10.0.14393.8066 |
| microsoft | windows 10 1809 | < 10.0.17763.7314 |
| microsoft | windows 10 21h2 | < 10.0.19044.5854 |
| microsoft | windows 10 22h2 | < 10.0.19045.5854 |
| microsoft | windows 11 22h2 | < 10.0.22621.5335 |
| microsoft | windows 11 23h2 | < 10.0.22631.5335 |
| microsoft | windows 11 24h2 | < 10.0.26100.3981 |
| microsoft | windows server 2008 | -; r2 |
| microsoft | windows server 2012 | -; r2 |
| microsoft | windows server 2016 | < 10.0.14393.8066 |
| microsoft | windows server 2019 | < 10.0.17763.7314 |
| microsoft | windows server 2022 | < 10.0.20348.3692 |
| microsoft | windows server 2022 23h2 | < 10.0.25398.1611 |
| microsoft | windows server 2025 | < 10.0.26100.3981 |
Referenzen
- https://msrc.microsoft.com/update-guide/vulnerability/CVE-2025-32709(Vendor Advisory)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2025-32709(US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-416: Use After Free
CVE-2025-32709 basiert auf CWE-416 (Verwendung nach Freigabe), einer hochgradig ausnutzbaren Schwachstellenklasse. Bei Use After Free wird ein Speicherbereich weiter verwendet, nachdem er freigegeben wurde. Im Fall des Windows AFD-Treibers wird ein Pointer auf einen bereits freigegebenen Speicherbereich dereferenziert, was einem Angreifer die Kontrolle ueber die Programmausfuehrung ermoeglicht. Da der AFD-Treiber im Kernel-Mode laeuft, fuehrt eine erfolgreiche Ausnutzung direkt zur vollstaendigen Systemkompromittierung.
Weitere Informationen: CWE-416 -- Verwendung nach Freigabe
Auswirkungsanalyse
Die Auswirkungen von CVE-2025-32709 sind aufgrund der Kernel-Mode-Ausfuehrung des AFD-Treibers besonders schwerwiegend. Der CVSS-Vektor zeigt, dass die Schwachstelle lokal (AV:L) mit niedriger Komplexitaet (AC:L) und niedrigen Privilegien (PR:L) ausnutzbar ist, ohne Benutzerinteraktion (UI:N). Vertraulichkeit (High): Ein Angreifer mit SYSTEM-Rechten kann auf saemtliche Daten des Systems zugreifen, einschliesslich Passwort-Hashes, Sicherheitsprotokolle und verschluesselte Daten. Integritaet (High): SYSTEM-Rechte ermoeglichen die Manipulation aller Systemkomponenten, die Installation von Rootkits und die Deaktivierung von Sicherheitssoftware. Verfuegbarkeit (High): Der Angreifer kann das System zum Absturz bringen oder Dienste dauerhaft stoeren. Die Schwachstelle betrifft eine breite Palette von Windows-Versionen von Windows 10 1507 bis Windows 11 24H2 sowie alle aktuellen Windows Server-Versionen, was die potenzielle Angriffsoberflaeche erheblich vergroessert.
Exploit-Reifegrad
CVE-2025-32709 weist eine bestaeigte aktive Ausnutzung auf. Die CISA hat die Schwachstelle im KEV-Katalog als aktiv ausgenutzt gefuehrt, mit einer Behebungsfrist bis zum 3. Juni 2025. Der EPSS-Score von 0.84 % (74. Perzentil) ist im Vergleich zu anderen KEV-Eintraegen relativ niedrig, was darauf hindeutet, dass die Ausnutzung moeglicherweise gezielt und nicht weit verbreitet stattfindet. Windows-Kernel-Schwachstellen sind fuer Angreifer besonders wertvoll, da sie als letzter Schritt in Exploit-Chains dienen, um nach einem initialen Zugriff Privilegien auf SYSTEM-Ebene zu eskalieren. Der Ransomware-Status ist als Unknown klassifiziert, jedoch sind Privilegieneskalations-Schwachstellen haeufig ein integraler Bestandteil von Ransomware-Angriffsketten.
