CVE-2018-8639

HIGH(7.8)KEVRansomwareErhöhtes Risiko

Microsoft Windows Win32k Improper Resource Shutdown or Release Vulnerability

Beschreibung

CVE-2018-8639 ist eine Privilege-Escalation-Schwachstelle in der Win32k-Komponente von Microsoft Windows. Die Schwachstelle entsteht durch eine fehlerhafte Behandlung von Objekten im Speicher durch den Win32k-Kerneltreiber, wodurch ein lokaler Angreifer mit niedrigen Berechtigungen erhoehte Systemrechte erlangen kann. Mit einem CVSS v3.1-Score von 7.8 (HIGH) stellt diese Schwachstelle ein erhebliches Risiko fuer eine Vielzahl von Windows-Versionen dar.

Die CISA hat CVE-2018-8639 in den KEV-Katalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 24. Maerz 2025. Die bestaetigte Nutzung in Ransomware-Kampagnen (Ransomware-Status: Known) macht diese Schwachstelle besonders gefaehrlich. Der EPSS-Score von 31.88 % (96.7. Perzentil) zeigt eine ausserordentlich hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit.

KEV-Informationen

Hersteller
Microsoft
Produkt
Windows
Hinzugefügt am
3. März 2025
Fälligkeitsdatum
24. März 2025
Erforderliche Maßnahme
Apply mitigations per vendor instructions, follow applicable BOD 22-01 guidance for cloud services, or discontinue use of the product if mitigations are unavailable.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
LOCAL
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
LOW
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
1.8
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
microsoftwindows 10 1507-
microsoftwindows 10 1607-
microsoftwindows 10 1703-
microsoftwindows 10 1709-
microsoftwindows 10 1803-
microsoftwindows 10 1809-
microsoftwindows 7-
microsoftwindows 8.1-
microsoftwindows rt 8.1-
microsoftwindows server 2008-; r2
microsoftwindows server 2012-; r2
microsoftwindows server 2016-
microsoftwindows server 2019-

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
7.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
8.4
HIGH

CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

Unbekannter Schwachstellentyp

Fuer CVE-2018-8639 wurde bisher keine offizielle CWE-Klassifikation veroeffentlicht. Basierend auf der technischen Beschreibung handelt es sich um eine fehlerhafte Objektbehandlung im Speicher (Improper Handling of Objects in Memory) in der Win32k-Kernelkomponente. Diese Art von Schwachstelle ist funktional vergleichbar mit CWE-416 (Use After Free) oder CWE-269 (Improper Privilege Management), bei der durch fehlerhafte Speicherverwaltung Kernel-Datenstrukturen manipuliert werden koennen.

Die Win32k-Komponente ist Teil des Windows-Kernels und verwaltet das Fenstersystem sowie die grafische Benutzeroberflaeche. Schwachstellen in dieser Komponente fuehren haeufig zu Privilege Escalation, da Win32k im Kernel-Modus ausgefuehrt wird.

Auswirkungsanalyse

Die Auswirkungen von CVE-2018-8639 sind aufgrund der Privilege-Escalation-Faehigkeit und der breiten Windows-Versionsabdeckung erheblich. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H zeigt eine schwerwiegende lokale Bedrohung. Vertraulichkeit (Hoch): Mit erhoehten Systemrechten kann ein Angreifer auf alle Dateien und Daten des Systems zugreifen, einschliesslich gespeicherter Passwoerter, Sicherheitsdatenbanken und verschluesselter Inhalte. Integritaet (Hoch): Der Angreifer kann beliebige Systemdateien modifizieren, Sicherheitsmechanismen deaktivieren und persistent Schadsoftware installieren. Verfuegbarkeit (Hoch): Mit Kernel-Rechten kann der Angreifer Systemprozesse beenden, den Computer lahmlegen oder fuer Ransomware-Verschluesselung vorbereiten.

Die bestaetigte Nutzung in Ransomware-Kampagnen (Ransomware-Status: Known) unterstreicht die praktische Relevanz dieser Schwachstelle. Angreifer nutzen CVE-2018-8639 typischerweise als zweite Stufe nach einer initialen Kompromittierung, um vom eingeschraenkten Benutzerkontext zu vollen Systemrechten zu eskalieren. Der EPSS-Score von 31.88 % (96.7. Perzentil) platziert diese Schwachstelle unter den Top 4 % der am aktivsten ausgenutzten Schwachstellen.

Exploit-Reifegrad

CVE-2018-8639 weist eine sehr hohe Exploit-Reife auf und wird aktiv in Ransomware-Kampagnen eingesetzt. Die CISA hat die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn bestaetigt und die Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 24. Maerz 2025. Der Ransomware-Status ist als Known klassifiziert, was die bestaetigte Nutzung durch Ransomware-Gruppen belegt.

Der EPSS-Score von 31.88 % (96.7. Perzentil) ist ausserordentlich hoch und zeigt, dass diese trotz ihres Alters (Dezember 2018) weiterhin aktiv ausgenutzte Schwachstelle zu den gefaehrlichsten gehoert. Microsoft hat den Sicherheitspatch im Rahmen des Patch Tuesday Dezember 2018 veroeffentlicht. Win32k-Schwachstellen sind bei Angreifern besonders beliebt, da sie zuverlaessige Privilege Escalation in einer weit verbreiteten Kernel-Komponente ermoeglichen.

