CVE-2024-47575
Fortinet FortiManager Missing Authentication Vulnerability
Beschreibung
CVE-2024-47575 ist eine kritische Sicherheitslücke im Fortinet FortiManager, die durch eine fehlende Authentifizierung für eine kritische Funktion entsteht. Betroffen sind FortiManager-Versionen von 6.2.0 bis 7.6.0 sowie FortiManager Cloud in verschiedenen Versionslinien. Die Schwachstelle ermöglicht es einem nicht authentifizierten Angreifer, über das Netzwerk vollständige Kontrolle über das System zu erlangen. Mit einem CVSS-Score von 9.8 (Kritisch), einem EPSS-Wert von 93,8 % (99,9. Perzentil) und der Aufnahme in den CISA KEV-Katalog stellt diese Schwachstelle eine akute Bedrohung dar, die bereits aktiv ausgenutzt wird.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| fortinet | fortimanager | >= 6.2.0, < 6.2.13; >= 6.4.0, < 6.4.15; >= 7.0.0, < 7.0.13; >= 7.2.0, < 7.2.8; >= 7.4.0, < 7.4.5; 7.6.0 |
| fortinet | fortimanager cloud | >= 6.4.1, <= 6.4.7; >= 7.0.1, < 7.0.13; >= 7.2.1, < 7.2.8; >= 7.4.1, < 7.4.5 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
Referenzen
- https://fortiguard.fortinet.com/psirt/FG-IR-24-423(Exploit, Mitigation, Vendor Advisory)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2024-47575(US Government Resource)
Schwachstellentyp
Fehlende Authentifizierung für kritische Funktionen
Die Schwachstelle basiert auf einer fehlenden Authentifizierung für eine kritische Funktion im FortiManager. Dies bedeutet, dass sicherheitsrelevante Operationen ohne vorherige Identitätsprüfung ausgeführt werden können. Ein Angreifer kann dadurch administrative Aktionen durchführen, ohne sich am System anmelden zu müssen. Diese Art von Schwachstelle wird typischerweise unter CWE-306: Missing Authentication for Critical Function klassifiziert. Mehr erfahren: CWE-306 bei MITRE
Auswirkungsanalyse
Die Auswirkungen von CVE-2024-47575 sind auf allen drei Sicherheitsebenen als maximal einzustufen. Vertraulichkeit: Ein Angreifer kann auf sämtliche im FortiManager gespeicherten Konfigurationsdaten, Zugangsdaten und Netzwerkinformationen zugreifen. Da FortiManager als zentrale Verwaltungsplattform für Fortinet-Geräte dient, bedeutet dies potenziell den Zugriff auf die gesamte Netzwerkinfrastruktur. Integrität: Ohne Authentifizierung können Konfigurationen manipuliert, Firewall-Regeln geändert und Backdoors eingerichtet werden. Die zentrale Rolle des FortiManagers macht eine solche Kompromittierung besonders verheerend. Verfügbarkeit: Der vollständige Zugriff erlaubt es Angreifern, den Dienst zu stören oder das System vollständig außer Betrieb zu setzen. Der EPSS-Score von 93,8 % platziert diese Schwachstelle im 99,9. Perzentil, was bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung extrem hoch ist. Die Schwachstelle wurde in den CISA KEV-Katalog aufgenommen, wobei der Zusammenhang mit Ransomware-Angriffen derzeit als unbekannt eingestuft wird.
Exploit-Reifegrad
CVE-2024-47575 wird bereits aktiv in freier Wildbahn ausgenutzt und wurde am 23. Oktober 2024 in den CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 13. November 2024. Der EPSS-Score von 93,8 % im 99,9. Perzentil unterstreicht die extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit. Fortinet hat die aktive Ausnutzung in seinem Advisory FG-IR-24-423 bestätigt. Die Schwachstelle ist besonders attraktiv für Angreifer, da sie ohne Authentifizierung und ohne Benutzerinteraktion aus dem Netzwerk heraus ausgenutzt werden kann. Der Zusammenhang mit Ransomware-Kampagnen wird derzeit als unbekannt eingestuft, jedoch ist aufgrund der vollständigen Systemkompromittierung ein Einsatz in Ransomware-Angriffen nicht auszuschließen.
