CVE-2023-36033
Microsoft Windows Desktop Window Manager (DWM) Core Library Privilege Escalation Vulnerability
Beschreibung
CVE-2023-36033 ist eine Elevation-of-Privilege-Schwachstelle in der Windows DWM Core Library, die es einem lokalen Angreifer mit niedrigen Berechtigungen ermöglicht, Systemrechte zu erlangen. Die Sicherheitslücke basiert auf einer Untrusted-Pointer-Dereference (CWE-822) und unsachgemäßer Speicherzugriffskontrolle (CWE-119) und betrifft Windows 10, Windows 11 sowie Windows Server 2019 und 2022. Mit einem CVSS-Score von 7.8 (HIGH) ist die Schwachstelle leicht ausnutzbar. Die CISA hat CVE-2023-36033 in den KEV-Katalog aufgenommen, was aktive Ausnutzung in freier Wildbahn bestätigt.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnenCWEs
Betroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| microsoft | windows 10 1809 | < 10.0.17763.5122 |
| microsoft | windows 10 21h2 | < 10.0.19041.3693 |
| microsoft | windows 10 22h2 | < 10.0.19045.3693 |
| microsoft | windows 11 21h2 | < 10.0.22000.2600 |
| microsoft | windows 11 22h2 | < 10.0.22621.2715 |
| microsoft | windows 11 23h2 | < 10.0.22621.2715 |
| microsoft | windows server 2019 | < 10.0.17763.5122 |
| microsoft | windows server 2022 | < 10.0.20348.2113 |
| microsoft | windows server 2022 23h2 | < 10.0.25398.531 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
Referenzen
- https://msrc.microsoft.com/update-guide/vulnerability/CVE-2023-36033(Patch, Vendor Advisory)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2023-36033(US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-822: Untrusted Pointer Dereference
Bei einer Untrusted-Pointer-Dereference-Schwachstelle verwendet eine Anwendung einen Zeiger, der aus einer nicht vertrauenswürdigen Quelle stammt, ohne dessen Gültigkeit ausreichend zu überprüfen. In der Windows DWM Core Library kann dies dazu führen, dass ein Angreifer die Speicheradresse manipuliert, auf die der Zeiger verweist, und so eine Rechteerhöhung erreicht.
Mehr erfahren: CWE-822 — Untrusted Pointer Dereference
CWE-119: Improper Restriction of Operations within the Bounds of a Memory Buffer
Bei dieser Schwachstellenkategorie werden Operationen auf einem Speicherpuffer durchgeführt, ohne dass die Grenzen des Puffers ordnungsgemäß eingehalten werden. In der DWM Core Library kann dies zu Speicherbeschädigungen führen, die ein Angreifer zur Ausführung von Code mit erhöhten Rechten ausnutzen kann.
Mehr erfahren: CWE-119 — Improper Restriction of Operations within the Bounds of a Memory Buffer
Auswirkungsanalyse
CVE-2023-36033 wird mit einem CVSS-Score von 7.8 (HIGH) bewertet und stellt eine ernsthafte Bedrohung für die lokale Systemsicherheit dar. Angriffsvektor (lokal): Die Schwachstelle erfordert lokalen Zugang zum System, kann jedoch von einem Angreifer ausgenutzt werden, der bereits eine niedrige Berechtigungsstufe auf dem System besitzt. Angriffskomplexität (niedrig): Die Ausnutzung ist einfach und erfordert keine besonderen Voraussetzungen. Berechtigungen (niedrig): Es genügen niedrige Benutzerrechte, um die Schwachstelle auszunutzen. Benutzerinteraktion: Keine Benutzerinteraktion erforderlich. Vertraulichkeit (hoch): Ein erfolgreicher Angriff kann zur Offenlegung sensibler Systemdaten führen. Integrität (hoch): Der Angreifer kann Systemdateien und Konfigurationen mit erhöhten Rechten manipulieren. Verfügbarkeit (hoch): Die Systemstabilität kann durch die Speicherbeschädigung beeinträchtigt werden. Der EPSS-Score von 0,9 % liegt zwar unter dem Durchschnitt, die bestätigte aktive Ausnutzung im KEV-Katalog erfordert jedoch dringendes Handeln.
