CVE-2025-0111
Palo Alto Networks PAN-OS File Read Vulnerability
Beschreibung
CVE-2025-0111 ist eine Sicherheitslücke mittlerer Schwere (CVSS 6.5 MEDIUM) in Palo Alto Networks PAN-OS, dem Betriebssystem der Firewalls und Sicherheitsappliances des Herstellers. Die Schwachstelle ermöglicht es einem authentifizierten Angreifer mit Zugriff auf die Management-Weboberfläche, beliebige Dateien zu lesen, die für den "nobody"-Benutzer lesbar sind. Betroffen sind mehrere PAN-OS-Versionen der Serien 10.1, 10.2, 11.0, 11.1 und 11.2. Die Schwachstelle wurde in den CISA KEV-Katalog aufgenommen, und der EPSS-Score beträgt 0.02016 (83.5. Perzentil).
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:NIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| paloaltonetworks | pan-os | >= 10.1.0, < 10.1.14; >= 10.2.0, < 10.2.7; >= 10.2.10, < 10.2.12; >= 11.0.0, < 11.1.6; >= 11.2.0, < 11.2.4; 10.1.14; 10.2.7; 10.2.8; 10.2.9; 10.2.12; 10.2.13; 11.1.6; 11.2.4 |
Referenzen
- https://security.paloaltonetworks.com/CVE-2025-0111(Vendor Advisory)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2025-0111(US Government Resource)
Schwachstellentyp
Authentifizierte Dateilesezugriff-Schwachstelle
Die Schwachstelle ermöglicht einem authentifizierten Benutzer das Lesen von Dateien auf dem PAN-OS-Dateisystem, die für den "nobody"-Benutzer lesbar sind. Diese Art von Schwachstelle wird häufig als Path Traversal oder Arbitrary File Read klassifiziert. Ein Angreifer kann durch gezielte Anfragen an die Management-Weboberfläche auf Konfigurationsdateien, Zertifikate und andere sensible Systeminformationen zugreifen, die normalerweise nicht über die Weboberfläche zugänglich sind. Mehr erfahren: CWE-22 auf MITRE
Auswirkungsanalyse
Palo Alto Networks-Firewalls sind zentrale Sicherheitskomponenten in Unternehmensnetzwerken und schützen kritische Infrastrukturen. Vertraulichkeit (C:H) — Die Auswirkung auf die Vertraulichkeit ist hoch, da ein Angreifer Zugriff auf sensible Konfigurationsdateien, gespeicherte Zertifikate, VPN-Konfigurationen und möglicherweise Credentials erlangen kann, die auf dem Dateisystem gespeichert sind. Integrität und Verfügbarkeit — Beide sind nicht direkt betroffen (I:N, A:N), da die Schwachstelle ausschließlich Lesezugriff ermöglicht. Die geschäftlichen Auswirkungen sind dennoch erheblich: Ausgelesene Konfigurationsdaten können Netzwerktopologien, Firewall-Regeln und Sicherheitsrichtlinien offenlegen, was weitere gezielte Angriffe ermöglicht. Zudem können kompromittierte Zertifikate oder Credentials für Folgeangriffe wie Man-in-the-Middle oder laterale Bewegung im Netzwerk verwendet werden. Der EPSS-Score von 2.02% (83.5. Perzentil) zeigt eine überdurchschnittliche Ausnutzungswahrscheinlichkeit. Der Ransomware-Status ist als "Unknown" eingestuft, jedoch können die durch die Dateilese-Schwachstelle gewonnenen Informationen Ransomware-Angriffe erleichtern.
Exploit-Reifegrad
CVE-2025-0111 wurde in den CISA KEV-Katalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 13. März 2025 für US-Bundesbehörden. Die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn ist bestätigt. Der EPSS-Score von 0.02016 liegt im 83.5. Perzentil, was bedeutet, dass die Schwachstelle eine höhere Ausnutzungswahrscheinlichkeit aufweist als über 83% aller bekannten Schwachstellen. Die Schwachstelle erfordert zwar eine Authentifizierung (PR:L), was die Angriffsfläche einschränkt, jedoch sind Management-Weboberflächen von Firewalls ein bekanntes Ziel für Angreifer, die bereits Zugang zu Netzwerk-Credentials haben. Palo Alto Networks empfiehlt in seinem Security Advisory, den Zugriff auf die Management-Weboberfläche auf vertrauenswürdige interne IP-Adressen zu beschränken, um das Risiko erheblich zu reduzieren. Der Ransomware-Status ist derzeit nicht bekannt.
