CVE-2020-0041

HIGH(7.8)KEV

Android Kernel Out-of-Bounds Write Vulnerability

Beschreibung

CVE-2020-0041 ist eine Out-of-Bounds-Write-Schwachstelle mit hohem Schweregrad in der binder.c-Komponente des Android-Kernels, speziell in der Funktion binder_transaction. Die Schwachstelle wird durch eine fehlerhafte Bounds-Prüfung verursacht und ermöglicht lokale Privilegieneskalation ohne zusätzliche Ausführungsprivilegien und ohne Benutzerinteraktion. CISA hat CVE-2020-0041 in den KEV-Katalog aufgenommen und damit die aktive Ausnutzung bestätigt. Diese Schwachstelle wurde mit CVE-2019-2215 und CVE-2020-0069 in der "AbstractEmu"-Exploit-Kette kombiniert. Mit einem EPSS-Score von 23,9 % (95,9. Perzentile) ist die Ausnutzungswahrscheinlichkeit signifikant.

KEV-Informationen

Hersteller
Android
Produkt
Android Kernel
Hinzugefügt am
3. November 2021
Fälligkeitsdatum
3. Mai 2022
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
LOCAL
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
LOW
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
1.8
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
googleandroid-

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
7.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
7.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-20: Unsachgemäße Eingabevalidierung

Im Android-Kernel-Binder-Treiber manifestiert sich die unsachgemäße Eingabevalidierung als fehlerhafte Bounds-Prüfung in der Funktion binder_transaction von binder.c. Die unzureichende Validierung von Transaktionsdaten ermöglicht es einem Angreifer, Daten über die vorgesehenen Puffergrenzen hinaus zu schreiben, was zu Speicherkorruption und Privilegieneskalation führt.

Weitere Informationen: CWE-20 — Unsachgemäße Eingabevalidierung

Auswirkungsanalyse

CVE-2020-0041 hat einen CVSS 3.1-Score von 7,8 (HIGH) und stellt eine ernsthafte lokale Privilegieneskalationsschwachstelle dar. Der Angriff ist lokal mit geringer Komplexität ausnutzbar, erfordert geringe Privilegien und keine Benutzerinteraktion. Eine erfolgreiche Ausnutzung führt zu hohen Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Der EPSS-Score von 23,9 % zeigt eine signifikante Ausnutzungswahrscheinlichkeit. Als Teil der AbstractEmu-Exploit-Kette mit CVE-2019-2215 und CVE-2020-0069 wurde diese Schwachstelle für vollständige Gerätekompromittierung auf Android-Systemen eingesetzt.

Exploit-Reifegrad

CVE-2020-0041 wird durch die Aufnahme in den CISA Known Exploited Vulnerabilities-Katalog als aktiv ausgenutzt bestätigt. Die Schwachstelle wurde als Schlüsselkomponente der "AbstractEmu"-Exploit-Kette beobachtet, in der sie mit CVE-2019-2215 (Use After Free in binder.c) und CVE-2020-0069 (MediaTek Command Queue-Treiber-Schwachstelle) kombiniert wurde. Der EPSS-Score von 23,9 % (95,9. Perzentile) zeigt eine signifikante laufende Ausnutzungswahrscheinlichkeit. Die dokumentierte Verwendung im AbstractEmu-Framework demonstriert, dass zuverlässige Ausnutzungstechniken existieren und aktiv von Bedrohungsakteuren eingesetzt werden.

Behebung

  1. Android-Sicherheitsupdates sofort anwenden gemäß CISA-KEV-Pflichtmaßnahme: Apply updates per vendor instructions. Google hat diese Schwachstelle im Android Security Bulletin März 2020 adressiert.
  2. Überprüfen Sie, dass alle Android-Geräte Sicherheitspatches vom März 2020 oder neuer ausführen, die den Fix für Android ID A-145988638 enthalten.
  3. Für Geräte ohne Vendor-Updates implementieren Sie MDM-Kontrollen zur Beschränkung der Anwendungsinstallation auf vertrauenswürdige Quellen.
  4. Überwachen Sie auf Indikatoren der AbstractEmu-Exploit-Kette, einschließlich ungewöhnlicher Binder-Aktivitätsmuster und unerwarteter Privilegieneskalation.
  5. Führen Sie eine gründliche Inventarisierung aller Android-Geräte in Ihrer Umgebung durch und priorisieren Sie das Patching.

Technische Details

CVE-2020-0041 ist eine Out-of-Bounds-Write-Schwachstelle in der Funktion binder_transaction von binder.c im Android-Kernel. Die Ursache ist eine fehlerhafte Bounds-Prüfung, die Transaktionsdaten nicht ordnungsgemäß validiert und Schreibvorgänge über die vorgesehenen Puffergrenzen hinaus ermöglicht. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H bestätigt lokale Ausnutzung mit geringen Privilegien und ohne Benutzerinteraktion. Die CWE-20-Klassifikation (Unsachgemäße Eingabevalidierung) reflektiert die unzureichende Bounds-Prüfung. Diese Schwachstelle wurde speziell in der AbstractEmu-Exploit-Kette mit CVE-2019-2215 und CVE-2020-0069 kombiniert.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2020-0041 aktiv ausgenutzt?

Ja. CVE-2020-0041 ist im CISA KEV-Katalog gelistet und wird aktiv ausgenutzt. Die Schwachstelle wurde als Teil der AbstractEmu-Exploit-Kette mit CVE-2019-2215 und CVE-2020-0069 beobachtet.

Welche Produkte sind von CVE-2020-0041 betroffen?

CVE-2020-0041 betrifft Google Android-Geräte mit Kernel-Versionen vor dem Sicherheitspatch-Level März 2020. Die Schwachstelle befindet sich im Binder-Treiber, einer zentralen Android-Kernel-Komponente.

Wie behebe ich CVE-2020-0041?

Wenden Sie die Android-Sicherheitsupdates aus dem Security Bulletin März 2020 an (Android ID A-145988638). Für Geräte ohne Updates beschränken Sie die App-Installation auf vertrauenswürdige Quellen und implementieren Sie MDM-Kontrollen.

Wie schwerwiegend ist CVE-2020-0041?

CVE-2020-0041 hat einen CVSS 3.1-Score von 7,8 (HIGH) und einen EPSS-Score von 23,9 % (95,9. Perzentile). Die Schwachstelle ermöglicht lokale Privilegieneskalation auf Kernel-Ebene und wird in der AbstractEmu-Exploit-Kette eingesetzt.

CVSS-Score

7.8
HIGH(7.8)

EPSS-Score

EPSS-Score3.25%
EPSS-Perzentil87.3%

Daten

Veröffentlicht10. März 2020
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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