CVE-2024-43093
Android Framework Privilege Escalation Vulnerability
Beschreibung
CVE-2024-43093 ist eine Privilege-Escalation-Schwachstelle im Android Framework, die durch fehlerhafte Unicode-Normalisierung in der Funktion shouldHideDocument des ExternalStorageProvider einen Zugriff auf geschuetzte Verzeichnisse ermoeglicht. Mit einem CVSS v3.1-Score von 7.3 (HIGH) betrifft die Schwachstelle Android-Versionen 12.0, 12.1, 13.0, 14.0 und 15.0. Ein lokal authentifizierter Angreifer kann durch die Umgehung eines Dateipfad-Filters auf sensitive Verzeichnisse zugreifen und lokale Berechtigungen ohne zusaetzliche Ausfuehrungsrechte eskalieren.
Die CISA hat CVE-2024-43093 in den KEV-Katalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 28. November 2024. Der EPSS-Score liegt bei 0.12 % (30.3. Perzentil), was auf eine derzeit begrenzte aber gezielte Ausnutzung hindeutet. Google hat die Schwachstelle im Maerz-2025-Sicherheitsbulletin adressiert.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnenCWEs
Betroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| android | 12.0; 12.1; 13.0; 14.0; 15.0 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H
Referenzen
- https://android.googlesource.com/platform/frameworks/base/+/7f83c671626f9bf993581f4598c22482d87cba10(Patch)
- https://source.android.com/security/bulletin/2025-03-01(Vendor Advisory)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2024-43093(Third Party Advisory, US Government Resource)
Schwachstellentyp
Unicode-Normalisierung und Pfadfilter-Umgehung
CVE-2024-43093 basiert auf fehlerhafter Unicode-Normalisierung bei der Dateipfadvalidierung. Die Schwachstelle laesst sich dem Bereich der unsachgemaessen Eingabevalidierung zuordnen, wobei die Funktion shouldHideDocument Unicode-kodierte Pfadnamen nicht korrekt normalisiert, bevor sie gegen den Schutzfilter geprueft werden. Durch die Verwendung spezieller Unicode-Zeichen, die nach der Normalisierung zu regulaeren Pfadtrennern oder Verzeichnisnamen werden, kann der Filter umgangen werden. Dies ermoeglicht den Zugriff auf Verzeichnisse, die eigentlich vor dem Benutzer verborgen sein sollten.
Auswirkungsanalyse
Die Auswirkungen von CVE-2024-43093 betreffen die lokale Sicherheit von Android-Geraeten in erheblichem Masse. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H zeigt, dass der Angriff lokal mit geringer Komplexitaet und niedrigen Berechtigungen durchfuehrbar ist, wobei Benutzerinteraktion erforderlich ist. Vertraulichkeit (Hoch): Ein erfolgreicher Angriff ermoeglicht den Zugriff auf geschuetzte Systemverzeichnisse und sensitive Daten anderer Anwendungen, einschliesslich privater Dateien, Konfigurationsdaten und potenziell gespeicherter Anmeldeinformationen. Integritaet (Hoch): Der Angreifer kann Dateien in geschuetzten Verzeichnissen manipulieren, was zur Installation von Schadsoftware oder zur Modifikation von Anwendungsdaten fuehren kann. Verfuegbarkeit (Hoch): Durch die Manipulation kritischer Systemdateien kann die Stabilitaet und Funktionsfaehigkeit des Geraets beeintraechtigt werden. Der vergleichsweise niedrige EPSS-Score von 0.12 % deutet auf gezielte Angriffe hin, etwa im Rahmen von Spyware-Kampagnen, anstatt auf breit angelegte Massenausnutzung.
Exploit-Reifegrad
CVE-2024-43093 weist eine bestaetigte Exploit-Aktivitaet auf. Die CISA hat die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn bestaetigt und die Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen. Der EPSS-Score von 0.12 % (30.3. Perzentil) liegt zwar verhaeltnismaessig niedrig, die Aufnahme in den KEV-Katalog bestaetigt jedoch die reale Ausnutzung. Android-Framework-Schwachstellen mit Privilege-Escalation werden haeufig in gezielten Angriffen eingesetzt, insbesondere durch staatlich gestuetzte Akteure im Rahmen von Spyware-Kampagnen. Der Ransomware-Status ist als Unknown klassifiziert. Google hat den Patch veroeffentlicht.
Behebung
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Android-Sicherheitsupdate installieren: Installieren Sie das Android-Sicherheitsupdate vom Maerz 2025 oder neuer, das den Patch fuer CVE-2024-43093 enthaelt. Die Details sind im Android Security Bulletin verfuegbar. Gemaess KEV-Katalog: Wenden Sie die Abhilfemassnahmen des Herstellers an oder stellen Sie die Nutzung des Produkts ein, falls keine Patches verfuegbar sind.
