CVE-2023-25280
D-Link DIR-820 Router OS Command Injection Vulnerability
Beschreibung
CVE-2023-25280 ist eine kritische OS Command Injection-Schwachstelle im D-Link DIR-820L Router (Firmware DIR820LA1_FW105B03), die es Angreifern ermoeglicht, ueber den Parameter ping_addr in der Funktion ping.ccp Root-Rechte zu erlangen. Die Schwachstelle erhaelt den CVSS-Score von 9.8 (CRITICAL) und ermoeglicht die vollstaendige Uebernahme des Geraets.
Die CISA hat CVE-2023-25280 in den KEV-Katalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 2024-10-21. Der EPSS-Score von 92,75 % (99,7. Perzentil) signalisiert eine extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit. Der Ransomware-Status ist als "Unknown" klassifiziert.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| dlink | dir-820l firmware | 1.05b03 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
Referenzen
- https://github.com/migraine-sudo/D_Link_Vuln/tree/main/cmd%20Inject%20in%20pingV4Msg(Exploit, Third Party Advisory)
- https://www.dlink.com/en/security-bulletin/(Not Applicable)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2023-25280(US Government Resource)
Schwachstellentyp
OS Command Injection ueber Ping-Funktion
CVE-2023-25280 basiert auf einer OS Command Injection-Schwachstelle in der Ping-Funktionalitaet des D-Link DIR-820L Routers. Der Parameter ping_addr wird in der Funktion ping.ccp ohne ausreichende Eingabevalidierung direkt an das Betriebssystem uebergeben. Ein Angreifer kann Shell-Metazeichen in den Ping-Parameter einschleusen, die vom Betriebssystem als Befehle interpretiert und mit Root-Rechten ausgefuehrt werden.
Command Injection in Netzwerkdiagnose-Funktionen (Ping, Traceroute) ist ein gaengiger Schwachstellentyp bei Consumer- und SOHO-Routern, da diese Funktionen haeufig Betriebssystembefehle aufrufen und Benutzereingaben unzureichend validieren.
Weitere Informationen: CWE-78 -- Improper Neutralization of Special Elements used in an OS Command ('OS Command Injection')
Auswirkungsanalyse
Die Auswirkungen von CVE-2023-25280 sind kritisch, da der Angreifer Root-Rechte auf dem Router erlangt. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H beschreibt die maximale Bedrohungsstufe. Vertraulichkeit (Hoch): Ein Angreifer mit Root-Zugang kann den gesamten Netzwerkverkehr mitlesen, einschliesslich unverschluesselter Kommunikation. Router-Konfigurationen, gespeicherte Passwoerter und WLAN-Schluessel werden offengelegt. Integritaet (Hoch): Der Angreifer kann die Router-Konfiguration beliebig aendern, DNS-Einstellungen manipulieren, Firewall-Regeln deaktivieren und persistente Backdoors installieren. Verfuegbarkeit (Hoch): Der Router kann ausser Betrieb gesetzt oder als Teil eines Botnets missbraucht werden.
Der EPSS-Score von 92,75 % (99,7. Perzentil) bestaetigt die massive Ausnutzung. D-Link DIR-820L Router sind in Privathaushalten und kleinen Unternehmen weit verbreitet, was die grosse Angriffsflaeche erklaert. Oeffentlich verfuegbarer Exploit-Code macht die Ausnutzung trivial.
Exploit-Reifegrad
CVE-2023-25280 weist eine maximale Exploit-Reife auf. Die CISA hat die aktive Ausnutzung bestaetigt und die Schwachstelle mit einer Behebungsfrist bis zum 2024-10-21 in den KEV-Katalog aufgenommen. Der EPSS-Score von 92,75 % (99,7. Perzentil) unterstreicht die extreme Ausnutzungswahrscheinlichkeit.
Oeffentlich verfuegbarer Exploit-Code ist auf GitHub (migraine-sudo/D_Link_Vuln) dokumentiert, der die Command Injection ueber den ping_addr-Parameter im Detail beschreibt und reproduzierbar macht. D-Link hat ein Security Bulletin veroeffentlicht, jedoch ist der DIR-820L ein End-of-Life-Produkt, fuer das moeglicherweise keine Firmware-Updates mehr bereitgestellt werden. Der Ransomware-Status ist als "Unknown" klassifiziert, jedoch werden kompromittierte Router haeufig in Botnets wie Mirai integriert.
