CVE-2023-4211

MEDIUM(5.5)KEV

Arm Mali GPU Kernel Driver Use-After-Free Vulnerability

Beschreibung

CVE-2023-4211 ist eine Use-After-Free-Schwachstelle (CWE-416) im Arm Mali GPU-Kerneltreiber, die es einem lokalen, nicht privilegierten Benutzer ermöglicht, durch fehlerhafte GPU-Speicheroperationen auf bereits freigegebenen Speicher zuzugreifen. Betroffen sind die Arm Midgard, Bifrost, Valhall und 5th Gen GPU-Architektur-Kerneltreiber. Ein Angreifer kann diese Schwachstelle ausnutzen, um vertrauliche Daten aus dem GPU-Speicher auszulesen. Die CISA hat CVE-2023-4211 in ihren KEV-Katalog aufgenommen, was auf aktive Ausnutzung in freier Wildbahn hinweist. Mit einem CVSS-Score von 5.5 (MEDIUM) stellt die Sicherheitslücke insbesondere für Mobilgeräte mit Arm-Mali-GPUs ein Risiko dar.

KEV-Informationen

Hersteller
Arm
Produkt
Mali GPU Kernel Driver
Hinzugefügt am
3. Oktober 2023
Fälligkeitsdatum
24. Oktober 2023
Erforderliche Maßnahme
Apply mitigations per vendor instructions or discontinue use of the product if mitigations are unavailable.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:NIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
LOCAL
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
LOW
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
NONE
Verfügbarkeitsauswirkung
NONE
Ausnutzbarkeitsscore
1.8
Auswirkungsscore
3.6

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
arm5th gen gpu architecture kernel driver>= r41p0, < r43p0
armbifrost gpu kernel driver>= r0p0, < r43p0
armmidgard gpu kernel driver>= r12p0, <= r32p0
armvalhall gpu kernel driver>= r19p0, < r43p0

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
5.5
MEDIUM

CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
5.5
MEDIUM

CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-416: Use After Free

Bei CVE-2023-4211 tritt eine Use-After-Free-Schwachstelle im Arm Mali GPU-Kerneltreiber auf, bei der der Treiber auf GPU-Speicherbereiche zugreift, die bereits freigegeben wurden. Diese unsachgemäße Speicherverwaltung ermöglicht es einem lokalen Angreifer, den Inhalt des freigegebenen Speichers auszulesen, was zur Offenlegung vertraulicher Informationen führen kann.

Mehr erfahren: CWE-416 — Use After Free

Auswirkungsanalyse

CVE-2023-4211 erfordert lokalen Zugriff auf das betroffene Gerät, wobei die Angriffskomplexität niedrig (AC:L) ist und somit keine besonderen Bedingungen für eine erfolgreiche Ausnutzung erforderlich sind. Der Angreifer benötigt niedrige Berechtigungen (PR:L), typischerweise die eines normalen App-Benutzers auf einem Mobilgerät, und keine Benutzerinteraktion (UI:N). Die Auswirkungen sind auf die Vertraulichkeit beschränkt (C:H), während Integrität und Verfügbarkeit nicht betroffen sind – ein Angreifer kann also sensible Daten aus dem GPU-Speicher auslesen, aber keine Daten verändern oder Systemabstürze verursachen. Mit einem CVSS-Score von 5.5 (MEDIUM) ist die Schwachstelle als moderat einzustufen, jedoch hat die Aufnahme in den KEV-Katalog der CISA ihre Bedeutung durch die bestätigte aktive Ausnutzung erhöht. Der relativ niedrige EPSS-Score von 0,26 % deutet darauf hin, dass die Ausnutzung bisher auf gezielte Angriffe beschränkt ist.

Exploit-Reifegrad

Die CISA hat CVE-2023-4211 in ihren Katalog der bekannten ausgenutzten Schwachstellen (KEV) aufgenommen, was bestätigt, dass die Schwachstelle im Arm Mali GPU-Kerneltreiber aktiv in freier Wildbahn ausgenutzt wird. Ob die Sicherheitslücke in Verbindung mit Ransomware-Kampagnen verwendet wird, ist derzeit nicht bekannt. Der EPSS-Score von 0,26 % (49. Perzentil) ist relativ niedrig, was darauf hindeutet, dass die Ausnutzung wahrscheinlich auf gezielte Angriffe – beispielsweise im Kontext von Spyware auf Mobilgeräten – beschränkt ist. In den verfügbaren Referenzen sind keine öffentlichen Exploit-Codes oder Proof-of-Concept-Demonstrationen verlinkt.

Behebung

  1. Treiber-Updates vom Hersteller installieren: Gemäß der KEV-Empfehlung der CISA sollten die von Arm bereitgestellten Patches für die Mali GPU-Kerneltreiber umgehend angewendet werden. Die aktuellen Sicherheitshinweise sind über das Arm Security Center verfügbar. Die Behebungsfrist der CISA war der 24. Oktober 2023.