Behebung
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PAN-OS aktualisieren — Aktualisieren Sie auf eine gepatchte PAN-OS-Version gemäß dem Palo Alto Networks Security Advisory. Gepatchte Versionen sind PAN-OS 10.1.14-h9, 10.2.13, 11.1.6-h1 und 11.2.4-h4 oder neuer.
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Management-Zugriff einschränken — Beschränken Sie den Zugriff auf die Management-Weboberfläche ausschließlich auf vertrauenswürdige interne IP-Adressen. Dies ist die von Palo Alto Networks empfohlene Sofortmaßnahme und reduziert das Risiko erheblich.
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Zugriffsprotokollierung überprüfen — Analysieren Sie die Zugriffslogs der Management-Weboberfläche auf verdächtige Dateilesezugriffe oder ungewöhnliche Anfragemuster. Achten Sie besonders auf Anfragen, die auf Systemdateien oder Konfigurationspfade abzielen.
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Credentials rotieren — Rotieren Sie alle auf der Firewall gespeicherten Credentials, einschließlich VPN-Schlüssel, Zertifikate und administrative Passwörter, falls ein unbefugter Zugriff nicht ausgeschlossen werden kann.
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Netzwerksegmentierung prüfen — Stellen Sie sicher, dass die Management-Interfaces Ihrer Firewalls in einem dedizierten Management-VLAN isoliert sind und nicht vom allgemeinen Unternehmensnetzwerk oder dem Internet erreichbar sind.
Technische Details
Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N beschreibt eine reine Vertraulichkeitsschwachstelle. Angriffsvektor (AV:N) — Die Ausnutzung erfolgt remote über das Netzwerk, konkret über die PAN-OS Management-Weboberfläche. Angriffskomplexität (AC:L) — Keine besonderen Vorbedingungen erforderlich; der Angriff ist bei vorhandenem Zugriff einfach durchführbar. Erforderliche Berechtigungen (PR:L) — Ein authentifizierter Account mit niedrigen Berechtigungen auf der Management-Weboberfläche ist erforderlich. Benutzerinteraktion (UI:N) — Keine Interaktion eines weiteren Benutzers notwendig. Scope (S:U) — Auswirkungen auf das betroffene System beschränkt. Auswirkungen — Hohe Auswirkung auf Vertraulichkeit (C:H), keine Auswirkung auf Integrität (I:N) und Verfügbarkeit (A:N). Der Angriffsmechanismus nutzt eine Schwachstelle in der Dateiverarbeitung der Management-Weboberfläche von PAN-OS. Ein authentifizierter Angreifer kann durch speziell konstruierte Anfragen Dateien auf dem PAN-OS-Dateisystem lesen, die für den "nobody"-Benutzer lesbar sind. Dies umfasst potenziell Konfigurationsdateien, Zertifikate und andere Systemdateien. Betroffen sind PAN-OS 10.1.x vor 10.1.14-h9, 10.2.x in verschiedenen Bereichen, 11.0.x vor 11.1.6 sowie 11.2.x vor 11.2.4.
Häufig gestellte Fragen
Was ist CVE-2025-0111?
CVE-2025-0111 ist eine authentifizierte Dateilesezugriff-Schwachstelle in Palo Alto Networks PAN-OS. Sie ermöglicht es einem Angreifer mit gültigem Login für die Management-Weboberfläche, Dateien auf dem Firewall-Dateisystem zu lesen, die für den "nobody"-Benutzer zugänglich sind.
Welche PAN-OS-Versionen sind betroffen?
Betroffen sind PAN-OS 10.1.x vor 10.1.14-h9, PAN-OS 10.2.x in verschiedenen Versionsbereichen, PAN-OS 11.0.x bis 11.1.6 sowie PAN-OS 11.2.x vor 11.2.4. Die genauen betroffenen Versionen sind im Palo Alto Networks Security Advisory aufgelistet.
Wie kann ich das Risiko von CVE-2025-0111 sofort reduzieren?
Die effektivste Sofortmaßnahme ist die Beschränkung des Zugriffs auf die Management-Weboberfläche auf vertrauenswürdige interne IP-Adressen. Palo Alto Networks empfiehlt dies explizit als risikoreduzierende Maßnahme, bis das Update eingespielt werden kann.
Ist CVE-2025-0111 mit anderen PAN-OS-Schwachstellen verbunden?
CVE-2025-0111 ist eine von mehreren PAN-OS-Schwachstellen, die im gleichen Zeitraum veröffentlicht wurden. In Kombination mit anderen Schwachstellen wie CVE-2025-0108 (Authentication Bypass) könnte die Ausnutzung auch ohne gültige Anmeldedaten möglich werden, was die Dringlichkeit des Patchens erhöht.
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