CVE-2020-29574

CRITICAL(9.8)KEVRansomware

CyberoamOS (CROS) SQL Injection Vulnerability

Beschreibung

CVE-2020-29574 ist eine SQL Injection-Schwachstelle im WebAdmin-Interface von Sophos CyberoamOS bis zum 4. Dezember 2020, die es nicht authentifizierten Angreifern ermoeglicht, beliebige SQL-Statements aus der Ferne auszufuehren. Die Schwachstelle wird mit einem CVSS v3.1-Score von 9.8 (CRITICAL) bewertet und erfordert keinerlei Authentifizierung oder Benutzerinteraktion.

Der EPSS-Score von 8.41 % (92.2. Perzentil) weist auf eine deutlich erhoehte Ausnutzungswahrscheinlichkeit hin. Die CISA hat CVE-2020-29574 in den KEV-Katalog aufgenommen und bestaetigt damit die aktive Ausnutzung. Sophos hat einen Fix fuer CyberoamOS bereitgestellt, wobei zu beachten ist, dass Cyberoam-Geraete mittlerweile End-of-Life sind.

KEV-Informationen

Hersteller
Sophos
Produkt
CyberoamOS
Hinzugefügt am
6. Februar 2025
Fälligkeitsdatum
27. Februar 2025
Erforderliche Maßnahme
The impacted product is end-of-life (EoL) and/or end-of-service (EoS). Users should discontinue utilization of the product.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
3.9
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
sophoscyberoamos<= 2020-12-04

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
9.8
CRITICAL

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
9.8
CRITICAL

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

SQL Injection

CVE-2020-29574 basiert auf einer SQL Injection-Schwachstelle, die CWE-89 (SQL Injection) zuzuordnen ist. Bei dieser Schwachstellenklasse werden Benutzereingaben ohne ausreichende Sanitisierung in SQL-Abfragen eingebettet, wodurch ein Angreifer die Struktur und Logik der SQL-Abfrage manipulieren kann. Im Fall des Sophos CyberoamOS WebAdmin-Interface kann ein nicht authentifizierter Angreifer ueber manipulierte Eingaben beliebige SQL-Statements ausfuehren und damit auf die gesamte Datenbank zugreifen, Daten extrahieren oder modifizieren.

Weitere Informationen: CWE-89 -- SQL Injection

Auswirkungsanalyse

Die Auswirkungen von CVE-2020-29574 betreffen Vertraulichkeit, Integritaet und Verfuegbarkeit jeweils mit hohem Schweregrad. Der CVSS-Vektor zeigt einen Netzwerk-Angriffsvektor (AV:N) mit niedriger Komplexitaet (AC:L), ohne erforderliche Authentifizierung (PR:N) und ohne Benutzerinteraktion (UI:N). Da Cyberoam-Geraete als Next-Generation Firewalls (NGFW) am Netzwerkperimeter eingesetzt werden, ist die Schwachstelle direkt aus dem Internet ausnutzbar, sofern das WebAdmin-Interface erreichbar ist. Durch SQL Injection kann ein Angreifer Zugangsdaten, Konfigurationen und VPN-Schluessel aus der Firewall-Datenbank extrahieren, Firewall-Regeln manipulieren oder den Dienst stoeren. Der EPSS-Score von 8.41 % (92.2. Perzentil) stuft diese Schwachstelle als ueberdurchschnittlich haeufig ausgenutzt ein. Der Ransomware-Status ist als unbekannt klassifiziert, jedoch sind kompromittierte Firewalls ein typischer Einstiegspunkt fuer Ransomware-Angriffe auf Unternehmensnetzwerke.

Exploit-Reifegrad

CVE-2020-29574 weist eine hohe Exploit-Reife auf. Die CISA hat die Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 27. Februar 2025, und bestaetigt damit die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn. Der EPSS-Score von 8.41 % (92.2. Perzentil) unterstreicht die erhoehte Ausnutzungswahrscheinlichkeit. SQL Injection-Schwachstellen sind generell gut erforscht und einfach automatisierbar, was die Exploit-Reife zusaetzlich erhoeht. Da Cyberoam-Geraete mittlerweile End-of-Life sind und durch Sophos XG/XGS Firewalls abgeloest wurden, bleiben ungepatchte Installationen dauerhaft verwundbar. Die Schwachstelle wurde in der Fachpresse dokumentiert und ist in der Sicherheitsgemeinschaft bekannt.

