CVE-2018-4939
Adobe ColdFusion Deserialization of Untrusted Data Vulnerability
Beschreibung
CVE-2018-4939 ist eine kritische Deserialisierungsschwachstelle in Adobe ColdFusion, die es einem nicht authentifizierten Angreifer ermöglicht, beliebigen Code auf dem Server auszuführen. Die Schwachstelle basiert auf der unsicheren Deserialisierung nicht vertrauenswürdiger Daten. CISA hat CVE-2018-4939 in den Known Exploited Vulnerabilities-Katalog aufgenommen und damit die aktive Ausnutzung bestätigt. Mit einem EPSS-Score von 73,9 % (98,8. Perzentile) besteht eine sehr hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| adobe | coldfusion | 11.0; 2016 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
Referenzen
- http://www.securityfocus.com/bid/103718(Third Party Advisory, VDB Entry)
- https://helpx.adobe.com/security/products/coldfusion/apsb18-14.html(Vendor Advisory)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2018-4939(Third Party Advisory, US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-502: Deserialisierung nicht vertrauenswürdiger Daten
Deserialisierung nicht vertrauenswürdiger Daten tritt auf, wenn eine Anwendung Daten aus einer nicht vertrauenswürdigen Quelle deserialisiert, ohne zu überprüfen, ob die resultierenden Daten gültig und sicher sind. In Adobe ColdFusion ermöglicht die unsichere Deserialisierung einem Angreifer, speziell gestaltete serialisierte Objekte einzuschleusen, die bei der Deserialisierung beliebigen Code ausführen.
Weitere Informationen: CWE-502 — Deserialisierung nicht vertrauenswürdiger Daten
Auswirkungsanalyse
CVE-2018-4939 hat einen CVSS 3.1-Score von 9.8 (CRITICAL) und stellt eine der schwerwiegendsten Bedrohungen für Adobe ColdFusion-Installationen dar. Die Schwachstelle ist über das Netzwerk ausnutzbar, erfordert keine Authentifizierung, keine Benutzerinteraktion und weist eine geringe Angriffskomplexität auf — die idealen Voraussetzungen für eine einfache und effektive Remote-Ausnutzung. Eine erfolgreiche Ausnutzung gefährdet Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit gleichermaßen schwerwiegend, da ein Angreifer beliebigen Code mit den Berechtigungen des ColdFusion-Dienstes ausführen kann. Der EPSS-Score von 73,9 % signalisiert eine sehr hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit, die sofortige Maßnahmen erfordert.
Exploit-Reifegrad
CISA hat die aktive Ausnutzung von CVE-2018-4939 bestätigt und die Schwachstelle in den Known Exploited Vulnerabilities-Katalog aufgenommen. Der EPSS-Score von 73,9 % (98,8. Perzentile) zeigt eine sehr hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit an. Deserialisierungsschwachstellen in ColdFusion sind ein bekanntes und häufig angegriffenes Ziel, da spezialisierte Tools und Gadget Chains für die Ausnutzung von Java-Deserialisierungsschwachstellen frei verfügbar sind. Bundesbehörden waren verpflichtet, diese Schwachstelle bis zum 2022-05-03 zu beheben.
Behebung
- Pflichtmaßnahme laut CISA KEV: Apply updates per vendor instructions. Installieren Sie die von Adobe bereitgestellten Sicherheitsupdates (APSB18-14) für ColdFusion.
- Aktualisieren Sie alle betroffenen Instanzen: Adobe ColdFusion 11 (Update 13 und früher) und ColdFusion 2016 (Update 5 und früher) auf die neuesten verfügbaren Updates.
- Beschränken Sie den Netzwerkzugriff auf ColdFusion-Administrationsschnittstellen und serialisierungsrelevante Endpunkte mittels Firewall-Regeln. Deaktivieren Sie nicht benötigte externe Schnittstellen.
- Implementieren Sie eine Web Application Firewall (WAF) mit Regeln zur Erkennung und Blockierung von Java-Deserialisierungsangriffen und überwachen Sie ColdFusion-Protokolle auf verdächtige Deserialisierungsaktivitäten.
- Konfigurieren Sie ColdFusion so, dass nur erlaubte Klassen deserialisiert werden können (Allowlist-Ansatz), und führen Sie den ColdFusion-Dienst mit minimalen Berechtigungen aus.
Technische Details
CVE-2018-4939 betrifft Adobe ColdFusion 11 und ColdFusion 2016. Die Schwachstelle basiert auf der Deserialisierung nicht vertrauenswürdiger Daten (CWE-502), wobei ein Angreifer speziell gestaltete serialisierte Java-Objekte an ColdFusion übermitteln kann. Während der Deserialisierung werden Gadget Chains ausgelöst, die zur Ausführung beliebiger Betriebssystembefehle führen. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H bestätigt einen netzwerkbasierten, nicht authentifizierten Angriffsvektor mit geringer Komplexität. Die Java-basierte Architektur von ColdFusion macht es besonders anfällig für Deserialisierungsangriffe, da zahlreiche bekannte Gadget Chains in Java-Bibliotheken existieren, die von Tools wie ysoserial automatisch generiert werden können.
Häufig gestellte Fragen
Wird CVE-2018-4939 aktiv ausgenutzt?
Ja. CVE-2018-4939 ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities-Katalog gelistet, was eine aktive Ausnutzung bestätigt. Der EPSS-Score von 73,9 % (98,8. Perzentile) zeigt eine sehr hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit an. Es ist derzeit keine direkte Verbindung zu Ransomware-Kampagnen bekannt.
Welche Produkte sind von CVE-2018-4939 betroffen?
CVE-2018-4939 betrifft Adobe ColdFusion 11.0 (Update 13 und früher) und ColdFusion 2016 (Update 5 und früher). Organisationen, die diese ColdFusion-Versionen betreiben, sollten umgehend Sicherheitsupdates installieren.
Wie behebe ich CVE-2018-4939?
Installieren Sie die von Adobe bereitgestellten Sicherheitsupdates gemäß dem Advisory APSB18-14. Aktualisieren Sie ColdFusion 11 und 2016 auf die neuesten verfügbaren Updates. Beschränken Sie zusätzlich den Netzwerkzugriff auf ColdFusion-Schnittstellen und implementieren Sie Deserialisierungs-Allowlists.
Wie schwerwiegend ist CVE-2018-4939?
CVE-2018-4939 hat einen CVSS 3.1-Score von 9.8 (CRITICAL) und ermöglicht nicht authentifizierte Remote Code Execution über eine Deserialisierungsschwachstelle. Der sehr hohe EPSS-Score von 73,9 % bestätigt eine hohe Ausnutzungsaktivität.
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