CVE-2022-22706

HIGH(7.8)KEV

Arm Mali GPU Kernel Driver Unspecified Vulnerability

Beschreibung

CVE-2022-22706 ist eine Schwachstelle im Arm Mali GPU-Kerneltreiber, die es einem nicht-privilegierten Benutzer ermöglicht, Schreibzugriff auf schreibgeschützte Speicherseiten (Read-only Memory Pages) zu erlangen. Diese Schwachstelle vom Typ Improper Restriction of Operations within the Bounds of a Memory Buffer betrifft die Treiberversionen Midgard r26p0 bis r31p0, Bifrost r0p0 bis r35p0 und Valhall r19p0 bis r35p0. Mit einem CVSS-Score von 7.8 (HIGH) stellt CVE-2022-22706 ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Die CISA hat die Schwachstelle in ihren KEV-Katalog aufgenommen, was eine aktive Ausnutzung in freier Wildbahn bestätigt.

KEV-Informationen

Hersteller
Arm
Produkt
Mali Graphics Processing Unit (GPU)
Hinzugefügt am
30. März 2023
Fälligkeitsdatum
20. April 2023
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
LOCAL
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
LOW
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
1.8
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
armbifrost gpu kernel driver>= r0p0, < r36p0
armmidgard gpu kernel driver>= r26p0, < r32p0
armvalhall gpu kernel driver>= r19p0, < r36p0

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
7.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
7.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-119: Improper Restriction of Operations within the Bounds of a Memory Buffer

Bei CVE-2022-22706 handelt es sich um eine Schwachstelle vom Typ Improper Restriction of Operations within the Bounds of a Memory Buffer im Arm Mali GPU-Kerneltreiber. Der Treiber setzt Speicherzugriffsberechtigungen nicht korrekt durch, was es einem nicht-privilegierten Benutzer ermöglicht, schreibgeschützte Speicherseiten zu verändern. Diese unzureichende Beschränkung von Speicheroperationen kann zur Manipulation kritischer Kernel-Datenstrukturen führen.

Mehr erfahren: CWE-119 — Improper Restriction of Operations within the Bounds of a Memory Buffer

Auswirkungsanalyse

CVE-2022-22706 besitzt einen CVSS-Score von 7.8 (HIGH) und erfordert einen lokalen Angriffsvektor (Local), was bedeutet, dass ein Angreifer lokalen Zugriff auf das Zielsystem benötigt. Die Angriffskomplexität ist niedrig, sodass keine besonderen Voraussetzungen für die Ausnutzung erforderlich sind. Es werden niedrige Privilegien benötigt, und keine Benutzerinteraktion ist erforderlich. Bei erfolgreicher Ausnutzung sind Vertraulichkeit (Hoch), Integrität (Hoch) und Verfügbarkeit (Hoch) vollständig kompromittiert: Ein Angreifer kann durch den Schreibzugriff auf schreibgeschützte Speicherseiten Kernel-Datenstrukturen manipulieren, sensible Daten auslesen und das System destabilisieren. Der EPSS-Score von 0,09 % (26. Perzentil) deutet auf eine geringe allgemeine Ausnutzungswahrscheinlichkeit hin, obwohl die CISA eine aktive Ausnutzung bestätigt hat, was auf gezielte Angriffe hinweist.

Exploit-Reifegrad

Die CISA hat CVE-2022-22706 in ihren KEV-Katalog aufgenommen, was eine bestätigte aktive Ausnutzung in freier Wildbahn belegt. Die Behebungsfrist wurde auf den 20. April 2023 festgesetzt. In den öffentlich verfügbaren Referenzen sind keine dedizierten Exploit-Codes oder Proof-of-Concepts verlinkt, was darauf hindeutet, dass die Ausnutzung wahrscheinlich in gezielten, möglicherweise staatlich unterstützten Angriffen erfolgt. Der EPSS-Score von 0,09 % (26. Perzentil) ist niedrig, was die gezielte Natur der Angriffe unterstreicht. Ein Zusammenhang mit Ransomware-Kampagnen ist derzeit nicht bekannt.

