CVE-2021-33766

HIGH(7.3)KEVWahrscheinlich ausgenutzt

Microsoft Exchange Server Information Disclosure

Beschreibung

CVE-2021-33766 ist eine schwerwiegende Informationsoffenlegungs-Schwachstelle in Microsoft Exchange Server, die die Versionen 2013, 2016 und 2019 betrifft. Die Schwachstelle ermöglicht es einem nicht authentifizierten Angreifer mit Netzwerkzugriff, E-Mail-Datenverkehr vom betroffenen Exchange Server abzufangen und zu stehlen. Mit einem CVSS-3.1-Score von 7,3 (HIGH) erfordert diese Schwachstelle weder Authentifizierung noch Benutzerinteraktion und ist über das Netzwerk ausnutzbar. Die CISA hat CVE-2021-33766 in den KEV-Katalog aufgenommen und bestätigt aktive Ausnutzung in freier Wildbahn. Der EPSS-Score von 93,5 % (99,8. Perzentile) zeigt eine nahezu sichere Ausnutzungswahrscheinlichkeit und unterstreicht die Dringlichkeit sofortiger Behebungsmaßnahmen für alle betroffenen Microsoft Exchange Server-Installationen.

KEV-Informationen

Hersteller
Microsoft
Produkt
Exchange Server
Hinzugefügt am
18. Januar 2022
Fälligkeitsdatum
1. Februar 2022
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:L/I:L/A:LIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
LOW
Integritätsauswirkung
LOW
Verfügbarkeitsauswirkung
LOW
Ausnutzbarkeitsscore
3.9
Auswirkungsscore
3.4

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
microsoftexchange server2013; 2016; 2019

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Secondary)
7.3
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:L/I:L/A:L

Quelle: [email protected](Secondary)
7.5
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N

Referenzen

Schwachstellentyp

Informationsoffenlegung in Microsoft Exchange Server

CVE-2021-33766 ist als Informationsoffenlegungsschwachstelle klassifiziert, die es einem nicht authentifizierten Angreifer ermöglicht, auf vertrauliche E-Mail-Kommunikation eines Microsoft Exchange Servers zuzugreifen. Die Schwachstelle resultiert aus einer fehlerhaften Zugriffskontrolle, die es ermöglicht, ohne gültige Anmeldedaten auf E-Mail-Daten zuzugreifen. Der Angriffsvektor über das Netzwerk mit niedriger Komplexität macht die Ausnutzung besonders einfach und gefährlich für exponierte Exchange Server.

Weitere Informationen: Microsoft Exchange Server Sicherheitshinweise

Auswirkungsanalyse

CVE-2021-33766 erhielt einen CVSS-3.1-Score von 7,3 (HIGH) und ist über das Netzwerk ohne physischen Zugang ausnutzbar (Angriffsvektor: Netzwerk). Die Angriffskomplexität ist niedrig, was bedeutet, dass keine speziellen Bedingungen für eine erfolgreiche Ausnutzung erforderlich sind. Es wird keine Authentifizierung benötigt und keine Benutzerinteraktion ist erforderlich, was die Schwachstelle besonders gefährlich für internet-exponierte Exchange Server macht. Vertraulichkeit (Niedrig): Ein Angreifer kann auf E-Mail-Datenverkehr zugreifen und sensible Geschäftskommunikation, interne Dokumente und vertrauliche Informationen abfangen. Integrität (Niedrig): Begrenzte Manipulationsmöglichkeiten bestehen, die es einem Angreifer ermöglichen könnten, bestimmte Daten zu verändern. Verfügbarkeit (Niedrig): Die Verfügbarkeit des Exchange Servers kann in begrenztem Umfang beeinträchtigt werden. Der EPSS-Score von 93,5 % in der 99,8. Perzentile bestätigt, dass diese Schwachstelle zu den am aktivsten ausgenutzten Sicherheitslücken gehört und sofortige Aufmerksamkeit erfordert.

Exploit-Reifegrad

CISA hat CVE-2021-33766 in den KEV-Katalog (Known Exploited Vulnerabilities) aufgenommen und damit aktive Ausnutzung in freier Wildbahn bestätigt. Die Behebungsfrist wurde auf den 1. Februar 2022 festgelegt, was die Dringlichkeit der Schwachstelle unterstreicht. Der EPSS-Score von 93,5 % (99,8. Perzentile) zeigt eine extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit an und platziert CVE-2021-33766 unter den am häufigsten ausgenutzten Schwachstellen im gesamten CVE-Katalog. Zusätzliche technische Details wurden von der Zero Day Initiative unter ZDI-21-798 veröffentlicht. Microsoft Exchange Server bleibt aufgrund seiner weiten Verbreitung und der sensiblen E-Mail-Daten, die darauf gespeichert werden, ein bevorzugtes Ziel für Angreifer.

Behebung

  1. Microsoft-Sicherheitsupdates sofort installieren. Wenden Sie die von Microsoft bereitgestellten Sicherheitsupdates gemäß dem MSRC-Advisory für CVE-2021-33766 auf alle betroffenen Exchange Server-Versionen (2013, 2016 und 2019) an. Priorisieren Sie internet-exponierte Exchange Server.

