CVE-2023-32315
Ignite Realtime Openfire Path Traversal Vulnerability
Beschreibung
CVE-2023-32315 ist eine schwerwiegende Path-Traversal-Schwachstelle im Openfire XMPP-Server von Ignite Realtime, die alle Versionen seit 3.10.0 (April 2015) betrifft. Über die Setup-Umgebung der webbasierten Administrationskonsole kann ein nicht authentifizierter Angreifer einen Pfadtraversierungsangriff durchführen und auf eingeschränkte Seiten der Admin-Konsole zugreifen, die eigentlich administrativen Benutzern vorbehalten sind. Die CISA hat CVE-2023-32315 in den KEV-Katalog aufgenommen, und der EPSS-Score von 94,4 % zeigt eine nahezu sichere Ausnutzungswahrscheinlichkeit an. Das Problem wurde in den Openfire-Versionen 4.7.5 und 4.6.8 behoben.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:L/A:LIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| igniterealtime | openfire | >= 3.10.0, < 4.6.8; >= 4.7.0, < 4.7.5 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:L/A:L
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N
Referenzen
- http://packetstormsecurity.com/files/173607/Openfire-Authentication-Bypass-Remote-Code-Execution.html(Exploit, Third Party Advisory, VDB Entry)
- https://github.com/igniterealtime/Openfire/security/advisories/GHSA-gw42-f939-fhvm(Exploit, Mitigation, Patch, Vendor Advisory)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2023-32315(US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-22: Improper Limitation of a Pathname to a Restricted Directory ('Path Traversal')
Bei CVE-2023-32315 liegt eine Path-Traversal-Schwachstelle in der Administrationskonsole von Openfire vor. Durch unzureichende Einschränkung von Pfadnamen kann ein nicht authentifizierter Angreifer über die Setup-Umgebung auf geschützte Bereiche der Admin-Konsole zugreifen, die normalerweise eine Administratoranmeldung erfordern.
Mehr erfahren: CWE-22 — Improper Limitation of a Pathname to a Restricted Directory ('Path Traversal')
Auswirkungsanalyse
CVE-2023-32315 wird mit einem CVSS-Score von 8.6 als HIGH eingestuft und betrifft alle Openfire-Installationen seit Version 3.10.0 — ein Zeitraum von über acht Jahren. Angriffsvektor (Netzwerk): Die Schwachstelle ist aus der Ferne ohne physischen Zugang ausnutzbar, da die Administrationskonsole typischerweise über das Netzwerk erreichbar ist. Angriffskomplexität (Niedrig): Es sind keine besonderen Bedingungen erforderlich. Keine Authentifizierung nötig: Der Angriff nutzt die unauthentifizierte Setup-Umgebung, um die Anmeldeanforderung zu umgehen. Keine Benutzerinteraktion nötig: Der Angriff kann vollständig automatisiert erfolgen. Vertraulichkeit (Hoch): Ein Angreifer kann auf vertrauliche Konfigurationsdaten und Administrationsfunktionen zugreifen. Integrität und Verfügbarkeit (jeweils Niedrig): Es besteht ein begrenztes Risiko für Datenmanipulation und Dienststörung. Der EPSS-Score von 94,4 % unterstreicht die extrem hohe Wahrscheinlichkeit aktiver Ausnutzung.
Exploit-Reifegrad
Öffentlicher Exploit-Code ist verfügbar für CVE-2023-32315 über Packet Storm Security sowie das offizielle GitHub Security Advisory, das ebenfalls Exploit-Details enthält. Die CISA hat die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn bestätigt und die Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen. Mit einem EPSS-Score von 94,4 % (99,99. Perzentil) ist die Ausnutzungswahrscheinlichkeit extrem hoch und deutet auf weit verbreitete Exploit-Aktivität hin.
Behebung
- Sofortige Aktualisierung gemäß CISA-Vorgabe: Wenden Sie die vom Hersteller bereitgestellten Maßnahmen an oder stellen Sie die Nutzung von Openfire ein, falls keine Patches verfügbar sind. Die CISA-Frist zur Behebung war der 14. September 2023.
