CVE-2018-8174

HIGH(7.5)KEVRansomwareWahrscheinlich ausgenutzt

Microsoft Windows VBScript Engine Out-of-Bounds Write Vulnerability

Beschreibung

CVE-2018-8174 ist eine schwerwiegende Out-of-bounds Write-Schwachstelle in Microsoft Windows mit einem CVSS-3.1-Score von 7.5. Die Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, über das Netzwerk ohne vorherige Authentifizierung unter Mitwirkung des Benutzers beliebigen Code auszuführen oder das System zu kompromittieren. Betroffene Produkte umfassen Microsoft Windows 10 1607, Microsoft Windows 10 1703, Microsoft Windows 10 1709, Microsoft Windows 10 1803, Microsoft Windows 7, Microsoft Windows 8.1, Microsoft Windows Rt 8.1, Microsoft Windows Server 2008 (-; r2), Microsoft Windows Server 2012 (-; r2), Microsoft Windows Server 2016. Diese CVE ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet mit einer Behebungsfrist bis zum 2022-08-15. Der CISA-KEV-Katalog bestätigt einen Zusammenhang mit Ransomware-Kampagnen. Der EPSS-Score von 0.94283 (99,94. Perzentile) belegt eine hohe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit und erfordert eine priorisierte Behebung.

KEV-Informationen

Hersteller
Microsoft
Produkt
Windows
Hinzugefügt am
15. Februar 2022
Fälligkeitsdatum
15. August 2022
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:H/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
HIGH
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
REQUIRED
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
1.6
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
microsoftwindows 10 1607-
microsoftwindows 10 1703-
microsoftwindows 10 1709-
microsoftwindows 10 1803-
microsoftwindows 7-
microsoftwindows 8.1-
microsoftwindows rt 8.1-
microsoftwindows server 2008-; r2
microsoftwindows server 2012-; r2
microsoftwindows server 2016-

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
7.5
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:H/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
7.5
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:H/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-787: Out-of-bounds Write

CVE-2018-8174 wird unter CWE-787 klassifiziert — Out-of-bounds Write. Out-of-bounds Write ist eine Schwachstelle, die auftritt, wenn Software Daten an einen Speicherort außerhalb der beabsichtigten Grenzen eines Puffers schreibt. Dies kann durch Buffer Overflows, inkorrekte Array-Indizierung, Zeigerarithmetik-Fehler oder Integer Overflows auftreten, die Größenberechnungen beeinflussen. Out-of-bounds Writes sind extrem gefährlich, da sie angrenzende Daten korrumpieren, Kontrollflussinformationen (Rücksprungadressen, Funktionszeiger) überschreiben, Sicherheitsflags ändern oder Heap-Metadaten korrumpieren können. Diese Schwachstelle rangiert konsistent als eine der gefährlichsten Software-Schwächen aufgrund ihres direkten Pfads zu beliebiger Code-Ausführung.

Im Kontext von Microsoft Windows ist diese Schwachstellenklasse besonders besorgniserregend, da Out-of-bounds Writes gehören zu den ausnutzbarsten und gefährlichsten Schwachstellenklassen. Sie ermöglichen direkte Speicherkorruption, die Angreifer für Code-Ausführung durch Rücksprungadressen-Überschreibung, vtable-Korruption oder Heap-Exploitation-Techniken nutzen. Die Schwachstelle betrifft kritische Software einschließlich Betriebssysteme, Browser, Netzwerkdienste und eingebettete Systeme. Organisationen, die betroffene Versionen einsetzen, sollten verstehen, dass diese Schwachstellenklasse historisch schwere Kompromittierungen in Unternehmensumgebungen ermöglicht hat.

Auswirkungsanalyse

Vertraulichkeit (HIGH): Erfolgreiche Ausnutzung gewährt dem Angreifer umfassenden Zugriff auf sensible Daten, die von Microsoft Windows verarbeitet werden, einschließlich Konfigurationsdateien, Zugangsdaten und potenziell Daten verbundener Systeme.

Integrität (HIGH): Angreifer können kritische Systemdateien modifizieren, Backdoors installieren, Konfigurationen ändern oder Malware auf betroffenen Systemen mit Microsoft Windows einschleusen.

