CVE-2024-53704

CRITICAL(9.8)KEVRansomwareWahrscheinlich ausgenutzt

SonicWall SonicOS SSLVPN Improper Authentication Vulnerability

Beschreibung

CVE-2024-53704 ist eine kritische Sicherheitslücke (CVSS 9.8 CRITICAL) im SonicWall SonicOS SSLVPN-Authentifizierungsmechanismus. Die Schwachstelle ermöglicht es einem nicht authentifizierten Angreifer, die Authentifizierung vollständig zu umgehen und remote auf das VPN-System zuzugreifen. Betroffen sind SonicOS-Versionen 7.1.1-7040 bis 7.1.1-7058, 7.1.2-7019 und 8.0.0-8035. Die Schwachstelle wird bekanntermaßen in Ransomware-Kampagnen eingesetzt, und der EPSS-Score von 0.93864 (99.9. Perzentil) bestätigt eine extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit.

KEV-Informationen

Hersteller
SonicWall
Produkt
SonicOS
Hinzugefügt am
18. Februar 2025
Fälligkeitsdatum
11. März 2025
Erforderliche Maßnahme
Apply mitigations per vendor instructions or discontinue use of the product if mitigations are unavailable.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
3.9
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
sonicwallsonicos>= 7.1.1-7040, <= 7.1.1-7058; 7.1.2-7019; 8.0.0-8035

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
9.8
CRITICAL

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
8.2
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:L/I:N/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

Fehlerhafte Authentifizierung im SSLVPN

Die Schwachstelle basiert auf einer fehlerhaften Authentifizierung (Improper Authentication) im SSLVPN-Mechanismus von SonicWall SonicOS. Bei dieser Art von Schwachstelle werden die Authentifizierungsprüfungen so fehlerhaft implementiert, dass ein Angreifer sie vollständig umgehen kann. Im konkreten Fall kann ein Remote-Angreifer ohne gültige Anmeldedaten die SSLVPN-Authentifizierung von SonicOS überwinden und sich unbefugten Zugang zum VPN-Netzwerk verschaffen. Mehr erfahren: CWE-287 auf MITRE

Auswirkungsanalyse

SonicWall-Firewalls und VPN-Appliances werden weltweit von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Konzernen zum Schutz ihrer Netzwerke und für sicheren Remote-Zugriff eingesetzt. Vertraulichkeit (C:H) — Ein Angreifer, der die SSLVPN-Authentifizierung umgeht, erhält Zugriff auf das gesamte interne Netzwerk, einschließlich aller Ressourcen, die über das VPN erreichbar sind: Dateiserver, interne Anwendungen, Datenbanken und sensible Geschäftsdaten. Integrität (I:H) — Der unbefugte VPN-Zugang ermöglicht die Manipulation interner Systeme, das Einschleusen von Malware und die Veränderung von Daten. Verfügbarkeit (A:H) — Die vollständige Kompromittierung kann zur Lahmlegung des gesamten Netzwerks führen, einschließlich Denial-of-Service durch Ransomware-Verschlüsselung. Besonders kritisch ist der bestätigte Einsatz in Ransomware-Kampagnen (Status: Known). Dies bedeutet, dass Ransomware-Gruppen diese Schwachstelle aktiv als initialen Zugangsvektor nutzen, um in Unternehmensnetzwerke einzudringen, laterale Bewegung durchzuführen und anschließend Daten zu verschlüsseln. Der EPSS-Score von 93.86% (99.9. Perzentil) unterstreicht die extreme Dringlichkeit der Behebung.

Exploit-Reifegrad

CVE-2024-53704 weist eine extrem hohe Exploit-Reife auf. Die Schwachstelle wurde in den CISA KEV-Katalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 11. März 2025. Der EPSS-Score von 0.93864 platziert sie im 99.9. Perzentil — sie gehört damit zu den am wahrscheinlichsten ausgenutzten Schwachstellen weltweit. Der kritischste Faktor ist der bestätigte Ransomware-Status "Known", was bedeutet, dass Ransomware-Gruppen diese Schwachstelle aktiv in ihren Kampagnen einsetzen. Die maximale CVSS-Bewertung von 9.8 in Kombination mit fehlender Authentifizierungsanforderung (PR:N), keiner Benutzerinteraktion (UI:N) und niedriger Angriffskomplexität (AC:L) macht die Ausnutzung trivial. SSLVPN-Dienste sind typischerweise aus dem Internet erreichbar, was die Angriffsfläche massiv vergrößert. Unternehmen, die die Behebung verzögern, setzen sich einem unmittelbaren Ransomware-Risiko aus.

Behebung

  1. SonicOS umgehend aktualisieren — Installieren Sie die gepatchte SonicOS-Version gemäß dem SonicWall Security Advisory SNWLID-2025-0003. Aufgrund des bestätigten Ransomware-Einsatzes hat diese Aktualisierung höchste Priorität.

