CVE-2022-41223

MEDIUM(6.8)KEVRansomwareErhöhtes Risiko

Mitel MiVoice Connect Code Injection Vulnerability

Beschreibung

CVE-2022-41223 ist eine Schwachstelle mittlerer Schwere in der Director-Datenbankkomponente von Mitel MiVoice Connect bis Version 19.3 (22.22.6100.0), die auf einer Code-Injection (CWE-94) basiert. Ein authentifizierter Angreifer mit Zugang zum lokalen Netzwerk kann durch manipulierte Daten aufgrund unzureichender Einschränkungen des Datenbankdatentyps beliebigen Code einschleusen und ausführen. Mit einem CVSS-Score von 6,8 (MEDIUM) erfordert die Ausnutzung zwar hohe Berechtigungen und Netzwerknähe, die CISA hat CVE-2022-41223 jedoch aufgrund bestätigter aktiver Ausnutzung und Ransomware-Assoziation in den KEV-Katalog aufgenommen.

KEV-Informationen

Hersteller
Mitel
Produkt
MiVoice Connect
Hinzugefügt am
21. Februar 2023
Fälligkeitsdatum
14. März 2023
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:A/AC:L/PR:H/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
ADJACENT_NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
HIGH
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
0.9
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
mitelmivoice connect<= 22.22.6100.0

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
6.8
MEDIUM

CVSS:3.1/AV:A/AC:L/PR:H/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
6.8
MEDIUM

CVSS:3.1/AV:A/AC:L/PR:H/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-94: Improper Control of Generation of Code (Code Injection)

CVE-2022-41223 ist der Schwachstellenklasse CWE-94 (unzureichende Kontrolle der Codegenerierung) zugeordnet. Diese Schwachstellenart entsteht, wenn eine Anwendung von außen bereitgestellte Eingaben in Code einbettet, ohne diese ausreichend zu validieren oder zu bereinigen. Im Fall von Mitel MiVoice Connect ermöglicht die Director-Datenbankkomponente aufgrund fehlender Typbeschränkungen das Einschleusen von ausführbarem Code über manipulierte Datenbankeinträge.

Weitere Informationen: CWE-94 — Improper Control of Generation of Code

Auswirkungsanalyse

Angriffsvektor (Angrenzendes Netzwerk): CVE-2022-41223 erfordert Zugang zum lokalen bzw. angrenzenden Netzwerk, was die Ausnutzung auf Angreifer mit physischer oder logischer Netzwerknähe beschränkt. Angriffskomplexität (Niedrig): Trotz der Netzwerkeinschränkung ist der eigentliche Angriff einfach durchzuführen, sobald der Angreifer Zugang hat. Hohe Berechtigungen erforderlich: Der Angreifer benötigt privilegierten Zugang (Administrator-Level) zum MiVoice-Connect-System, was die Angriffsfläche deutlich reduziert. Keine Benutzerinteraktion notwendig: Es ist keine Aktion eines Benutzers erforderlich. Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit (jeweils Hoch): Bei erfolgreicher Ausnutzung kann der Angreifer vertrauliche Kommunikationsdaten auslesen, Systemkonfigurationen manipulieren und die Verfügbarkeit der Telefonanlage beeinträchtigen. Der CVSS-Score von 6,8 (MEDIUM) reflektiert die Einschränkungen durch Netzwerknähe und hohe Berechtigungen. Die Aufnahme in den KEV-Katalog mit Ransomware-Assoziation zeigt jedoch, dass diese Schwachstelle trotz der Einschränkungen aktiv in realen Angriffsszenarien ausgenutzt wird.

Exploit-Reifegrad

Die CISA hat die aktive Ausnutzung von CVE-2022-41223 bestätigt und die Schwachstelle mit einer Behebungsfrist bis zum 14. März 2023 in den KEV-Katalog aufgenommen. Darüber hinaus ist die Schwachstelle mit Ransomware-Aktivitäten assoziiert. Der EPSS-Score von 2,55 % (Perzentile: 85,25 %) deutet darauf hin, dass die Ausnutzung zwar möglich, aber nicht flächendeckend verbreitet ist — was auf gezielte Angriffe gegen spezifische MiVoice-Connect-Installationen hindeutet. Öffentliche Exploit-Code-Veröffentlichungen sind in den verfügbaren Referenzen nicht dokumentiert, jedoch belegt die KEV-Aufnahme, dass funktionsfähige Exploits existieren und von Bedrohungsakteuren eingesetzt werden.