Behebung
- Sofortiges Update durchführen: Aktualisieren Sie FortiManager auf eine gepatchte Version: 6.2.13+, 6.4.15+, 7.0.13+, 7.2.8+, 7.4.5+ oder 7.6.1+. Für FortiManager Cloud gelten entsprechende Versionen: 6.4.8+, 7.0.13+, 7.2.8+ oder 7.4.5+.
- Workarounds anwenden (falls Update nicht sofort möglich): Konsultieren Sie das Fortinet Advisory FG-IR-24-423 für temporäre Gegenmaßnahmen, darunter die Einschränkung des Zugriffs auf den FGFM-Dienst.
- Netzwerkzugriff beschränken: Stellen Sie sicher, dass der FortiManager nicht direkt aus dem Internet erreichbar ist. Implementieren Sie strikte Firewall-Regeln und Netzwerksegmentierung.
- Kompromittierungsindikatoren prüfen: Untersuchen Sie FortiManager-Logs auf verdächtige Aktivitäten und unautorisierte Zugriffe. Prüfen Sie auf unbekannte Geräteregistrierungen und Konfigurationsänderungen.
- Zugangsdaten rotieren: Nach dem Update sollten alle im FortiManager hinterlegten Zugangsdaten und Zertifikate erneuert werden, da diese möglicherweise kompromittiert wurden.
Technische Details
Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H ergibt einen Score von 9.8 (Kritisch). Angriffsvektor (AV:N): Die Schwachstelle ist über das Netzwerk ausnutzbar, was Fernzugriffe ermöglicht. Angriffskomplexität (AC:L): Die Ausnutzung erfordert keine besonderen Voraussetzungen oder spezielles Wissen. Erforderliche Berechtigungen (PR:N): Keine Authentifizierung erforderlich -- der Angreifer benötigt keinerlei Zugangsdaten. Benutzerinteraktion (UI:N): Der Angriff kann vollautomatisch ohne jede Benutzerinteraktion durchgeführt werden. Scope (S:U): Die Auswirkungen bleiben im Sicherheitskontext der betroffenen Komponente. Auswirkungen: Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit sind jeweils maximal betroffen (C:H/I:H/A:H). Die Schwachstelle liegt in der fehlenden Authentifizierung des FGFM-Protokolls (FortiGate to FortiManager), das für die Kommunikation zwischen FortiGate-Geräten und dem FortiManager verwendet wird. Ein Angreifer kann speziell präparierte Anfragen über dieses Protokoll senden, um ohne gültige Anmeldeinformationen administrative Funktionen auszuführen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist CVE-2024-47575?
CVE-2024-47575 ist eine kritische Schwachstelle im Fortinet FortiManager, die eine fehlende Authentifizierung für kritische Funktionen betrifft. Sie erlaubt es nicht authentifizierten Angreifern, über das Netzwerk administrative Kontrolle über den FortiManager zu erlangen. Der CVSS-Score beträgt 9.8 von 10.
Welche FortiManager-Versionen sind betroffen?
Betroffen sind FortiManager 6.2.0 bis 6.2.12, 6.4.0 bis 6.4.14, 7.0.0 bis 7.0.12, 7.2.0 bis 7.2.7, 7.4.0 bis 7.4.4 und 7.6.0. Ebenso sind FortiManager Cloud-Versionen in den Linien 6.4, 7.0, 7.2 und 7.4 betroffen.
Wird CVE-2024-47575 aktiv ausgenutzt?
Ja, die Schwachstelle wird aktiv ausgenutzt. Sie wurde in den CISA KEV-Katalog aufgenommen und Fortinet hat die Ausnutzung in freier Wildbahn bestätigt. Der EPSS-Score von 93,8 % zeigt eine extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit.
Wie kann ich mein Unternehmen vor CVE-2024-47575 schützen?
Das wichtigste ist ein sofortiges Update auf eine gepatchte FortiManager-Version. Zusätzlich sollte der Netzwerkzugriff auf den FortiManager eingeschränkt, Logs auf Kompromittierungsindikatoren geprüft und alle im FortiManager gespeicherten Zugangsdaten rotiert werden.
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