CVE-2023-41991

MEDIUM(5.5)KEV

Apple Multiple Products Improper Certificate Validation Vulnerability

Beschreibung

CVE-2023-41991 ist eine Schwachstelle bei der Zertifikatsvalidierung (CWE-295) in mehreren Apple-Produkten, darunter iOS, iPadOS und macOS Ventura. Durch einen Fehler in der Zertifikatsprüfung kann eine bösartige App die Signaturvalidierung umgehen und so potenziell nicht autorisierten Code auf dem Gerät ausführen. Apple hat bestätigt, dass diese Sicherheitslücke möglicherweise bereits aktiv gegen iOS-Versionen vor 16.7 ausgenutzt wurde. Die CISA hat CVE-2023-41991 in ihren KEV-Katalog aufgenommen, und mit einem CVSS-Score von 5.5 (MEDIUM) sowie einem EPSS-Score von 3,16 % (87. Perzentil) ist eine zeitnahe Aktualisierung aller betroffenen Apple-Geräte dringend empfohlen.

KEV-Informationen

Hersteller
Apple
Produkt
Multiple Products
Hinzugefügt am
25. September 2023
Fälligkeitsdatum
16. Oktober 2023
Erforderliche Maßnahme
Apply mitigations per vendor instructions or discontinue use of the product if mitigations are unavailable.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:N/I:H/A:NIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
LOCAL
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
REQUIRED
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
NONE
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
NONE
Ausnutzbarkeitsscore
1.8
Auswirkungsscore
3.6

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
appleipados< 16.7; 17.0
appleiphone os< 16.7; 17.0
applemacos>= 13.0, < 13.6

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
5.5
MEDIUM

CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:N/I:H/A:N

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
5.5
MEDIUM

CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:N/I:H/A:N

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-295: Improper Certificate Validation

Bei CVE-2023-41991 liegt eine fehlerhafte Zertifikatsvalidierung in Apple-Betriebssystemen vor, bei der die Überprüfung digitaler Signaturen nicht korrekt durchgeführt wird. Diese Schwäche ermöglicht es einer bösartigen App, die Code-Signaturprüfung zu umgehen und sich als vertrauenswürdige Software auszugeben, wodurch die Integritätsgarantien des Betriebssystems unterlaufen werden.

Mehr erfahren: CWE-295 — Improper Certificate Validation

Auswirkungsanalyse

CVE-2023-41991 erfordert lokalen Zugriff (AV:L) auf das betroffene Gerät, wobei die Angriffskomplexität niedrig (AC:L) ist und keine besonderen Berechtigungen (PR:N) erforderlich sind – allerdings ist eine Benutzerinteraktion (UI:R) nötig, typischerweise die Installation einer manipulierten App. Die Auswirkungen sind auf die Integrität beschränkt (I:H), während Vertraulichkeit und Verfügbarkeit nicht direkt betroffen sind: Ein Angreifer kann die Signaturvalidierung umgehen und damit die Vertrauenskette des Betriebssystems kompromittieren, was die Installation und Ausführung von nicht autorisiertem Code ermöglicht. Mit einem CVSS-Score von 5.5 (MEDIUM) erscheint die Schwachstelle zunächst moderat, jedoch ist die Umgehung der Code-Signaturprüfung auf Apple-Geräten besonders kritisch, da sie die Grundlage des gesamten Sicherheitsmodells untergräbt. Apple hat selbst bestätigt, dass die Schwachstelle möglicherweise aktiv ausgenutzt wurde, was die praktische Bedeutung deutlich erhöht.

Exploit-Reifegrad

Die CISA hat CVE-2023-41991 in ihren Katalog der bekannten ausgenutzten Schwachstellen (KEV) aufgenommen, und Apple hat bestätigt, dass diese Sicherheitslücke möglicherweise bereits aktiv gegen iOS-Versionen vor 16.7 ausgenutzt wurde. Diese Bestätigung durch den Hersteller selbst unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Bedrohung. Der EPSS-Score von 3,16 % (87. Perzentil) zeigt eine überdurchschnittliche Ausnutzungswahrscheinlichkeit an. In den verfügbaren Referenzen sind keine öffentlichen Exploit-Codes oder Proof-of-Concept-Demonstrationen verlinkt, was darauf hindeutet, dass die Ausnutzung bisher auf gezielte, möglicherweise staatlich geförderte Angriffe beschränkt ist.

Behebung

  1. Apple-Sicherheitsupdates installieren: Gemäß der KEV-Empfehlung der CISA sollten alle betroffenen Geräte umgehend aktualisiert werden. iOS und iPadOS müssen auf Version 16.7 oder höher aktualisiert werden, macOS Ventura auf Version 13.6 oder höher. Die entsprechenden Updates sind über Apple Support HT213927 und HT213931 verfügbar. Die Behebungsfrist der CISA war der 16. Oktober 2023.

