CVE-2020-3259

HIGH(7.5)KEVRansomwareWahrscheinlich ausgenutzt

Cisco ASA and FTD Information Disclosure Vulnerability

Beschreibung

CVE-2020-3259 ist eine Schwachstelle in der Webservice-Schnittstelle von Cisco Adaptive Security Appliance (ASA) Software und Cisco Firepower Threat Defense (FTD) Software, die das Auslesen von Speicherinhalten ermoeglichen kann (CWE-200: Exposure of Sensitive Information to an Unauthorized Actor). Ein nicht authentifizierter, entfernter Angreifer kann durch das Senden eines manipulierten GET-Requests vertrauliche Informationen aus dem Arbeitsspeicher des Geraets abrufen. CVE-2020-3259 betrifft spezifische AnyConnect- und WebVPN-Konfigurationen. CISA hat die Schwachstelle in den Known Exploited Vulnerabilities Catalog aufgenommen, da sie nachweislich in Ransomware-Kampagnen ausgenutzt wurde. Mit einem EPSS-Score von 69,7 Prozent (98,6. Perzentile) besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit aktiver Ausnutzung.

KEV-Informationen

Hersteller
Cisco
Produkt
Adaptive Security Appliance (ASA) and Firepower Threat Defense (FTD)
Hinzugefügt am
15. Februar 2024
Fälligkeitsdatum
7. März 2024
Erforderliche Maßnahme
Apply mitigations per vendor instructions or discontinue use of the product if mitigations are unavailable.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:NIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
NONE
Verfügbarkeitsauswirkung
NONE
Ausnutzbarkeitsscore
3.9
Auswirkungsscore
3.6

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
ciscosecure firewall threat defense>= 6.2.3, < 6.2.3.16; >= 6.3.0, < 6.3.0.6; >= 6.4.0, < 6.4.0.9; >= 6.5.0, < 6.5.0.5
ciscoadaptive security appliance software>= 9.8, < 9.8.4.20; >= 9.9, < 9.9.2.67; >= 9.10, < 9.10.1.40; >= 9.12, < 9.12.3.9; >= 9.13, < 9.13.1.10

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
7.5
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N

Quelle: [email protected](Secondary)
7.5
HIGH

CVSS:3.0/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-200: Exposure of Sensitive Information to an Unauthorized Actor

CWE-200 beschreibt eine Schwachstelle, bei der ein System vertrauliche Informationen an einen nicht autorisierten Akteur preisgibt. Im Kontext von CVE-2020-3259 gibt die Webservice-Schnittstelle der Cisco ASA- und FTD-Software beim Verarbeiten ungueltig formatierter URLs Speicherinhalte preis, was zur Offenlegung sensibler Daten wie Anmeldeinformationen oder Konfigurationsdaten fuehren kann.

Weitere Informationen: CWE-200 — Exposure of Sensitive Information to an Unauthorized Actor

Auswirkungsanalyse

CVE-2020-3259 ist aus der Ferne ohne Authentifizierung und ohne Benutzerinteraktion ausnutzbar (Attack Vector: Network, Privileges Required: None, User Interaction: None), was die Angriffsschwelle erheblich senkt. Die Schwachstelle beeintraechtigt ausschliesslich die Vertraulichkeit (Confidentiality: High), waehrend Integritaet und Verfuegbarkeit unveraendert bleiben – ein Angreifer kann jedoch sensible Daten wie Konfigurationsinformationen, Anmeldedaten oder Sitzungstoken aus dem Speicher des betroffenen Geraets auslesen. Mit einem CVSS-Score von 7.5 (HIGH) ist die Schwachstelle als ernsthaft einzustufen. Der EPSS-Score von 69,7 Prozent (98,6. Perzentile) und der dokumentierte Einsatz in Ransomware-Kampagnen unterstreichen die Dringlichkeit, da ausglesene Zugangsdaten in weiteren Angriffsphasen genutzt werden koennen.

Exploit-Reifegrad

CVE-2020-3259 wird aktiv in der Wildnis ausgenutzt – CISA hat dies bestaetigt und die Schwachstelle in den Known Exploited Vulnerabilities Catalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 7. Maerz 2024. Die Schwachstelle ist nachweislich mit Ransomware-Kampagnen verbunden. Oeffentlich verlinkte Exploit-Code-Quellen sind in den vorliegenden Referenzen nicht verzeichnet. Der EPSS-Score von 69,7 Prozent (98,6. Perzentile) zeigt jedoch, dass eine weitverbreitete aktive Ausnutzung sehr wahrscheinlich ist und sofortiger Handlungsbedarf besteht.

