CVE-2023-26083
Arm Mali GPU Kernel Driver Information Disclosure Vulnerability
Beschreibung
CVE-2023-26083 ist eine Speicherleck-Schwachstelle (Memory Leak) in mehreren Arm Mali GPU-Kerneltreibern, die es einem nicht privilegierten Benutzer ermöglicht, über reguläre GPU-Verarbeitungsoperationen sensible Kernel-Metadaten offenzulegen. Die Schwachstelle betrifft den Midgard GPU-Kerneltreiber (r6p0 bis r32p0), den Bifrost GPU-Kerneltreiber (r0p0 bis r42p0), den Valhall GPU-Kerneltreiber (r19p0 bis r42p0) und den Avalon GPU-Kerneltreiber (r41p0 bis r42p0). Obwohl der CVSS-Score mit 3.3 (Low) vergleichsweise niedrig ist, hat die CISA diese Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen, da sie aktiv ausgenutzt wird — häufig als Teil einer Exploit-Kette, bei der offengelegte Kernel-Informationen für weiterführende Angriffe genutzt werden.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:L/I:N/A:NIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| arm | 5th gen gpu architecture kernel driver | >= r41p0, < r43p0 |
| arm | bifrost gpu kernel driver | >= r0p0, < r43p0 |
| arm | midgard gpu kernel driver | >= r6p0, <= r32p0 |
| arm | valhall gpu kernel driver | >= r19p0, < r43p0 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:L/I:N/A:N
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:L/I:N/A:N
Referenzen
- https://developer.arm.com/Arm%20Security%20Center/Mali%20GPU%20Driver%20Vulnerabilities(Vendor Advisory)
- https://www.cybersecurity-help.cz/vdb/SB2023033049(Third Party Advisory)
- https://www.cybersecurity-help.cz/vulnerabilities/74210/(Third Party Advisory)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2023-26083(US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-401: Missing Release of Memory after Effective Lifetime
CWE-401 beschreibt eine Schwachstelle, bei der Speicher nach seiner effektiven Nutzungsdauer nicht ordnungsgemäß freigegeben wird, was zu einem Speicherleck führt. Im Fall von CVE-2023-26083 gibt der Mali GPU-Kerneltreiber bestimmte Speicherbereiche nicht korrekt frei, wodurch sensible Kernel-Metadaten über reguläre GPU-Operationen für nicht privilegierte Benutzer zugänglich werden. Diese Informationen können von Angreifern genutzt werden, um Kernel-Schutzmechanismen wie KASLR zu umgehen.
Mehr erfahren: CWE-401 — Missing Release of Memory after Effective Lifetime
Auswirkungsanalyse
CVE-2023-26083 hat einen CVSS-Score von 3.3 (Low) nach CVSS v3.1, was auf den ersten Blick ein geringes Risiko suggeriert — die tatsächliche Bedrohung ist jedoch durch die aktive Ausnutzung und die Rolle in Exploit-Ketten deutlich höher. Angriffsvektor (Lokal): Die Schwachstelle erfordert lokalen Zugang zum System, beispielsweise durch eine bereits installierte bösartige App auf einem Android-Gerät. Die Angriffskomplexität ist niedrig und es werden nur niedrige Berechtigungen benötigt, während keine Benutzerinteraktion erforderlich ist. Vertraulichkeit (Low): Die Offenlegung von Kernel-Metadaten stellt für sich genommen eine begrenzte Vertraulichkeitsverletzung dar, dient aber als kritischer Baustein für weiterführende Angriffe wie Kernel-Exploits. Integrität und Verfügbarkeit sind nicht direkt betroffen. Der EPSS-Score von 7,1% (91. Perzentil) deutet auf eine erhebliche Ausnutzungswahrscheinlichkeit hin, und die breite Verwendung von Mali GPUs in Android-Geräten, Chromebooks und eingebetteten Systemen vergrößert die Angriffsfläche erheblich.
Exploit-Reifegrad
CVE-2023-26083 wird aktiv ausgenutzt, wie die Aufnahme in den CISA KEV-Katalog mit einer Behebungsfrist bis zum 28. April 2023 bestätigt. Obwohl in den verfügbaren Referenzen kein öffentlicher Exploit-Code direkt verlinkt ist, werden die offengelegten Kernel-Metadaten als Teil von Exploit-Ketten genutzt, bei denen mehrere Schwachstellen kombiniert werden, um von einer einfachen Informationsoffenlegung zur vollständigen Kompromittierung eines Geräts zu gelangen. Der EPSS-Score von 7,1% (91. Perzentil) zeigt eine signifikante Ausnutzungswahrscheinlichkeit. Die Ransomware-Nutzung ist als "Unbekannt" klassifiziert, jedoch macht die breite Verbreitung von Mali GPUs in mobilen Geräten diese Schwachstelle besonders attraktiv für gezielte Angriffe und Spyware-Kampagnen.
