CVE-2023-21608

HIGH(7.8)KEVWahrscheinlich ausgenutzt

Adobe Acrobat and Reader Use-After-Free Vulnerability

Beschreibung

CVE-2023-21608 ist eine schwerwiegende Use-After-Free-Schwachstelle in Adobe Acrobat Reader, die einem Angreifer die Ausführung beliebigen Codes im Kontext des aktuellen Benutzers ermöglicht. Die Schwachstelle betrifft Adobe Acrobat Reader DC Version 22.003.20282 und früher, Adobe Acrobat DC Version 22.003.20281 und früher sowie Adobe Acrobat Reader Version 20.005.30418 und früher. Zur Ausnutzung muss ein Opfer eine speziell präparierte schädliche Datei öffnen, was die Benutzerinteraktion zu einer Voraussetzung macht. Die CISA hat CVE-2023-21608 in ihren KEV-Katalog aufgenommen, da die Schwachstelle aktiv ausgenutzt wird. Mit einem EPSS-Score von 84,1 % und einem CVSS-Score von 7.8 (HIGH) stellt diese Sicherheitslücke eine erhebliche Bedrohung dar.

KEV-Informationen

Hersteller
Adobe
Produkt
Acrobat and Reader
Hinzugefügt am
10. Oktober 2023
Fälligkeitsdatum
31. Oktober 2023
Erforderliche Maßnahme
Apply mitigations per vendor instructions or discontinue use of the product if mitigations are unavailable.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
LOCAL
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
REQUIRED
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
1.8
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
adobeacrobat dc>= 15.008.20082, <= 22.003.20282; >= 15.008.20082, <= 22.003.20281
adobeacrobat reader dc>= 15.008.20082, <= 22.003.20282; >= 15.008.20082, <= 22.003.20281
adobeacrobat>= 20.001.30005, <= 20.005.30418
adobeacrobat reader>= 20.001.30005, <= 20.005.30418

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-416: Use After Free

Bei CWE-416 handelt es sich um eine Speicherkorruptionsschwachstelle, bei der ein Programm auf einen Speicherbereich zugreift, der bereits freigegeben wurde. Im Fall von Adobe Acrobat Reader kann ein Angreifer durch eine speziell präparierte PDF-Datei eine Use-After-Free-Bedingung auslösen, bei der das Programm auf einen bereits freigegebenen Speicherbereich zugreift. Dies ermöglicht die Ausführung von beliebigem Code im Kontext des Benutzers.

Mehr erfahren: CWE-416 — Use After Free

Auswirkungsanalyse

CVE-2023-21608 hat erhebliche Auswirkungen auf die Sicherheit von Systemen, auf denen Adobe Acrobat Reader installiert ist. Die Schwachstelle erfordert lokalen Zugriff, was bedeutet, dass ein Angreifer das Opfer dazu bringen muss, eine schädliche Datei zu öffnen — beispielsweise über eine Phishing-E-Mail mit einem manipulierten PDF-Anhang. Die Angriffskomplexität ist gering, sodass keine besonderen technischen Bedingungen für die Ausnutzung erforderlich sind. Obwohl keine Authentifizierung benötigt wird, ist Benutzerinteraktion erforderlich, da das Opfer die schädliche Datei aktiv öffnen muss. Die Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit sind jeweils hoch: Ein erfolgreicher Exploit ermöglicht es dem Angreifer, beliebigen Code im Kontext des aktuellen Benutzers auszuführen, was den Zugriff auf sensible Daten, die Manipulation von Dateien und die Beeinträchtigung der Systemverfügbarkeit einschließt. Mit einem CVSS-Score von 7.8 (HIGH) und einem EPSS-Score von 84,1 % im 99,3. Perzentil ist die Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung sehr hoch.

Exploit-Reifegrad

Die CISA hat die aktive Ausnutzung von CVE-2023-21608 bestätigt und die Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 31. Oktober 2023. Der EPSS-Score von 84,1 % (99,3. Perzentil) deutet auf eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit aktiver Ausnutzung hin. Obwohl in den vorliegenden Referenzen keine direkten öffentlichen Exploit-Codes verzeichnet sind, bestätigt die Aufnahme in den KEV-Katalog, dass Angreifer diese Use-After-Free-Schwachstelle in Adobe Acrobat Reader bereits erfolgreich in freier Wildbahn ausnutzen.

