CVE-2023-36025

HIGH(8.8)KEVWahrscheinlich ausgenutzt

Microsoft Windows SmartScreen Security Feature Bypass Vulnerability

Beschreibung

CVE-2023-36025 ist eine schwerwiegende Schwachstelle in Microsoft Windows SmartScreen, die es Angreifern ermöglicht, den SmartScreen-Sicherheitsfilter zu umgehen. Diese Security-Feature-Bypass-Schwachstelle betrifft eine breite Palette von Windows-Versionen, darunter Windows 10, Windows 11 sowie Windows Server 2008 bis 2022. Ein Angreifer kann durch die Ausnutzung dieser Sicherheitslücke schädliche Inhalte an den SmartScreen-Warnungen vorbeischleusen, ohne dass der Benutzer eine Warnung erhält. Mit einem CVSS-Score von 8.8 (HIGH) und einem EPSS-Score von 90,2 % stellt CVE-2023-36025 ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Die CISA hat die Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen.

KEV-Informationen

Hersteller
Microsoft
Produkt
Windows
Hinzugefügt am
14. November 2023
Fälligkeitsdatum
5. Dezember 2023
Erforderliche Maßnahme
Apply mitigations per vendor instructions or discontinue use of the product if mitigations are unavailable.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
REQUIRED
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
2.8
Auswirkungsscore
5.9

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
microsoftwindows 10 1507-
microsoftwindows 10 1607-
microsoftwindows 10 1809-
microsoftwindows 10 21h2-
microsoftwindows 10 22h2-
microsoftwindows 11 21h2-
microsoftwindows 11 22h2-
microsoftwindows 11 23h2-
microsoftwindows server 2008-; r2
microsoftwindows server 2012-; r2
microsoftwindows server 2016< 10.0.14393.6452
microsoftwindows server 2019< 10.0.17763.5122
microsoftwindows server 2022< 10.0.20348.2113

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Secondary)
8.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: [email protected](Primary)
8.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

Für CVE-2023-36025 wurde kein spezifischer CWE-Typ zugewiesen. Die Schwachstelle fällt in die Kategorie der Security-Feature-Bypass-Schwachstellen und betrifft den Windows SmartScreen-Filter. SmartScreen ist ein Schutzmechanismus, der Benutzer vor dem Herunterladen und Ausführen potenziell schädlicher Dateien und Websites warnt. Durch die Umgehung dieses Filters können Angreifer schädliche Inhalte ohne Sicherheitswarnungen auf Zielsysteme bringen.

Auswirkungsanalyse

CVE-2023-36025 wird mit einem CVSS-Score von 8.8 (HIGH) bewertet und stellt eine erhebliche Bedrohung dar. Die Schwachstelle ist über das Netzwerk ausnutzbar, ohne dass physischer Zugang erforderlich ist, und die Angriffskomplexität ist niedrig. Authentifizierung: Es ist keine Authentifizierung erforderlich, was die Schwachstelle besonders gefährlich macht. Benutzerinteraktion (erforderlich): Ein Opfer muss auf einen präparierten Link klicken oder eine manipulierte Datei öffnen, damit der Angriff erfolgreich ist. Vertraulichkeit (hoch): Durch die Umgehung des SmartScreen-Filters können Angreifer Malware installieren, die sensible Daten exfiltriert. Integrität (hoch): Schadsoftware kann unbemerkt auf dem System installiert und Systemkonfigurationen manipuliert werden. Verfügbarkeit (hoch): Die installierte Malware kann das System vollständig kompromittieren oder außer Betrieb setzen. Der EPSS-Score von 90,2 % (99. Perzentil) zeigt eine nahezu sichere Ausnutzung an, was den dringenden Handlungsbedarf unterstreicht.

Exploit-Reifegrad

Die CISA hat CVE-2023-36025 in ihren KEV-Katalog aufgenommen und damit die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn bestätigt. Ein Zusammenhang mit Ransomware-Kampagnen ist derzeit nicht bekannt. Der EPSS-Score von 90,2 % (99. Perzentil) deutet auf eine nahezu sichere Ausnutzungsaktivität hin. Obwohl in den verfügbaren Referenzen kein dedizierter Exploit-Code mit Exploit-Tag gelistet ist, erfordert die hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit und die bestätigte aktive Ausnutzung sofortiges Handeln.