Behebung

  1. CyberoamOS aktualisieren: Installieren Sie den von Sophos bereitgestellten Fix fuer CyberoamOS. Pruefen Sie ueber das Sophos Security Advisory die verfuegbaren Updates. Da Cyberoam-Geraete End-of-Life sind, planen Sie die Migration auf eine aktuelle Sophos Firewall-Plattform.

  2. Geraet ersetzen: Da Cyberoam-Produkte den End-of-Life-Status erreicht haben und durch die Sophos XG/XGS-Serie abgeloest wurden, ist der Austausch durch ein aktuell unterstuetztes Geraet die nachhaltigste Loesung. Migrationstools von Sophos erleichtern den Wechsel.

  3. WebAdmin-Zugriff einschraenken: Beschraenken Sie den Zugriff auf das WebAdmin-Interface umgehend auf vertrauenswuerdige IP-Adressen und deaktivieren Sie den WAN-seitigen Zugang zur Verwaltungsoberflaeche vollstaendig.

  4. Zugangsdaten rotieren: Da SQL Injection den Zugriff auf die Firewall-Datenbank ermoeglicht, aendern Sie alle administrativen Zugangsdaten, VPN-Schluessel und Zertifikate, die auf dem Cyberoam-Geraet gespeichert sind. Gehen Sie davon aus, dass diese kompromittiert sein koennten.

  5. Netzwerk auf Kompromittierung pruefen: Untersuchen Sie Firewall-Logs und Netzwerkverkehr auf Anzeichen einer bereits erfolgten SQL Injection. Achten Sie auf ungewoehnliche Datenbankabfragen, exportierte Konfigurationen und unautorisierte Regel-Aenderungen.

Technische Details

CVE-2020-29574 betrifft das WebAdmin-Interface von Sophos CyberoamOS bis zum 4. Dezember 2020. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H beschreibt den maximal moeglichen Angriff: Netzwerkzugriff (AV:N) ohne Komplexitaet (AC:L), ohne Authentifizierung (PR:N) und ohne Benutzerinteraktion (UI:N). Die Schwachstelle liegt in der unzureichenden Sanitisierung von Benutzereingaben im WebAdmin-Interface. Ein Angreifer kann manipulierte HTTP-Anfragen an das WebAdmin senden, die SQL-Metazeichen enthalten und von der Anwendung ohne Escaping in SQL-Abfragen eingebettet werden. Dies ermoeglicht typische SQL Injection-Techniken wie UNION-basierte Abfragen zum Extrahieren von Daten, Boolean-basierte und zeitbasierte Blind SQL Injection sowie im schlimmsten Fall die Ausfuehrung von Betriebssystembefehlen ueber datenbankspezifische Funktionen. Cyberoam-Geraete sind Next-Generation Firewalls, die von Sophos uebernommen wurden und mittlerweile durch die XG/XGS-Plattform ersetzt sind.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2020-29574 aktiv ausgenutzt?

Ja, die CISA hat CVE-2020-29574 in den KEV-Katalog aufgenommen und bestaetigt damit die aktive Ausnutzung. Der EPSS-Score von 8.41 % (92.2. Perzentil) zeigt eine deutlich ueberdurchschnittliche Ausnutzungswahrscheinlichkeit. SQL Injection-Schwachstellen sind besonders leicht automatisierbar.

Was ist Sophos CyberoamOS?

CyberoamOS ist das Betriebssystem der Cyberoam Next-Generation Firewalls. Cyberoam wurde 2014 von Sophos uebernommen und die Produktlinie wurde durch die Sophos XG/XGS-Serie abgeloest. Cyberoam-Geraete befinden sich im End-of-Life-Status.

Gibt es einen Patch fuer CVE-2020-29574?

Sophos hat einen Fix fuer CyberoamOS bereitgestellt. Da die Geraete jedoch End-of-Life sind, empfiehlt sich dringend die Migration auf eine aktuelle Sophos Firewall-Plattform (XG oder XGS), die aktiv mit Sicherheitsupdates versorgt wird.

Warum ist eine SQL Injection in einer Firewall besonders gefaehrlich?

Firewalls speichern sensitive Netzwerkkonfigurationen, Zugangsdaten, VPN-Schluessel und Firewall-Regeln in ihrer Datenbank. Eine SQL Injection ermoeglicht den Zugriff auf all diese Daten und kann zur vollstaendigen Kompromittierung der Netzwerksicherheit fuehren.

CVSS-Score

9.8
CRITICAL(9.8)

EPSS-Score

EPSS-Score4.73%
EPSS-Perzentil91.1%

Daten

Veröffentlicht11. Dezember 2020
Zuletzt geändert15. August 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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