CVE-2023-27997
Fortinet FortiOS and FortiProxy SSL-VPN Heap-Based Buffer Overflow Vulnerability
Beschreibung
CVE-2023-27997 ist eine kritische Heap-basierte Pufferüberlauf-Schwachstelle (Heap-Based Buffer Overflow) in Fortinet FortiOS und FortiProxy SSL-VPN. Die Sicherheitslücke ermöglicht es einem entfernten Angreifer, über speziell präparierte Anfragen beliebigen Code auszuführen oder Befehle auf dem betroffenen Gerät einzuschleusen. Betroffen sind FortiOS bis Version 7.2.4 sowie FortiProxy bis Version 7.2.3 und zahlreiche ältere Versionen. CVE-2023-27997 wurde von der CISA in den KEV-Katalog aufgenommen und ist nachweislich mit Ransomware-Angriffen verbunden. Mit einem EPSS-Score von 90,7 % besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit aktiver Ausnutzung dieser FortiOS-Schwachstelle.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnenCWEs
Betroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| fortinet | fortiproxy | >= 1.1.0, <= 1.1.6; >= 1.2.0, <= 1.2.13; >= 2.0.0, <= 2.0.12; >= 7.0.0, <= 7.0.9; >= 7.2.0, <= 7.2.3 |
| fortinet | fortios | >= 6.0.0, <= 6.0.16; >= 6.2.0, <= 6.2.13; >= 6.4.0, <= 6.4.12; >= 7.0.0, <= 7.0.11; >= 7.2.0, <= 7.2.4; >= 6.0.12, <= 6.0.16; >= 6.2.9, <= 6.2.13; 6.0.10; 6.2.4; 6.2.6; 6.2.7; 6.4.2; 6.4.6; 6.4.8; 6.4.10; 6.4.12; 7.0.5; 7.0.10 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
Referenzen
- https://fortiguard.com/psirt/FG-IR-23-097(Vendor Advisory)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2023-27997(US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-122: Heap-based Buffer Overflow
Bei einem Heap-basierten Pufferüberlauf schreibt die Software Daten über die Grenzen eines auf dem Heap allokierten Puffers hinaus. Im Kontext von FortiOS und FortiProxy SSL-VPN führt diese Schwachstelle dazu, dass speziell konstruierte Netzwerkanfragen den Heap-Speicher korrumpieren und so beliebige Codeausführung ermöglichen.
Mehr erfahren: CWE-122 — Heap-based Buffer Overflow
CWE-787: Out-of-bounds Write
Ein Out-of-bounds Write liegt vor, wenn die Software Daten an eine Speicheradresse schreibt, die außerhalb des vorgesehenen Puffers liegt. In FortiOS SSL-VPN wird diese Schwachstelle durch das unkontrollierte Schreiben in den Heap-Speicher ausgelöst, was Angreifern die Kontrolle über den Programmfluss ermöglicht.
Mehr erfahren: CWE-787 — Out-of-bounds Write
Auswirkungsanalyse
CVE-2023-27997 ist mit einem CVSS-Score von 9.8 (kritisch) bewertet und stellt eine der gravierendsten Bedrohungen für Netzwerksicherheitsinfrastruktur dar. Angriffsvektor (Netzwerk): Die Schwachstelle kann ohne physischen Zugang aus der Ferne ausgenutzt werden, was besonders bei internetexponierten SSL-VPN-Endpunkten kritisch ist. Angriffskomplexität (niedrig): Es sind keine speziellen Bedingungen oder Voraussetzungen erforderlich, und keine Authentifizierung ist notwendig, da der Angriff ohne Benutzerinteraktion erfolgt. Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit (alle hoch): Ein erfolgreicher Exploit kann zur vollständigen Kompromittierung des Systems führen — vertrauliche Daten wie VPN-Zugangsdaten und Netzwerkkonfigurationen können offengelegt, Systemdaten manipuliert und die Verfügbarkeit des gesamten Gateways beeinträchtigt werden. Der EPSS-Score von 90,7 % weist auf eine nahezu sichere aktive Ausnutzung hin. Besonders alarmierend ist der nachgewiesene Einsatz in Ransomware-Kampagnen, was die Dringlichkeit der Behebung erheblich verstärkt.
Exploit-Reifegrad
Die CISA hat die aktive Ausnutzung von CVE-2023-27997 in freier Wildbahn bestätigt und die Schwachstelle in den KEV-Katalog (Known Exploited Vulnerabilities) aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 04.07.2023. Die Schwachstelle wird nachweislich in Ransomware-Angriffen eingesetzt, was die Bedrohungslage erheblich verschärft. Der EPSS-Score von 90,7 % (99,6. Perzentil) deutet auf eine nahezu sichere Ausnutzungsaktivität hin. Obwohl in den offiziellen Referenzen keine öffentlichen Proof-of-Concepts explizit verlinkt sind, bestätigt die KEV-Aufnahme und der extrem hohe EPSS-Score, dass funktionsfähige Exploits existieren und aktiv eingesetzt werden.
