CVE-2025-12480

CRITICAL(9.1)KEVWahrscheinlich ausgenutzt

Gladinet Triofox Improper Access Control Vulnerability

Beschreibung

CVE-2025-12480 ist eine kritische Schwachstelle in Gladinet Triofox, einer Filesharing- und Remote-Access-Loesung fuer Unternehmen. Die Schwachstelle basiert auf einer fehlerhaften Zugriffskontrolle (Improper Access Control), die es unauthentifizierten Angreifern ermoeglicht, auf die initialen Setup-Seiten zuzugreifen, obwohl die Ersteinrichtung bereits abgeschlossen ist. Mit einem CVSS v3.1-Score von 9.1 (CRITICAL) stellt diese Schwachstelle ein erhebliches Risiko dar, da sie ohne Authentifizierung und ohne Benutzerinteraktion ueber das Netzwerk ausnutzbar ist.

Die CISA hat CVE-2025-12480 in den KEV-Katalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 3. Dezember 2025. Der EPSS-Score von 73.22 % (98.8. Perzentil) ist aussergewoehnlich hoch und zeigt, dass diese Schwachstelle zu den am intensivsten ausgenutzten Schwachstellen weltweit gehoert. Google Mandiant hat die aktive Ausnutzung dieser Schwachstelle dokumentiert.

KEV-Informationen

Hersteller
Gladinet
Produkt
Triofox
Hinzugefügt am
12. November 2025
Fälligkeitsdatum
3. Dezember 2025
Erforderliche Maßnahme
Apply mitigations per vendor instructions, follow applicable BOD 22-01 guidance for cloud services, or discontinue use of the product if mitigations are unavailable.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:NIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
NONE
Ausnutzbarkeitsscore
3.9
Auswirkungsscore
5.2

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
gladinettriofox< 16.7.10368.56560

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-284: Improper Access Control

CVE-2025-12480 basiert auf CWE-284 (Improper Access Control), einer weit verbreiteten Schwachstellenklasse, bei der eine Anwendung den Zugriff auf Ressourcen oder Funktionen nicht ordnungsgemaess einschraenkt. Im Fall von Triofox bleiben die initialen Setup-Seiten auch nach Abschluss der Ersteinrichtung erreichbar, obwohl diese sensible Konfigurationsmoeglichkeiten bieten.

Diese Art von Schwachstelle entsteht haeufig, wenn Zugriffspruefungen nicht konsequent auf alle Endpunkte angewendet werden. Setup-Seiten sind ein besonders kritisches Ziel, da sie typischerweise administrative Funktionen wie die Konfiguration von Datenbanken, Authentifizierungssystemen und Administratorkonten bereitstellen. Mehr erfahren

Auswirkungsanalyse

Die Auswirkungen von CVE-2025-12480 sind aufgrund der Natur der exponierten Setup-Seiten besonders schwerwiegend. Vertraulichkeit: Ein Angreifer kann ueber die Setup-Seiten Zugang zu Konfigurationsinformationen erlangen, darunter Datenbankverbindungsdaten, Speicherkonfigurationen und moeglicherweise vorhandene Authentifizierungstokens. Da Triofox als Filesharing-Plattform sensible Unternehmensdaten verwaltet, kann dies zur Offenlegung vertraulicher Geschaeftsdokumente fuehren.

Integritaet: Durch den Zugriff auf Setup-Funktionen kann ein Angreifer die Systemkonfiguration manipulieren, eigene Administratorkonten anlegen oder bestehende Authentifizierungsmechanismen aendern. Dies ermoeglicht die vollstaendige Uebernahme der Triofox-Instanz und die Manipulation aller gespeicherten und geteilten Dateien.

Der aussergewoehnlich hohe EPSS-Score von 73.22 % zeigt, dass diese Schwachstelle in der Praxis massiv ausgenutzt wird. Die Verfuegbarkeit wird im CVSS-Vektor nicht als betroffen eingestuft (A:N), jedoch ermoeglicht die Systemuebernahme indirekt auch die Stoerung des Dienstes. Der Ransomware-Status ist als Unknown klassifiziert, jedoch ist eine Nutzung im Rahmen von Ransomware-Kampagnen aufgrund der vollstaendigen Zugriffskontrolle plausibel.

Exploit-Reifegrad

CVE-2025-12480 weist eine sehr hohe Exploit-Reife auf. Die CISA hat die Schwachstelle im KEV-Katalog als aktiv ausgenutzt gefuehrt, mit einer Behebungsfrist bis zum 3. Dezember 2025. Der EPSS-Score von 73.22 % (98.8. Perzentil) ist extrem hoch und platziert diese Schwachstelle unter den Top 1.2 % der weltweit am staerksten ausgenutzten Schwachstellen.

Google Mandiant hat in einem detaillierten Blog-Beitrag die aktive Ausnutzung dokumentiert und technische Details zur Angriffsweise veroeffentlicht. Mandiant hat die Schwachstelle im Rahmen von Vulnerability Disclosure MNDT-2025-0008 gemeldet, was die ernsthafte Bedrohungslage unterstreicht.

Die Kombination aus fehlender Authentifizierungsanforderung (PR:N), Netzwerk-Erreichbarkeit (AV:N) und niedriger Angriffskomplexitaet (AC:L) macht diese Schwachstelle besonders leicht ausnutzbar. Der Ransomware-Status ist als Unknown klassifiziert.