Behebung
- Treiber-Update gemäß CISA-Anweisung: Wenden Sie die vom Hersteller bereitgestellten Gegenmaßnahmen an oder stellen Sie die Nutzung des Produkts ein. Konsultieren Sie das Arm Security Center für die neuesten gepatchten Treiberversionen.
- Betroffene GPU-Kerneltreiber aktualisieren: Aktualisieren Sie auf eine gepatchte Version der jeweiligen Treiber — Midgard über r32p0, Bifrost über r42p0, Valhall über r42p0 und Avalon über r42p0. Für Android-Geräte installieren Sie die neuesten Sicherheitspatches des Geräteherstellers.
- Gerätesicherheit überprüfen: Stellen Sie sicher, dass alle Android-Geräte und Systeme mit Mali GPUs die aktuellsten Sicherheitspatches installiert haben. Priorisieren Sie Geräte, die in sensiblen Umgebungen eingesetzt werden.
- App-Installationen einschränken: Da die Schwachstelle lokalen Zugang erfordert, beschränken Sie die Installation von Apps auf vertrauenswürdige Quellen und implementieren Sie Mobile Device Management (MDM) für Unternehmensgeräte.
- Monitoring für verdächtige GPU-Operationen: Überwachen Sie Systeme auf ungewöhnliche GPU-Nutzungsmuster und implementieren Sie Kernel-Schutzmaßnahmen wie KASLR-Härtung, um die Verwertbarkeit offengelegter Metadaten zu reduzieren.
Technische Details
CVE-2023-26083 ist eine Speicherleck-Schwachstelle (Memory Leak, CWE-401) in den Arm Mali GPU-Kerneltreibern, die sensible Kernel-Metadaten über reguläre GPU-Verarbeitungsoperationen offenlegt. Technischer Mechanismus: Der Mali GPU-Kerneltreiber gibt bestimmte Speicherbereiche nach ihrer Verwendung nicht korrekt frei, wodurch Inhalte aus dem Kernel-Speicher bei nachfolgenden GPU-Operationen zugänglich werden. Ein nicht privilegierter Benutzer kann durch gültige GPU-Verarbeitungsanfragen diese Metadaten auslesen. Lokaler Angriffsvektor: Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:L/I:N/A:N bestätigt, dass der Angriff lokalen Zugang erfordert, aber bei niedriger Komplexität durchführbar ist. Die Auswirkung beschränkt sich auf eine niedrige Beeinträchtigung der Vertraulichkeit, da nur Kernel-Metadaten und keine vollständigen Dateninhalte offengelegt werden. Betroffene Treiber: Die Schwachstelle erstreckt sich über vier GPU-Treiberfamilien — Midgard (r6p0 bis r32p0), Bifrost (r0p0 bis r42p0), Valhall (r19p0 bis r42p0) und Avalon (r41p0 bis r42p0) — was auf einen gemeinsamen fehlerhaften Speicherverwaltungsmechanismus in der Treiber-Codebasis hindeutet.
Häufig gestellte Fragen
Wird CVE-2023-26083 aktiv ausgenutzt?
Ja, CVE-2023-26083 wird aktiv ausgenutzt. Die CISA hat die Schwachstelle in ihren KEV-Katalog aufgenommen. Obwohl der CVSS-Score nur 3.3 (Low) beträgt, wird die Schwachstelle als Teil von Exploit-Ketten genutzt, um Kernel-Schutzmechanismen zu umgehen und weiterführende Angriffe zu ermöglichen.
Welche Produkte sind von CVE-2023-26083 betroffen?
CVE-2023-26083 betrifft vier Arm Mali GPU-Kerneltreiberfamilien: Midgard (Versionen r6p0 bis r32p0), Bifrost (r0p0 bis r42p0), Valhall (r19p0 bis r42p0) und Avalon (r41p0 bis r42p0). Diese Treiber sind in zahlreichen Android-Geräten, Chromebooks und eingebetteten Systemen mit Mali GPUs verbaut.
Wie behebe ich CVE-2023-26083?
Aktualisieren Sie den Mali GPU-Kerneltreiber auf eine gepatchte Version über die vom Arm Security Center bereitgestellten Updates. Für Android-Geräte installieren Sie die neuesten Sicherheitspatches des Geräteherstellers. Beschränken Sie zusätzlich App-Installationen auf vertrauenswürdige Quellen.
Wie schwerwiegend ist CVE-2023-26083?
Obwohl der CVSS-Score mit 3.3 (Low) niedrig ist, wird CVE-2023-26083 aktiv ausgenutzt und in Exploit-Ketten eingesetzt. Der EPSS-Score von 7,1% (91. Perzentil) zeigt eine überdurchschnittliche Ausnutzungswahrscheinlichkeit. Die Schwachstelle ist besonders gefährlich als Sprungbrett für weiterführende Kernel-Angriffe.
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