  2. Alle betroffenen GPU-Treiber aktualisieren: Die Schwachstelle betrifft die Arm Midgard, Bifrost, Valhall und 5th Gen GPU-Architektur-Kerneltreiber. Bei Android-Geräten werden diese Updates typischerweise über monatliche Sicherheitspatches des Geräteherstellers ausgeliefert – stellen Sie sicher, dass alle Geräte in Ihrer Umgebung auf dem aktuellen Patch-Level sind.

  3. Geräte mit veralteten Treibern isolieren: Falls Updates für bestimmte Geräte nicht verfügbar sind (insbesondere ältere Geräte mit Midgard-GPUs), sollten diese Geräte von sensiblen Unternehmensnetzwerken und -daten isoliert werden, um das Risiko einer Datenexfiltration zu minimieren.

  4. Überwachung auf verdächtige GPU-Speicherzugriffe: Implementieren Sie Mobile Device Management (MDM) Lösungen, um den Patch-Status aller Geräte mit Mali-GPUs zu überwachen. Achten Sie auf ungewöhnliche App-Berechtigungen oder verdächtige Prozesse, die auf GPU-Ressourcen zugreifen.

  5. Langfristige Maßnahmen: Etablieren Sie einen Prozess zur zeitnahen Einspielung von Sicherheitspatches für Mobilgeräte und Embedded-Systeme mit Arm-Mali-GPUs. Erwägen Sie den Einsatz von Sicherheitslösungen, die Use-After-Free-Angriffe auf Kernel-Ebene erkennen können.

Technische Details

CVE-2023-4211 ist eine Use-After-Free-Schwachstelle (CWE-416) in den Arm Mali GPU-Kerneltreibern, bei der ein lokaler Benutzer fehlerhafte GPU-Speicherverarbeitungsoperationen durchführen kann, um auf bereits freigegebenen Speicher zuzugreifen. Die Schwäche entsteht, wenn der GPU-Kerneltreiber einen Speicherbereich freigibt, aber nachfolgende Operationen weiterhin auf diesen Speicherbereich verweisen, wodurch ein Angreifer den Inhalt des nicht mehr geschützten Speichers auslesen kann. Der CVSS-Vektor (AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N) zeigt, dass der Angriff lokal mit niedriger Komplexität und geringen Berechtigungen durchführbar ist, wobei ausschließlich die Vertraulichkeit betroffen ist. Die Schwachstelle betrifft mehrere GPU-Architekturgenerationen von Arm – Midgard, Bifrost, Valhall und die 5. Generation – was auf ein grundlegendes Problem in der gemeinsamen Speicherverwaltungslogik der Treiber hindeutet. Auf Mobilgeräten mit Android könnte ein Angreifer über eine bösartige App die GPU-Speicherverwaltung manipulieren, um sensible Daten anderer Anwendungen oder des Betriebssystems auszulesen.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2023-4211 aktiv ausgenutzt?

Ja, die CISA hat CVE-2023-4211 in ihren Katalog der bekannten ausgenutzten Schwachstellen (KEV) aufgenommen, was aktive Ausnutzung in freier Wildbahn bestätigt. Ob die Schwachstelle im Zusammenhang mit Ransomware eingesetzt wird, ist nicht bekannt. Der niedrige EPSS-Score von 0,26 % deutet auf gezielte, nicht breit angelegte Angriffe hin.

Welche Produkte sind von CVE-2023-4211 betroffen?

Betroffen sind die Arm Mali GPU-Kerneltreiber der Architekturen Midgard, Bifrost, Valhall und der 5. Generation. Diese GPUs sind in einer Vielzahl von Mobilgeräten, Chromebooks und Embedded-Systemen verbaut, darunter Smartphones und Tablets verschiedener Hersteller, die Mali-GPUs verwenden.

Wie behebe ich CVE-2023-4211?

Installieren Sie die aktuellen Sicherheitsupdates für die Arm Mali GPU-Kerneltreiber. Bei Android-Geräten erfolgt dies über die monatlichen Sicherheitspatches des Geräteherstellers. Geräte, für die keine Updates verfügbar sind, sollten von sensiblen Netzwerken isoliert werden.

Wie schwerwiegend ist CVE-2023-4211?

CVE-2023-4211 wird mit einem CVSS-Score von 5.5 als MEDIUM eingestuft. Die Auswirkungen sind auf die Vertraulichkeit beschränkt – ein Angreifer kann sensible Daten auslesen, aber keine Daten verändern oder Systeme zum Absturz bringen. Die bestätigte aktive Ausnutzung durch die CISA erhöht jedoch die praktische Bedeutung der Schwachstelle.

CVSS-Score

5.5
MEDIUM(5.5)

EPSS-Score

EPSS-Score1.10%
EPSS-Perzentil63.0%

Daten

Veröffentlicht1. Oktober 2023
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

Hilfe beim Schwachstellenmanagement?

Unsere Sicherheitsexperten helfen Ihnen bei der Priorisierung und Behebung von Schwachstellen.