CVE-2023-44221

HIGH(7.2)KEVWahrscheinlich ausgenutzt

SonicWall SMA100 Appliances OS Command Injection Vulnerability

Beschreibung

CVE-2023-44221 ist eine OS Command Injection-Schwachstelle im SSL-VPN-Management-Interface der SonicWall SMA100-Appliances. Ein remote authentifizierter Angreifer mit administrativen Privilegien kann ueber die Management-Oberflaeche beliebige Befehle als 'nobody'-Benutzer einschleusen und auf dem Betriebssystem ausfuehren. Die Schwachstelle wird mit einem CVSS v3.1-Score von 7.2 (HIGH) bewertet.

Die CISA hat CVE-2023-44221 in den KEV-Katalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 22. Mai 2025. Der EPSS-Score von 22.34 % (96. Perzentil) zeigt eine hohe Wahrscheinlichkeit der Ausnutzung. Obwohl administrative Privilegien erforderlich sind, stellen kompromittierte Admin-Zugaenge in der Praxis ein erhebliches Risiko dar, insbesondere bei SMA100-Appliances, die als VPN-Gateways am Netzwerkrand eingesetzt werden.

KEV-Informationen

Hersteller
SonicWall
Produkt
SMA100 Appliances
Hinzugefügt am
1. Mai 2025
Fälligkeitsdatum
22. Mai 2025
Erforderliche Maßnahme
Apply mitigations per vendor instructions, follow applicable BOD 22-01 guidance for cloud services, or discontinue use of the product if mitigations are unavailable.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:H/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
HIGH
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
1.2
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
sonicwallsma 200 firmware<= 10.2.1.9-57sv
sonicwallsma 210 firmware<= 10.2.1.9-57sv
sonicwallsma 400 firmware<= 10.2.1.9-57sv
sonicwallsma 410 firmware<= 10.2.1.9-57sv
sonicwallsma 500v firmware<= 10.2.1.9-57sv

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
7.2
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:H/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
7.2
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:H/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-78: Unsachgemäße Neutralisierung von Spezialelementen in einem OS-Befehl ('OS Command Injection')

CVE-2023-44221 basiert auf CWE-78 (Unsachgemäße Neutralisierung von Spezialelementen in einem OS-Befehl ('OS Command Injection')), einer der gefaehrlichsten Schwachstellenklassen in Netzwerkgeraeten. Im SMA100 SSL-VPN-Management-Interface werden Benutzereingaben nicht ordnungsgemaess neutralisiert, bevor sie an Betriebssystembefehle uebergeben werden. Ein Angreifer mit Admin-Zugang kann Shell-Metazeichen einschleusen, um zusaetzliche Befehle auf dem darunterliegenden System auszufuehren.

Weiterfuehrende Informationen: CWE-78 -- Unsachgemäße Neutralisierung von Spezialelementen in einem OS-Befehl ('OS Command Injection')

Auswirkungsanalyse

Die Auswirkungen von CVE-2023-44221 sind trotz der Anforderung administrativer Privilegien erheblich, da SonicWall SMA100-Appliances als VPN-Gateways eine zentrale Rolle in der Netzwerksicherheit spielen. Der Angriff ist remote ueber das Netzwerk (AV:N) mit niedriger Komplexitaet (AC:L) durchfuehrbar, erfordert jedoch hohe Privilegien (PR:H) -- ein Administrator-Konto. Keine Benutzerinteraktion ist erforderlich (UI:N). Vertraulichkeit (High): Der Angreifer kann auf sensitive Konfigurationsdaten, VPN-Zugangsdaten und durchgeleiteten Netzwerkverkehr zugreifen. Integritaet (High): Durch Befehlsausfuehrung koennen Systemdateien modifiziert, Backdoors installiert und die VPN-Konfiguration manipuliert werden. Verfuegbarkeit (High): Der Angreifer kann den VPN-Dienst stoeren oder das System lahmlegen. Der EPSS-Score von 22.34 % im 96. Perzentil unterstreicht die hohe Gefaehrdungslage.

Exploit-Reifegrad

CVE-2023-44221 weist eine hohe Exploit-Reife auf. Die CISA hat die Schwachstelle im KEV-Katalog als aktiv ausgenutzt gefuehrt, was auf reale Angriffe gegen SonicWall SMA100-Appliances hinweist. Die Behebungsfrist wurde auf den 22. Mai 2025 festgelegt. Der EPSS-Score von 22.34 % (96. Perzentil) bestaetigt eine ueberdurchschnittlich hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit. SonicWall hat ein Security Advisory (SNWLID-2023-0018) veroeffentlicht. SonicWall SMA-Appliances sind ein wiederkehrendes Ziel von Bedrohungsakteuren, da sie als VPN-Gateways am Netzwerkrand exponiert sind. Der Ransomware-Status ist als Unknown klassifiziert.

