CVE-2018-6530

CRITICAL(9.8)KEVRansomwareWahrscheinlich ausgenutzt

D-Link Multiple Routers OS Command Injection Vulnerability

Beschreibung

CVE-2018-6530 ist eine OS-Command-Injection-Schwachstelle, die mehrere D-Link-Router-Modelle betrifft und es entfernten Angreifern ermöglicht, beliebige Betriebssystembefehle auf dem Gerät auszuführen. Die Schwachstelle besteht aufgrund unzureichender Eingabesanitisierung in der Web-Verwaltungsoberfläche und ermöglicht nicht authentifizierte Befehlsausführung. Dies ist besonders schwerwiegend, da D-Link-Router sowohl in Verbraucher- als auch in Kleinunternehmensumgebungen weit verbreitet sind. Die CISA hat CVE-2018-6530 in ihren KEV-Katalog aufgenommen, wobei die Schwachstelle mit bekannten Ransomware-Kampagnen in Verbindung steht. Der EPSS-Score von 94,3 % (99. Perzentil) spiegelt nahezu sichere Ausnutzungsaktivität wider.

KEV-Informationen

Hersteller
D-Link
Produkt
Multiple Routers
Hinzugefügt am
8. September 2022
Fälligkeitsdatum
29. September 2022
Erforderliche Maßnahme
The vendor D-Link published an advisory stating the fix under CVE-2018-20114 properly patches KEV entry CVE-2018-6530. If the device is still supported, apply updates per vendor instructions. If the affected device has since entered its end-of-life, it should be disconnected if still in use.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
3.9
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
dlinkdir-860l firmware<= 1.10b04
dlinkdir-865l firmware<= 1.08b01
dlinkdir-868l firmware<= 1.12b04
dlinkdir-880l firmware<= 1.08b04

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
9.8
CRITICAL

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
9.8
CRITICAL

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-78: OS-Befehlsinjektion

CVE-2018-6530 nutzt eine OS-Command-Injection-Schwäche in mehreren D-Link-Routern aus, bei der externe Eingaben in Betriebssystembefehle eingebettet werden, ohne dass Sonderzeichen ordnungsgemäß neutralisiert werden. Die Web-Verwaltungsoberfläche der betroffenen Router versäumt es, benutzerdefinierte Parameter zu bereinigen, wodurch ein Angreifer Shell-Metazeichen injizieren kann, die als Teil des Systembefehls ausgeführt werden.

Mehr erfahren: CWE-78 — Unzureichende Neutralisierung spezieller Elemente in OS-Befehlen

Auswirkungsanalyse

CVE-2018-6530 stellt eine kritische Bedrohung für die Netzwerk-Perimetersicherheit dar. Die Schwachstelle ist aus der Ferne ohne Authentifizierung ausnutzbar, erfordert keine Benutzerinteraktion und weist eine geringe Angriffskomplexität auf. Eine erfolgreiche Ausnutzung ermöglicht dem Angreifer die Ausführung beliebiger OS-Befehle auf dem Router, was zur vollständigen Geräteübernahme, Manipulation von Routing- und DNS-Einstellungen, Abfangen des gesamten Netzwerkverkehrs und Installation persistenter Malware führen kann. Die bestätigte Verbindung zu Ransomware-Kampagnen erhöht das geschäftliche Risiko erheblich, da kompromittierte Router zur Verbreitung von Ransomware in verbundenen Netzwerken genutzt werden können. Mit einem EPSS-Score von 94,3 % (99. Perzentil) gehört diese Schwachstelle zu den am aktivsten angegriffenen aller bekannten CVEs.

Exploit-Reifegrad

Die CISA hat die aktive Ausnutzung von CVE-2018-6530 bestätigt und die Schwachstelle ausdrücklich als in Ransomware-Kampagnen verwendet gekennzeichnet. Der EPSS-Score von 94,3 % (99. Perzentil) deutet auf nahezu sichere Ausnutzungsaktivität hin und spiegelt sowohl die Verfügbarkeit öffentlichen Exploit-Codes als auch die weite Verbreitung verwundbarer D-Link-Router wider. Die Schwachstelle ist trivial ausnutzbar durch das Senden manipulierter HTTP-Anfragen an die Web-Oberfläche des Routers. D-Link hat in einem Advisory darauf hingewiesen, dass der Fix unter CVE-2018-20114 diese Schwachstelle ordnungsgemäß behebt, jedoch haben viele betroffene Modelle ihr End-of-Life erreicht.

