CVE-2023-26369

HIGH(7.8)KEV

Adobe Acrobat and Reader Out-of-Bounds Write Vulnerability

Beschreibung

CVE-2023-26369 ist eine Out-of-Bounds-Write-Schwachstelle in Adobe Acrobat und Acrobat Reader, die zur Ausführung beliebigen Codes im Kontext des aktuellen Benutzers führen kann. Betroffen sind Acrobat Reader Version 23.003.20284 und früher, Acrobat DC Version 20.005.30516 und früher sowie Acrobat Reader DC Version 20.005.30514 und früher. Für die Ausnutzung ist eine Benutzerinteraktion erforderlich – das Opfer muss eine manipulierte Datei öffnen. Die CISA hat CVE-2023-26369 in den KEV-Katalog aufgenommen und bestätigt die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn. Mit einem CVSS-Score von 7.8 (Hoch) stellt diese Schwachstelle ein erhebliches Risiko dar, insbesondere aufgrund der weiten Verbreitung von Adobe Acrobat und Reader.

KEV-Informationen

Hersteller
Adobe
Produkt
Acrobat and Reader
Hinzugefügt am
14. September 2023
Fälligkeitsdatum
5. Oktober 2023
Erforderliche Maßnahme
Apply mitigations per vendor instructions or discontinue use of the product if mitigations are unavailable.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
LOCAL
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
REQUIRED
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
1.8
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
adobeacrobat>= 20.001.3005, < 20.005.30524
adobeacrobat dc>= 15.007.20033, < 23.006.20320
adobeacrobat reader>= 20.001.3005, < 20.005.30524
adobeacrobat reader dc>= 15.007.20033, < 23.006.20320

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-787: Out-of-bounds Write

Bei CWE-787 handelt es sich um eine Schwachstelle, bei der eine Anwendung Daten außerhalb der vorgesehenen Speichergrenzen eines Puffers schreibt. Im Fall von Adobe Acrobat und Reader kann ein speziell präpariertes PDF-Dokument einen fehlerhaften Schreibvorgang auslösen, der zur Beschädigung des Speichers und letztlich zur Ausführung von beliebigem Code führt.

Mehr erfahren: CWE-787 — Out-of-bounds Write

Auswirkungsanalyse

CVE-2023-26369 hat mit einem CVSS-Score von 7.8 (Hoch, CVSS v3.1) eine hohe Gefährdungsstufe. Angriffsvektor (Lokal): Die Ausnutzung erfordert, dass ein Benutzer eine manipulierte Datei lokal öffnet – ein Angriff aus der Ferne ohne Benutzerinteraktion ist nicht möglich. Angriffskomplexität (Niedrig): Sobald das Opfer die manipulierte Datei öffnet, ist die Ausnutzung unkompliziert und erfordert keine weiteren besonderen Bedingungen. Keine Privilegien erforderlich: Der Angreifer benötigt keine Zugangsdaten zum Zielsystem. Benutzerinteraktion erforderlich: Das Opfer muss die bösartige PDF-Datei aktiv öffnen, was typischerweise über Phishing-E-Mails oder kompromittierte Websites erfolgt. Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit (jeweils Hoch): Bei erfolgreicher Ausnutzung kann der Angreifer beliebigen Code im Kontext des Benutzers ausführen, was den Zugriff auf Dateien, die Installation von Malware und die vollständige Kompromittierung des Systems ermöglicht.

Exploit-Reifegrad

Die CISA hat CVE-2023-26369 in den KEV-Katalog aufgenommen und damit die aktive Ausnutzung dieser Out-of-Bounds-Write-Schwachstelle in Adobe Acrobat und Reader in freier Wildbahn bestätigt. In den verfügbaren Referenzen sind keine öffentlichen Exploit-Codes oder Proof-of-Concepts verzeichnet, was darauf hindeutet, dass die bekannten Exploits derzeit nicht öffentlich zugänglich sind und möglicherweise in gezielten Angriffen eingesetzt werden. Der EPSS-Score von 0,56 % (67,9. Perzentil) zeigt eine moderate Ausnutzungswahrscheinlichkeit, was mit der Tatsache konsistent ist, dass eine Benutzerinteraktion (Öffnen einer manipulierten Datei) für die Ausnutzung erforderlich ist.

