CVE-2023-36761
Microsoft Word Information Disclosure Vulnerability
Beschreibung
CVE-2023-36761 ist eine Schwachstelle zur Offenlegung von Informationen in Microsoft Word, die auf einer unzureichenden Eingabevalidierung basiert. Ein Angreifer kann diese Sicherheitslücke aus der Ferne ausnutzen, indem er ein Opfer dazu bringt, ein speziell präpariertes Word-Dokument zu öffnen, wodurch vertrauliche Informationen preisgegeben werden können. Betroffen sind Microsoft Word, Microsoft 365 Apps, Microsoft Office sowie Microsoft Office Long Term Servicing Channel. Die CISA hat CVE-2023-36761 in den KEV-Katalog aufgenommen, was die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn bestätigt, und der EPSS-Score von 7,3 % liegt im 91. Perzentil.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:N/A:NIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| microsoft | 365 apps | - |
| microsoft | office | 2019 |
| microsoft | office long term servicing channel | 2021 |
| microsoft | word | 2013; 2016 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:N/A:N
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:N/A:N
Referenzen
- https://msrc.microsoft.com/update-guide/vulnerability/CVE-2023-36761(Patch, Vendor Advisory)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2023-36761(US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-20: Improper Input Validation
Bei CVE-2023-36761 führt eine unzureichende Eingabevalidierung in Microsoft Word dazu, dass speziell präparierte Dokumente vertrauliche Informationen offenlegen können. Die Software prüft bestimmte Eingabedaten nicht ausreichend, bevor sie verarbeitet werden, was einem Angreifer ermöglicht, über manipulierte Dokumente auf geschützte Daten zuzugreifen.
Mehr erfahren: CWE-20 — Improper Input Validation
Auswirkungsanalyse
CVE-2023-36761 wird mit einem CVSS-Score von 6.5 (MEDIUM) bewertet und ist über das Netzwerk aus der Ferne ausnutzbar, ohne dass eine Authentifizierung erforderlich ist (Privilegien: keine). Die Angriffskomplexität ist niedrig, jedoch ist eine Benutzerinteraktion erforderlich — das Opfer muss ein manipuliertes Word-Dokument öffnen. Vertraulichkeit (hoch): Die Schwachstelle ermöglicht den Zugriff auf potenziell sensible Daten wie NTLM-Hashes, interne Netzwerkinformationen oder andere vertrauliche Inhalte. Integrität und Verfügbarkeit sind nicht betroffen. Der EPSS-Score von 7,3 % (91. Perzentil) zeigt, dass die Schwachstelle unter den am häufigsten ausgenutzten Sicherheitslücken liegt, was zusammen mit der KEV-Aufnahme durch die CISA die Dringlichkeit unterstreicht.
Exploit-Reifegrad
Die CISA hat CVE-2023-36761 in den KEV-Katalog aufgenommen und bestätigt damit die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn. Die Behebungsfrist der CISA war der 3. Oktober 2023. In den verfügbaren Referenzen sind keine öffentlichen Exploit-Codes oder Proof-of-Concept-Implementierungen direkt verlinkt, jedoch stellt Microsoft ein Patch und Security Advisory bereit. Der EPSS-Score von 7,3 % (91. Perzentil) deutet darauf hin, dass eine Ausnutzung wahrscheinlich ist, auch wenn sie nicht so weit verbreitet ist wie bei kritischeren Schwachstellen.
Behebung
- Sofortige Maßnahme gemäß CISA-Empfehlung: Wenden Sie die von Microsoft bereitgestellten Sicherheitsupdates an. Installieren Sie die aktuellen Patches über das Microsoft Security Update Guide.
- Betroffene Produkte aktualisieren: Aktualisieren Sie Microsoft Word, Microsoft 365 Apps, Microsoft Office und Microsoft Office Long Term Servicing Channel auf die neuesten verfügbaren Versionen mit den entsprechenden Sicherheitspatches.
- Zwischenmaßnahmen: Konfigurieren Sie E-Mail-Gateway und Web-Proxy so, dass verdächtige Word-Dokumente aus unbekannten Quellen blockiert oder in einer Sandbox geprüft werden. Aktivieren Sie die geschützte Ansicht (Protected View) in Microsoft Office, die standardmäßig Dokumente aus dem Internet in einem eingeschränkten Modus öffnet.
- Überwachung und Erkennung: Prüfen Sie Netzwerkprotokolle auf ungewöhnliche ausgehende Verbindungen, die auf das Abfließen von Informationen (z. B. NTLM-Hashes) hindeuten könnten. Achten Sie insbesondere auf SMB-Verbindungen zu externen IP-Adressen.
- Eingabevalidierung und Richtlinien: Schulen Sie Mitarbeiter darin, keine Dokumente aus unbekannten oder verdächtigen Quellen zu öffnen. Implementieren Sie Richtlinien zur Einschränkung von Makros und aktiven Inhalten in Office-Dokumenten.
Technische Details
Die Schwachstelle CVE-2023-36761 basiert auf einer unzureichenden Eingabevalidierung (CWE-20) in Microsoft Word. Gemäß dem CVSS-Vektor (CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:N/A:N) kann ein Angreifer diese Sicherheitslücke über das Netzwerk mit niedriger Komplexität ausnutzen, wobei das Opfer lediglich ein präpariertes Dokument öffnen muss. Die fehlerhafte Validierung von Eingabedaten in der Dokumentenverarbeitung ermöglicht es, dass eingebettete Elemente im Dokument auf geschützte Informationen zugreifen und diese nach außen senden können — beispielsweise durch das Erzwingen von NTLM-Authentifizierungsanfragen an einen vom Angreifer kontrollierten Server. Da ausschließlich die Vertraulichkeit betroffen ist (hoch), während Integrität und Verfügbarkeit nicht beeinträchtigt werden, handelt es sich primär um eine Informationsoffenlegung, die jedoch als Sprungbrett für weiterführende Angriffe genutzt werden kann.
Häufig gestellte Fragen
Wird CVE-2023-36761 aktiv ausgenutzt?
Ja, CVE-2023-36761 wird aktiv ausgenutzt. Die CISA hat diese Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen und bestätigt die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn. Der EPSS-Score von 7,3 % liegt im 91. Perzentil, was auf eine erhöhte Ausnutzungswahrscheinlichkeit hinweist.
Welche Produkte sind von CVE-2023-36761 betroffen?
Betroffen sind Microsoft Word, Microsoft 365 Apps, Microsoft Office sowie Microsoft Office Long Term Servicing Channel. Alle Versionen, die nicht die aktuellen Sicherheitspatches installiert haben, sind potenziell verwundbar.
Wie kann ich CVE-2023-36761 beheben?
Installieren Sie die aktuellen Sicherheitsupdates von Microsoft über das Microsoft Security Update Guide. Stellen Sie außerdem sicher, dass die geschützte Ansicht in Microsoft Office aktiviert ist und schulen Sie Mitarbeiter darin, keine Dokumente aus unbekannten Quellen zu öffnen.
Wie schwerwiegend ist CVE-2023-36761?
CVE-2023-36761 wird mit einem CVSS-Score von 6.5 als MEDIUM eingestuft. Die Schwachstelle ermöglicht die Offenlegung vertraulicher Informationen, betrifft jedoch nicht die Integrität oder Verfügbarkeit des Systems. Der EPSS-Score im 91. Perzentil und die KEV-Aufnahme unterstreichen dennoch die Dringlichkeit.
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