Behebung

  1. Hersteller-Patch anwenden oder End-of-Life-Geräte trennen: Gemäß der CISA-KEV-Vorgabe: Falls das Gerät noch unterstützt wird, den unter CVE-2018-20114 referenzierten Fix gemäß D-Links Advisory (SAP10105) anwenden. Falls das Gerät sein End-of-Life erreicht hat, sofort vom Netzwerk trennen und ersetzen.
  2. End-of-Life D-Link-Router ersetzen: Da viele betroffene Modelle keine Sicherheitsupdates mehr erhalten, ersetzen Sie diese durch aktuell unterstützte Netzwerkgeräte mit fortlaufenden Sicherheitspatches.
  3. Remote-Management-Interfaces deaktivieren: Falls der Router vorübergehend im Betrieb bleiben muss, deaktivieren Sie die Web-Verwaltungsoberfläche von WAN-seitigen Schnittstellen, um Remote-Ausnutzung zu verhindern.
  4. Netzwerkschutz implementieren: Platzieren Sie betroffene Router hinter einer Firewall, die bösartige HTTP-Anfragen filtern kann, und setzen Sie IDS/IPS-Regeln zur Erkennung von OS-Command-Injection-Versuchen ein.
  5. Auf Kompromittierungsindikatoren überwachen: Prüfen Sie verbundene Netzwerke auf Anzeichen unbefugten Zugriffs, unerwartete DNS-Konfigurationsänderungen oder Verkehrsanomalien, die auf eine Kompromittierung des Routers als Ausgangspunkt für Ransomware hindeuten könnten.

Technische Details

CVE-2018-6530 ist eine OS-Command-Injection-Schwachstelle in der Web-Verwaltungsoberfläche mehrerer D-Link-Router-Modelle. Die Schwachstelle besteht in der Verarbeitung von HTTP-Anfrageparametern, bei der Benutzereingaben direkt an Betriebssystem-Befehlsausführungsfunktionen (wie system() oder popen()) übergeben werden, ohne Shell-Metazeichen ordnungsgemäß zu bereinigen. Ein Angreifer kann beliebige Befehle injizieren, indem er Zeichen wie Semikolons, Pipes oder Backticks in die Anfrageparameter einbettet, die dann von der System-Shell interpretiert werden. Der Angriff erfordert keine Authentifizierung, da der verwundbare Endpunkt vor jedem Anmeldeprozess erreichbar ist. Der unter CVE-2018-20114 referenzierte Fix behebt dies durch ordnungsgemäße Eingabevalidierung und Befehlsparametrisierung.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2018-6530 aktiv ausgenutzt?

Ja. Die CISA hat die aktive Ausnutzung von CVE-2018-6530 bestätigt und ausdrücklich als in Ransomware-Kampagnen verwendet identifiziert. Mit einem EPSS-Score von 94,3 % (99. Perzentil) ist die Ausnutzung bei jedem exponierten verwundbaren Gerät nahezu sicher. Sofortiges Handeln ist erforderlich.

Welche Produkte sind von CVE-2018-6530 betroffen?

CVE-2018-6530 betrifft mehrere D-Link-Router-Modelle. Viele der betroffenen Modelle haben ihr End-of-Life erreicht und erhalten keine Sicherheitsupdates mehr von D-Link. Die spezifischen betroffenen Modelle sind in D-Links Sicherheitshinweis SAP10105 aufgeführt.

Wie behebe ich CVE-2018-6530?

Für unterstützte D-Link-Router den unter CVE-2018-20114 referenzierten Patch gemäß D-Links Advisory anwenden. Für End-of-Life-Geräte empfiehlt die CISA, diese vom Netzwerk zu trennen und durch aktuell unterstützte Hardware zu ersetzen. Als Zwischenmaßnahme den Remote-Management-Zugriff deaktivieren.

Wie schwerwiegend ist CVE-2018-6530?

CVE-2018-6530 ist eine kritische OS-Command-Injection-Schwachstelle, die nicht authentifizierte Remote-Befehlsausführung ermöglicht. Der EPSS-Score von 94,3 % (99. Perzentil) und die bestätigte Verwendung in Ransomware-Kampagnen machen sie zu einer der risikoreichsten Schwachstellen für exponierte Netzwerkgeräte.

CVSS-Score

9.8
CRITICAL(9.8)

EPSS-Score

EPSS-Score96.68%
EPSS-Perzentil99.9%

Daten

Veröffentlicht6. März 2018
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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