Behebung
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Microsoft-Sicherheitsupdates vom Mai 2025 umgehend installieren: Microsoft hat im Rahmen des Patch Tuesday Sicherheitsupdates bereitgestellt, die die Use-After-Free-Schwachstelle im AFD-Treiber beheben. Installieren Sie die kumulativen Updates fuer Ihre spezifische Windows-Version.
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Windows Update-Status pruefen: Stellen Sie sicher, dass alle Windows-Systeme die aktuellen Sicherheitsupdates erhalten. Betroffene Versionen umfassen Windows 10 (alle unterstuetzten Builds), Windows 11 (22H2, 23H2, 24H2) und Windows Server 2008 bis 2025.
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Least-Privilege-Prinzip anwenden: Da die Schwachstelle niedrige Privilegien erfordert, stellen Sie sicher, dass Benutzer nur die minimal notwendigen Berechtigungen besitzen. Beschraenken Sie lokale Anmelderechte auf essentielle Benutzer.
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Endpunkt-Monitoring verstaerken: Implementieren Sie oder verstaerken Sie Endpoint Detection and Response (EDR), um verdaechtige Aktivitaeten im Zusammenhang mit dem AFD-Treiber und ungewoehnliche Privilegieneskalationsversuche zu erkennen.
-
Netzwerkzugriff einschraenken: Da die Schwachstelle lokalen Zugriff erfordert, beschraenken Sie Remote-Desktop- und andere Fernzugriffsdienste auf das notwendige Minimum und implementieren Sie Multi-Faktor-Authentifizierung fuer alle Remote-Zugaenge.
Technische Details
CVE-2025-32709 betrifft den Windows Ancillary Function Driver for WinSock (AFD.sys), einen Kernel-Mode-Treiber, der grundlegende Netzwerkfunktionalitaet bereitstellt. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H zeigt, dass der Angriff lokalen Zugriff mit niedrigen Privilegien erfordert. Die Schwachstelle wird als Use After Free (CWE-416) klassifiziert, obwohl die NVD-Beschreibung einen Null-Pointer-Dereference erwaehnt. Bei der Verarbeitung bestimmter WinSock-Operationen wird ein Speicherobjekt freigegeben, waehrend noch ein Pointer darauf verweist. Wenn dieser haengende Pointer anschliessend dereferenziert wird, kann der Angreifer die Programmausfuehrung kontrollieren, da er den Inhalt des freigegebenen Speicherbereichs durch gezielte Heap-Manipulation beeinflussen kann. Da AFD.sys im Kernel-Mode laeuft, fuehrt die erfolgreiche Ausnutzung zur Code-Ausfuehrung mit SYSTEM-Privilegien. Die Schwachstelle betrifft eine breite Palette von Windows-Versionen einschliesslich Windows 10 1507 bis 22H2, Windows 11 22H2 bis 24H2 und Windows Server 2008 bis 2025.
Häufig gestellte Fragen
Wird CVE-2025-32709 aktiv ausgenutzt?
Ja, CVE-2025-32709 wird aktiv ausgenutzt. Die CISA hat die Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen, was eine bestaeigte aktive Ausnutzung signalisiert. Der EPSS-Score von 0.84 % deutet auf gezielte Angriffe hin, nicht auf breit angelegte Ausnutzung.
Welche Produkte sind von CVE-2025-32709 betroffen?
Betroffen sind nahezu alle gaengigen Windows-Versionen: Windows 10 (1507, 1607, 1809, 21H2, 22H2), Windows 11 (22H2, 23H2, 24H2) und Windows Server 2008, 2012, 2016, 2019, 2022, 2022 23H2 und 2025.
Wie behebe ich CVE-2025-32709?
Installieren Sie die Microsoft-Sicherheitsupdates vom Mai 2025 ueber Windows Update. Stellen Sie sicher, dass alle betroffenen Systeme die aktuellen kumulativen Updates erhalten.
Wie schwerwiegend ist CVE-2025-32709?
CVE-2025-32709 hat einen CVSS-Score von 7.8 (HIGH). Die Schwachstelle ermoeglicht eine lokale Privilegieneskalation auf SYSTEM-Ebene und betrifft nahezu alle Windows-Versionen. Sie wird typischerweise als Teil von Exploit-Chains fuer die vollstaendige Systemkompromittierung verwendet.
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