  2. Netzwerkzugriff auf Exchange Server einschränken. Implementieren Sie Netzwerksegmentierung und Firewall-Regeln, um den Zugriff auf Exchange Server-Dienste auf autorisierte Netzwerke und Benutzer zu beschränken. Beschränken Sie insbesondere den externen Zugriff auf die Exchange Web Services (EWS) und andere exponierte Endpunkte auf das erforderliche Minimum.

  3. Protokollierung und Monitoring aktivieren. Aktivieren Sie erweiterte Protokollierung für Exchange Server-Zugriffe und überwachen Sie die Logs auf verdächtige nicht authentifizierte Zugriffsmuster, insbesondere auf ungewöhnliche Anfragen an Exchange-Endpunkte von externen IP-Adressen. Konfigurieren Sie Alerting für anomale E-Mail-Zugriffsmuster.

  4. Forensische Analyse bei Verdacht auf Kompromittierung durchführen. Da aktive Ausnutzung bestätigt ist, untersuchen Sie Exchange Server-Logs auf Anzeichen vergangener Ausnutzungsversuche. Suchen Sie nach ungewöhnlichen E-Mail-Zugriffen, insbesondere von nicht authentifizierten Quellen, und prüfen Sie, ob vertrauliche E-Mail-Daten abgegriffen wurden.

  5. Exchange Server-Härtung überprüfen. Deaktivieren Sie unnötige Dienste und Protokolle auf dem Exchange Server. Implementieren Sie Web Application Firewall (WAF) Regeln vor dem Exchange Server und stellen Sie sicher, dass TLS-Verschlüsselung für alle Verbindungen erzwungen wird.

Technische Details

CVE-2021-33766 ist eine Informationsoffenlegungsschwachstelle in Microsoft Exchange Server, die auf eine fehlerhafte Zugriffskontrolle in der Exchange-Infrastruktur zurückzuführen ist. Die Schwachstelle ermöglicht es einem nicht authentifizierten Angreifer, über das Netzwerk auf E-Mail-Datenverkehr zuzugreifen, ohne dass gültige Anmeldedaten erforderlich sind. Der CVSS-3.1-Vektor (AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:L/I:L/A:L) zeigt, dass die Schwachstelle über das Netzwerk mit niedriger Komplexität ausnutzbar ist und keine Privilegien oder Benutzerinteraktion erfordert. Der Scope ist unverändert, aber die Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit sind jeweils als niedrig eingestuft. Die Schwachstelle betrifft die Exchange Server-Versionen 2013, 2016 und 2019 und wurde im Juli-2021-Sicherheitsupdate von Microsoft behoben. Die Zero Day Initiative dokumentierte die Schwachstelle unter ZDI-21-798 und lieferte zusätzliche technische Einblicke in den Angriffsmechanismus. Die breite Angriffsfläche von Microsoft Exchange Server — insbesondere bei internet-exponierten Installationen — macht diese Schwachstelle besonders kritisch für Unternehmen, die Exchange für ihre E-Mail-Kommunikation einsetzen.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2021-33766 aktiv ausgenutzt?

Ja, CVE-2021-33766 wird aktiv ausgenutzt. CISA hat die Schwachstelle in den KEV-Katalog (Known Exploited Vulnerabilities) aufgenommen und damit die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn bestätigt. Der EPSS-Score von 93,5 % (99,8. Perzentile) zeigt eine extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit. Es ist kein Zusammenhang mit Ransomware-Kampagnen bekannt.

Welche Produkte sind von CVE-2021-33766 betroffen?

CVE-2021-33766 betrifft Microsoft Exchange Server in den Versionen 2013, 2016 und 2019. Alle Organisationen, die diese Exchange Server-Versionen einsetzen, sollten umgehend die verfügbaren Sicherheitsupdates von Microsoft installieren, insbesondere wenn der Exchange Server über das Internet erreichbar ist.

Wie behebe ich CVE-2021-33766?

Installieren Sie die von Microsoft bereitgestellten Sicherheitsupdates gemäß dem MSRC-Advisory für alle betroffenen Exchange Server-Versionen. Schränken Sie zusätzlich den Netzwerkzugriff auf Exchange-Dienste ein, aktivieren Sie erweiterte Protokollierung und überwachen Sie Zugriffslogs auf verdächtige Aktivitäten. Führen Sie bei Verdacht auf Kompromittierung eine forensische Analyse durch.

Wie schwerwiegend ist CVE-2021-33766?

CVE-2021-33766 hat einen CVSS-3.1-Score von 7,3, was als HIGH eingestuft wird. Die Schwachstelle ist über das Netzwerk ohne Authentifizierung ausnutzbar und ermöglicht den Diebstahl von E-Mail-Datenverkehr. Der EPSS-Score von 93,5 % in der 99,8. Perzentile zeigt, dass diese Schwachstelle zu den am häufigsten ausgenutzten im gesamten CVE-Katalog gehört. Die Aufnahme in den CISA-KEV-Katalog bestätigt die Dringlichkeit sofortiger Behebungsmaßnahmen.

CVSS-Score

7.3
HIGH(7.3)

EPSS-Score

EPSS-Score98.18%
EPSS-Perzentil99.9%

Daten

Veröffentlicht14. Juli 2021
Zuletzt geändert10. August 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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