CVE-2022-41082

HIGH(8.0)KEVRansomwareWahrscheinlich ausgenutzt

Microsoft Exchange Server Remote Code Execution Vulnerability

Beschreibung

CVE-2022-41082, bekannt als Teil der "ProxyNotShell"-Angriffskette, ist eine Remote-Code-Execution-Schwachstelle in Microsoft Exchange Server, die einem authentifizierten Angreifer die Ausführung beliebigen Codes ermöglicht. In Kombination mit CVE-2022-41040 (SSRF) wird eine vollständig nicht authentifizierte Codeausführung möglich. Mit einem EPSS-Score von 91,19 % (99,65. Perzentil) gehört CVE-2022-41082 zu den am stärksten ausgenutzten Exchange-Schwachstellen. Die CISA hat sie am 30. September 2022 in den KEV-Katalog aufgenommen, und die Nutzung in Ransomware-Kampagnen ist bestätigt.

KEV-Informationen

Hersteller
Microsoft
Produkt
Exchange Server
Hinzugefügt am
30. September 2022
Fälligkeitsdatum
21. Oktober 2022
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:A/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
ADJACENT_NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
LOW
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
2.1
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
microsoftexchange server2013; 2016; 2019

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-94: Improper Control of Generation of Code ('Code Injection')

CVE-2022-41082 nutzt eine Code-Injection-Schwachstelle im PowerShell-Backend von Microsoft Exchange Server aus. Ein authentifizierter Angreifer kann über den Exchange-PowerShell-Remoting-Endpunkt beliebigen Code mit SYSTEM-Rechten einschleusen und ausführen.

Mehr erfahren: CWE-94 — Improper Control of Generation of Code ('Code Injection')

Auswirkungsanalyse

CVE-2022-41082 ermöglicht authentifizierte Remote-Code-Execution auf Microsoft Exchange Server – einer der kritischsten Infrastrukturkomponenten in Unternehmensumgebungen. In Kombination mit CVE-2022-41040 (SSRF) entfällt die Authentifizierungsanforderung vollständig. Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit sind kritisch betroffen: Ein erfolgreicher Exploit gewährt SYSTEM-Zugang zum Exchange-Server, legt alle E-Mail-Daten offen und ermöglicht Lateral Movement in das Active Directory. Die bestätigte Ransomware-Nutzung und der EPSS-Score von 91,19 % machen diese Schwachstelle zur höchsten Priorität.

Exploit-Reifegrad

Die CISA hat die aktive Ausnutzung von CVE-2022-41082 bestätigt und die Schwachstelle am 30. September 2022 in den KEV-Katalog aufgenommen (Behebungsfrist: 21. Oktober 2022). Die Schwachstelle wird nachweislich in Ransomware-Kampagnen eingesetzt. Der EPSS-Score von 91,19 % (99,65. Perzentil) belegt nahezu sichere Ausnutzungsaktivität. Die kombinierte ProxyNotShell-Kette mit CVE-2022-41040 wird von zahlreichen Bedrohungsgruppen aktiv genutzt.

Behebung

  1. Microsoft-Sicherheitsupdates einspielen: Installieren Sie die November-2022-Exchange-Server-Updates (KB5019758), die sowohl CVE-2022-41082 als auch CVE-2022-41040 beheben.
  2. URL-Rewrite-Mitigierung anwenden: Falls sofortiges Patching nicht möglich ist, implementieren Sie die von Microsoft empfohlene URL-Rewrite-Regel.
  3. Remote-PowerShell einschränken: Beschränken Sie den PowerShell-Remoting-Zugang auf wesentliche Administratorkonten.
  4. Kompromittierungsindikatoren prüfen: Suchen Sie nach Webshells in Exchange-Verzeichnissen und überprüfen Sie Protokolle auf verdächtige PowerShell-Ausführung.
  5. Migration zu Exchange Online erwägen: Evaluieren Sie den Umzug zu Microsoft 365, um die Angriffsfläche von On-Premises-Exchange zu reduzieren.

Technische Details

CVE-2022-41082 zielt auf den PowerShell-Remoting-Endpunkt von Microsoft Exchange Server ab, der über den Autodiscover-Dienst erreichbar ist. Die Schwachstelle erlaubt einem authentifizierten Angreifer, PowerShell-Cmdlets auszuführen, die zu beliebiger Codeausführung mit SYSTEM-Rechten führen. In der ProxyNotShell-Angriffskette wird zunächst CVE-2022-41040 (SSRF) verwendet, um über den Autodiscover-Mechanismus auf das PowerShell-Backend zuzugreifen. Anschließend wird CVE-2022-41082 ausgelöst, um beliebige Befehle auszuführen. Der Angriff ähnelt funktional der früheren ProxyShell-Kette, verwendet jedoch einen anderen SSRF-Mechanismus.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2022-41082 aktiv ausgenutzt?

Ja, CVE-2022-41082 wird aktiv ausgenutzt und nachweislich in Ransomware-Kampagnen verwendet. Die CISA hat die Schwachstelle am 30. September 2022 in den KEV-Katalog aufgenommen. Der EPSS-Score von 91,19 % belegt nahezu sichere Ausnutzung.

Welche Produkte sind von CVE-2022-41082 betroffen?

Betroffen sind Microsoft Exchange Server 2013, 2016 und 2019. Exchange Online (Microsoft 365) ist nicht betroffen. Die Schwachstelle ist besonders gefährlich in Kombination mit CVE-2022-41040.

Wie behebe ich CVE-2022-41082?

Installieren Sie die November-2022-Exchange-Server-Sicherheitsupdates. Als vorübergehende Maßnahme implementieren Sie die von Microsoft empfohlene URL-Rewrite-Regel.

Wie schwerwiegend ist CVE-2022-41082?

CVE-2022-41082 ist eine kritische Remote-Code-Execution-Schwachstelle mit einem EPSS-Score von 91,19 % und bestätigter Ransomware-Nutzung. In Kombination mit CVE-2022-41040 ermöglicht sie nicht authentifizierte Codeausführung auf Exchange-Servern.

CVSS-Score

8.0
HIGH(8.0)

EPSS-Score

EPSS-Score99.97%
EPSS-Perzentil100.0%

Daten

Veröffentlicht3. Oktober 2022
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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