Behebung

  1. Microsoft-Sicherheitsupdates installieren: Wenden Sie die von Microsoft bereitgestellten Sicherheitspatches gemäß dem Microsoft Security Update Guide an. Die CISA-Behebungsfrist war der 5. Dezember 2023.
  2. Betroffene Systeme identifizieren: Überprüfen Sie alle Installationen von Windows 10 (1507, 1607, 1809, 21H2, 22H2), Windows 11 (21H2, 22H2, 23H2) und Windows Server (2008, 2012, 2016, 2019, 2022) auf fehlende Patches.
  3. URL-Filterung und Web-Gateway-Schutz verstärken: Implementieren Sie erweiterte URL-Filterregeln an Web-Gateways und Proxy-Servern, um verdächtige Links zu blockieren, die die SmartScreen-Umgehung ausnutzen könnten.
  4. E-Mail-Sicherheit optimieren: Verschärfen Sie die Filterung von E-Mail-Anhängen und eingebetteten Links, da die Schwachstelle eine Benutzerinteraktion (Klick auf manipulierte Links) erfordert. Setzen Sie Anti-Phishing-Maßnahmen ein.
  5. Benutzer schulen und Überwachung einrichten: Sensibilisieren Sie Mitarbeiter für das Risiko manipulierter Links, die SmartScreen-Warnungen umgehen. Überwachen Sie Endpunkte auf verdächtige Downloads und Ausführungen ohne SmartScreen-Prüfung.

Technische Details

CVE-2023-36025 betrifft den Windows SmartScreen-Filter, einen zentralen Sicherheitsmechanismus in Microsoft Windows, der Benutzer vor dem Herunterladen und Ausführen potenziell schädlicher Dateien und URLs warnt. SmartScreen überprüft Dateien und Webinhalte gegen Reputationsdatenbanken und zeigt Warnmeldungen an, wenn ein Risiko erkannt wird. Die Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, diesen Schutzmechanismus zu umgehen, sodass schädliche Inhalte ohne entsprechende Warnungen auf das System gelangen können. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H zeigt, dass die Ausnutzung über das Netzwerk mit niedriger Komplexität und ohne Authentifizierung möglich ist, jedoch eine Benutzerinteraktion erfordert — typischerweise das Klicken auf einen manipulierten Link. Die Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit sind jeweils als hoch eingestuft.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2023-36025 aktiv ausgenutzt?

Ja, die CISA hat CVE-2023-36025 in ihren Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen (KEV) aufgenommen, was die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn bestätigt. Die Behebungsfrist wurde auf den 5. Dezember 2023 festgelegt. Ein Zusammenhang mit Ransomware-Kampagnen ist derzeit nicht bekannt.

Welche Produkte sind von CVE-2023-36025 betroffen?

Die Schwachstelle betrifft eine breite Palette von Microsoft Windows-Versionen: Windows 10 (1507, 1607, 1809, 21H2, 22H2), Windows 11 (21H2, 22H2, 23H2) sowie Windows Server 2008, 2012, 2016, 2019 und 2022. Sowohl Desktop- als auch Server-Betriebssysteme sind verwundbar.

Wie kann CVE-2023-36025 behoben werden?

Installieren Sie die von Microsoft bereitgestellten Sicherheitsupdates über den Microsoft Security Update Guide. Identifizieren Sie alle betroffenen Systeme und priorisieren Sie das Patching. Ergänzend sollten URL-Filterung, E-Mail-Sicherheit und Benutzer-Awareness-Maßnahmen verstärkt werden.

Wie schwerwiegend ist CVE-2023-36025?

CVE-2023-36025 wird mit einem CVSS-Score von 8.8 als HIGH eingestuft. Der EPSS-Score von 90,2 % (99. Perzentil) zeigt eine nahezu sichere Ausnutzung an. Die Schwachstelle ermöglicht die vollständige Kompromittierung des Systems, wenn ein Benutzer auf einen manipulierten Link klickt.

CVSS-Score

8.8
HIGH(8.8)

EPSS-Score

EPSS-Score88.20%
EPSS-Perzentil99.8%

Daten

Veröffentlicht14. November 2023
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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