CVE-2022-38181
Arm Mali GPU Kernel Driver Use-After-Free Vulnerability
Beschreibung
CVE-2022-38181 ist eine Use-after-free-Schwachstelle im Arm Mali GPU-Kerneltreiber, die es unprivilegierten Benutzern ermöglicht, auf bereits freigegebenen Speicher zuzugreifen. Die Sicherheitslücke entsteht durch fehlerhafte Handhabung von GPU-Speicheroperationen und betrifft die Treiberversionen Bifrost r0p0 bis r38p1 und r39p0, Valhall r19p0 bis r38p1 und r39p0 sowie Midgard r4p0 bis r32p0. Mit einem CVSS-Score von 8.8 (HIGH) und einem EPSS-Score von 24,5 % (96. Perzentil) ist CVE-2022-38181 eine hochkritische Schwachstelle mit erheblicher Ausnutzungswahrscheinlichkeit. Die CISA hat sie in den KEV-Katalog aufgenommen und bestätigt damit eine aktive Ausnutzung in freier Wildbahn.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| arm | bifrost gpu kernel driver | >= r0p0, <= r38p1; r39p0 |
| arm | midgard gpu kernel driver | >= r4p0, <= r31p0 |
| arm | valhall gpu kernel driver | >= r19p0, <= r38p1; r39p0 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
Referenzen
- http://packetstormsecurity.com/files/172854/Android-Arm-Mali-GPU-Arbitrary-Code-Execution.html(Third Party Advisory, VDB Entry)
- https://developer.arm.com/Arm%20Security%20Center/Mali%20GPU%20Driver%20Vulnerabilities(Vendor Advisory)
- https://developer.arm.com/support/arm-security-updates(Vendor Advisory)
- https://github.blog/2023-01-23-pwning-the-all-google-phone-with-a-non-google-bug/(Exploit, Third Party Advisory)
- https://securitylab.github.com/advisories/GHSL-2022-054_Arm_Mali/(Exploit, Third Party Advisory)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2022-38181(US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-416: Use After Free
Bei CVE-2022-38181 handelt es sich um eine Use-after-free-Schwachstelle, bei der der Arm Mali GPU-Kerneltreiber auf Speicherbereiche zugreift, die bereits freigegeben wurden. Durch die fehlerhafte Handhabung von GPU-Speicheroperationen kann ein unprivilegierter Benutzer auf diese freigegebenen Speicherbereiche zugreifen und so potenziell beliebigen Code ausführen oder das System zum Absturz bringen.
Mehr erfahren: CWE-416 — Use After Free
Auswirkungsanalyse
CVE-2022-38181 besitzt einen CVSS-Score von 8.8 (HIGH) und ist über einen Netzwerk-Angriffsvektor (Network) ausnutzbar, was eine Ausnutzung aus der Ferne ohne physischen Zugang ermöglicht. Die Angriffskomplexität ist niedrig, sodass keine besonderen Voraussetzungen erforderlich sind. Es werden lediglich niedrige Privilegien benötigt, jedoch ist keine Benutzerinteraktion notwendig. Bei erfolgreicher Ausnutzung sind Vertraulichkeit (Hoch), Integrität (Hoch) und Verfügbarkeit (Hoch) vollständig kompromittiert: Ein Angreifer kann durch die Heap-Korruption beliebigen Code im Kernel-Kontext ausführen, sensible Daten exfiltrieren oder das betroffene Gerät vollständig außer Betrieb setzen. Der EPSS-Score von 24,5 % (96. Perzentil) weist auf eine sehr hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit hin, was die Dringlichkeit der Behebung unterstreicht.
Exploit-Reifegrad
Für CVE-2022-38181 sind öffentliche Exploit-Codes verfügbar. Eine detaillierte Exploit-Analyse wurde auf dem GitHub Security Lab Blog veröffentlicht, und ein weiterer Exploit-Beitrag findet sich auf dem GitHub Blog. Zusätzlich ist ein Exploit auf Packet Storm Security verfügbar. Die CISA hat CVE-2022-38181 in ihren KEV-Katalog aufgenommen, was eine bestätigte aktive Ausnutzung in freier Wildbahn belegt, mit einer Behebungsfrist bis zum 20. April 2023. Der EPSS-Score von 24,5 % (96. Perzentil) unterstreicht die hohe Wahrscheinlichkeit aktiver Ausnutzung. Ein Zusammenhang mit Ransomware ist derzeit nicht bekannt.