Verfügbarkeit (HIGH): Eine vollständige Unterbrechung des betroffenen Dienstes oder Systems ist möglich, einschließlich Denial-of-Service, Systemabstürze oder das Unbrauchbarmachen des Produkts.

Scope: Der Scope ist Unchanged (U), was bedeutet, dass die Auswirkungen auf die verwundbare Komponente selbst beschränkt sind. Der Einfluss ist zwar signifikant, bleibt aber auf die Microsoft Windows-Umgebung begrenzt.

Mit einem EPSS-Score von 0.94283 (99,94. Perzentile) gehört diese Schwachstelle zu den am häufigsten in der Praxis ausgenutzten und erfordert dringende Maßnahmen.

Exploit-Reifegrad

Exploit-Status: CVE-2018-8174 wird aktiv in der Praxis ausgenutzt und ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet. Der EPSS-Score von 0.94283 (99,94. Perzentile) bestätigt eine extrem hohe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit.

Ransomware-Bezug: Der CISA-KEV-Katalog bestätigt einen bekannten Zusammenhang zwischen CVE-2018-8174 und Ransomware-Kampagnen. Bedrohungsakteure haben diese Schwachstelle als Teil von Ransomware-Angriffsketten für den initialen Zugang oder die laterale Bewegung eingesetzt.

Öffentliche Exploits: Exploit-Code ist öffentlich verfügbar, unter anderem bei blog.0patch.com und www.exploit-db.com. Die Verfügbarkeit von öffentlichem Exploit-Code senkt die Hürde für die Ausnutzung erheblich.

KEV-Frist: Die CISA-Behebungsfrist war der 2022-08-15. Alle Organisationen sollten diese Frist als dringende Empfehlung für ihre eigenen Behebungszeiträume betrachten.

Behebung

  1. Hersteller-Patches umgehend anwenden. Wenden Sie Updates gemäß den Anweisungen des Herstellers an. Konsultieren Sie den Herstellerhinweis unter portal.msrc.microsoft.com für spezifische Patch-Informationen.
  2. Betroffene Produktversionen identifizieren. Erfassen Sie alle Instanzen von Microsoft Windows in Ihrer Infrastruktur (betroffene Versionen: Microsoft Windows 10 1607, Microsoft Windows 10 1703, Microsoft Windows 10 1709, Microsoft Windows 10 1803, Microsoft Windows 7, Microsoft Windows 8.1, Microsoft Windows Rt 8.1, Microsoft Windows Server 2008 (-; r2), Microsoft Windows Server 2012 (-; r2), Microsoft Windows Server 2016). Nutzen Sie Asset-Inventarisierung und Schwachstellen-Scanner, um keine Instanz zu übersehen.
  3. Interim-Maßnahmen bei verzögertem Patching umsetzen. Falls sofortiges Patching nicht möglich ist, implementieren Sie Netzwerkebene-Kontrollen wie Zugangsbeschränkungen zur betroffenen Komponente, erweitertes Logging und Monitoring auf Kompromittierungsindikatoren.
  4. Auf Anzeichen vorheriger Kompromittierung prüfen. Angesichts der bestätigten aktiven Ausnutzung überprüfen Sie Systemprotokolle und Sicherheits-Monitoring-Daten auf Hinweise einer Kompromittierung. Führen Sie bei verdächtigen Aktivitäten eine gründliche Untersuchung durch.
  5. Erkennungssignaturen aktualisieren. Stellen Sie sicher, dass IDS/IPS-Systeme, Endpoint-Detection-Tools und SIEM-Regeln aktualisiert sind, um Ausnutzungsversuche gegen CVE-2018-8174 zu erkennen.
  6. Post-Remediation-Review durchführen. Verifizieren Sie nach dem Patching die Wirksamkeit der Behebung und dokumentieren Sie die durchgeführten Maßnahmen. Bewerten Sie, ob zusätzliche Härtungsmaßnahmen erforderlich sind.

