CVE-2021-20124

HIGH(7.5)KEVWahrscheinlich ausgenutzt

Draytek VigorConnect Path Traversal Vulnerability

Beschreibung

CVE-2021-20124 ist eine kritische Local File Inclusion (LFI)-Schwachstelle in DrayTek VigorConnect Version 1.6.0-B3, die in der Datei-Download-Funktionalität des WebServlet-Endpunkts existiert. Ein nicht authentifizierter Angreifer kann die Schwachstelle ausnutzen, um beliebige Dateien vom Betriebssystem mit Root-Privilegien herunterzuladen. Mit einem CVSS-Score von 7.5 (HIGH) und einem EPSS-Score von 0.94059 (99.9. Perzentil) gehört sie zu den am wahrscheinlichsten ausgenutzten Schwachstellen weltweit. Die Aufnahme in den CISA KEV-Katalog bestätigt die aktive Ausnutzung.

KEV-Informationen

Hersteller
DrayTek
Produkt
VigorConnect
Hinzugefügt am
3. September 2024
Fälligkeitsdatum
24. September 2024
Erforderliche Maßnahme
Apply mitigations per vendor instructions or discontinue use of the product if mitigations are unavailable.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:NIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
NONE
Verfügbarkeitsauswirkung
NONE
Ausnutzbarkeitsscore
3.9
Auswirkungsscore
3.6

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
draytekvigorconnect1.6.0

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
7.5
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
7.5
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N

Referenzen

Schwachstellentyp

Für CVE-2021-20124 wurde kein spezifischer CWE-Typ zugewiesen. Die Schwachstelle gehört zur Kategorie Local File Inclusion (LFI) bzw. Path Traversal. Bei dieser Schwachstellenklasse kann ein Angreifer durch Manipulation von Dateipfad-Parametern auf Dateien zugreifen, die außerhalb des vorgesehenen Verzeichnisses liegen. Im Fall von DrayTek VigorConnect wird der WebServlet-Endpunkt für Datei-Downloads verwendet, ohne die angeforderten Dateipfade ausreichend zu validieren. Der Angreifer kann durch Directory-Traversal-Sequenzen wie "../" aus dem vorgesehenen Verzeichnis ausbrechen und auf beliebige Systemdateien zugreifen. Da der VigorConnect-Dienst mit Root-Privilegien läuft, kann der Angreifer jede Datei auf dem System lesen.

Auswirkungsanalyse

Die Ausnutzung von CVE-2021-20124 hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Vertraulichkeit der betroffenen Systeme. Vertraulichkeit: Ein Angreifer kann sämtliche Dateien des Betriebssystems lesen, einschließlich /etc/shadow (Passwort-Hashes), private SSH-Schlüssel, Datenbankdateien, Konfigurationsdateien mit Klartext-Passwörtern und TLS/SSL-Zertifikate mit privaten Schlüsseln. Integrität: Obwohl die Schwachstelle primär Lesezugriff ermöglicht (I:N im CVSS), können die extrahierten Informationen für Folge-Angriffe genutzt werden, wie Credential-basierte Zugriffe auf andere Systeme. Verfügbarkeit: Keine direkte Auswirkung auf die Verfügbarkeit (A:N). Der EPSS-Score von 0.94059 (99.9. Perzentil) platziert diese Schwachstelle unter den am häufigsten ausgenutzten weltweit. DrayTek VigorConnect ist eine zentrale Verwaltungssoftware für DrayTek-Netzwerkgeräte. Die Kompromittierung dieses Systems gibt einem Angreifer potenziell Zugang zu Konfigurationsdaten und Zugangsinformationen für sämtliche verwalteten Netzwerkgeräte. Der Ransomware-Status ist als "Unknown" eingestuft.

Exploit-Reifegrad

CVE-2021-20124 wird aktiv ausgenutzt und wurde in den CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 24. September 2024. Der EPSS-Score von 0.94059 liegt im 99.9. Perzentil, was diese Schwachstelle zu den am wahrscheinlichsten ausgenutzten der Welt macht. Tenable hat einen detaillierten Security Research Report (TRA-2021-42) veröffentlicht, der als öffentlicher Exploit dient und die Ausnutzungsmethodik beschreibt. Die Schwachstelle ist besonders einfach ausnutzbar, da sie keine Authentifizierung erfordert und über eine einfache HTTP-Anfrage mit manipuliertem Pfad-Parameter ausgelöst werden kann. Der Ransomware-Status ist als "Unknown" klassifiziert, jedoch können die über LFI extrahierten Credentials und Konfigurationsdaten als Grundlage für umfassendere Angriffe einschließlich Ransomware dienen.

Behebung

  1. DrayTek VigorConnect aktualisieren: Aktualisieren Sie DrayTek VigorConnect umgehend auf eine Version nach 1.6.0-B3, die den Patch für diese Schwachstelle enthält. Prüfen Sie die DrayTek-Support-Website für die neueste verfügbare Version und befolgen Sie die Update-Anweisungen.

