CVE-2019-11001

HIGH(7.2)KEVErhöhtes Risiko

Reolink Multiple IP Cameras OS Command Injection Vulnerability

Beschreibung

CVE-2019-11001 ist eine schwerwiegende OS-Command-Injection-Schwachstelle in mehreren Reolink IP-Kamera-Modellen, darunter RLC-410W, C1 Pro, C2 Pro, RLC-422W und RLC-511W. Ein authentifizierter Administrator kann ueber die TestEmail-Funktion beliebige Betriebssystembefehle als Root ausfuehren, indem Shell-Metazeichen in das addr1-Feld eingeschleust werden.

Die Schwachstelle wird mit einem CVSS v3.1-Score von 7.2 (HIGH) bewertet. Die CISA hat CVE-2019-11001 in den KEV-Katalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 8. Januar 2025. Der EPSS-Score von 33.82 % (96.9. Perzentil) weist auf eine erhebliche Ausnutzungswahrscheinlichkeit hin, wobei oeffentlich verfuegbarer Exploit-Code die Bedrohung verstaerkt.

KEV-Informationen

Hersteller
Reolink
Produkt
Multiple IP Cameras
Hinzugefügt am
18. Dezember 2024
Fälligkeitsdatum
8. Januar 2025
Erforderliche Maßnahme
The impacted product could be end-of-life (EoL) and/or end-of-service (EoS). Users should discontinue product utilization if a current mitigation is unavailable.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:H/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
HIGH
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
1.2
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
reolinkrlc-410w firmware<= 1.0.227
reolinkc1 pro firmware<= 1.0.227
reolinkc2 pro firmware<= 1.0.227
reolinkrlc-422w firmware<= 1.0.227
reolinkrlc-511w firmware<= 1.0.227

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
7.2
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:H/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
7.2
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:H/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

Fuer CVE-2019-11001 wurde kein spezifischer CWE-Typ offiziell zugewiesen. Die Schwachstelle basiert auf einer OS Command Injection, die typischerweise unter CWE-78 (Improper Neutralization of Special Elements used in an OS Command) faellt. Bei dieser Schwachstellenklasse werden Benutzereingaben ohne ausreichende Bereinigung in Betriebssystembefehle eingebettet. Im Fall der betroffenen Reolink-Kameras wird das addr1-Feld der TestEmail-Funktion nicht auf Shell-Metazeichen geprueft, wodurch eingeschleuste Befehle mit Root-Rechten auf dem Geraet ausgefuehrt werden.

Auswirkungsanalyse

Die Auswirkungen von CVE-2019-11001 sind besonders weitreichend, da fuenf verschiedene Reolink-Kameramodelle betroffen sind. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:H/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H zeigt, dass trotz der Anforderung hoher Privilegien alle Impact-Metriken maximal betroffen sind. Vertraulichkeit (Hoch): Ein erfolgreicher Angriff ermoeglicht den vollstaendigen Zugriff auf Videostreams, gespeicherte Aufnahmen, WLAN-Zugangsdaten und Netzwerkkonfigurationen aller betroffenen Kameras. Bei mehreren kompromittierten Kameras kann ein umfassendes Ueberwachungsnetzwerk missbraucht werden. Integritaet (Hoch): Der Angreifer erlangt Root-Zugriff auf das Kamera-Betriebssystem und kann Firmware modifizieren, Backdoors installieren und die Kamera als Ausgangspunkt fuer laterale Bewegungen im Netzwerk nutzen. Verfuegbarkeit (Hoch): Die Kameras koennen vollstaendig deaktiviert oder funktionsunfaehig gemacht werden, was den Sicherheitsueberwachungsbetrieb stoert. Der EPSS-Score von 33.82 % unterstreicht die erhebliche Ausnutzungswahrscheinlichkeit. Der Ransomware-Status ist als Unknown klassifiziert.

Exploit-Reifegrad

CVE-2019-11001 weist eine hohe Exploit-Reife auf. Oeffentlich verfuegbarer Exploit-Code existiert als Python-Skript auf GitHub (Reolink-IPC-RCE.py), das die Schwachstelle automatisiert ausnutzt. Die CISA hat die aktive Ausnutzung bestaetigt und die Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen. Der EPSS-Score von 33.82 % (96.9. Perzentil) platziert diese Schwachstelle unter den Top 4 % der am staerksten ausgenutzten Schwachstellen. Die Verfuegbarkeit eines voll funktionsfaehigen Exploit-Tools senkt die Einstiegshuerda fuer Angreifer erheblich, insbesondere da nur Standard-Administratorzugangsdaten benoetigt werden. Der Ransomware-Status ist als Unknown klassifiziert.

Behebung

  1. Firmware umgehend aktualisieren: Aktualisieren Sie alle betroffenen Reolink-Kameras (RLC-410W, C1 Pro, C2 Pro, RLC-422W, RLC-511W) auf eine Firmware-Version hoeher als 1.0.227. Pruefen Sie die Reolink-Supportseite auf aktuelle Firmware-Updates fuer jedes betroffene Modell.

