CVE-2018-20250

HIGH(7.8)KEVRansomwareWahrscheinlich ausgenutzt

WinRAR Absolute Path Traversal Vulnerability

Beschreibung

CVE-2018-20250 ist eine schwerwiegende Absolute Path Traversal-Schwachstelle in RARLAB WinRAR mit einem CVSS-3.1-Score von 7.8. Die Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, lokal ohne vorherige Authentifizierung unter Mitwirkung des Benutzers beliebigen Code auszuführen oder das System zu kompromittieren. Betroffene Produkte umfassen Rarlab Winrar (<= 5.61). Diese CVE ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet mit einer Behebungsfrist bis zum 2022-08-15. Der CISA-KEV-Katalog bestätigt einen Zusammenhang mit Ransomware-Kampagnen. Der EPSS-Score von 0.93462 (99,82. Perzentile) belegt eine hohe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit und erfordert eine priorisierte Behebung.

KEV-Informationen

Hersteller
RARLAB
Produkt
WinRAR
Hinzugefügt am
15. Februar 2022
Fälligkeitsdatum
15. August 2022
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
LOCAL
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
REQUIRED
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
1.8
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
rarlabwinrar<= 5.61

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
7.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
7.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-36: Absolute Path Traversal

CVE-2018-20250 wird unter CWE-36 klassifiziert — Absolute Path Traversal. Absolute Path Traversal ist eine Schwachstelle, die auftritt, wenn Software Benutzereingaben akzeptiert, die absolute Dateipfade enthalten (Pfade, die vom Dateisystem-Root beginnen), ohne ordnungsgemäß zu validieren, dass der angegebene Pfad innerhalb eines autorisierten Verzeichnisses liegt. Anders als Relative Path Traversal, das Sequenzen wie "../" zur Navigation nach oben verwendet, ermöglicht Absolute Path Traversal Angreifern, vollständige Pfade wie "/etc/passwd" auf Unix-Systemen oder "C:\Windows\system32\config\SAM" auf Windows direkt anzugeben. Diese Schwachstelle umgeht Verzeichniseinschränkungen, indem sie jedes Basisverzeichnis ignoriert, das die Anwendung verwenden soll, und gibt Angreifern direkten Zugriff auf jede Datei, die vom Anwendungsprozess lesbar ist.

Im Kontext von RARLAB WinRAR ist diese Schwachstellenklasse besonders besorgniserregend, da Absolute-Path-Traversal-Schwachstellen ermöglichen es Angreifern, Verzeichniseinschränkungen vollständig zu umgehen, indem sie vollständige Dateisystempfade angeben. Dies gewährt sofortigen Zugriff auf sensible Systemdateien einschließlich /etc/passwd (Benutzerkonten), /etc/shadow (Passwort-Hashes bei falsch konfigurierten Systemen), Anwendungskonfigurationsdateien, Datenbankanmeldedaten, private Schlüssel und Quellcode. Der Angriff ist besonders gefährlich, weil er keine Directory-Traversal-Sequenzen erfordert, die Sicherheitsfilter erkennen könnten, was es einfacher macht, naive Sicherheitskontrollen zu umgehen. Organisationen, die betroffene Versionen einsetzen, sollten verstehen, dass diese Schwachstellenklasse historisch schwere Kompromittierungen in Unternehmensumgebungen ermöglicht hat.

Auswirkungsanalyse

Vertraulichkeit (HIGH): Erfolgreiche Ausnutzung gewährt dem Angreifer umfassenden Zugriff auf sensible Daten, die von RARLAB WinRAR verarbeitet werden, einschließlich Konfigurationsdateien, Zugangsdaten und potenziell Daten verbundener Systeme.

Integrität (HIGH): Angreifer können kritische Systemdateien modifizieren, Backdoors installieren, Konfigurationen ändern oder Malware auf betroffenen Systemen mit RARLAB WinRAR einschleusen.

Verfügbarkeit (HIGH): Eine vollständige Unterbrechung des betroffenen Dienstes oder Systems ist möglich, einschließlich Denial-of-Service, Systemabstürze oder das Unbrauchbarmachen des Produkts.

Scope: Der Scope ist Unchanged (U), was bedeutet, dass die Auswirkungen auf die verwundbare Komponente selbst beschränkt sind. Der Einfluss ist zwar signifikant, bleibt aber auf die RARLAB WinRAR-Umgebung begrenzt.

Mit einem EPSS-Score von 0.93462 (99,82. Perzentile) gehört diese Schwachstelle zu den am häufigsten in der Praxis ausgenutzten und erfordert dringende Maßnahmen.

Exploit-Reifegrad

Exploit-Status: CVE-2018-20250 wird aktiv in der Praxis ausgenutzt und ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet. Der EPSS-Score von 0.93462 (99,82. Perzentile) bestätigt eine extrem hohe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit.

Ransomware-Bezug: Der CISA-KEV-Katalog bestätigt einen bekannten Zusammenhang zwischen CVE-2018-20250 und Ransomware-Kampagnen. Bedrohungsakteure haben diese Schwachstelle als Teil von Ransomware-Angriffsketten für den initialen Zugang oder die laterale Bewegung eingesetzt.

Öffentliche Exploits: Exploit-Code ist öffentlich verfügbar, unter anderem bei packetstormsecurity.com und github.com. Die Verfügbarkeit von öffentlichem Exploit-Code senkt die Hürde für die Ausnutzung erheblich.

KEV-Frist: Die CISA-Behebungsfrist war der 2022-08-15. Alle Organisationen sollten diese Frist als dringende Empfehlung für ihre eigenen Behebungszeiträume betrachten.