Behebung
-
CISA-Empfehlung umsetzen: Sicherheitsmaßnahmen gemäß den Herstelleranweisungen von Fortinet anwenden oder das Produkt außer Betrieb nehmen, falls keine Patches verfügbar sind. Die Behebungsfrist war der 04.07.2023.
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FortiOS und FortiProxy auf gepatchte Versionen aktualisieren: FortiOS auf Version 7.2.5 oder höher, 7.0.12 oder höher, 6.4.13 oder höher bzw. 6.0.17 oder höher upgraden. FortiProxy auf Version 7.2.4 oder höher, 7.0.10 oder höher bzw. 2.0.13 oder höher aktualisieren.
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SSL-VPN-Zugang einschränken: Bis zum Patching den SSL-VPN-Dienst deaktivieren oder den Zugang auf vertrauenswürdige IP-Bereiche beschränken. Netzwerksegmentierung implementieren, um die Angriffsfläche zu reduzieren.
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Kompromittierungsindikatoren prüfen: FortiOS-Logs auf verdächtige SSL-VPN-Verbindungen, ungewöhnliche Prozessaktivitäten und unbefugte Konfigurationsänderungen untersuchen. Insbesondere nach Anzeichen von Ransomware-Aktivitäten suchen.
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Langfristige Härtung: Regelmäßige Speicher-Sicherheitsaudits für Netzwerk-Gateway-Geräte einführen, ASLR und Stack-Schutzmaßnahmen auf Firmware-Ebene validieren und ein kontinuierliches Schwachstellenmanagement für alle Perimeter-Geräte etablieren.
Technische Details
Die Schwachstelle CVE-2023-27997 basiert auf einem Heap-basierten Pufferüberlauf (CWE-122) in der SSL-VPN-Komponente von FortiOS und FortiProxy. Dabei schreibt die Software bei der Verarbeitung speziell präparierter SSL-VPN-Anfragen Daten über die Grenzen eines Heap-Puffers hinaus, was dem CWE-787-Muster (Out-of-bounds Write) entspricht. Der CVSS-Vektor (AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H) zeigt, dass der Angriff netzwerkbasiert ohne Authentifizierung und ohne Benutzerinteraktion erfolgen kann, wobei die niedrige Angriffskomplexität darauf hinweist, dass keine besonderen Rahmenbedingungen erforderlich sind. Die Kombination beider CWEs beschreibt den Mechanismus vollständig: CWE-122 definiert den Speicherbereich (Heap), in dem der Überlauf stattfindet, während CWE-787 das unkontrollierte Schreiben außerhalb der Puffergrenzen charakterisiert. Durch die gezielte Manipulation des Heap-Speichers kann ein Angreifer den Kontrollfluss des SSL-VPN-Prozesses kapern und beliebigen Code im Kontext des Fortinet-Geräts ausführen.
Häufig gestellte Fragen
Wird CVE-2023-27997 aktiv ausgenutzt?
Ja, CVE-2023-27997 wird aktiv ausgenutzt. Die CISA hat die Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen und bestätigt damit die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn. Zudem ist die Schwachstelle nachweislich mit Ransomware-Angriffen verbunden, was die Bedrohung zusätzlich verschärft.
Welche Produkte sind von CVE-2023-27997 betroffen?
Betroffen sind Fortinet FortiOS (Versionen 7.2.4 und älter, 7.0.11 und älter, 6.4.12 und älter, 6.0.16 und älter) sowie FortiProxy (Versionen 7.2.3 und älter, 7.0.9 und älter, 2.0.12 und älter, alle 1.2-Versionen und alle 1.1-Versionen). Konkret betrifft die Schwachstelle die SSL-VPN-Komponente dieser Produkte.
Wie behebe ich CVE-2023-27997?
Aktualisieren Sie FortiOS und FortiProxy umgehend auf die gepatchten Versionen (FortiOS 7.2.5+, 7.0.12+, 6.4.13+, 6.0.17+ bzw. FortiProxy 7.2.4+, 7.0.10+, 2.0.13+). Falls ein sofortiges Update nicht möglich ist, deaktivieren Sie den SSL-VPN-Dienst oder beschränken Sie den Zugang auf vertrauenswürdige IP-Bereiche.
Wie schwerwiegend ist CVE-2023-27997?
CVE-2023-27997 ist mit einem CVSS-Score von 9.8 als kritisch eingestuft. Der EPSS-Score von 90,7 % (99,6. Perzentil) weist auf eine extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit hin. Die nachgewiesene Nutzung in Ransomware-Kampagnen unterstreicht die besondere Schwere dieser Schwachstelle.
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