CVE-2019-0903

HIGH(8.8)KEVErhöhtes Risiko

Microsoft GDI Remote Code Execution Vulnerability

Beschreibung

CVE-2019-0903 ist eine Remote-Code-Execution-Schwachstelle in der Microsoft Windows Graphics Device Interface (GDI), die über speziell gestaltete Enhanced Metafile (EMF)-Bilder ausgenutzt werden kann. Ein Angreifer kann die Schwachstelle auslösen, indem er einen Benutzer dazu bringt, ein bösartiges Dokument zu öffnen oder eine Website mit einer manipulierten EMF-Datei zu besuchen. Die Schwachstelle wurde am 25. März 2022 in den CISA-Katalog aufgenommen, mit einem EPSS-Score von 12,1 % (95,4. Perzentil).

KEV-Informationen

Hersteller
Microsoft
Produkt
Graphics Device Interface (GDI)
Hinzugefügt am
25. März 2022
Fälligkeitsdatum
15. April 2022
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
REQUIRED
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
2.8
Auswirkungsscore
5.9

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
microsoftwindows 10 1507-
microsoftwindows 10 1607-
microsoftwindows 10 1703-
microsoftwindows 10 1709-
microsoftwindows 10 1803-
microsoftwindows 10 1809-
microsoftwindows 10 1903-
microsoftwindows 7-
microsoftwindows 8.1-
microsoftwindows rt 8.1-
microsoftwindows server 1803-
microsoftwindows server 1903-
microsoftwindows server 2008-; r2
microsoftwindows server 2012-; r2
microsoftwindows server 2016-
microsoftwindows server 2019-

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
8.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
8.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-94: Unsachgemäße Kontrolle der Codegenerierung (Code-Injection)

CVE-2019-0903 wird mit CWE-94 assoziiert und beschreibt Schwachstellen, bei denen unsachgemäße Eingabeverarbeitung zur Codeausführung führt. Die Windows-GDI-Komponente behandelt Objekte im Speicher bei der Verarbeitung von EMF-Bilddateien nicht ordnungsgemäß, was einem Angreifer die Ausführung beliebigen Codes im Kontext des aktuellen Benutzers ermöglicht.

Mehr erfahren: CWE-94 — Improper Control of Generation of Code

Auswirkungsanalyse

CVE-2019-0903 ermöglicht es Angreifern, beliebigen Code auf Windows-Systemen über bösartige EMF-Bilddateien auszuführen, die vom GDI-Subsystem verarbeitet werden. Der Code wird mit den Rechten des Benutzers ausgeführt, der den bösartigen Inhalt öffnet, was ein Administrator mit vollem Systemzugriff sein könnte. Die Schwachstelle kann über mehrere Angriffsvektoren ausgelöst werden, darunter E-Mail-Anhänge mit manipulierten Dokumenten, Websites mit bösartigem EMF-Inhalt und freigegebene Netzwerkdateien. Der EPSS-Score von 12,1 % spiegelt das aktive Ausnutzungsinteresse wider.

Exploit-Reifegrad

CVE-2019-0903 wurde von CISA als aktiv ausgenutzt bestätigt. Die Schwachstelle kann über gängige Angriffsvektoren wie Phishing-E-Mails mit bösartigen Dokumentanhängen oder Drive-by-Download-Angriffe über kompromittierte Websites verbreitet werden. EMF-dateibasierte Angriffe sind eine etablierte Technik in gezielten Angriffskampagnen. Mit einem EPSS-Score von 12,1 % (95,4. Perzentil) ist die Ausnutzungswahrscheinlichkeit signifikant.

Behebung

  1. Microsoft-Sicherheitsupdates anwenden: Installieren Sie das kumulative Sicherheitsupdate vom Mai 2019 von Microsoft, das CVE-2019-0903 behebt.
  2. EMF-Dateiverarbeitung einschränken: Konfigurieren Sie E-Mail-Gateways und Inhaltsfilter, um Dateien mit EMF-Inhalt zu blockieren oder in Quarantäne zu stellen.
  3. Least Privilege implementieren: Stellen Sie sicher, dass Benutzer mit minimalen erforderlichen Rechten arbeiten und keine Administratorkonten für tägliche Aufgaben verwenden.
  4. Endpoint-Schutz bereitstellen: Stellen Sie sicher, dass Endpoint-Sicherheitslösungen mit aktuellen Signaturen zur Erkennung von CVE-2019-0903-Exploitversuchen ausgestattet sind.
  5. Benutzer schulen: Schulen Sie Benutzer, verdächtige E-Mail-Anhänge zu erkennen und nicht zu öffnen.

Technische Details

CVE-2019-0903 ist eine Remote-Code-Execution-Schwachstelle in der Windows Graphics Device Interface (GDI), dem zentralen Windows-Subsystem für die Grafikverarbeitung. Die Schwachstelle tritt auf, wenn GDI Objekte im Speicher bei der Verarbeitung von Enhanced Metafile (EMF)-Bildern nicht ordnungsgemäß behandelt. EMF-Dateien enthalten eine Sequenz von GDI-Zeichenbefehlen, und eine speziell gestaltete EMF-Datei kann Befehle enthalten, die eine Speicherkorruption im GDI-Verarbeitungsmodul auslösen. Diese Speicherkorruption ermöglicht dem Angreifer die beliebige Codeausführung im Kontext des Benutzers, der die bösartige Datei geöffnet hat.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2019-0903 aktiv ausgenutzt?

Ja. CISA hat die aktive Ausnutzung bestätigt. Die Schwachstelle kann über gängige Angriffsvektoren wie Phishing-E-Mails mit bösartigen Dokumenten oder kompromittierte Websites ausgelöst werden.

Welche Produkte sind von CVE-2019-0903 betroffen?

CVE-2019-0903 betrifft alle unterstützten Versionen von Microsoft Windows, die die Windows-GDI-Komponente enthalten, ein zentrales Betriebssystem-Subsystem in allen Windows-Versionen.

Wie behebe ich CVE-2019-0903?

Wenden Sie das kumulative Sicherheitsupdate vom Mai 2019 von Microsoft an. Stellen Sie sicher, dass alle Windows-Systeme in ein regelmäßiges Patch-Programm eingebunden sind.

Wie schwerwiegend ist CVE-2019-0903?

CVE-2019-0903 ist eine hochschwere Remote-Code-Execution-Schwachstelle. Sie kann über gängige Übertragungswege wie E-Mail-Anhänge ausgenutzt werden, und eine erfolgreiche Ausnutzung ermöglicht die Codeausführung mit den Rechten des Opferbenutzers.

CVSS-Score

8.8
HIGH(8.8)

EPSS-Score

EPSS-Score21.71%
EPSS-Perzentil97.4%

Daten

Veröffentlicht16. Mai 2019
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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