CVE-2018-8414

HIGH(8.8)KEVWahrscheinlich ausgenutzt

Microsoft Windows Shell Remote Code Execution Vulnerability

Beschreibung

CVE-2018-8414 ist eine Remote-Code-Execution-Schwachstelle in der Microsoft Windows Shell, die über speziell gestaltete SettingContent-ms-Dateien ausgenutzt werden kann. Ein Angreifer kann eine bösartige SettingContent-ms-Datei erstellen, die bei Öffnung durch einen Benutzer beliebige Befehle auf dem System ausführt. Dieser Dateityp wurde für Windows-10-Einstellungsverknüpfungen entwickelt, kann aber missbraucht werden, um PowerShell-Befehle auszuführen. Die Schwachstelle wurde am 25. März 2022 in den CISA-Katalog aufgenommen. Mit einem EPSS-Score von 97,3 % (99,9. Perzentil) ist eine Ausnutzung nahezu sicher.

KEV-Informationen

Hersteller
Microsoft
Produkt
Windows
Hinzugefügt am
25. März 2022
Fälligkeitsdatum
15. April 2022
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
REQUIRED
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
2.8
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
microsoftwindows 10 1703-
microsoftwindows 10 1709-
microsoftwindows 10 1803-
microsoftwindows server 1709-
microsoftwindows server 1803-

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
8.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
8.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-94: Unsachgemäße Kontrolle der Codegenerierung (Code-Injection)

CVE-2018-8414 wird unter CWE-94 klassifiziert und beschreibt Schwachstellen mit unsachgemäßer Kontrolle der Codeausführung. Die Windows Shell validiert die in SettingContent-ms-Dateien eingebetteten Befehle nicht ordnungsgemäß, wodurch ein Angreifer beliebige ausführbare Pfade und Befehlszeilenargumente einbetten kann.

Mehr erfahren: CWE-94 — Improper Control of Generation of Code

Auswirkungsanalyse

CVE-2018-8414 ermöglicht es Angreifern, beliebigen Code auf Windows-10-Systemen über bösartige SettingContent-ms-Dateien auszuführen. Dieser Dateityp ist besonders gefährlich, da er in Office-Dokumente eingebettet, per E-Mail versendet oder auf Websites gehostet werden kann und viele Sicherheitskontrollen umgeht, die traditionelle ausführbare Dateitypen blockieren. Das DeepLink-Element in diesen Dateien kann beliebige Befehlszeilen einschließlich PowerShell-Skripten spezifizieren, was volle Codeausführung mit den Rechten des aktuellen Benutzers ermöglicht. Der EPSS-Score von 97,3 % bestätigt die nahezu sichere Ausnutzung.

Exploit-Reifegrad

CVE-2018-8414 wurde von CISA als aktiv ausgenutzt bestätigt. Die Angriffstechnik ist weit verbreitet und gut dokumentiert, mit mehreren Proof-of-Concept-Demonstrationen, die zeigen, wie SettingContent-ms-Dateien in Office-Dokumente eingebettet werden können. Mit einem EPSS-Score von 97,3 % ist eine Ausnutzung nahezu sicher. Die Einfachheit der Erstellung bösartiger SettingContent-ms-Dateien — es handelt sich um einfaches XML — macht diese Schwachstelle für ein breites Spektrum von Angreifern zugänglich.

Behebung

  1. Microsoft-Sicherheitsupdates anwenden: Installieren Sie das kumulative Sicherheitsupdate vom August 2018 von Microsoft.
  2. SettingContent-ms-Dateien blockieren: Konfigurieren Sie E-Mail-Gateways, Inhaltsfilter und Endpoint-Schutz, um SettingContent-ms-Dateien zu blockieren.
  3. Attack Surface Reduction-Regeln implementieren: Aktivieren Sie Windows Defender ASR-Regeln, die Office-Anwendungen daran hindern, Kindprozesse zu erstellen.
  4. Makroausführung einschränken: Konfigurieren Sie Office-Anwendungen, um Makros und eingebettete Inhalte aus nicht vertrauenswürdigen Quellen zu blockieren.
  5. Benutzer schulen: Schulen Sie Benutzer, bei unerwarteten Dateitypen vorsichtig zu sein, insbesondere bei per E-Mail erhaltenen oder aus dem Internet heruntergeladenen Dateien.

Technische Details

CVE-2018-8414 nutzt den SettingContent-ms-Dateityp aus, der in Windows 10 eingeführt wurde. SettingContent-ms-Dateien sind XML-basierte Dateien, die als Verknüpfungen zu Windows-Einstellungsseiten dienen und ein DeepLink-Element enthalten. Die Schwachstelle besteht, weil die Windows Shell das DeepLink-Element nicht auf Settings-URIs beschränkt — ein Angreifer kann beliebige Befehlszeilen einschließlich Pfaden zu Programmen und PowerShell-Skripten angeben. Beim Öffnen der bösartigen Datei führt Windows den eingebetteten Befehl ohne angemessene Sicherheitswarnungen aus. Diese Dateien können auch in Microsoft-Office-Dokumente eingebettet werden und umgehen dabei Sicherheitskontrollen wie die geschützte Ansicht.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2018-8414 aktiv ausgenutzt?

Ja. CISA hat die aktive Ausnutzung bestätigt. Die Angriffstechnik ist weit verbreitet und leicht reproduzierbar, was sie zu einem häufigen Vektor für gezielte Angriffe und Phishing-Kampagnen macht.

Welche Produkte sind von CVE-2018-8414 betroffen?

CVE-2018-8414 betrifft Microsoft Windows 10-Systeme. Der SettingContent-ms-Dateityp ist spezifisch für Windows 10 und in früheren Windows-Versionen nicht vorhanden.

Wie behebe ich CVE-2018-8414?

Wenden Sie das kumulative Sicherheitsupdate vom August 2018 von Microsoft an. Blockieren Sie zusätzlich SettingContent-ms-Dateien an E-Mail-Gateways und aktivieren Sie Attack Surface Reduction-Regeln.

Wie schwerwiegend ist CVE-2018-8414?

CVE-2018-8414 ist eine kritische Remote-Code-Execution-Schwachstelle mit einem EPSS-Score von 97,3 %. Die Möglichkeit, bösartige SettingContent-ms-Dateien in Office-Dokumente einzubetten und dabei Sicherheitskontrollen zu umgehen, macht dies zu einem besonders effektiven Angriffsvektor.

CVSS-Score

8.8
HIGH(8.8)

EPSS-Score

EPSS-Score73.97%
EPSS-Perzentil99.4%

Daten

Veröffentlicht15. August 2018
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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