Behebung

  1. Sofortiges Update auf Triofox 16.7.10368.56560 oder hoeher: Gladinet hat ein Sicherheitsupdate bereitgestellt, das die fehlerhafte Zugriffskontrolle auf die Setup-Seiten behebt. Pruefen Sie die Release Notes fuer Details zur gepatchten Version und fuehren Sie das Update umgehend durch.

  2. Netzwerkzugriff einschraenken: Beschraenken Sie den Zugriff auf die Triofox-Weboberflaeche auf vertrauenswuerdige IP-Bereiche ueber Firewall-Regeln. Stellen Sie sicher, dass die Verwaltungsoberflaeche nicht oeffentlich erreichbar ist, und nutzen Sie ein VPN fuer den Fernzugriff auf die Administration.

  3. Kompromittierungspruefung durchfuehren: Untersuchen Sie Server-Logs auf verdaechtige Zugriffe auf Setup-Endpunkte. Pruefen Sie, ob unbekannte Administratorkonten angelegt oder Konfigurationsaenderungen vorgenommen wurden. Ueberpruefen Sie die Integritaet der Datenbankverbindungsdaten und Authentifizierungseinstellungen.

  4. Zugangsdaten rotieren: Aendern Sie alle Administratorpasswoerter und API-Schluessel der Triofox-Installation. Rotieren Sie Datenbankpasswoerter und ueberpruefen Sie die Konfiguration externer Speicheranbindungen (Azure, S3, lokale Netzwerkspeicher).

  5. Monitoring einrichten: Implementieren Sie eine Ueberwachung fuer Zugriffe auf Setup- und Konfigurationsendpunkte. Richten Sie Alarme fuer unerwartete Konfigurationsaenderungen und die Erstellung neuer Administratorkonten ein.

Technische Details

CVE-2025-12480 betrifft Gladinet Triofox in Versionen vor 16.7.10368.56560. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:N zeigt einen netzwerkbasierten Angriff (AV:N) mit niedriger Komplexitaet (AC:L), der weder Authentifizierung (PR:N) noch Benutzerinteraktion (UI:N) erfordert.

Die Schwachstelle liegt in der fehlenden Zugriffskontrolle auf die initialen Setup-Seiten der Triofox-Webanwendung. Nach der Ersteinrichtung einer Triofox-Instanz sollten diese Seiten deaktiviert oder nur fuer authentifizierte Administratoren zugaenglich sein. In den betroffenen Versionen bleiben die Setup-Endpunkte jedoch vollstaendig erreichbar, unabhaengig vom Installationsstatus.

Ein unauthentifizierter Angreifer kann diese Setup-Seiten aufrufen und darueber die Systemkonfiguration einsehen oder veraendern. Dies umfasst potenziell die Neukonfiguration von Datenbankverbindungen, Speicheranbindungen und Administratorkonten. Der Scope bleibt unveraendert (S:U), und die Verfuegbarkeit ist nicht direkt betroffen (A:N), da der Angriff primaer auf Vertraulichkeit (C:H) und Integritaet (I:H) abzielt.

Die hohe Bewertung von 9.1 ergibt sich aus der Kombination von fehlender Authentifizierung und dem Zugriff auf kritische Konfigurationsfunktionen. Triofox wird als Remote-Access- und Filesharing-Loesung eingesetzt und ist daher typischerweise aus dem Internet erreichbar, was die Angriffsflaeche erheblich vergroessert.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Triofox und wer ist von CVE-2025-12480 betroffen?

Triofox ist eine Enterprise-Filesharing- und Remote-Access-Loesung von Gladinet, die haeufig als Alternative zu VPN und traditionellen Dateiservern eingesetzt wird. Betroffen sind alle Triofox-Installationen mit Versionen vor 16.7.10368.56560. Da Triofox typischerweise aus dem Internet erreichbar ist, sind exponierte Instanzen besonders gefaehrdet.

Wie wird CVE-2025-12480 ausgenutzt?

Ein Angreifer sendet einfach HTTP-Anfragen an die Setup-Endpunkte der Triofox-Weboberflaeche. Da diese Endpunkte keine Authentifizierung erfordern, kann jeder Angreifer mit Netzwerkzugang die Konfigurationsseiten aufrufen und die Systemeinstellungen einsehen oder veraendern.

Gibt es oeffentliche Exploits fuer CVE-2025-12480?

Ja, Google Mandiant hat die aktive Ausnutzung dokumentiert und technische Details in einem Blog-Beitrag veroeffentlicht. Der extrem hohe EPSS-Score von 73.22 % bestaetigt die weitverbreitete Ausnutzung.

Ist auch Gladinet CentreStack von dieser Schwachstelle betroffen?

Diese spezifische CVE betrifft nur Triofox. Allerdings existiert mit CVE-2025-11371 eine separate Schwachstelle, die sowohl CentreStack als auch Triofox betrifft. Organisationen, die Gladinet-Produkte einsetzen, sollten beide CVEs pruefen und alle Instanzen aktualisieren.

CVSS-Score

9.1
CRITICAL(9.1)

EPSS-Score

EPSS-Score90.53%
EPSS-Perzentil99.8%

Daten

Veröffentlicht10. November 2025
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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