CVE-2021-29256
Arm Mali GPU Kernel Driver Use-After-Free Vulnerability
Beschreibung
CVE-2021-29256 ist eine schwerwiegende Use-After-Free-Schwachstelle im Arm Mali GPU-Kerneltreiber, die es einem nicht privilegierten Benutzer ermöglicht, auf bereits freigegebenen Speicher zuzugreifen. Betroffen sind die Arm Mali GPU-Architekturen Bifrost (r16p0 bis r29p0), Valhall (r19p0 bis r29p0) und Midgard (r28p0 bis r30p0). Durch Ausnutzung dieser Sicherheitslücke kann ein Angreifer sensible Informationen offenlegen oder Root-Rechte auf dem betroffenen Gerät erlangen. Die CISA hat CVE-2021-29256 in ihren KEV-Katalog aufgenommen und bestätigt damit die aktive Ausnutzung dieser Schwachstelle in der Praxis. Mit einem CVSS-Score von 8.8 (HIGH) stellt diese Vulnerability ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Geräte mit Mali-GPU dar.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| arm | bifrost gpu kernel driver | >= r16p0, < r30p0 |
| arm | midgard gpu kernel driver | >= r28p0, < r31p0 |
| arm | valhall gpu kernel driver | >= r19p0, < r30p0 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
Referenzen
- https://developer.arm.com/support/arm-security-updates/mali-gpu-kernel-driver(Vendor Advisory)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2021-29256(US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-416: Use After Free
Bei CVE-2021-29256 liegt eine Use-After-Free-Schwachstelle im Arm Mali GPU-Kerneltreiber vor, bei der auf bereits freigegebene Speicherbereiche zugegriffen wird. Diese Art von Schwachstelle entsteht, wenn ein Programm weiterhin auf Speicher zugreift, nachdem dieser freigegeben wurde, was zu Datenkorruption, unvorhersehbarem Verhalten oder der Ausführung von beliebigem Code führen kann.
Mehr erfahren: CWE-416 — Use After Free
Auswirkungsanalyse
CVE-2021-29256 ist über das Netzwerk ausnutzbar, ohne dass besondere Bedingungen erforderlich sind, wobei lediglich geringe Benutzerrechte benötigt werden und keine Benutzerinteraktion notwendig ist. Vertraulichkeit (Hoch): Ein Angreifer kann durch den Zugriff auf freigegebenen Speicher sensible Informationen wie kryptografische Schlüssel, Benutzerdaten oder Kernel-Speicherinhalte auslesen. Integrität (Hoch): Die Schwachstelle ermöglicht die Manipulation von Daten und Systemkomponenten, da der Angreifer durch die Use-After-Free-Bedingung beliebigen Code mit Root-Rechten ausführen kann. Verfügbarkeit (Hoch): Eine erfolgreiche Ausnutzung kann zu Systemabstürzen oder der vollständigen Übernahme des betroffenen Geräts führen. Mit einem CVSS-Score von 8.8 (HIGH) und der Bestätigung aktiver Ausnutzung durch die CISA ist diese Schwachstelle im Arm Mali GPU-Kerneltreiber als geschäftskritisch einzustufen.
Exploit-Reifegrad
Die CISA hat CVE-2021-29256 in ihren Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen (KEV) aufgenommen und bestätigt damit die aktive Ausnutzung dieser Arm Mali GPU-Schwachstelle in der Praxis. Die Behebungsfrist wurde auf den 28. Juli 2023 festgelegt. Mit einem EPSS-Score von 0,64 % ist die Wahrscheinlichkeit einer breit angelegten automatisierten Ausnutzung zwar gering, jedoch belegt die KEV-Aufnahme gezielte Angriffe auf Geräte mit Mali-GPU. Ob die Schwachstelle in Zusammenhang mit Ransomware-Kampagnen steht, ist derzeit nicht bekannt.
Behebung
- Gemäß CISA-Anweisung: Wenden Sie die vom Hersteller bereitgestellten Patches an oder stellen Sie die Nutzung des betroffenen Produkts ein, falls keine Patches verfügbar sind. Die Behebungsfrist ist der 28. Juli 2023.