Behebung

  1. Hersteller-Patches umgehend anwenden. Wenden Sie Updates gemäß den Anweisungen des Herstellers an.
  2. Betroffene Produktversionen identifizieren. Erfassen Sie alle Instanzen von RARLAB WinRAR in Ihrer Infrastruktur (betroffene Versionen: Rarlab Winrar (<= 5.61)). Nutzen Sie Asset-Inventarisierung und Schwachstellen-Scanner, um keine Instanz zu übersehen.
  3. Interim-Maßnahmen bei verzögertem Patching umsetzen. Falls sofortiges Patching nicht möglich ist, implementieren Sie Netzwerkebene-Kontrollen wie Zugangsbeschränkungen zur betroffenen Komponente, erweitertes Logging und Monitoring auf Kompromittierungsindikatoren.
  4. Auf Anzeichen vorheriger Kompromittierung prüfen. Angesichts der bestätigten aktiven Ausnutzung überprüfen Sie Systemprotokolle und Sicherheits-Monitoring-Daten auf Hinweise einer Kompromittierung. Führen Sie bei verdächtigen Aktivitäten eine gründliche Untersuchung durch.
  5. Erkennungssignaturen aktualisieren. Stellen Sie sicher, dass IDS/IPS-Systeme, Endpoint-Detection-Tools und SIEM-Regeln aktualisiert sind, um Ausnutzungsversuche gegen CVE-2018-20250 zu erkennen.
  6. Post-Remediation-Review durchführen. Verifizieren Sie nach dem Patching die Wirksamkeit der Behebung und dokumentieren Sie die durchgeführten Maßnahmen. Bewerten Sie, ob zusätzliche Härtungsmaßnahmen erforderlich sind.

Technische Details

Angriffsvektor: LOCAL
Angriffskomplexität: Niedrig
Erforderliche Rechte: Keine
Benutzerinteraktion: Erforderlich

Technischer Ablauf: Die Schwachstelle in RARLAB WinRAR kann lokal, typischerweise durch das Öffnen einer bösartigen Datei oder die Ausführung einer schädlichen Anwendung ausgenutzt werden. Die Angriffskomplexität ist niedrig — es sind keine spezialisierten Bedingungen über die Angriffsvoraussetzungen hinaus erforderlich. Es sind keine vorherigen Authentifizierungen oder Berechtigungen erforderlich. Eine Benutzerinteraktion ist erforderlich — das Opfer muss eine Aktion wie das Öffnen einer Datei, das Anklicken eines Links oder den Besuch einer Website durchführen.

Schwachstellenmechanismus: Absolute Path Traversal ist eine Schwachstelle, die auftritt, wenn Software Benutzereingaben akzeptiert, die absolute Dateipfade enthalten (Pfade, die vom Dateisystem-Root beginnen), ohne ordnungsgemäß zu validieren, dass der angegebene Pfad innerhalb eines autorisierten Verzeichnisses liegt. Anders als Relative Path Traversal, das Sequenzen wie "../" zur Navigation nach oben verwendet, ermöglicht Absolute Path Traversal Angreifern, vollständige Pfade wie "/etc/passwd" auf Unix-Systemen oder "C:\Windows\system32\config\SAM" auf Windows direkt anzugeben. Diese Schwachstelle umgeht Verzeichniseinschränkungen, indem sie jedes Basisverzeichnis ignoriert, das die Anwendung verwenden soll, und gibt Angreifern direkten Zugriff auf jede Datei, die vom Anwendungsprozess lesbar ist..

Betroffene Produkte: Rarlab Winrar (<= 5.61)

CVSS-3.1-Bewertung: Der Score von 7.8 (HOCH) reflektiert die Kombination aus lokalem Angriffsvektor, niedriger Komplexität und auf die Komponente begrenztem Scope.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2018-20250 aktiv ausgenutzt?

Ja, CVE-2018-20250 wird aktiv ausgenutzt. Die Schwachstelle ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet, steht in Verbindung mit Ransomware-Kampagnen und weist einen EPSS-Score von 0.93462 (99,82. Perzentile) auf, der eine extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit bestätigt.

Welche Produkte sind von CVE-2018-20250 betroffen?

Von CVE-2018-20250 sind folgende Produkte betroffen: Rarlab Winrar (<= 5.61). Organisationen sollten ihre Infrastruktur auf diese Versionen prüfen und die Behebung priorisieren. Aktuelle Informationen zu betroffenen Versionen und Patches sind in den offiziellen Herstellerhinweisen verfügbar.

Wie behebe ich CVE-2018-20250?

Wenden Sie Updates gemäß den Anweisungen des Herstellers an. Identifizieren Sie alle betroffenen Instanzen von RARLAB WinRAR in Ihrer Umgebung mittels Schwachstellen-Scanning und Asset-Management. Falls sofortiges Patching nicht möglich ist, implementieren Sie Netzwerk-Mitigierungen und erweitertes Monitoring. Prüfen Sie nach dem Patching auf Anzeichen einer vorherigen Kompromittierung.

Wie schwerwiegend ist CVE-2018-20250?

CVE-2018-20250 ist mit einem CVSS-Score von 7.8 als HOCH eingestuft. Der EPSS-Score von 0.93462 (99,82. Perzentile) belegt eine der höchsten realen Ausnutzungswahrscheinlichkeiten. Die CISA-Behebungsfrist war der 2022-08-15. Ein Zusammenhang mit Ransomware-Kampagnen wurde bestätigt.

CVSS-Score

7.8
HIGH(7.8)

EPSS-Score

EPSS-Score96.27%
EPSS-Perzentil99.9%

Daten

Veröffentlicht5. Februar 2019
Zuletzt geändert13. August 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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