Exploit-Reifegrad
Die CISA hat CVE-2023-36033 in ihren KEV-Katalog aufgenommen und damit die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn bestätigt. Ein Zusammenhang mit Ransomware-Kampagnen ist derzeit nicht bekannt. Der EPSS-Score von 0,9 % (75. Perzentil) deutet darauf hin, dass die Ausnutzung zwar möglich ist, aber nicht flächendeckend verbreitet scheint. Dennoch erfordert die bestätigte aktive Ausnutzung und die Eignung der Schwachstelle zur Rechteerhöhung — ein häufiger Bestandteil mehrstufiger Angriffsketten — sofortiges Patching.
Behebung
- Microsoft-Sicherheitsupdates installieren: Wenden Sie die von Microsoft bereitgestellten Sicherheitspatches gemäß dem Microsoft Security Update Guide an. Die CISA-Frist für die Behebung war der 5. Dezember 2023.
- Betroffene Systeme identifizieren: Überprüfen Sie alle Installationen von Windows 10 (1809, 21H2, 22H2), Windows 11 (21H2, 22H2, 23H2) und Windows Server (2019, 2022, 2022 23H2) auf fehlende Patches.
- Least-Privilege-Prinzip durchsetzen: Beschränken Sie Benutzerberechtigungen auf das notwendige Minimum, um die Angriffsfläche für Privilege-Escalation-Schwachstellen zu reduzieren. Überprüfen Sie lokale Administratorrechte.
- Endpunktüberwachung verstärken: Implementieren Sie EDR-Lösungen (Endpoint Detection and Response), die verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit der DWM Core Library erkennen. Überwachen Sie ungewöhnliche Prozesserstellungen mit erhöhten Rechten.
- Speicherschutzmechanismen validieren: Stellen Sie sicher, dass Windows-Sicherheitsfeatures wie ASLR (Address Space Layout Randomization) und DEP (Data Execution Prevention) aktiviert sind, um die Ausnutzung von Speicherkorruptions-Schwachstellen zu erschweren.
Technische Details
CVE-2023-36033 ist eine Elevation-of-Privilege-Schwachstelle in der Windows DWM (Desktop Window Manager) Core Library, die auf zwei verwandten Schwachstellentypen basiert. CWE-822 (Untrusted Pointer Dereference) beschreibt die Verwendung eines Zeigers aus einer nicht vertrauenswürdigen Quelle, der ohne ausreichende Validierung dereferenziert wird. CWE-119 (Improper Restriction of Operations within the Bounds of a Memory Buffer) bezieht sich auf Speicherzugriffe, die die Grenzen eines Puffers überschreiten. In Kombination ermöglichen diese Schwächen einem Angreifer, die Speicherverwaltung der DWM Core Library zu manipulieren und Code mit SYSTEM-Rechten auszuführen. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H zeigt, dass der Angriff lokal erfolgt, niedrige Berechtigungen erfordert und ohne Benutzerinteraktion auskommt. Die Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit sind jeweils als hoch eingestuft.
Häufig gestellte Fragen
Wird CVE-2023-36033 aktiv ausgenutzt?
Ja, die CISA hat CVE-2023-36033 in ihren Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen (KEV) aufgenommen und damit die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn bestätigt. Die Frist zur Behebung wurde auf den 5. Dezember 2023 festgelegt. Ein Zusammenhang mit Ransomware-Kampagnen ist derzeit nicht bekannt.
Welche Produkte sind von CVE-2023-36033 betroffen?
Die Schwachstelle betrifft Windows 10 (Versionen 1809, 21H2, 22H2), Windows 11 (21H2, 22H2, 23H2) sowie Windows Server 2019, Windows Server 2022 und Windows Server 2022 23H2. Sowohl Desktop- als auch Server-Betriebssysteme von Microsoft sind betroffen.
Wie kann CVE-2023-36033 behoben werden?
Installieren Sie die von Microsoft bereitgestellten Sicherheitsupdates über den Microsoft Security Update Guide. Setzen Sie das Least-Privilege-Prinzip durch, um die Angriffsfläche zu reduzieren. Implementieren Sie zusätzlich EDR-Lösungen zur Erkennung verdächtiger Aktivitäten im Zusammenhang mit der DWM Core Library.
Wie schwerwiegend ist CVE-2023-36033?
CVE-2023-36033 wird mit einem CVSS-Score von 7.8 als HIGH eingestuft. Die Schwachstelle ermöglicht eine Rechteerhöhung auf SYSTEM-Ebene und wird aktiv ausgenutzt. Der EPSS-Score von 0,9 % (75. Perzentil) zeigt eine moderate, aber reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit.
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