CVE-2019-0752
Microsoft Internet Explorer Type Confusion Vulnerability
Beschreibung
CVE-2019-0752 ist eine schwerwiegende Zugriff auf Ressource mit inkompatiblem Typ ('Type Confusion')-Schwachstelle in Microsoft Internet Explorer mit einem CVSS-3.1-Score von 7.5. Die Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, über das Netzwerk ohne vorherige Authentifizierung unter Mitwirkung des Benutzers beliebigen Code auszuführen oder das System zu kompromittieren. Betroffene Produkte umfassen Microsoft Internet Explorer (11; 10). Diese CVE ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet mit einer Behebungsfrist bis zum 2022-08-15. Der CISA-KEV-Katalog bestätigt einen Zusammenhang mit Ransomware-Kampagnen. Der EPSS-Score von 0.92041 (99,7. Perzentile) belegt eine hohe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit und erfordert eine priorisierte Behebung.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:N/AC:H/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| microsoft | internet explorer | 11; 10 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:N/AC:H/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H
CVSS:3.1/AV:N/AC:H/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H
Referenzen
- http://packetstormsecurity.com/files/153078/Microsoft-Internet-Explorer-Windows-10-1809-17763.316-Memory-Corruption.html(Exploit, Third Party Advisory, VDB Entry)
- https://portal.msrc.microsoft.com/en-US/security-guidance/advisory/CVE-2019-0752(Patch, Vendor Advisory)
- https://www.zerodayinitiative.com/advisories/ZDI-19-359/(Third Party Advisory, VDB Entry)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2019-0752(US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-843: Zugriff auf Ressource mit inkompatiblem Typ ('Type Confusion')
CVE-2019-0752 wird unter CWE-843 klassifiziert — Zugriff auf Ressource mit inkompatiblem Typ ('Type Confusion'). Type Confusion tritt auf, wenn ein Produkt eine Ressource mit einem Typ allokiert oder initialisiert, aber später auf diese Ressource mit einem inkompatiblen Typ zugreift. Wenn die Ressource mit dem falschen Typ zugegriffen wird, fehlen möglicherweise erwartete Eigenschaften, was logische Fehler auslöst. In speicherunsicheren Sprachen wie C und C++ kann Type Confusion Out-of-Bounds-Speicherzugriff ermöglichen, da verschiedene Typen unterschiedliche Größen und Speicherlayouts haben. Angreifer können Type Confusion ausnutzen, um Speicher außerhalb der beabsichtigten Grenzen zu lesen oder zu schreiben, was möglicherweise zu Codeausführung, Informationsoffenlegung oder Systemabstürzen führt.
Im Kontext von Microsoft Internet Explorer ist diese Schwachstellenklasse besonders besorgniserregend, da Type-Confusion-Schwachstellen sind besonders gefährlich in Low-Level-Sprachen, in denen Typinformationen zur Laufzeit nicht durchgesetzt werden. Zugriff auf Speicher durch einen inkompatiblen Typ kann verursachen: Lesen über Puffergrenzen hinaus (Informationsoffenlegung), Schreiben über Puffergrenzen hinaus (Speicherbeschädigung), falsche Dateninterpretation (Logikfehler) und Beschädigung benachbarter Speicherstrukturen (Codeausführung). In Sprachen mit lockereren Typsystemen (PHP, JavaScript, Perl) kann Type Confusion unerwartetes Verhalten bei Vergleichen, mathematischen Operationen oder Datenverarbeitung verursachen. Organisationen, die betroffene Versionen einsetzen, sollten verstehen, dass diese Schwachstellenklasse historisch schwere Kompromittierungen in Unternehmensumgebungen ermöglicht hat.
Auswirkungsanalyse
Vertraulichkeit (HIGH): Erfolgreiche Ausnutzung gewährt dem Angreifer umfassenden Zugriff auf sensible Daten, die von Microsoft Internet Explorer verarbeitet werden, einschließlich Konfigurationsdateien, Zugangsdaten und potenziell Daten verbundener Systeme.
Integrität (HIGH): Angreifer können kritische Systemdateien modifizieren, Backdoors installieren, Konfigurationen ändern oder Malware auf betroffenen Systemen mit Microsoft Internet Explorer einschleusen.
Verfügbarkeit (HIGH): Eine vollständige Unterbrechung des betroffenen Dienstes oder Systems ist möglich, einschließlich Denial-of-Service, Systemabstürze oder das Unbrauchbarmachen des Produkts.
Scope: Der Scope ist Unchanged (U), was bedeutet, dass die Auswirkungen auf die verwundbare Komponente selbst beschränkt sind. Der Einfluss ist zwar signifikant, bleibt aber auf die Microsoft Internet Explorer-Umgebung begrenzt.
Mit einem EPSS-Score von 0.92041 (99,7. Perzentile) gehört diese Schwachstelle zu den am häufigsten in der Praxis ausgenutzten und erfordert dringende Maßnahmen.
Exploit-Reifegrad
Exploit-Status: CVE-2019-0752 wird aktiv in der Praxis ausgenutzt und ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet. Der EPSS-Score von 0.92041 (99,7. Perzentile) bestätigt eine extrem hohe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit.
Ransomware-Bezug: Der CISA-KEV-Katalog bestätigt einen bekannten Zusammenhang zwischen CVE-2019-0752 und Ransomware-Kampagnen. Bedrohungsakteure haben diese Schwachstelle als Teil von Ransomware-Angriffsketten für den initialen Zugang oder die laterale Bewegung eingesetzt.