Behebung
- Herstelleranweisungen befolgen: Gemäß der KEV-Empfehlung der CISA sollten Maßnahmen gemäß den Herstelleranweisungen von Arm angewendet werden. Aktualisieren Sie den Mali GPU-Kerneltreiber auf eine gepatchte Version, die über das Arm Security Center bereitgestellt wird.
- Treiberversionen aktualisieren: Für Bifrost und Valhall aktualisieren Sie auf eine Version nach r38p1/r39p0, die den Fix enthält. Für Midgard aktualisieren Sie auf eine Version nach r32p0. Prüfen Sie die genauen gepatchten Versionen in den Arm-Sicherheitshinweisen.
- Android-Sicherheitspatches einspielen: Da der Mali GPU-Treiber in vielen Android-Geräten verbaut ist, stellen Sie sicher, dass aktuelle Android-Sicherheitsupdates installiert sind, die den Treiber-Patch enthalten.
- Zugriffskontrollen verschärfen: Implementieren Sie SELinux-Richtlinien oder andere Zugriffskontrollen, die den Zugriff unprivilegierter Prozesse auf GPU-Ressourcen einschränken. Überwachen Sie Systemprotokolle auf ungewöhnliche GPU-Speicheroperationen.
- Langfristige Härtung implementieren: Setzen Sie auf regelmäßige Firmware- und Treiber-Updates für alle Geräte mit Mali-GPU und erwägen Sie den Einsatz von Memory-Safety-Tools und Sanitizern in der Entwicklungsumgebung, um Use-after-free-Fehler frühzeitig zu erkennen.
Technische Details
CVE-2022-38181 basiert auf einer Use-after-free-Schwachstelle (CWE-416) im Arm Mali GPU-Kerneltreiber. Der Fehler entsteht durch eine fehlerhafte Handhabung von GPU-Speicheroperationen, bei der Speicherbereiche freigegeben, aber weiterhin referenziert werden. Angriffsvektor (Netzwerk): Die Schwachstelle kann über das Netzwerk ausgenutzt werden, was eine Fernausnutzung ermöglicht. Angriffskomplexität (Niedrig): Es sind keine speziellen Rahmenbedingungen oder Race-Conditions erforderlich. Privilegien (Niedrig): Ein unprivilegierter Benutzer genügt, um den Angriff durchzuführen. Durch den Zugriff auf freigegebenen Heap-Speicher kann ein Angreifer kontrollierte Daten in die freigegebene Speicherregion schreiben und so die Programmausführung umleiten. Dies ermöglicht eine Heap-Korruption, die zur Ausführung beliebigen Codes im Kernel-Kontext führen kann. Betroffen sind die Treiber-Serien Bifrost, Valhall und Midgard in den genannten Versionen.
Häufig gestellte Fragen
Wird CVE-2022-38181 aktiv ausgenutzt?
Ja, CVE-2022-38181 wird aktiv ausgenutzt. Die CISA hat diese Schwachstelle in ihren KEV-Katalog aufgenommen, und öffentliche Exploit-Codes sind unter anderem auf GitHub und Packet Storm Security verfügbar. Der EPSS-Score von 24,5 % bestätigt eine sehr hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit.
Welche Produkte sind von CVE-2022-38181 betroffen?
CVE-2022-38181 betrifft den Arm Mali GPU-Kerneltreiber in drei Serien: Bifrost (r0p0 bis r38p1 und r39p0), Valhall (r19p0 bis r38p1 und r39p0) und Midgard (r4p0 bis r32p0). Diese Treiber werden in zahlreichen Android-Geräten und Embedded-Systemen eingesetzt.
Wie kann CVE-2022-38181 behoben werden?
Die Behebung erfolgt durch ein Update des Mali GPU-Kerneltreibers auf eine gepatchte Version gemäß den Anweisungen von Arm. Für Android-Geräte sollten die aktuellen Sicherheitspatches installiert werden. Zusätzlich sollten Zugriffskontrollen für GPU-Ressourcen verschärft werden.
Wie schwerwiegend ist CVE-2022-38181?
CVE-2022-38181 hat einen CVSS-Score von 8.8 (HIGH) und ermöglicht die Ausführung beliebigen Codes im Kernel-Kontext durch Heap-Korruption. Der EPSS-Score von 24,5 % (96. Perzentil) zeigt eine sehr hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit an, und öffentliche Exploits sind bereits verfügbar.
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