CVE-2021-38645

HIGH(7.8)KEV

Microsoft Open Management Infrastructure (OMI) Privilege Escalation Vulnerability

Beschreibung

CVE-2021-38645 ist eine schwerwiegende Rechteausweitung-Schwachstelle in Microsoft Open Management Infrastructure (OMI) innerhalb der Azure VM Management Extensions mit einem CVSS-3.1-Score von 7.8. Die Schwachstelle ermöglicht es einem lokalen Angreifer mit niedrigen Berechtigungen, seine Rechte auf dem betroffenen System auszuweiten. OMI ist ein Open-Source-CIM-Management-Agent, der auf Azure-Linux-VMs eingesetzt wird, und diese Schwachstelle war Teil des umfassenden "OMIGOD"-Schwachstellenclusters, der im September 2021 offengelegt wurde. Diese CVE ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet mit einer Behebungsfrist bis zum 2021-11-17. Der EPSS-Score von 0.14607 (94,37. Perzentile) belegt eine hohe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit und erfordert eine priorisierte Behebung.

KEV-Informationen

Hersteller
Microsoft
Produkt
Open Management Infrastructure (OMI)
Hinzugefügt am
3. November 2021
Fälligkeitsdatum
17. November 2021
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
LOCAL
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
LOW
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
1.8
Auswirkungsscore
5.9

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
microsoftazure automation state configuration-
microsoftazure automation update management-
microsoftazure diagnostics \(lad\)-
microsoftazure security center-
microsoftazure sentinel-
microsoftazure stack hub-
microsoftcontainer monitoring solution-
microsoftlog analytics agent-
microsoftopen management infrastructure< 1.6.8-1
microsoftsystem center operations manager-

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Secondary)
7.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: [email protected](Secondary)
7.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

Nicht spezifizierter Schwachstellentyp

CVE-2021-38645 hat keine offiziell zugewiesene CWE-Klassifizierung. Die Schwachstelle betrifft eine lokale Rechteausweitung im Open Management Infrastructure (OMI)-Agenten, der auf Azure-Linux-VMs ausgeführt wird. OMI verarbeitet eingehende Management-Anfragen, und Fehler in der Berechtigungsvalidierung ermöglichten es authentifizierten lokalen Benutzern, Operationen mit erhöhten Rechten auszuführen.

Diese Schwachstelle ist Teil der "OMIGOD"-Familie von Schwachstellen, die im September 2021 offengelegt wurden und gemeinsam Millionen von Azure-Linux-VMs betrafen. Der Rechteausweitungsmechanismus nutzt Schwächen in der Art und Weise aus, wie OMI lokale Anfragen validiert und verarbeitet, wodurch Angreifer mit initialem Systemzugang ihre Berechtigungen auf Root-Ebene ausweiten können.

Auswirkungsanalyse

Vertraulichkeit (HIGH): Erfolgreiche Ausnutzung gewährt dem Angreifer erhöhten Zugriff auf sensible Daten des betroffenen Systems, einschließlich Zugangsdaten, Konfigurationsdateien, Verschlüsselungsschlüssel und potenziell Daten anderer mit der kompromittierten VM verbundener Azure-Dienste.

Integrität (HIGH): Mit erhöhten Berechtigungen können Angreifer kritische Systemdateien modifizieren, persistente Backdoors installieren, Sicherheitskonfigurationen ändern, Protokolle manipulieren oder zusätzliche Malware in der Umgebung einschleusen.

Verfügbarkeit (HIGH): Eine vollständige Unterbrechung des betroffenen Systems ist möglich, einschließlich Denial-of-Service, Systemabstürze, Datenzerstörung oder das Unbrauchbarmachen der virtuellen Maschine und ihrer gehosteten Dienste.

Scope: Der Scope ist Unchanged (U), was bedeutet, dass die Auswirkungen auf die verwundbare OMI-Komponentenumgebung beschränkt sind. Da OMI jedoch mit erhöhten Rechten auf Azure-Linux-VMs läuft, bedeutet eine Kontrolle über OMI effektiv eine vollständige Systemkompromittierung.

Mit einem EPSS-Score von 0.14607 (94,37. Perzentile) gehört diese Schwachstelle zu den am häufigsten ausgenutzten und erfordert dringende Maßnahmen.

Exploit-Reifegrad

Exploit-Status: CVE-2021-38645 wurde als Teil des "OMIGOD"-Schwachstellenclusters aktiv in der Praxis ausgenutzt und ist im CISA KEV-Katalog gelistet. Der EPSS-Score von 0.14607 (94,37. Perzentile) bestätigt eine hohe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit. Proof-of-Concept-Exploit-Code war kurz nach der Offenlegung öffentlich verfügbar.

Ransomware-Bezug: Nach aktuellem KEV-Stand wurde kein direkter Ransomware-Zusammenhang für CVE-2021-38645 bestätigt. Die bestätigte Ausnutzung in der Praxis bedeutet jedoch, dass Bedrohungsakteure diese Schwachstelle als Teil umfassender Angriffsketten nutzten.

Angriffsfläche: OMI wird automatisch auf Azure-Linux-VMs installiert, wenn bestimmte Management-Extensions aktiviert sind, wodurch viele Azure-Kunden unwissentlich exponiert waren. Öffentlicher Exploit-Code existiert, und die Schwachstelle wurde nach der Offenlegung in der Sicherheits-Community weithin diskutiert.

KEV-Frist: Die CISA-Behebungsfrist war der 2021-11-17. Alle Organisationen mit Azure-Linux-VMs sollten dies als kritische Behebungspriorität behandeln.