Technische Details

Angriffsvektor: NETWORK
Angriffskomplexität: Hoch
Erforderliche Rechte: Keine
Benutzerinteraktion: Erforderlich

Technischer Ablauf: Die Schwachstelle in Microsoft Windows kann über das Netzwerk ohne physischen Zugang ausgenutzt werden. Die Angriffskomplexität ist hoch, was bedeutet, dass spezifische Bedingungen oder Vorbereitungen für eine erfolgreiche Ausnutzung erforderlich sind. Es sind keine vorherigen Authentifizierungen oder Berechtigungen erforderlich. Eine Benutzerinteraktion ist erforderlich — das Opfer muss eine Aktion wie das Öffnen einer Datei, das Anklicken eines Links oder den Besuch einer Website durchführen.

Schwachstellenmechanismus: Out-of-bounds Write ist eine Schwachstelle, die auftritt, wenn Software Daten an einen Speicherort außerhalb der beabsichtigten Grenzen eines Puffers schreibt. Dies kann durch Buffer Overflows, inkorrekte Array-Indizierung, Zeigerarithmetik-Fehler oder Integer Overflows auftreten, die Größenberechnungen beeinflussen. Out-of-bounds Writes sind extrem gefährlich, da sie angrenzende Daten korrumpieren, Kontrollflussinformationen (Rücksprungadressen, Funktionszeiger) überschreiben, Sicherheitsflags ändern oder Heap-Metadaten korrumpieren können.

Betroffene Produkte: Microsoft Windows 10 1607, Microsoft Windows 10 1703, Microsoft Windows 10 1709, Microsoft Windows 10 1803, Microsoft Windows 7, Microsoft Windows 8.1, Microsoft Windows Rt 8.1, Microsoft Windows Server 2008 (-; r2), Microsoft Windows Server 2012 (-; r2), Microsoft Windows Server 2016

CVSS-3.1-Bewertung: Der Score von 7.5 (HOCH) reflektiert die Kombination aus netzwerkbasiertem Angriffsvektor, hoher Komplexität und auf die Komponente begrenztem Scope.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2018-8174 aktiv ausgenutzt?

Ja, CVE-2018-8174 wird aktiv ausgenutzt. Die Schwachstelle ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet, steht in Verbindung mit Ransomware-Kampagnen und weist einen EPSS-Score von 0.94283 (99,94. Perzentile) auf, der eine extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit bestätigt.

Welche Produkte sind von CVE-2018-8174 betroffen?

Von CVE-2018-8174 sind folgende Produkte betroffen: Microsoft Windows 10 1607, Microsoft Windows 10 1703, Microsoft Windows 10 1709, Microsoft Windows 10 1803, Microsoft Windows 7, Microsoft Windows 8.1, Microsoft Windows Rt 8.1, Microsoft Windows Server 2008 (-; r2), Microsoft Windows Server 2012 (-; r2), Microsoft Windows Server 2016. Organisationen sollten ihre Infrastruktur auf diese Versionen prüfen und die Behebung priorisieren. Aktuelle Informationen zu betroffenen Versionen und Patches sind in den offiziellen Herstellerhinweisen verfügbar.

Wie behebe ich CVE-2018-8174?

Wenden Sie Updates gemäß den Anweisungen des Herstellers an. Identifizieren Sie alle betroffenen Instanzen von Microsoft Windows in Ihrer Umgebung mittels Schwachstellen-Scanning und Asset-Management. Falls sofortiges Patching nicht möglich ist, implementieren Sie Netzwerk-Mitigierungen und erweitertes Monitoring. Prüfen Sie nach dem Patching auf Anzeichen einer vorherigen Kompromittierung.

Wie schwerwiegend ist CVE-2018-8174?

CVE-2018-8174 ist mit einem CVSS-Score von 7.5 als HOCH eingestuft. Der EPSS-Score von 0.94283 (99,94. Perzentile) belegt eine der höchsten realen Ausnutzungswahrscheinlichkeiten. Die CISA-Behebungsfrist war der 2022-08-15. Ein Zusammenhang mit Ransomware-Kampagnen wurde bestätigt.

CVSS-Score

7.5
HIGH(7.5)

EPSS-Score

EPSS-Score88.51%
EPSS-Perzentil99.8%

Daten

Veröffentlicht9. Mai 2018
Zuletzt geändert13. August 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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