  2. Netzwerkzugriff einschränken: Stellen Sie sicher, dass der VigorConnect-Webserver nicht aus dem Internet erreichbar ist. Beschränken Sie den Zugriff auf den Management-Server auf vertrauenswürdige interne Netzwerke. Implementieren Sie Firewall-Regeln, die den Zugriff auf den VigorConnect-Port auf autorisierte Administrator-IP-Adressen begrenzen.

  3. Kompromittierung prüfen: Analysieren Sie die Webserver-Logs von VigorConnect auf verdächtige Anfragen an den WebServlet-Endpunkt, insbesondere auf Anfragen mit Directory-Traversal-Sequenzen ("../") oder Zugriffe auf sensible Systemdateien. Wenn Kompromittierungsindikatoren gefunden werden, müssen alle auf dem System gespeicherten Credentials als kompromittiert behandelt werden.

  4. Credentials rotieren: Ändern Sie alle Passwörter und Zugangsdaten, die auf dem VigorConnect-Server gespeichert oder konfiguriert waren, einschließlich Passwörter für verwaltete DrayTek-Geräte, Datenbank-Zugangsdaten und SSH-Schlüssel.

  5. Monitoring implementieren: Richten Sie Intrusion-Detection-Regeln ein, die Anfragen mit Path-Traversal-Mustern an den VigorConnect-Server erkennen. Überwachen Sie den Webserver-Zugriff kontinuierlich und alertieren Sie bei ungewöhnlichen Dateizugriffs-Mustern.

Technische Details

Der CVSS v3.1-Vektor für CVE-2021-20124 lautet CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N mit einem Score von 7.5 (HIGH). Angriffsvektor (AV:N): Die Schwachstelle ist über das Netzwerk ausnutzbar. Angriffskomplexität (AC:L): Die Ausnutzung ist unkompliziert und erfordert nur eine HTTP-Anfrage. Erforderliche Berechtigungen (PR:N): Keine Authentifizierung notwendig. Benutzerinteraktion (UI:N): Keine Benutzerinteraktion erforderlich. Scope (S:U): Die Auswirkungen beschränken sich auf die betroffene Komponente. Auswirkungen: Vollständige Beeinträchtigung der Vertraulichkeit (C:H), keine Auswirkung auf Integrität (I:N) oder Verfügbarkeit (A:N). Die Schwachstelle befindet sich im WebServlet-Endpunkt von DrayTek VigorConnect 1.6.0-B3, der eine Datei-Download-Funktionalität bereitstellt. Der Endpunkt akzeptiert einen Dateipfad-Parameter, validiert diesen jedoch nicht ausreichend gegen Directory-Traversal-Angriffe. Ein Angreifer kann durch Einfügen von "../"-Sequenzen in den Dateipfad-Parameter aus dem vorgesehenen Download-Verzeichnis ausbrechen und auf beliebige Systemdateien zugreifen. Da der VigorConnect-Dienst mit Root-Privilegien ausgeführt wird, kann der Angreifer jede Datei auf dem System lesen, einschließlich normalerweise geschützter Systemdateien wie /etc/shadow. Diese Schwachstelle ist eng verwandt mit CVE-2021-20123, die denselben Fehler im DownloadFileServlet-Endpunkt beschreibt.

Häufig gestellte Fragen

Was ist CVE-2021-20124?

CVE-2021-20124 ist eine Local File Inclusion-Schwachstelle in DrayTek VigorConnect 1.6.0-B3. Sie ermöglicht es einem nicht authentifizierten Angreifer, über den WebServlet-Endpunkt beliebige Dateien vom Server mit Root-Rechten herunterzuladen. Die Schwachstelle wird aktiv ausgenutzt und hat einen EPSS-Score im 99.9. Perzentil.

Was ist der Unterschied zwischen CVE-2021-20124 und CVE-2021-20123?

Beide Schwachstellen betreffen DrayTek VigorConnect 1.6.0-B3 und ermöglichen das Herunterladen beliebiger Dateien. Der Unterschied liegt im betroffenen Endpunkt: CVE-2021-20124 betrifft den WebServlet-Endpunkt, während CVE-2021-20123 den DownloadFileServlet-Endpunkt betrifft. Beide müssen gepatcht werden, da sie unabhängige Angriffsvektoren darstellen.

Welche Daten können durch die Schwachstelle gestohlen werden?

Da der VigorConnect-Dienst mit Root-Rechten läuft, kann ein Angreifer jede Datei auf dem System lesen. Besonders kritisch sind Passwort-Hashes aus /etc/shadow, private SSH-Schlüssel, Datenbank-Dateien mit Zugangsdaten für verwaltete Netzwerkgeräte und TLS-Zertifikate mit privaten Schlüsseln.

Ist mein VigorConnect-Server über das Internet erreichbar?

Viele VigorConnect-Installationen sind über das Internet erreichbar, um die Fernverwaltung von Netzwerkgeräten zu ermöglichen. Prüfen Sie Ihre Firewall-Konfiguration und schränken Sie den Zugriff auf den VigorConnect-Port auf vertrauenswürdige IP-Adressen ein.

CVSS-Score

7.5
HIGH(7.5)

EPSS-Score

EPSS-Score70.66%
EPSS-Perzentil99.3%

Daten

Veröffentlicht13. Oktober 2021
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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