  2. Administrator-Passwoerter aendern: Aendern Sie umgehend die Administrator-Passwoerter aller betroffenen Kameras auf starke, einzigartige Passwoerter. Der oeffentlich verfuegbare Exploit setzt nur Standard-Zugangsdaten voraus; individuelle Passwoerter erhoehen die Huerda fuer Angreifer erheblich.

  3. Netzwerkisolierung umsetzen: Platzieren Sie alle IP-Kameras in einem isolierten Netzwerksegment (VLAN), das keinen direkten Zugang zum Internet und nur eingeschraenkten Zugang zum internen Netzwerk hat. Konfigurieren Sie Firewall-Regeln, die den Zugriff auf die Kamera-Verwaltungsoberflaeche nur von autorisierten Management-Stationen erlauben.

  4. E-Mail-Funktion pruefen und einschraenken: Wenn die TestEmail-Funktion nicht benoetigt wird, deaktivieren Sie die E-Mail-Benachrichtigungsfunktion der Kameras. Dies eliminiert den spezifischen Angriffsvektor ueber das addr1-Feld.

  5. Bestandsaufnahme und Monitoring durchfuehren: Erstellen Sie eine vollstaendige Bestandsaufnahme aller Reolink-Kameras im Netzwerk und deren Firmware-Versionen. Implementieren Sie eine Netzwerkueberwachung fuer anomale ausgehende Verbindungen von IoT-Geraeten.

Technische Details

CVE-2019-11001 betrifft mehrere Reolink IP-Kamera-Modelle mit Firmware bis einschliesslich Version 1.0.227. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:H/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H zeigt, dass der Angriff ueber das Netzwerk (AV:N) mit niedriger Komplexitaet (AC:L) durchfuehrbar ist, jedoch hohe Privilegien (PR:H) in Form eines Administrator-Zugangs erfordert.

Die Schwachstelle liegt in der TestEmail-Funktion der Kamera-Firmware. Das addr1-Feld, das eine E-Mail-Adresse fuer den Testversand enthalten sollte, wird ohne Bereinigung in einen Betriebssystembefehl eingebettet. Durch Einschleusen von Shell-Metazeichen wie Semikolons oder Backticks kann ein Angreifer zusaetzliche Befehle anhaengen, die mit Root-Rechten auf dem zugrunde liegenden Linux-Betriebssystem ausgefuehrt werden. Der oeffentlich verfuegbare Proof-of-Concept demonstriert die Ausfuehrung beliebiger Befehle ueber diesen Vektor.

Betroffen sind fuenf Reolink-Modelle: RLC-410W, C1 Pro, C2 Pro, RLC-422W und RLC-511W, jeweils mit Firmware-Versionen bis einschliesslich 1.0.227. Der Scope bleibt unveraendert (S:U), alle drei Impact-Metriken sind auf High gesetzt, was die vollstaendige Kompromittierung des Geraets mit Root-Rechten widerspiegelt.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2019-11001 aktiv ausgenutzt?

Ja, CVE-2019-11001 wird aktiv ausgenutzt. Die CISA hat die Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen. Ein voll funktionsfaehiger Exploit ist als Python-Skript auf GitHub oeffentlich verfuegbar. Der EPSS-Score von 33.82 % (96.9. Perzentil) bestaetigt die erhebliche Ausnutzungswahrscheinlichkeit.

Welche Reolink-Kameras sind von CVE-2019-11001 betroffen?

Betroffen sind die Modelle RLC-410W, C1 Pro, C2 Pro, RLC-422W und RLC-511W mit Firmware-Versionen bis einschliesslich 1.0.227. Da andere Reolink-Modelle moeglicherweise aehnlichen Code verwenden, sollten alle Reolink-Kameras auf Updates geprueft werden.

Benoetigt ein Angreifer physischen Zugang fuer CVE-2019-11001?

Nein, der Angriff erfolgt ueber das Netzwerk (AV:N). Es werden jedoch Administrator-Zugangsdaten benoetigt (PR:H). Wenn Standard-Passwoerter nicht geaendert wurden, ist dies jedoch keine wesentliche Huerda fuer Angreifer.

Wie haengt CVE-2019-11001 mit CVE-2021-40407 zusammen?

Beide Schwachstellen betreffen Reolink IP-Kameras und basieren auf OS Command Injection. CVE-2019-11001 nutzt die TestEmail-Funktion als Angriffsvektor, waehrend CVE-2021-40407 die DDNS-Konfiguration ausnutzt. Beide erfordern administrativen Zugang und ermoeglichen die Ausfuehrung beliebiger Befehle.

CVSS-Score

7.2
HIGH(7.2)

EPSS-Score

EPSS-Score37.54%
EPSS-Perzentil98.4%

Daten

Veröffentlicht8. April 2019
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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