CVE-2022-41040

HIGH(8.8)KEVRansomwareWahrscheinlich ausgenutzt

Microsoft Exchange Server Server-Side Request Forgery Vulnerability

Beschreibung

CVE-2022-41040 ist eine Server-Side-Request-Forgery-Schwachstelle (SSRF) in Microsoft Exchange Server, die Teil der "ProxyNotShell"-Angriffskette ist. In Kombination mit CVE-2022-41082 wird Remote-Code-Execution ermöglicht. Der EPSS-Score von 94,17 % (99,91. Perzentil) belegt eine nahezu sichere aktive Ausnutzung. Die CISA hat die Schwachstelle am 30. September 2022 in den KEV-Katalog aufgenommen, und die Verwendung in Ransomware-Kampagnen ist bestätigt.

KEV-Informationen

Hersteller
Microsoft
Produkt
Exchange Server
Hinzugefügt am
30. September 2022
Fälligkeitsdatum
21. Oktober 2022
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
LOW
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
2.8
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
microsoftexchange server2013; 2016; 2019

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-918: Server-Side Request Forgery (SSRF)

CVE-2022-41040 ist eine SSRF-Schwachstelle im Autodiscover-Endpunkt von Microsoft Exchange Server. Der Server validiert und beschränkt die Ziele intern generierter Anfragen nicht ordnungsgemäß, was einem authentifizierten Angreifer den Zugriff auf interne Endpunkte ermöglicht.

Mehr erfahren: CWE-918 — Server-Side Request Forgery (SSRF)

Auswirkungsanalyse

CVE-2022-41040 ist eine kritische SSRF-Schwachstelle, die als Einstiegspunkt für die ProxyNotShell-Angriffskette dient. Durch Ausnutzung des SSRF können Angreifer auf normalerweise eingeschränkte interne Exchange-Endpunkte zugreifen, insbesondere das PowerShell-Remoting-Backend. In Kombination mit CVE-2022-41082 wird Remote-Code-Execution mit SYSTEM-Rechten ermöglicht. Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit sind durch die verkettete Ausnutzung kritisch betroffen. Die bestätigte Ransomware-Nutzung und der EPSS-Score von 94,17 % machen diese Schwachstelle zu einer der höchsten Prioritäten.

Exploit-Reifegrad

Die CISA hat die aktive Ausnutzung von CVE-2022-41040 bestätigt und die Schwachstelle am 30. September 2022 in den KEV-Katalog aufgenommen (Behebungsfrist: 21. Oktober 2022). Die Schwachstelle wird nachweislich in Ransomware-Kampagnen als Teil der ProxyNotShell-Kette mit CVE-2022-41082 eingesetzt. Der EPSS-Score von 94,17 % (99,91. Perzentil) belegt nahezu sichere Ausnutzung.

Behebung

  1. Microsoft-Sicherheitsupdates einspielen: Installieren Sie die November-2022-Exchange-Server-Updates (KB5019758).
  2. URL-Rewrite-Mitigierung implementieren: Wenden Sie die von Microsoft empfohlene URL-Rewrite-Regel zur Blockierung von Autodiscover-Exploits an.
  3. Autodiscover-Zugriff einschränken: Begrenzen Sie den externen Zugang zum Autodiscover-Endpunkt per Firewall oder Reverse-Proxy.
  4. Exchange-Protokolle überwachen: Prüfen Sie IIS-Logs auf verdächtige Muster, die auf SSRF-Ausnutzung des Autodiscover-Endpunkts hindeuten.
  5. Exchange-Deployment evaluieren: Prüfen Sie, ob Hybrid- oder Cloud-Deployments die On-Premises-Angriffsfläche reduzieren können.

Technische Details

CVE-2022-41040 nutzt den Autodiscover-Endpunkt von Microsoft Exchange Server für Server-Side Request Forgery aus. Die Schwachstelle liegt in der URL-Normalisierung des Exchange-Frontend-Proxys. Ein authentifizierter Angreifer kann Anfragen erstellen, die die URL-Pfadvalidierung umgehen, sodass das Exchange-Frontend die Anfrage an unbeabsichtigte Backend-Dienste weiterleitet, insbesondere den PowerShell-Remoting-Endpunkt. Dieses SSRF ähnelt funktional dem ProxyShell-SSRF (CVE-2021-34473), verwendet jedoch eine andere Umgehungstechnik. Die SSRF-Komponente allein ermöglicht keine Codeausführung, ist aber der entscheidende Wegbereiter für CVE-2022-41082.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2022-41040 aktiv ausgenutzt?

Ja, CVE-2022-41040 wird als Teil der ProxyNotShell-Kette aktiv ausgenutzt und ist in Ransomware-Kampagnen bestätigt. Die CISA hat die Schwachstelle am 30. September 2022 in den KEV-Katalog aufgenommen.

Welche Produkte sind von CVE-2022-41040 betroffen?

Betroffen sind Microsoft Exchange Server 2013, 2016 und 2019 in On-Premises-Deployments. Exchange Online ist nicht betroffen.

Wie behebe ich CVE-2022-41040?

Installieren Sie die November-2022-Exchange-Server-Sicherheitsupdates. Als temporäre Maßnahme implementieren Sie die von Microsoft empfohlene URL-Rewrite-Regel.

Wie schwerwiegend ist CVE-2022-41040?

CVE-2022-41040 ist eine kritische SSRF-Schwachstelle mit einem EPSS-Score von 94,17 % und bestätigter Ransomware-Nutzung. Als Teil der ProxyNotShell-Kette ermöglicht sie Remote-Code-Execution auf Exchange-Servern.

CVSS-Score

8.8
HIGH(8.8)

EPSS-Score

EPSS-Score99.96%
EPSS-Perzentil100.0%

Daten

Veröffentlicht3. Oktober 2022
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

Hilfe beim Schwachstellenmanagement?

Unsere Sicherheitsexperten helfen Ihnen bei der Priorisierung und Behebung von Schwachstellen.