  2. SSLVPN-Zugang temporär deaktivieren — Falls das Update nicht sofort eingespielt werden kann, deaktivieren Sie den SSLVPN-Zugang als Sofortmaßnahme. Evaluieren Sie alternative sichere Fernzugriffslösungen für die Übergangszeit.

  3. Kompromittierungsindikatoren prüfen — Untersuchen Sie VPN-Logs auf verdächtige Anmeldeaktivitäten, unbekannte VPN-Sessions und ungewöhnliche Zugriffsmuster. Angesichts des Ransomware-Risikos sollten Sie auch nach Anzeichen lateraler Bewegung im Netzwerk suchen.

  4. Incident-Response-Bereitschaft sicherstellen — Stellen Sie sicher, dass Ihr Incident-Response-Team einsatzbereit ist, aktuelle Backups verifiziert sind und ein Ransomware-Notfallplan existiert. Testen Sie die Wiederherstellungsfähigkeit Ihrer Systeme.

  5. Netzwerksegmentierung verstärken — Überprüfen und verstärken Sie die Netzwerksegmentierung, um die laterale Bewegung eines Angreifers einzuschränken, falls die SSLVPN-Schwachstelle bereits ausgenutzt wurde. Implementieren Sie Zero-Trust-Prinzipien für den VPN-Zugang.

Technische Details

Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H beschreibt eine maximal kritische Schwachstelle. Angriffsvektor (AV:N) — Die Ausnutzung erfolgt remote über das Netzwerk, typischerweise direkt über den aus dem Internet erreichbaren SSLVPN-Dienst. Angriffskomplexität (AC:L) — Keine besonderen Vorbedingungen oder Techniken erforderlich. Erforderliche Berechtigungen (PR:N) — Keine Authentifizierung notwendig, der Angreifer benötigt keine Anmeldedaten. Benutzerinteraktion (UI:N) — Keine Benutzerinteraktion erforderlich, vollständig automatisierbar. Scope (S:U) — Auswirkungen auf das betroffene System beschränkt. Auswirkungen — Maximale Bewertung in allen drei Kategorien (C:H, I:H, A:H), was einer vollständigen Systemübernahme entspricht. Der Angriffsmechanismus nutzt eine fehlerhafte Implementierung des SSLVPN-Authentifizierungsmechanismus in SonicWall SonicOS aus. Ein Remote-Angreifer kann durch speziell konstruierte Anfragen an den SSLVPN-Dienst die Authentifizierungsprüfung vollständig umgehen. Nach erfolgreichem Bypass erhält der Angreifer die gleichen Zugriffsrechte wie ein legitimerweise authentifizierter VPN-Benutzer, was den vollständigen Zugriff auf das interne Netzwerk ermöglicht. Die betroffenen Versionen sind SonicOS 7.1.1-7040 bis 7.1.1-7058, 7.1.2-7019 und 8.0.0-8035.

Häufig gestellte Fragen

Was ist CVE-2024-53704?

CVE-2024-53704 ist eine kritische Authentifizierungsbypass-Schwachstelle im SSLVPN-Dienst von SonicWall SonicOS. Sie ermöglicht es einem nicht authentifizierten Angreifer, die VPN-Authentifizierung zu umgehen und vollständigen Zugriff auf das interne Netzwerk zu erlangen.

Wird CVE-2024-53704 in Ransomware-Angriffen verwendet?

Ja, der Ransomware-Status ist als "Known" bestätigt. Ransomware-Gruppen nutzen diese Schwachstelle aktiv als initialen Zugangsvektor, um in Unternehmensnetzwerke einzudringen. Dies macht die sofortige Behebung besonders dringlich.

Welche SonicOS-Versionen sind betroffen?

Betroffen sind SonicOS 7.1.1-7040 bis 7.1.1-7058, Version 7.1.2-7019 und Version 8.0.0-8035. Wenn Ihr SSLVPN-Dienst auf einer dieser Versionen läuft, sind Sie verwundbar und sollten umgehend aktualisieren.

Was sollte ich tun, wenn mein SonicWall-Gerät bereits kompromittiert wurde?

Trennen Sie das Gerät umgehend vom Netzwerk und aktivieren Sie Ihren Incident-Response-Plan. Prüfen Sie alle Systeme im Netzwerk auf Kompromittierungsindikatoren. Kontaktieren Sie einen spezialisierten Incident-Response-Dienstleister und informieren Sie gegebenenfalls die zuständigen Behörden.

CVSS-Score

9.8
CRITICAL(9.8)

EPSS-Score

EPSS-Score95.13%
EPSS-Perzentil99.9%

Daten

Veröffentlicht9. Januar 2025
Zuletzt geändert4. August 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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