Öffentliche Exploits: Exploit-Code ist öffentlich verfügbar, unter anderem bei packetstormsecurity.com. Die Verfügbarkeit von öffentlichem Exploit-Code senkt die Hürde für die Ausnutzung erheblich.
KEV-Frist: Die CISA-Behebungsfrist war der 2022-08-15. Alle Organisationen sollten diese Frist als dringende Empfehlung für ihre eigenen Behebungszeiträume betrachten.
Behebung
- Hersteller-Patches umgehend anwenden. Wenden Sie Updates gemäß den Anweisungen des Herstellers an. Konsultieren Sie den Herstellerhinweis unter portal.msrc.microsoft.com für spezifische Patch-Informationen.
- Betroffene Produktversionen identifizieren. Erfassen Sie alle Instanzen von Microsoft Internet Explorer in Ihrer Infrastruktur (betroffene Versionen: Microsoft Internet Explorer (11; 10)). Nutzen Sie Asset-Inventarisierung und Schwachstellen-Scanner, um keine Instanz zu übersehen.
- Interim-Maßnahmen bei verzögertem Patching umsetzen. Falls sofortiges Patching nicht möglich ist, implementieren Sie Netzwerkebene-Kontrollen wie Zugangsbeschränkungen zur betroffenen Komponente, erweitertes Logging und Monitoring auf Kompromittierungsindikatoren.
- Auf Anzeichen vorheriger Kompromittierung prüfen. Angesichts der bestätigten aktiven Ausnutzung überprüfen Sie Systemprotokolle und Sicherheits-Monitoring-Daten auf Hinweise einer Kompromittierung. Führen Sie bei verdächtigen Aktivitäten eine gründliche Untersuchung durch.
- Erkennungssignaturen aktualisieren. Stellen Sie sicher, dass IDS/IPS-Systeme, Endpoint-Detection-Tools und SIEM-Regeln aktualisiert sind, um Ausnutzungsversuche gegen CVE-2019-0752 zu erkennen.
- Post-Remediation-Review durchführen. Verifizieren Sie nach dem Patching die Wirksamkeit der Behebung und dokumentieren Sie die durchgeführten Maßnahmen. Bewerten Sie, ob zusätzliche Härtungsmaßnahmen erforderlich sind.
Technische Details
Angriffsvektor: NETWORK
Angriffskomplexität: Hoch
Erforderliche Rechte: Keine
Benutzerinteraktion: Erforderlich
Technischer Ablauf: Die Schwachstelle in Microsoft Internet Explorer kann über das Netzwerk ohne physischen Zugang ausgenutzt werden. Die Angriffskomplexität ist hoch, was bedeutet, dass spezifische Bedingungen oder Vorbereitungen für eine erfolgreiche Ausnutzung erforderlich sind. Es sind keine vorherigen Authentifizierungen oder Berechtigungen erforderlich. Eine Benutzerinteraktion ist erforderlich — das Opfer muss eine Aktion wie das Öffnen einer Datei, das Anklicken eines Links oder den Besuch einer Website durchführen.
Schwachstellenmechanismus: Type Confusion tritt auf, wenn ein Produkt eine Ressource mit einem Typ allokiert oder initialisiert, aber später auf diese Ressource mit einem inkompatiblen Typ zugreift. Wenn die Ressource mit dem falschen Typ zugegriffen wird, fehlen möglicherweise erwartete Eigenschaften, was logische Fehler auslöst. In speicherunsicheren Sprachen wie C und C++ kann Type Confusion Out-of-Bounds-Speicherzugriff ermöglichen, da verschiedene Typen unterschiedliche Größen und Speicherlayouts haben.
Betroffene Produkte: Microsoft Internet Explorer (11; 10)
CVSS-3.1-Bewertung: Der Score von 7.5 (HOCH) reflektiert die Kombination aus netzwerkbasiertem Angriffsvektor, hoher Komplexität und auf die Komponente begrenztem Scope.
Häufig gestellte Fragen
Wird CVE-2019-0752 aktiv ausgenutzt?
Ja, CVE-2019-0752 wird aktiv ausgenutzt. Die Schwachstelle ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet, steht in Verbindung mit Ransomware-Kampagnen und weist einen EPSS-Score von 0.92041 (99,7. Perzentile) auf, der eine extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit bestätigt.
Welche Produkte sind von CVE-2019-0752 betroffen?
Von CVE-2019-0752 sind folgende Produkte betroffen: Microsoft Internet Explorer (11; 10). Organisationen sollten ihre Infrastruktur auf diese Versionen prüfen und die Behebung priorisieren. Aktuelle Informationen zu betroffenen Versionen und Patches sind in den offiziellen Herstellerhinweisen verfügbar.
Wie behebe ich CVE-2019-0752?
Wenden Sie Updates gemäß den Anweisungen des Herstellers an. Identifizieren Sie alle betroffenen Instanzen von Microsoft Internet Explorer in Ihrer Umgebung mittels Schwachstellen-Scanning und Asset-Management. Falls sofortiges Patching nicht möglich ist, implementieren Sie Netzwerk-Mitigierungen und erweitertes Monitoring. Prüfen Sie nach dem Patching auf Anzeichen einer vorherigen Kompromittierung.
Wie schwerwiegend ist CVE-2019-0752?
CVE-2019-0752 ist mit einem CVSS-Score von 7.5 als HOCH eingestuft. Der EPSS-Score von 0.92041 (99,7. Perzentile) belegt eine der höchsten realen Ausnutzungswahrscheinlichkeiten. Die CISA-Behebungsfrist war der 2022-08-15. Ein Zusammenhang mit Ransomware-Kampagnen wurde bestätigt.
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