Behebung

  1. SMA100-Firmware aktualisieren: Aktualisieren Sie alle betroffenen SonicWall SMA 200, 210, 400, 410 und 500v Appliances auf eine Firmware-Version nach 10.2.1.9-57sv, die die Command Injection-Schwachstelle behebt.

  2. Admin-Zugaenge ueberpruefen: Auditieren Sie alle administrativen Konten auf dem SMA100. Entfernen Sie nicht benoetigte Accounts, erzwingen Sie starke Passwoerter und aktivieren Sie Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) fuer den Management-Zugang.

  3. Management-Interface einschraenken: Beschraenken Sie den Zugriff auf das SSL-VPN-Management-Interface auf bekannte, vertrauenswuerdige IP-Adressen. Das Management-Interface sollte niemals direkt aus dem Internet erreichbar sein.

  4. Forensische Untersuchung: Da die Schwachstelle aktiv ausgenutzt wird, pruefen Sie bestehende SMA100-Instanzen auf Anzeichen einer Kompromittierung. Untersuchen Sie Management-Logs auf verdaechtige Befehle und pruefen Sie das System auf unbekannte Dateien oder Prozesse.

  5. Netzwerksegmentierung: Isolieren Sie das SMA100-Management-Netzwerk vom produktiven Datenverkehr und beschraenken Sie die ausgehende Konnektivitaet der Appliance.

Technische Details

CVE-2023-44221 betrifft das SSL-VPN-Management-Interface der SonicWall SMA100-Serie. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:H/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H zeigt einen remote ausfuehrbaren Angriff mit niedriger Komplexitaet, der administrative Privilegien voraussetzt. Die Schwachstelle liegt in der unzureichenden Neutralisierung von Spezialelementen in Benutzereingaben, die an Betriebssystem-Befehle weitergereicht werden. Ein authentifizierter Administrator kann durch Einschleusen von Shell-Metazeichen (wie Semikolons, Pipes oder Ampersands) zusaetzliche Befehle anhaengen, die als 'nobody'-Benutzer ausgefuehrt werden. Obwohl die Ausfuehrung als 'nobody' die Privilegien einschraenkt, ermoeglicht sie dennoch Zugriff auf Konfigurationsdaten und Netzwerkverkehr. Der Scope bleibt unveraendert (S:U), alle drei Impact-Metriken sind auf High gesetzt. Betroffen sind SMA 200, 210, 400, 410 und 500v mit Firmware-Versionen bis einschliesslich 10.2.1.9-57sv.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2023-44221 aktiv ausgenutzt?

Ja, die CISA hat CVE-2023-44221 in den KEV-Katalog aufgenommen, was eine bestaetigte aktive Ausnutzung belegt. Der EPSS-Score von 22.34 % im 96. Perzentil zeigt eine hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit. SonicWall SMA-Appliances sind ein bevorzugtes Ziel von Bedrohungsakteuren.

Welche Produkte sind von CVE-2023-44221 betroffen?

Betroffen sind SonicWall SMA 200, SMA 210, SMA 400, SMA 410 und SMA 500v mit Firmware-Versionen bis einschliesslich 10.2.1.9-57sv. Alle diese Appliances gehoeren zur SMA100-Serie und werden als SSL-VPN-Gateways eingesetzt.

Wie behebe ich CVE-2023-44221?

Aktualisieren Sie die Firmware Ihrer SMA100-Appliances auf die neueste verfuegbare Version. Beschraenken Sie zusaetzlich den Zugriff auf das Management-Interface und aktivieren Sie Multi-Faktor-Authentifizierung fuer administrative Zugaenge.

Wie schwerwiegend ist CVE-2023-44221?

Mit einem CVSS-Score von 7.2 (HIGH) ist die Schwachstelle als schwerwiegend einzustufen. Obwohl administrative Privilegien erforderlich sind, reduziert dies das Risiko in der Praxis nur bedingt, da Admin-Zugangsdaten durch Phishing oder andere Angriffe kompromittiert werden koennen.

CVSS-Score

7.2
HIGH(7.2)

EPSS-Score

EPSS-Score74.93%
EPSS-Perzentil99.5%

Daten

Veröffentlicht5. Dezember 2023
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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