CVE-2019-6693
Fortinet FortiOS Use of Hard-Coded Credentials Vulnerability
Beschreibung
CVE-2019-6693 ist eine Schwachstelle in Fortinet FortiOS, bei der ein hartcodierter kryptographischer Schluessel zur Verschluesselung sensibler Daten in Konfigurations-Backup-Dateien verwendet wird. Ein Angreifer mit Zugriff auf eine Backup-Datei kann den bekannten Schluessel verwenden, um Benutzerpasswoerter (ausser dem Administratorpasswort), Passphrasen privater Schluessel und High-Availability-Passwoerter zu entschluesseln. Die Schwachstelle wird mit einem CVSS-Score von 6.5 (MEDIUM) bewertet.
Die CISA hat CVE-2019-6693 in den KEV-Katalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 2025-07-16. Besonders kritisch: Der Ransomware-Status ist als Known klassifiziert, was die aktive Nutzung in Ransomware-Kampagnen bestaetigt. Der EPSS-Score von 72,22 % (98,7. Perzentil) zeigt eine ausserordentlich hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:NIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| fortinet | fortios | <= 5.6.10; >= 6.0.0, <= 6.0.6; 6.2.0 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N
Referenzen
- https://fortiguard.com/advisory/FG-IR-19-007(Mitigation, Vendor Advisory)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2019-6693(US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-798: Verwendung hartcodierter Zugangsdaten
CVE-2019-6693 basiert auf CWE-798 (Verwendung hartcodierter Zugangsdaten). FortiOS verwendet einen in der Software eingebetteten kryptographischen Schluessel, um sensible Daten in Konfigurations-Backup-Dateien zu verschluesseln. Da dieser Schluessel in der Software hartcodiert ist, ist er fuer alle Installationen identisch und kann durch Reverse Engineering der Firmware extrahiert werden.
Weitere Informationen: CWE-798 -- Verwendung hartcodierter Zugangsdaten
Auswirkungsanalyse
Die Auswirkungen von CVE-2019-6693 sind aufgrund der weiten Verbreitung von FortiOS und der Sensitivitaet der offengelegten Daten erheblich. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N zeigt, dass die Schwachstelle ueber das Netzwerk mit niedrigen Privilegien ausgenutzt werden kann. Vertraulichkeit (Hoch): Ein Angreifer, der Zugriff auf eine FortiOS-Backup-Datei erhaelt, kann saemtliche darin gespeicherten Passwoerter (ausser dem Administrator-Passwort), Passphrasen privater Schluessel und HA-Passwoerter entschluesseln. In Unternehmensumgebungen koennen diese Zugangsdaten den Zugriff auf VPN-Verbindungen, interne Netzwerke und weitere kritische Systeme ermoeglichen. Der Ransomware-Status Known unterstreicht, dass kompromittierte FortiOS-Zugangsdaten aktiv fuer Ransomware-Angriffe verwendet werden. Der EPSS-Score von 72,22 % (98,7. Perzentil) bestaetigt die massive Ausnutzungsaktivitaet.
Exploit-Reifegrad
CVE-2019-6693 weist eine sehr hohe Exploit-Reife auf. Die CISA hat die Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen und bestaetigt damit die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn, mit einer Behebungsfrist bis zum 2025-07-16. Der Ransomware-Status ist als Known klassifiziert, was die Verwendung kompromittierter FortiOS-Zugangsdaten in Ransomware-Kampagnen bestaetigt. Der EPSS-Score von 72,22 % (98,7. Perzentil) zeigt eine ausserordentlich hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit. Fortinet hat im Advisory FG-IR-19-007 die Schwachstelle bestaetigt. FortiOS-Backup-Dateien gelangen haeufig durch andere Schwachstellen, Fehlkonfigurationen oder Insider-Bedrohungen in die Haende von Angreifern, die dann den hartcodierten Schluessel zur Entschluesselung verwenden.
Behebung
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FortiOS umgehend aktualisieren: Aktualisieren Sie gemaess dem Fortinet Advisory FG-IR-19-007. Betroffene Versionen: FortiOS bis einschliesslich 5.6.10, 6.0.0 bis 6.0.6 sowie 6.2.0.