  2. Alle Apple-Geräte in der Organisation prüfen: Die Schwachstelle betrifft iPhones (iOS), iPads (iPadOS) und Macs (macOS Ventura). Stellen Sie über Mobile Device Management (MDM) sicher, dass alle verwalteten Geräte auf den aktuellen Patch-Level aktualisiert sind.

  3. App-Installationsrichtlinien verschärfen: Da die Ausnutzung eine bösartige App erfordert, sollte die Installation von Apps auf verwalteten Geräten auf vertrauenswürdige Quellen (App Store) beschränkt werden. Deaktivieren Sie die Möglichkeit zur Installation von Apps aus unbekannten Quellen und Enterprise-Zertifikaten, wo möglich.

  4. Überwachung und Erkennung: Überprüfen Sie MDM-Protokolle auf Geräte mit veralteten Betriebssystemversionen und auf die Installation ungewöhnlicher oder nicht autorisierter Apps. Achten Sie besonders auf Geräte, die vor der Veröffentlichung des Patches möglicherweise kompromittiert worden sein könnten.

  5. Langfristige Maßnahmen: Implementieren Sie eine automatische Update-Richtlinie für alle Apple-Geräte in der Organisation. Erwägen Sie den Einsatz von Endpoint-Detection-and-Response-Lösungen (EDR) für Apple-Geräte, die verdächtige Signaturumgehungen erkennen können.

Technische Details

CVE-2023-41991 ist eine Schwachstelle bei der Zertifikatsvalidierung (CWE-295) in den Apple-Betriebssystemen iOS, iPadOS und macOS Ventura. Die Schwäche liegt in einer fehlerhaften Implementierung der Signaturvalidierung, durch die eine bösartige App die Code-Signaturprüfung des Betriebssystems umgehen kann. Der CVSS-Vektor (AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:N/I:H/A:N) zeigt, dass der Angriff lokal erfolgt und eine Benutzerinteraktion erfordert – der Benutzer muss die manipulierte App installieren oder öffnen. Die Auswirkungen sind ausschließlich auf die Integrität beschränkt (I:H), da die Umgehung der Signaturvalidierung es ermöglicht, nicht autorisierten Code als vertrauenswürdig erscheinen zu lassen. Auf Apple-Geräten ist die Code-Signaturprüfung ein fundamentaler Bestandteil des Sicherheitsmodells – ihre Umgehung kann dazu führen, dass Malware Sicherheitsmechanismen wie Gatekeeper (macOS) oder die App-Sandbox (iOS) unterlaufen kann.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2023-41991 aktiv ausgenutzt?

Ja, die CISA hat CVE-2023-41991 in ihren KEV-Katalog aufgenommen, und Apple hat bestätigt, dass die Schwachstelle möglicherweise bereits aktiv gegen iOS-Versionen vor 16.7 ausgenutzt wurde. Ob die Schwachstelle im Zusammenhang mit Ransomware eingesetzt wird, ist nicht bekannt. Die Ausnutzung scheint auf gezielte Angriffe beschränkt zu sein.

Welche Produkte sind von CVE-2023-41991 betroffen?

Betroffen sind Apple iOS (vor Version 16.7), Apple iPadOS (vor Version 16.7) und Apple macOS Ventura (vor Version 13.6). Damit sind iPhones, iPads und Macs mit diesen Betriebssystemversionen gefährdet.

Wie behebe ich CVE-2023-41991?

Aktualisieren Sie iOS und iPadOS auf Version 16.7 oder höher und macOS Ventura auf Version 13.6 oder höher. Die Updates sind über die Systemeinstellungen der jeweiligen Apple-Geräte oder über die Apple-Support-Seite verfügbar. Zusätzlich sollte die Installation von Apps aus unbekannten Quellen eingeschränkt werden.

Wie schwerwiegend ist CVE-2023-41991?

CVE-2023-41991 wird mit einem CVSS-Score von 5.5 als MEDIUM eingestuft. Obwohl die Auswirkungen auf die Integrität beschränkt sind, ist die Umgehung der Signaturvalidierung auf Apple-Geräten besonders kritisch, da sie das gesamte Sicherheitsmodell des Betriebssystems untergräbt. Der EPSS-Score von 3,16 % (87. Perzentil) weist auf eine überdurchschnittliche Ausnutzungswahrscheinlichkeit hin.

CVSS-Score

5.5
MEDIUM(5.5)

EPSS-Score

EPSS-Score4.55%
EPSS-Perzentil90.8%

Daten

Veröffentlicht21. September 2023
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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