Behebung

  1. Herstelleranweisungen befolgen: Gemäß der KEV-Empfehlung der CISA sollten Maßnahmen gemäß den Herstelleranweisungen von Arm angewendet werden. Aktualisieren Sie den Mali GPU-Kerneltreiber auf eine gepatchte Version über das Arm Security Center.
  2. Treiberversionen aktualisieren: Für Midgard aktualisieren Sie auf eine Version nach r31p0, für Bifrost auf eine Version nach r35p0 und für Valhall auf eine Version nach r35p0. Prüfen Sie die genauen gepatchten Versionen in den Arm-Sicherheitshinweisen.
  3. Android-Sicherheitspatches einspielen: Da der Mali GPU-Treiber in zahlreichen Android-Geräten verwendet wird, stellen Sie sicher, dass die aktuellen Android-Sicherheitsupdates installiert sind, die den Treiber-Patch für CVE-2022-22706 enthalten.
  4. Zugriffskontrollen und Überwachung verstärken: Implementieren Sie restriktive SELinux-Richtlinien, um den Zugriff unprivilegierter Prozesse auf GPU-Kernel-Schnittstellen einzuschränken. Überwachen Sie Kernel-Logs auf ungewöhnliche Speicherzugriffsmuster oder Fehler im Mali-Treiber.
  5. Langfristige Härtung gegen Speicherschutzverletzungen: Evaluieren Sie Kernel-Härtungsoptionen wie CONFIG_STRICT_KERNEL_RWX und CONFIG_STRICT_MODULE_RWX, die den Schreibzugriff auf schreibgeschützte Kernel-Speicherseiten auf Betriebssystemebene zusätzlich absichern.

Technische Details

CVE-2022-22706 basiert auf einer Schwachstelle vom Typ Improper Restriction of Operations within the Bounds of a Memory Buffer (CWE-119) im Arm Mali GPU-Kerneltreiber. Der Treiber setzt die Schreibschutz-Attribute von Speicherseiten nicht korrekt durch, wodurch ein nicht-privilegierter Benutzer Schreibzugriff auf Speicherbereiche erhält, die als schreibgeschützt markiert sind. Angriffsvektor (Lokal): Der Angreifer benötigt lokalen Zugriff auf das Gerät, beispielsweise durch eine installierte Anwendung auf einem Android-Gerät. Angriffskomplexität (Niedrig): Die Ausnutzung erfordert keine speziellen Race-Conditions oder besonderen Rahmenbedingungen. Privilegien (Niedrig): Ein nicht-privilegierter Benutzer genügt, um den Angriff durchzuführen. Durch den Schreibzugriff auf Read-only-Memory-Pages kann ein Angreifer Kernel-Code oder Kernel-Datenstrukturen manipulieren und so eine Privilegieneskalation auf Kernel-Ebene erreichen. Betroffen sind die Mali-Treiberserien Midgard (r26p0-r31p0), Bifrost (r0p0-r35p0) und Valhall (r19p0-r35p0).

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2022-22706 aktiv ausgenutzt?

Ja, CVE-2022-22706 wird aktiv ausgenutzt. Die CISA hat diese Schwachstelle in ihren KEV-Katalog aufgenommen, was eine bestätigte Ausnutzung in der Praxis bedeutet. Die Behebungsfrist wurde auf den 20. April 2023 festgesetzt. Die Ausnutzung erfolgt wahrscheinlich in gezielten Angriffen.

Welche Produkte sind von CVE-2022-22706 betroffen?

CVE-2022-22706 betrifft den Arm Mali GPU-Kerneltreiber in drei Serien: Midgard (r26p0 bis r31p0), Bifrost (r0p0 bis r35p0) und Valhall (r19p0 bis r35p0). Diese Treiber werden in zahlreichen Android-Smartphones und Embedded-Systemen eingesetzt.

Wie kann CVE-2022-22706 behoben werden?

Die Behebung erfolgt durch ein Update des Mali GPU-Kerneltreibers auf eine gepatchte Version gemäß den Anweisungen von Arm. Für Android-Geräte sollten die aktuellen Sicherheitspatches installiert werden. Zusätzlich sollten SELinux-Richtlinien für GPU-Zugriffe verschärft werden.

Wie schwerwiegend ist CVE-2022-22706?

CVE-2022-22706 hat einen CVSS-Score von 7.8 (HIGH) und ermöglicht es einem nicht-privilegierten Benutzer, Schreibzugriff auf schreibgeschützte Kernel-Speicherseiten zu erlangen. Dies kann zu einer vollständigen Kompromittierung des Geräts führen. Der EPSS-Score von 0,09 % deutet auf gezielte, technisch anspruchsvolle Angriffe hin.

CVSS-Score

7.8
HIGH(7.8)

EPSS-Score

EPSS-Score1.09%
EPSS-Perzentil62.9%

Daten

Veröffentlicht3. März 2022
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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