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Backup-Dateien schuetzen: Stellen Sie sicher, dass FortiOS-Konfigurations-Backups an sicheren Orten mit restriktiven Zugriffsberechtigungen gespeichert werden. Verschluesseln Sie Backup-Dateien zusaetzlich mit einem individuellen Passwort.
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Zugangsdaten rotieren: Alle in FortiOS-Backup-Dateien gespeicherten Passwoerter, Passphrasen privater Schluessel und HA-Passwoerter muessen als potenziell kompromittiert betrachtet und sofort geaendert werden, insbesondere wenn Backup-Dateien moeglicherweise exponiert waren.
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Backup-Zugriff auditieren: Ueberpruefen Sie, wer Zugriff auf FortiOS-Backup-Dateien hat, und implementieren Sie eine strenge Zugangskontrolle. Protokollieren Sie alle Zugriffe auf Backup-Dateien.
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Netzwerk-Zugangsdaten isolieren: Implementieren Sie ein Rotation-Schema fuer alle in FortiOS gespeicherten Zugangsdaten und beschraenken Sie die Lebensdauer von Passwoertern, um die Auswirkungen kompromittierter Backups zu minimieren.
Technische Details
CVE-2019-6693 betrifft Fortinet FortiOS in den Versionen bis einschliesslich 5.6.10, 6.0.0 bis 6.0.6 sowie 6.2.0. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N zeigt eine remote ausnutzbare Schwachstelle, die niedrige Privilegien erfordert. Die Schwachstelle liegt in der Verschluesselung sensibler Daten innerhalb von FortiOS-Konfigurations-Backup-Dateien. FortiOS verwendet einen in der Firmware hartcodierten kryptographischen Schluessel, um Benutzerpasswoerter, Passphrasen privater Schluessel und High-Availability-Passwoerter in Backup-Dateien zu verschluesseln. Da dieser Schluessel fuer alle Installationen identisch ist, kann jeder, der den Schluessel kennt (oder durch Reverse Engineering der Firmware extrahiert), diese sensiblen Daten in jeder beliebigen FortiOS-Backup-Datei entschluesseln. Das Administrator-Passwort ist von dieser Schwachstelle ausgenommen, da es separat behandelt wird. Die Schwachstelle wird besonders gefaehrlich in Kombination mit anderen Schwachstellen, die den Zugriff auf Backup-Dateien ermoeglichen.
Häufig gestellte Fragen
Wird CVE-2019-6693 aktiv ausgenutzt?
Ja, die CISA hat CVE-2019-6693 in den KEV-Katalog aufgenommen und bestaetigt die aktive Ausnutzung. Der Ransomware-Status ist als "Known" klassifiziert, was die Verwendung in Ransomware-Kampagnen bestaetigt. Der EPSS-Score von 72,22 % (98,7. Perzentil) zeigt eine ausserordentlich hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit.
Welche Produkte sind von CVE-2019-6693 betroffen?
Betroffen ist Fortinet FortiOS in den Versionen bis einschliesslich 5.6.10, 6.0.0 bis 6.0.6 sowie Version 6.2.0. Jede FortiGate-Appliance, die eine dieser Versionen ausfuehrt, ist betroffen.
Wie behebe ich CVE-2019-6693?
Aktualisieren Sie FortiOS auf eine gepatchte Version gemaess dem Fortinet Advisory FG-IR-19-007. Rotieren Sie alle Passwoerter, die in Backup-Dateien gespeichert waren, und stellen Sie sicher, dass Backup-Dateien an sicheren Orten mit restriktiven Berechtigungen gespeichert werden.
Wie schwerwiegend ist CVE-2019-6693?
CVE-2019-6693 hat einen CVSS-Score von 6.5 (MEDIUM), ermoeglicht jedoch die Entschluesselung saemtlicher in Backup-Dateien gespeicherter Passwoerter. In Kombination mit dem bestaetigten Ransomware-Einsatz und dem hohen EPSS-Score von 72,22 % ist die praktische Bedrohung erheblich.
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