Behebung

  1. Mitigationsmaßnahmen gemäß Herstellerempfehlung umsetzen: Die von Mitel im Security Advisory MISA-2022-0008 veröffentlichten Gegenmaßnahmen umgehend anwenden oder das Produkt außer Betrieb nehmen, falls keine Mitigationen verfügbar sind.
  2. MiVoice Connect auf aktuelle Version aktualisieren: Sicherstellen, dass MiVoice Connect auf eine Version aktualisiert wird, die den Patch für CVE-2022-41223 enthält. Die betroffenen Versionen umfassen alle Releases bis einschließlich 19.3 (22.22.6100.0).
  3. Netzwerkzugriff einschränken: Den Zugriff auf die Director-Datenbankkomponente und Verwaltungsschnittstellen von MiVoice Connect auf autorisierte Administratoren und vertrauenswürdige Netzwerksegmente beschränken.
  4. Privilegierte Konten überprüfen: Alle administrativen Zugänge zu MiVoice Connect auditieren, nicht benötigte Konten deaktivieren und starke Authentifizierungsmechanismen implementieren.
  5. Systemlogs und Netzwerkverkehr überwachen: Logs der Director-Datenbankkomponente auf ungewöhnliche Datenbankabfragen oder Code-Injection-Versuche prüfen und bei Verdacht auf Kompromittierung umgehend Incident-Response-Maßnahmen einleiten.

Technische Details

Schwachstellenmechanismus: CVE-2022-41223 betrifft die Director-Datenbankkomponente von Mitel MiVoice Connect und basiert auf einer Code-Injection-Schwachstelle (CWE-94). Die Ursache liegt in unzureichenden Einschränkungen des Datenbankdatentyps, die es einem authentifizierten Angreifer ermöglichen, manipulierte Daten einzuschleusen, die als ausführbarer Code interpretiert werden. CVSS-Vektor: Der Vektorstring CVSS:3.1/AV:A/AC:L/PR:H/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H zeigt, dass der Angriff über ein angrenzendes Netzwerk mit niedriger Komplexität, aber hohen Berechtigungen durchgeführt wird. Der Scope bleibt unverändert, was bedeutet, dass die Auswirkungen auf die MiVoice-Connect-Komponente selbst beschränkt sind. Angriffsszenario: Ein Angreifer mit Administrator-Zugang nutzt die fehlende Datentyp-Validierung in der Director-Datenbank aus, um speziell präparierte Daten einzufügen, die bei der Verarbeitung als Code ausgeführt werden und so die vollständige Kompromittierung des Systems ermöglichen.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2022-41223 aktiv ausgenutzt?

Ja, CVE-2022-41223 wird aktiv ausgenutzt. Die CISA hat die Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen und eine Assoziation mit Ransomware-Aktivitäten bestätigt. Die Behebungsfrist war der 14. März 2023. Obwohl der EPSS-Score von 2,55 % auf keine flächendeckende Ausnutzung hindeutet, belegt die KEV-Aufnahme gezielte Angriffe in freier Wildbahn.

Welche Produkte sind von CVE-2022-41223 betroffen?

Betroffen ist Mitel MiVoice Connect in allen Versionen bis einschließlich 19.3 (Build 22.22.6100.0). Die Schwachstelle liegt spezifisch in der Director-Datenbankkomponente des Produkts.

Wie behebe ich CVE-2022-41223?

Die primäre Maßnahme ist die Umsetzung der im Mitel Security Advisory MISA-2022-0008 beschriebenen Mitigationen oder das Update auf eine gepatchte Version. Falls weder Patch noch Mitigationen verfügbar sind, sollte das Produkt gemäß CISA-Empfehlung außer Betrieb genommen werden. Weitere Details finden Sie im Abschnitt Behebung.

Wie schwerwiegend ist CVE-2022-41223?

CVE-2022-41223 ist mit einem CVSS-Score von 6,8 als MEDIUM eingestuft. Obwohl die Ausnutzung hohe Berechtigungen und Netzwerknähe erfordert, können die Auswirkungen gravierend sein — insbesondere angesichts der bestätigten Ransomware-Assoziation und aktiven Ausnutzung in freier Wildbahn.

CVSS-Score

6.8
MEDIUM(6.8)

EPSS-Score

EPSS-Score10.57%
EPSS-Perzentil95.4%

Daten

Veröffentlicht22. November 2022
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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