Behebung

  1. Sofortige Aktualisierung von Adobe Acrobat Reader: Die betroffenen Versionen (Acrobat Reader DC 22.003.20282 und früher, Acrobat DC 22.003.20281 und früher, Acrobat Reader 20.005.30418 und früher) auf die neueste verfügbare Version aktualisieren. Die Sicherheitsupdates sind im Adobe Security Bulletin APSB23-01 dokumentiert.
  2. PDF-Dateien aus nicht vertrauenswürdigen Quellen blockieren: E-Mail-Gateway- und Web-Proxy-Regeln konfigurieren, um PDF-Anhänge aus unbekannten oder verdächtigen Quellen zu blockieren oder in einer Sandbox zu analysieren, bevor sie den Endbenutzer erreichen.
  3. Geschützten Modus aktivieren: In Adobe Acrobat Reader den geschützten Modus (Protected Mode / Sandbox) aktivieren, um die Auswirkungen einer erfolgreichen Ausnutzung zu minimieren. Diese Funktion isoliert den Prozess und beschränkt den Zugriff auf das Dateisystem und die Systemressourcen.
  4. Endpoint-Detection-Systeme überwachen: Endpunktsicherheitslösungen auf verdächtige Prozessaktivitäten im Zusammenhang mit Adobe Acrobat Reader überwachen, insbesondere auf ungewöhnliche Kindprozesse oder Speicherzugriffsmuster, die auf eine Use-After-Free-Ausnutzung hindeuten.
  5. Speicherschutzmechanismen aktivieren: Sicherstellen, dass Betriebssystem-Schutzmechanismen wie ASLR (Address Space Layout Randomization) und DEP (Data Execution Prevention) aktiviert sind, um die Ausnutzung von Speicherkorruptionsschwachstellen zu erschweren.

Technische Details

CVE-2023-21608 ist eine Use-After-Free-Schwachstelle (CWE-416) in Adobe Acrobat Reader, bei der das Programm auf einen bereits freigegebenen Speicherbereich zugreift. Der CVSS-Vektor (CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H) zeigt, dass die Ausnutzung einen lokalen Angriffsvektor erfordert — typischerweise über das Öffnen einer speziell präparierten PDF-Datei. Die geringe Angriffskomplexität bedeutet, dass der Speicherfehler zuverlässig und ohne besondere Vorbedingungen ausgelöst werden kann. Wenn ein Benutzer die manipulierte Datei öffnet, wird ein Speicherbereich freigegeben, auf den anschließend erneut zugegriffen wird, was dem Angreifer die Kontrolle über den Programmablauf ermöglicht. Da der Scope auf "Unchanged" steht, bleiben die Auswirkungen auf den Prozesskontext des Adobe Acrobat Reader beschränkt, ermöglichen jedoch die vollständige Kompromittierung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit im Benutzerkontext.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2023-21608 aktiv ausgenutzt?

Ja, die CISA hat CVE-2023-21608 in den Katalog der bekannten ausgenutzten Schwachstellen (KEV) aufgenommen und eine Behebungsfrist bis zum 31. Oktober 2023 festgelegt. Der EPSS-Score von 84,1 % (99,3. Perzentil) bestätigt eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit aktiver Ausnutzung. Der Ransomware-Status ist derzeit als "Unknown" eingestuft.

Welche Produkte sind von CVE-2023-21608 betroffen?

Die Schwachstelle betrifft Adobe Acrobat DC, Adobe Acrobat Reader DC, Adobe Acrobat und Adobe Acrobat Reader. Konkret sind die Versionen Acrobat Reader DC 22.003.20282 und früher, Acrobat DC 22.003.20281 und früher sowie Acrobat Reader 20.005.30418 und früher betroffen.

Wie behebe ich CVE-2023-21608?

Die wichtigste Maßnahme ist die sofortige Aktualisierung von Adobe Acrobat Reader auf die neueste Version gemäß dem Adobe Security Bulletin APSB23-01. Zusätzlich sollten PDF-Dateien aus nicht vertrauenswürdigen Quellen blockiert und der geschützte Modus in Acrobat Reader aktiviert werden.

Wie schwerwiegend ist CVE-2023-21608?

Mit einem CVSS-Score von 7.8 ist CVE-2023-21608 als HIGH eingestuft. Die Schwachstelle ermöglicht beliebige Codeausführung im Benutzerkontext und erfordert lediglich das Öffnen einer schädlichen Datei. Der EPSS-Score von 84,1 % (99,3. Perzentil) zeigt, dass diese Schwachstelle mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aktiv ausgenutzt wird.

CVSS-Score

7.8
HIGH(7.8)

EPSS-Score

EPSS-Score61.48%
EPSS-Perzentil99.1%

Daten

Veröffentlicht18. Januar 2023
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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