Behebung

  1. Adobe-Sicherheitsupdates installieren: Gemäß dem Adobe-Sicherheitsbulletin APSB23-34 umgehend die neuesten Versionen von Acrobat und Acrobat Reader installieren. Betroffene Versionen: Acrobat Reader 23.003.20284 und früher, Acrobat DC 20.005.30516 und früher, Acrobat Reader DC 20.005.30514 und früher.
  2. Automatische Updates aktivieren: In Adobe Acrobat und Reader die automatische Update-Funktion aktivieren, um zukünftige Sicherheitsupdates zeitnah zu erhalten. Über Hilfe > Nach Updates suchen die aktuelle Version verifizieren.
  3. Geschützten Modus und geschützte Ansicht aktivieren: In den Einstellungen von Acrobat/Reader den geschützten Modus (Sandboxing) und die geschützte Ansicht für Dateien aus dem Internet aktivieren. Diese Funktionen begrenzen die Auswirkungen einer erfolgreichen Exploitation.
  4. Benutzer sensibilisieren und E-Mail-Filter einsetzen: Da die Ausnutzung das Öffnen einer manipulierten Datei erfordert, Benutzer vor dem Öffnen unbekannter PDF-Dateien warnen. E-Mail-Gateways und Web-Filter so konfigurieren, dass verdächtige PDF-Anhänge erkannt und blockiert werden.
  5. Endpunkt-Überwachung: Endpoint-Detection-Systeme auf ungewöhnliche Acrobat/Reader-Prozessaktivitäten konfigurieren, insbesondere auf verdächtige Kindprozesse oder Netzwerkverbindungen, die von Acrobat/Reader gestartet werden.

Technische Details

CVE-2023-26369 ist eine Out-of-Bounds-Write-Schwachstelle (CWE-787) in Adobe Acrobat und Acrobat Reader. Schwachstellenmechanismus: Beim Parsen bestimmter Strukturen in einem speziell präparierten PDF-Dokument schreibt die Anwendung Daten außerhalb der vorgesehenen Puffergrenzen, was zur Korruption des Heap-Speichers führt. Ein Angreifer kann diese Speicherkorruption gezielt nutzen, um die Programmausführung umzuleiten und beliebigen Code im Kontext des aktuellen Benutzers auszuführen. Angriffsvektor: Gemäß dem CVSS-Vektor (CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H) erfolgt der Angriff lokal durch das Öffnen einer manipulierten Datei. Die Benutzerinteraktion stellt den primären Angriffsvektor dar – typischerweise über Phishing-Kampagnen mit präparierten PDF-Anhängen oder kompromittierte Download-Links. Ausführungskontext: Der eingeschleuste Code wird mit den Berechtigungen des aktuell angemeldeten Benutzers ausgeführt, was bei Benutzern mit Administratorrechten eine vollständige Systemkompromittierung ermöglicht.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2023-26369 aktiv ausgenutzt?

Ja, CVE-2023-26369 wird aktiv ausgenutzt. Die CISA hat diese Out-of-Bounds-Write-Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen und die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn bestätigt. Der EPSS-Score von 0,56 % zeigt eine moderate Ausnutzungswahrscheinlichkeit, was darauf hindeutet, dass die Schwachstelle eher in gezielten Angriffen eingesetzt wird.

Welche Produkte sind von CVE-2023-26369 betroffen?

Betroffen sind Adobe Acrobat Reader (Version 23.003.20284 und früher), Adobe Acrobat DC (Version 20.005.30516 und früher) und Adobe Acrobat Reader DC (Version 20.005.30514 und früher). Sowohl die Windows- als auch die macOS-Versionen sind betroffen.

Wie behebe ich CVE-2023-26369?

Die wichtigste Maßnahme ist die Installation der neuesten Sicherheitsupdates gemäß dem Adobe-Sicherheitsbulletin APSB23-34. Zusätzlich sollten der geschützte Modus und die geschützte Ansicht in Acrobat/Reader aktiviert werden. Benutzer sollten keine PDF-Dateien aus unbekannten Quellen öffnen. Weitere Details finden Sie im Abschnitt Behebung.

Wie schwerwiegend ist CVE-2023-26369?

CVE-2023-26369 ist mit einem CVSS-Score von 7.8 als hoch eingestuft (CVSS v3.1). Die Schwachstelle ermöglicht die Ausführung beliebigen Codes im Kontext des Benutzers beim Öffnen einer manipulierten PDF-Datei. Aufgrund der weiten Verbreitung von Adobe Acrobat und Reader ist die potenzielle Angriffsfläche erheblich.

CVSS-Score

7.8
HIGH(7.8)

EPSS-Score

EPSS-Score7.04%
EPSS-Perzentil93.7%

Daten

Veröffentlicht13. September 2023
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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