- Update auf gepatchte Versionen: Aktualisieren Sie auf Openfire Version 4.7.5, 4.6.8 oder höher. Falls ein Upgrade nicht sofort möglich ist, konsultieren Sie das GitHub Security Advisory (GHSA-gw42-f939-fhvm) für temporäre Gegenmaßnahmen.
- Zugriffsbeschränkung der Admin-Konsole: Beschränken Sie den Netzwerkzugriff auf die Openfire-Administrationskonsole auf vertrauenswürdige IP-Adressen und interne Netzwerke. Setzen Sie Reverse-Proxy-Regeln oder Firewall-Richtlinien ein, um den öffentlichen Zugang zur Admin-Oberfläche zu blockieren.
- Überwachung und Erkennung: Prüfen Sie Openfire-Zugriffslogs auf verdächtige Anfragen an die Setup-Umgebung und die Admin-Konsole, insbesondere auf Path-Traversal-Muster (z. B. Anfragen mit ".." in der URL).
- Langfristige Härtung: Deaktivieren Sie die Setup-Umgebung nach der initialen Konfiguration vollständig und implementieren Sie zusätzliche Authentifizierungsschichten vor der Admin-Konsole, beispielsweise durch VPN-Pflicht oder Multi-Faktor-Authentifizierung.
Technische Details
CVE-2023-32315 basiert auf einer Path-Traversal-Schwachstelle (CWE-22 — Improper Limitation of a Pathname to a Restricted Directory) in der webbasierten Administrationskonsole von Openfire. Die Schwachstelle ermöglicht es einem nicht authentifizierten Angreifer, über die Setup-Umgebung Pfadmanipulationen durchzuführen und so Zugriffskontrollen zu umgehen, die den Zugang zu administrativen Seiten beschränken sollen. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:L/A:L zeigt, dass der Angriff vollständig unauthentifiziert über das Netzwerk erfolgen kann, wobei die Vertraulichkeitsauswirkung als hoch eingestuft wird, während Integrität und Verfügbarkeit nur niedrig betroffen sind. Die Schwachstelle besteht seit Version 3.10.0 (April 2015) und wurde durch eine fehlerhafte Zugriffskontrolle in der Setup-Umgebung verursacht, die in einer bereits konfigurierten Instanz weiterhin zugänglich blieb.
Häufig gestellte Fragen
Wird CVE-2023-32315 aktiv ausgenutzt?
Ja, CVE-2023-32315 wird aktiv ausgenutzt. Die CISA hat die Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen und damit die aktive Ausnutzung bestätigt. Der EPSS-Score von 94,4 % (99,99. Perzentil) weist auf eine extrem hohe Ausnutzungsaktivität hin. Eine direkte Verbindung zu Ransomware-Kampagnen ist derzeit nicht bekannt.
Welche Produkte sind von CVE-2023-32315 betroffen?
Betroffen ist Ignite Realtime Openfire in allen Versionen seit 3.10.0, die seit April 2015 veröffentlicht wurden. Die Schwachstelle wurde in den Versionen 4.7.5 und 4.6.8 behoben, und weitere Verbesserungen sind für den 4.8-Zweig geplant.
Wie behebe ich CVE-2023-32315?
Aktualisieren Sie auf Openfire Version 4.7.5 oder 4.6.8 oder höher. Falls ein sofortiges Upgrade nicht möglich ist, beschränken Sie den Netzwerkzugriff auf die Admin-Konsole und konsultieren Sie das GitHub Security Advisory GHSA-gw42-f939-fhvm für temporäre Gegenmaßnahmen.
Wie schwerwiegend ist CVE-2023-32315?
CVE-2023-32315 wird mit einem CVSS-Score von 8.6 als HIGH eingestuft. Die Schwachstelle ermöglicht unauthentifizierten Zugriff auf die Admin-Konsole über das Netzwerk. Der EPSS-Score von 94,4 % (99,99. Perzentil) zeigt eine extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit an, was sofortiges Handeln erfordert.
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