Behebung

  1. Wenden Sie die verfuegbaren Cisco-Sicherheitsupdates gemaess den Herstelleranweisungen an oder stellen Sie den Einsatz des Produkts ein, wenn keine Abhilfemassnahmen verfuegbar sind (CISA KEV-Pflichtmassnahme, Frist: 7. Maerz 2024).
  2. Beziehen Sie den aktuellen Patch aus dem Cisco Security Advisory (cisco-sa-asaftd-info-disclose-9eJtycMB) und installieren Sie diesen auf allen betroffenen Cisco ASA- und FTD-Geraeten.
  3. Deaktivieren Sie WebVPN und AnyConnect auf Geraeten, die diese Funktionen nicht benoetigen, um die Angriffsflaece zu reduzieren – die Schwachstelle betrifft ausschliesslich spezifische AnyConnect- und WebVPN-Konfigurationen.
  4. Ueberwachen Sie Systemlogs und Netzwerkverkehr auf ungewoehnliche GET-Anfragen an die Webservice-Schnittstelle; prueefen Sie, ob sensible Daten wie Konfigurationen oder Zugangsdaten kompromittiert wurden.
  5. Ersetzen Sie potenziell ausgespaehtete Zugangsdaten und rotieren Sie alle Secrets (VPN-Credentials, API-Keys, Zertifikate), falls ein Angriff nicht ausgeschlossen werden kann.

Technische Details

CVE-2020-3259 beruht auf einem Fehler beim Buffer-Tracking in der Webservice-Schnittstelle von Cisco ASA und FTD Software, der auftritt, wenn das System ungueltige URLs verarbeitet. Ein Angreifer kann durch Senden eines praeparierten GET-Requests gezielt Speicherinhalte auslesen, die vertrauliche Daten enthalten koennen (CWE-200). Das CVSS-Vektormuster CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N zeigt, dass die Schwachstelle ohne Authentifizierung und ohne Benutzerinteraktion aus der Ferne ausnutzbar ist, jedoch nur die Vertraulichkeit beeintraechtigt. Die Schwachstelle betrifft ausschliesslich Geraete mit aktiver AnyConnect- oder WebVPN-Konfiguration, was die Angriffsoberflaeche einschraenkt, aber aufgrund der Verbreitung dieser Konfigurationen in Unternehmensumgebungen eine erhebliche Bedrohung darstellt.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2020-3259 aktiv ausgenutzt?

Ja. CISA hat CVE-2020-3259 mit einer Behebungsfrist bis zum 7. Maerz 2024 in den Known Exploited Vulnerabilities Catalog aufgenommen, und die Schwachstelle ist nachweislich in Ransomware-Kampagnen im Einsatz. Der EPSS-Score von 69,7 Prozent (98,6. Perzentile) bestaetigt eine sehr hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit.

Welche Produkte sind von CVE-2020-3259 betroffen?

Betroffen sind Cisco Adaptive Security Appliance (ASA) Software und Cisco Firepower Threat Defense (FTD) Software in spezifischen AnyConnect- und WebVPN-Konfigurationen. Geraete ohne AnyConnect oder WebVPN sind nicht anfaellig.

Wie behebe ich CVE-2020-3259?

Installieren Sie den im Cisco Security Advisory (cisco-sa-asaftd-info-disclose-9eJtycMB) beschriebenen Patch auf allen betroffenen Geraeten. Deaktivieren Sie WebVPN und AnyConnect auf nicht benoetigendem Geraet als Interim-Massnahme und rotieren Sie potenziell kompromittierte Zugangsdaten.

Wie schwerwiegend ist CVE-2020-3259?

CVE-2020-3259 hat einen CVSS-Score von 7.5 (HIGH) und einen EPSS-Score von 69,7 Prozent (98,6. Perzentile). Der nachgewiesene Einsatz in Ransomware-Kampagnen und die CISA-KEV-Einstufung erhoehen das reale Risiko deutlich ueber den formalen CVSS-Score hinaus.

CVSS-Score

7.5
HIGH(7.5)

EPSS-Score

EPSS-Score69.34%
EPSS-Perzentil99.3%

Daten

Veröffentlicht6. Mai 2020
Zuletzt geändert12. August 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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