Behebung

  1. Microsoft-Sicherheitspatch installieren: Installieren Sie das kumulative Sicherheitsupdate vom Dezember 2018 ueber Windows Update oder den Microsoft Update Catalog. Der Patch adressiert die fehlerhafte Objektbehandlung in der Win32k-Komponente. Gemaess KEV-Katalog muss die Behebung bis spaetestens 24. Maerz 2025 erfolgen.

  2. End-of-Life-Systeme migrieren: Viele der betroffenen Betriebssysteme (Windows 7, Windows Server 2008/2008 R2, Windows 8.1) haben das End of Life erreicht und erhalten keine regulaeren Sicherheitsupdates mehr. Planen und fuehren Sie die Migration auf unterstuetzte Windows-Versionen durch.

  3. Principle of Least Privilege durchsetzen: Stellen Sie sicher, dass Standardbenutzer keine lokalen Administratorrechte besitzen. Implementieren Sie Privileged Access Management (PAM) und verwenden Sie separate administrative Konten fuer Verwaltungsaufgaben.

  4. Ransomware-Schutzmassnahmen implementieren: Angesichts der bestaetigten Ransomware-Nutzung implementieren Sie mehrstufige Schutzmassnahmen: aktuelle Offline-Backups, Netzwerksegmentierung, Endpoint Detection and Response (EDR) und Application Whitelisting, um die Ausfuehrung nicht autorisierter Programme zu verhindern.

  5. Exploit-Schutz aktivieren: Aktivieren Sie Windows Defender Exploit Guard bzw. EMET (fuer aeltere Systeme) mit spezifischen Regeln fuer Win32k-Exploit-Mitigations. Konfigurieren Sie Attack Surface Reduction (ASR)-Regeln, um haeufige Angriffsvektoren zu blockieren.

Technische Details

CVE-2018-8639 betrifft die Win32k-Kernelkomponente von Microsoft Windows. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H zeigt einen lokalen Angriff (AV:L) mit niedriger Komplexitaet (AC:L), der niedrige Berechtigungen (PR:L) erfordert und keine Benutzerinteraktion (UI:N) benoetigt.

Die Win32k-Komponente (win32k.sys) ist ein Kernelmodus-Treiber, der fuer die Verwaltung des Windows-Fenstersystems, grafischer Operationen und Benutzereingaben verantwortlich ist. Die Schwachstelle entsteht durch eine fehlerhafte Behandlung von Objekten im Kernel-Speicher: Wenn der Win32k-Treiber bestimmte Operationen an Fensterobjekten durchfuehrt, werden interne Speicherreferenzen nicht korrekt verwaltet. Ein lokaler Angreifer kann diese fehlerhafte Speicherverwaltung ausnutzen, um die Programmausfuehrung im Kernel-Kontext umzulenken und so vom Benutzer- in den Kernel-Modus zu eskalieren.

Betroffen sind zahlreiche Windows-Versionen: Windows 7, Windows 8.1, Windows RT 8.1, Windows 10 (Versionen 1507 bis 1809), Windows Server 2008 und 2008 R2, Windows Server 2012 und 2012 R2, Windows Server 2016 und Windows Server 2019. Der unveraenderte Scope (S:U) zeigt, dass die Auswirkungen auf das betroffene Windows-System beschraenkt bleiben, wobei alle drei Impact-Metriken auf High gesetzt sind.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2018-8639 fuer Ransomware eingesetzt?

Ja, CVE-2018-8639 wird nachweislich in Ransomware-Kampagnen eingesetzt. Der Ransomware-Status im KEV-Katalog ist als Known klassifiziert. Angreifer nutzen die Privilege-Escalation-Schwachstelle, um nach einer initialen Kompromittierung Systemrechte zu erlangen und anschliessend Ransomware mit maximalen Berechtigungen auszufuehren.

Warum ist CVE-2018-8639 trotz ihres Alters noch relevant?

Obwohl der Patch seit Dezember 2018 verfuegbar ist, bleibt die Schwachstelle relevant, da viele Organisationen aeltere Windows-Versionen wie Windows 7 oder Windows Server 2008 weiterhin betreiben. Der EPSS-Score von 31.88 % zeigt, dass die Schwachstelle weiterhin aktiv und erfolgreich ausgenutzt wird. Die CISA hat die Behebungsfrist auf den 24. Maerz 2025 festgelegt.

Welche Windows-Versionen sind betroffen?

Betroffen sind Windows 7, Windows 8.1, Windows RT 8.1, Windows 10 (Versionen 1507 bis 1809), Windows Server 2008 und 2008 R2, Windows Server 2012 und 2012 R2, Windows Server 2016 sowie Windows Server 2019. Viele dieser Versionen haben das End of Life erreicht und erhalten keine regulaeren Updates mehr.

Wie behebe ich CVE-2018-8639?

Installieren Sie das kumulative Sicherheitsupdate vom Dezember 2018 ueber Windows Update oder den Microsoft Update Catalog. Fuer End-of-Life-Systeme wie Windows 7 oder Windows Server 2008 wird dringend die Migration auf eine unterstuetzte Windows-Version empfohlen, da diese Systeme keine weiteren Sicherheitsupdates erhalten.

CVSS-Score

7.8
HIGH(7.8)

EPSS-Score

EPSS-Score22.18%
EPSS-Perzentil97.5%

Daten

Veröffentlicht12. Dezember 2018
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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