Behebung

  1. Hersteller-Patches umgehend anwenden. Wenden Sie Updates gemäß den Anweisungen des Herstellers an. Konsultieren Sie den Microsoft-Hinweis unter MSRC für spezifische Patch-Informationen. Aktualisieren Sie OMI auf Version 1.6.8-1 oder höher.
  2. Betroffene Systeme in der Azure-Umgebung identifizieren. Erfassen Sie alle Azure-Linux-VMs mit OMI-Agenten. Prüfen Sie die installierte OMI-Version mit dpkg -l omi oder rpm -qa omi. Jede Version vor 1.6.8-1 ist verwundbar.
  3. Automatische Extension-Updates aktivieren. Konfigurieren Sie Azure-VM-Extensions für automatische Updates, um zukünftige OMI-Patches zeitnah anzuwenden. Prüfen Sie Azure Security Center-Empfehlungen auf ausstehende Aktionen.
  4. Netzwerksegmentierung implementieren. Beschränken Sie den Zugriff auf OMI-Management-Ports. Stellen Sie sicher, dass OMI nicht auf öffentlich zugänglichen Netzwerkschnittstellen exponiert ist, und wenden Sie Firewall-Regeln an.
  5. Auf Anzeichen vorheriger Kompromittierung prüfen. Überprüfen Sie Systemprotokolle auf verdächtige Rechteausweitungsereignisse oder unauthorisierten Root-Zugang. Suchen Sie nach unerwarteten Prozessen, modifizierten Systemdateien oder neuen Benutzerkonten.
  6. Post-Remediation-Review durchführen. Verifizieren Sie nach dem Patching die OMI-Version und bestätigen Sie die Wirksamkeit der Behebung. Dokumentieren Sie die durchgeführten Maßnahmen.

Technische Details

Angriffsvektor: LOCAL
Angriffskomplexität: Niedrig
Erforderliche Rechte: Niedrig
Benutzerinteraktion: Keine

Technischer Ablauf: Die Schwachstelle existiert im Open Management Infrastructure (OMI)-Agenten, einem UNIX/Linux-basierten Remote-Management-Framework, das von Azure zur VM-Verwaltung verwendet wird. OMI läuft als Root und verarbeitet Management-Operationen über einen lokalen Socket. Die Rechteausweitung tritt auf, weil OMI die Anmeldedaten und Autorisierungsebene lokaler Anfragen nicht ordnungsgemäß validiert, wodurch ein niedrig privilegierter Benutzer Operationen ausführen kann, die Root-Rechte erfordern sollten.

Teil des OMIGOD-Clusters: CVE-2021-38645 wurde zusammen mit CVE-2021-38647 (Remote Code Execution), CVE-2021-38648 (Rechteausweitung) und CVE-2021-38649 (Rechteausweitung) als Teil des "OMIGOD"-Schwachstellensets offengelegt. Während die RCE-Schwachstelle mehr Aufmerksamkeit erhielt, sind die lokalen Rechteausweitungen in Post-Exploitation-Szenarien ebenso gefährlich.

Betroffene Produkte: Microsoft Open Management Infrastructure (OMI) vor Version 1.6.8-1

CVSS-3.1-Bewertung: Der Score von 7.8 (HOCH) reflektiert lokalen Zugang, niedrige Komplexität, niedrige erforderliche Rechte, keine Benutzerinteraktion, unveränderten Scope und hohe Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2021-38645 aktiv ausgenutzt?

Ja, CVE-2021-38645 wird aktiv ausgenutzt. Die Schwachstelle ist im CISA KEV-Katalog gelistet und weist einen EPSS-Score von 0.14607 (94,37. Perzentile) auf. Sie war Teil des weithin anvisierten "OMIGOD"-Schwachstellenclusters, der Millionen von Azure-Linux-VMs betraf.

Welche Produkte sind von CVE-2021-38645 betroffen?

CVE-2021-38645 betrifft Microsoft Open Management Infrastructure (OMI), das in Azure VM Management Extensions verwendet wird. Dies umfasst Azure-Linux-VMs mit OMI-Installation über verschiedene Azure-Extensions wie Azure Automation, Azure Diagnostics und System Center Operations Manager. Jede OMI-Version vor 1.6.8-1 ist verwundbar.

Wie behebe ich CVE-2021-38645?

Wenden Sie Updates gemäß den Anweisungen des Herstellers an und aktualisieren Sie OMI auf Version 1.6.8-1 oder höher. Prüfen Sie Ihre Azure-Linux-VMs auf die installierte OMI-Version, aktivieren Sie automatische Extension-Updates und beschränken Sie den Netzwerkzugang zu OMI-Management-Ports. Prüfen Sie nach dem Patching auf Anzeichen einer vorherigen Kompromittierung.

Wie schwerwiegend ist CVE-2021-38645?

CVE-2021-38645 ist mit einem CVSS-Score von 7.8 als HOCH eingestuft. Die Schwachstelle ermöglicht lokale Rechteausweitung auf Azure-Linux-VMs mit dem OMI-Agenten. Der EPSS-Score von 0.14607 (94,37. Perzentile) belegt eine hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit. Die CISA-Behebungsfrist war der 2021-11-17.

CVSS-Score

7.8
HIGH(7.8)

EPSS-Score

EPSS-Score2.73%
EPSS-Perzentil84.9%

Daten

Veröffentlicht15. September 2021
Zuletzt geändert10. August 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

Hilfe beim Schwachstellenmanagement?

Unsere Sicherheitsexperten helfen Ihnen bei der Priorisierung und Behebung von Schwachstellen.