CVE-2024-21762
Fortinet FortiOS Out-of-Bound Write Vulnerability
Beschreibung
CVE-2024-21762 ist eine kritische Out-of-Bounds-Write-Schwachstelle (CWE-787) in Fortinet FortiOS und FortiProxy, die es einem entfernten, nicht authentifizierten Angreifer ermöglicht, beliebigen Code oder Befehle auf betroffenen Systemen auszuführen. Die Lücke betrifft eine Vielzahl von FortiOS-Versionen (6.0.x bis 7.4.2) und FortiProxy-Versionen (1.0.x bis 7.4.2) und wird über speziell präparierte HTTP-Anfragen ausgenutzt. CVE-2024-21762 erzielt einen CVSS-Score von 9.8 (CRITICAL) und ist im CISA-KEV-Katalog als aktiv ausgenutzte Schwachstelle gelistet, die nachweislich in Ransomware-Kampagnen verwendet wird; der EPSS-Score von 92,9 % (99,8. Perzentile) unterstreicht die extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| fortinet | fortiproxy | >= 1.0.0, < 2.0.14; >= 7.0.0, < 7.0.15; >= 7.2.0, < 7.2.9; >= 7.4.0, < 7.4.3 |
| fortinet | fortios | >= 6.0.0, < 6.0.18; >= 6.2.0, < 6.2.16; >= 6.4.0, < 6.4.15; >= 7.0.0, < 7.0.14; >= 7.2.0, < 7.2.7; >= 7.4.0, < 7.4.3 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
Referenzen
- https://fortiguard.com/psirt/FG-IR-24-015(Vendor Advisory)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2024-21762(US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-787: Out-of-bounds Write
CWE-787 beschreibt eine Schwachstelle, bei der ein Programm Daten außerhalb der vorgesehenen Speichergrenzen schreibt, was zu Speicherkorruption, Programmabstürzen oder der Ausführung beliebigen Codes führen kann. Bei CVE-2024-21762 manifestiert sich diese Schwachstelle in FortiOS und FortiProxy, wo speziell konstruierte Netzwerkanfragen dazu führen, dass Daten außerhalb gültiger Speichergrenzen geschrieben werden und dadurch Schadcode mit Systemprivilegien ausgeführt werden kann.
Weitere Informationen: CWE-787 — Out-of-bounds Write
Auswirkungsanalyse
CVE-2024-21762 ist über das Netzwerk aus der Ferne ausnutzbar und erfordert weder Authentifizierung noch Benutzerinteraktion (Privileges Required: None, User Interaction: None), was die Schwachstelle besonders gefährlich macht. Angriffskomplexität (Niedrig): Die Schwachstelle ist einfach ausnutzbar und erfordert keine besonderen Bedingungen. Vertraulichkeit (Hoch): Ein Angreifer kann vollständigen Zugriff auf sensible Daten der Firewall und der dahinterliegenden Netzwerke erlangen. Integrität (Hoch): Durch Remote Code Execution kann das System vollständig kompromittiert, Konfigurationen verändert und Hintertüren eingerichtet werden. Verfügbarkeit (Hoch): Angreifer können den Fortinet-Dienst vollständig zum Erliegen bringen oder als Sprungbrett für weitere Angriffe im internen Netzwerk nutzen. Der CVSS-Score von 9.8 (CRITICAL), ein EPSS-Wert von 92,9 % sowie bestätigte Ransomware-Nutzung machen CVE-2024-21762 zu einer der dringendsten Sicherheitslücken für Organisationen, die FortiOS oder FortiProxy einsetzen.
Exploit-Reifegrad
CVE-2024-21762 wird laut CISA aktiv in der freien Wildbahn ausgenutzt und ist im KEV-Katalog gelistet. Die Schwachstelle wird nachweislich in Ransomware-Kampagnen eingesetzt, was das Risiko für betroffene Organisationen dramatisch erhöht und sofortiges Handeln erfordert. Der EPSS-Score von 92,9 % (99,8. Perzentile) gehört zu den höchsten im gesamten CVE-Ökosystem und signalisiert nahezu sichere aktive Ausnutzung. Fortinet hat die Schwachstelle im Sicherheitshinweis FG-IR-24-015 bestätigt; öffentliche Exploit-Details zu dieser Klasse von Fortinet-Schwachstellen sind bekannt, was die Erstellung und den Einsatz von Angriffswerkzeugen stark vereinfacht.
Behebung
- Pflichtmaßnahme laut CISA KEV: Wenden Sie Patches gemäß den Herstelleranweisungen an oder stellen Sie die Nutzung des Produkts ein, wenn keine Abhilfemaßnahmen verfügbar sind (Frist: 16. Februar 2024).