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Geraeteverwaltung (MDM) einsetzen: Stellen Sie ueber Mobile Device Management sicher, dass alle verwalteten Android-Geraete zeitnah Sicherheitsupdates erhalten. Konfigurieren Sie Compliance-Richtlinien, die veraltete Geraete vom Unternehmensnetzwerk ausschliessen.
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Anwendungsberechtigungen ueberpruefen: Ueberpruefen Sie die Berechtigungen installierter Anwendungen und entfernen Sie unnoetige Speicherzugriffsberechtigungen. Beschraenken Sie den Zugriff auf den externen Speicher auf Anwendungen, die ihn tatsaechlich benoetigen.
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Geraete auf Kompromittierung pruefen: Untersuchen Sie Geraete auf Anzeichen von Spyware oder ungewoehnlichem Verhalten. Achten Sie auf unbekannte Anwendungen, erhoehten Datenverbrauch und ungewoehnliche Hintergrundaktivitaeten.
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Nicht unterstuetzte Geraete ersetzen: Android-Geraete, die keine Sicherheitsupdates mehr erhalten, sollten durch neuere Modelle ersetzt werden. Die Schwachstelle betrifft Android 12 bis 15, wobei aeltere Versionen moeglicherweise keinen Patch erhalten.
Technische Details
CVE-2024-43093 betrifft die Datei ExternalStorageProvider.java im Android Framework. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H zeigt, dass der Angriff lokal (AV:L) mit niedriger Komplexitaet (AC:L) und niedrigen Berechtigungen (PR:L) durchfuehrbar ist, wobei Benutzerinteraktion (UI:R) erforderlich ist.
Die Schwachstelle liegt in der Funktion shouldHideDocument, die bestimmte Verzeichnisse vor dem Zugriff durch den Benutzer verbergen soll. Der Dateipfad-Filter vergleicht angeforderte Pfade gegen eine Liste geschuetzter Verzeichnisse. Durch fehlerhafte Unicode-Normalisierung kann ein Angreifer Pfade konstruieren, die optisch oder logisch aequivalent zu geschuetzten Pfaden sind, aber den Zeichenkettenvergleich des Filters nicht ausloesen. Nach der Normalisierung durch das Dateisystem werden diese Pfade jedoch korrekt aufgeloest, sodass der Zugriff auf die geschuetzten Verzeichnisse gewaehrt wird. Diese Art der Umgehung nutzt die Diskrepanz zwischen der Unicode-Verarbeitung auf Anwendungsebene und der Pfadaufloesung auf Dateisystemebene aus.
Betroffen sind Android-Versionen 12.0, 12.1, 13.0, 14.0 und 15.0 auf Google-Geraeten und Geraeten anderer Hersteller, die den Android-AOSP-Sicherheitspatch integrieren. Der Scope bleibt unveraendert (S:U), alle drei Impact-Metriken sind auf High gesetzt.
Häufig gestellte Fragen
Wird CVE-2024-43093 aktiv ausgenutzt?
Ja, die CISA hat die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn bestaetigt und die Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen. Der niedrige EPSS-Score von 0.12 % deutet auf gezielte Angriffe hin, die typischerweise im Rahmen von Spyware-Kampagnen gegen bestimmte Personen oder Organisationen durchgefuehrt werden.
Welche Android-Versionen sind betroffen?
Betroffen sind Android 12.0, 12.1, 13.0, 14.0 und 15.0. Der Patch ist im Android-Sicherheitsupdate vom Maerz 2025 enthalten. Geraete, die keine Sicherheitsupdates mehr erhalten, bleiben dauerhaft verwundbar und sollten ersetzt werden.
Was genau ermoeglicht die Unicode-Normalisierungs-Schwachstelle?
Die fehlerhafte Unicode-Normalisierung in der Funktion shouldHideDocument ermoeglicht es, den Dateipfad-Filter zu umgehen, der bestimmte Verzeichnisse schuetzen soll. Durch die Verwendung spezieller Unicode-Zeichen, die nach der Normalisierung zu regulaeren Pfadkomponenten werden, kann ein Angreifer auf Verzeichnisse zugreifen, die eigentlich verborgen sein sollten.
Wie kann ich mein Android-Geraet schuetzen?
Installieren Sie das neueste Android-Sicherheitsupdate (Maerz 2025 oder neuer). Ueberpruefen Sie die Berechtigungen installierter Apps und entfernen Sie unnoetige Speicherzugriffsberechtigungen. Installieren Sie Apps nur aus vertrauenswuerdigen Quellen wie dem Google Play Store.
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