Behebung
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Firmware-Status pruefen: Pruefen Sie, ob D-Link ein Firmware-Update fuer den DIR-820L bereitgestellt hat. Konsultieren Sie das D-Link Security Bulletin. Beachten Sie, dass der DIR-820L moeglicherweise End-of-Life ist und keine Sicherheitsupdates mehr erhaelt.
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Geraet ersetzen: Wenn kein Firmware-Update verfuegbar ist, ersetzen Sie den D-Link DIR-820L durch einen aktuellen Router, der aktiv vom Hersteller unterstuetzt wird und regelmaessig Sicherheitsupdates erhaelt.
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Fernverwaltung deaktivieren: Deaktivieren Sie den Zugriff auf die Web-Verwaltungsoberflaeche des Routers ueber das Internet sofort. Stellen Sie sicher, dass die Verwaltungsoberflaeche nur aus dem lokalen Netzwerk erreichbar ist.
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Netzwerksegmentierung implementieren: Isolieren Sie den betroffenen Router von kritischen Netzwerkressourcen. Verwenden Sie, wenn moeglich, ein separates Netzwerksegment fuer IoT- und nicht patchbare Geraete.
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Ueberwachung einrichten: Ueberwachen Sie den Netzwerkverkehr des Routers auf verdaechtige Aktivitaeten wie ungewoehnliche ausgehende Verbindungen, DNS-Anfragen an unbekannte Server oder erhoehten Datenverkehr, der auf eine Botnet-Mitgliedschaft hindeuten koennte.
Technische Details
CVE-2023-25280 betrifft den D-Link DIR-820L Router mit Firmware-Version DIR820LA1_FW105B03. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H beschreibt die maximale Bedrohungsstufe. Angriffsvektor (Netzwerk): Der Angriff erfolgt ueber das Netzwerk zur Web-Verwaltungsoberflaeche des Routers. Angriffskomplexitaet (Niedrig): Keine speziellen Bedingungen erforderlich. Berechtigungen (Keine): Keine Authentifizierung notwendig. Benutzerinteraktion (Keine): Vollstaendig automatisierbarer Angriff.
Der Angriffsmechanismus nutzt die Ping-Diagnosefunktion des Routers, die ueber den Endpunkt ping.ccp erreichbar ist. Der Parameter ping_addr, der normalerweise eine IP-Adresse oder einen Hostnamen enthaelt, wird ohne ausreichende Eingabevalidierung an einen System-Shell-Aufruf uebergeben. Durch das Einschleusen von Shell-Metazeichen (z.B. Semikolon, Pipe oder Backticks) kann ein Angreifer beliebige Betriebssystembefehle anhaengen, die mit Root-Rechten ausgefuehrt werden. Dies ermoeglicht die vollstaendige Kontrolle ueber das Geraet.
Häufig gestellte Fragen
Ist der D-Link DIR-820L noch vom Hersteller unterstuetzt?
Der D-Link DIR-820L ist ein aelteres Modell, das moeglicherweise den End-of-Life-Status erreicht hat. D-Link stellt fuer End-of-Life-Produkte typischerweise keine Firmware-Updates mehr bereit. In diesem Fall ist der Austausch des Geraets die einzige sichere Loesung. Pruefen Sie den aktuellen Support-Status auf der D-Link-Website.
Kann die Schwachstelle aus dem Internet ausgenutzt werden?
Ja, wenn die Web-Verwaltungsoberflaeche des Routers aus dem Internet erreichbar ist, kann die Schwachstelle direkt von jedem beliebigen Standort aus ausgenutzt werden. Da keine Authentifizierung erforderlich ist, sind exponierte Geraete besonders gefaehrdet. Auch ohne Fernzugriff kann die Schwachstelle aus dem lokalen Netzwerk ausgenutzt werden.
Wird CVE-2023-25280 in Botnets ausgenutzt?
Obwohl der Ransomware-Status als "Unknown" klassifiziert ist, werden Schwachstellen in Consumer-Routern haeufig von Botnets wie Mirai und deren Varianten ausgenutzt. Kompromittierte Router werden typischerweise fuer DDoS-Angriffe, Crypto-Mining oder als Proxy-Server fuer weitere Angriffe missbraucht.
Wie kann ich pruefen, ob mein Router kompromittiert ist?
Anzeichen einer Kompromittierung koennen verlangsamte Internetverbindung, unerklaerliche DNS-Aenderungen, unbekannte Geraete im Netzwerk oder erhoehter ausgehender Datenverkehr sein. Da Angreifer Root-Rechte erlangen, koennen sie Spuren effektiv verbergen. Bei Verdacht fuehren Sie einen Werksreset durch und erwägen Sie den Austausch des Geraets.
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