- FortiOS und FortiProxy aktualisieren: Führen Sie ein Upgrade auf die gepatchten Versionen durch – FortiOS 7.4.3+, 7.2.7+, 7.0.14+, 6.4.15+, 6.2.16+ oder 6.0.18+; FortiProxy 7.4.3+, 7.2.9+, 7.0.15+, 2.0.14+ gemäß dem Fortinet-Sicherheitshinweis FG-IR-24-015.
- Interimslösung – SSL-VPN deaktivieren: Falls ein sofortiges Update nicht möglich ist, deaktivieren Sie das SSL-VPN-Feature in FortiOS/FortiProxy oder beschränken Sie den Zugriff auf das Verwaltungsinterface auf vertrauenswürdige IP-Adressen über Firewall-Regeln.
- Monitoring und Erkennung: Überprüfen Sie FortiOS-Logs auf ungewöhnliche HTTP-Anfragen, unauthentifizierte Verbindungsversuche und Anzeichen für Post-Exploitation-Aktivitäten; prüfen Sie IOC-Listen im Zusammenhang mit CVE-2024-21762 aus aktuellen Threat-Intelligence-Quellen.
- Langfristige Härtung: Implementieren Sie Netzwerksegmentierung, um Fortinet-Geräte in dedizierten Managementnetzwerken zu isolieren, deaktivieren Sie nicht benötigte Dienste und Features, und führen Sie regelmäßige Integritätsprüfungen der Firewall-Konfigurationen durch.
Technische Details
CVE-2024-21762 ist eine Out-of-Bounds-Write-Schwachstelle (CWE-787) in der SSL-VPN-Komponente von Fortinet FortiOS und FortiProxy. Durch speziell konstruierte HTTP-Anfragen können Angreifer Daten außerhalb der vorgesehenen Speicherbereiche schreiben, was zu Speicherkorruption und schließlich zur Remote Code Execution führt. Der Angriff erfordert keinerlei Authentifizierung (Privileges Required: None) und keine Benutzerinteraktion (User Interaction: None) und ist direkt über das Netzwerk ausführbar (Attack Vector: Network, Attack Complexity: Low). Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H beschreibt eine vollständig kritische Ausnutzbarkeit ohne jegliche Schutzbarrieren: Erfolgreiche Ausnutzung führt zur vollständigen Kompromittierung von Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit des betroffenen Systems.
Häufig gestellte Fragen
Wird CVE-2024-21762 aktiv ausgenutzt?
Ja, CVE-2024-21762 wird aktiv in der freien Wildbahn ausgenutzt und ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV)-Katalog gelistet. Die Schwachstelle wird nachweislich in Ransomware-Kampagnen eingesetzt. Der EPSS-Score von 92,9 % (99,8. Perzentile) signalisiert eine nahezu sichere aktive Ausnutzung. Sofortiges Patchen ist zwingend erforderlich.
Welche Produkte sind von CVE-2024-21762 betroffen?
Betroffen sind Fortinet FortiOS (Versionen 6.0.0–6.0.17, 6.2.0–6.2.15, 6.4.0–6.4.14, 7.0.0–7.0.13, 7.2.0–7.2.6, 7.4.0–7.4.2) sowie Fortinet FortiProxy (Versionen 1.0.0–1.0.7, 1.1.0–1.1.6, 1.2.0–1.2.13, 2.0.0–2.0.13, 7.0.0–7.0.14, 7.2.0–7.2.8, 7.4.0–7.4.2). Alle genannten Versionen sind anfällig für Remote Code Execution.
Wie behebe ich CVE-2024-21762?
Führen Sie ein Upgrade auf gepatchte Fortinet-Versionen gemäß dem Sicherheitshinweis FG-IR-24-015 durch. Falls ein sofortiges Update nicht möglich ist, deaktivieren Sie das SSL-VPN-Feature oder schränken Sie den Zugriff auf Verwaltungsinterfaces über Firewall-Regeln ein. Die CISA-Frist für die Behebung war der 16. Februar 2024.
Wie schwerwiegend ist CVE-2024-21762?
CVE-2024-21762 ist mit einem CVSS-Score von 9.8 (CRITICAL) bewertet – der höchstmögliche Schweregrad. Zusammen mit bestätigter aktiver Ausnutzung in Ransomware-Kampagnen, der CISA-KEV-Listung und einem EPSS-Wert von 92,9 % (99,8. Perzentile) zählt diese Schwachstelle zu den gefährlichsten und dringendsten Sicherheitslücken für Organisationen, die FortiOS oder FortiProxy einsetzen.
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