- Aktualisieren Sie den Arm Mali GPU-Kerneltreiber auf mindestens Version r30p0 für Bifrost und Valhall bzw. auf eine Version nach r30p0 für Midgard. Überprüfen Sie die betroffenen Versionen: Bifrost r16p0–r29p0, Valhall r19p0–r29p0, Midgard r28p0–r30p0.
- Beschränken Sie den Zugriff auf den GPU-Kerneltreiber durch Begrenzung der Benutzerrechte. Implementieren Sie Kernel-Address-Space-Layout-Randomization (KASLR) und andere Speicherschutzmechanismen, um die Ausnutzung von Use-After-Free-Schwachstellen zu erschweren.
- Überwachen Sie Systemprotokolle auf verdächtige Speicherzugriffsmuster und unerwartete Privilegieneskalationen. Prüfen Sie Geräte mit Mali-GPU auf Anzeichen einer Kompromittierung.
- Implementieren Sie langfristig Speichersicherheitspraktiken wie Address Sanitizer (ASan) in Entwicklungsumgebungen und halten Sie GPU-Treiber stets auf dem aktuellen Stand der Sicherheitsupdates von Arm.
Technische Details
CVE-2021-29256 basiert auf einer Use-After-Free-Schwachstelle (CWE-416) im Arm Mali GPU-Kerneltreiber, bei der ein nicht privilegierter Benutzer auf Speicherbereiche zugreifen kann, die bereits freigegeben wurden. Der CVSS-Vektor (AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H) zeigt, dass die Schwachstelle über das Netzwerk mit geringer Komplexität und ohne Benutzerinteraktion ausnutzbar ist, wobei nur niedrige Privilegien erforderlich sind. Technisch gesehen wird ein Speicherobjekt im GPU-Treiber freigegeben, aber ein Zeiger auf diesen Speicherbereich bleibt bestehen und wird weiterhin verwendet (Dangling Pointer). Ein Angreifer kann den freigegebenen Speicher mit kontrollierten Daten neu belegen und so entweder vertrauliche Informationen auslesen oder durch Manipulation von Funktionszeigern beliebigen Code mit Kernel-Rechten ausführen. Betroffen sind die Mali-GPU-Architekturen Bifrost (r16p0 bis r29p0), Valhall (r19p0 bis r29p0) und Midgard (r28p0 bis r30p0), was eine breite Palette von Mobilgeräten und eingebetteten Systemen umfasst.
Häufig gestellte Fragen
Wird CVE-2021-29256 aktiv ausgenutzt?
Ja, die CISA hat CVE-2021-29256 in ihren Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen (KEV) aufgenommen, was eine aktive Ausnutzung in der Praxis bestätigt. Die Behebungsfrist wurde auf den 28. Juli 2023 festgelegt. Ein Zusammenhang mit Ransomware-Kampagnen ist derzeit nicht bekannt.
Welche Produkte sind von CVE-2021-29256 betroffen?
Betroffen sind Geräte mit Arm Mali GPU-Kerneltreibern der Architekturen Bifrost (Version r16p0 bis r29p0), Valhall (Version r19p0 bis r29p0) und Midgard (Version r28p0 bis r30p0). Dies umfasst eine Vielzahl von Mobilgeräten und eingebetteten Systemen, die Mali-GPUs verwenden.
Wie behebe ich CVE-2021-29256?
Aktualisieren Sie den Arm Mali GPU-Kerneltreiber auf mindestens Version r30p0 für Bifrost und Valhall. Für Midgard sollte eine Version nach r30p0 installiert werden. Konsultieren Sie die Sicherheitsupdates von Arm unter developer.arm.com für gerätespezifische Anleitungen.
Wie schwerwiegend ist CVE-2021-29256?
CVE-2021-29256 hat einen CVSS-Score von 8.8 (HIGH) nach CVSS v3.1. Die Schwachstelle ermöglicht Informationsoffenlegung und Root-Privilegieneskalation durch Use-After-Free im GPU-Kerneltreiber. Der EPSS-Wert von 0,64 % (Perzentil 70,1 %) zeigt eine moderate Ausnutzungswahrscheinlichkeit, wobei die KEV-Aufnahme gezielte aktive Angriffe bestätigt.
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