CVE-2018-14667

CRITICAL(9.8)KEVWahrscheinlich ausgenutzt

Red Hat JBoss RichFaces Framework Expression Language Injection Vulnerability

Beschreibung

CVE-2018-14667 ist eine kritische Code-Injection-Schwachstelle (CWE-94) im Red Hat JBoss RichFaces Framework in den Versionen 3.X bis einschließlich 3.3.4. Ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann über die UserResource-Ressource eine Expression-Language-(EL)-Injection durchführen und durch eine Kette von serialisierten Java-Objekten über org.ajax4jsf.resource.UserResource$UriData beliebigen Code auf dem Server ausführen. Die CISA hat CVE-2018-14667 in ihren KEV-Katalog aufgenommen, und der extrem hohe EPSS-Score von 89,37 % (99. Perzentil) unterstreicht die nahezu sichere Ausnutzung dieser Schwachstelle. Mit einem CVSS-Score von 9.8 (CRITICAL) stellt diese Sicherheitslücke ein maximales Risiko für alle Systeme dar, die noch RichFaces 3.X einsetzen.

KEV-Informationen

Hersteller
Red Hat
Produkt
JBoss RichFaces Framework
Hinzugefügt am
28. September 2023
Fälligkeitsdatum
19. Oktober 2023
Erforderliche Maßnahme
Apply mitigations per vendor instructions or discontinue use of the product if mitigations are unavailable.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
3.9
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
redhatrichfaces>= 3.1.0, <= 3.3.4
redhatenterprise linux5.0; 6.0

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
9.8
CRITICAL

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: [email protected](Secondary)
9.8
CRITICAL

CVSS:3.0/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-94: Improper Control of Generation of Code (Code Injection)

Bei CVE-2018-14667 liegt eine Code-Injection-Schwachstelle im RichFaces Framework vor, bei der Benutzereingaben nicht ausreichend validiert werden und direkt als Expression-Language-(EL)-Ausdrücke interpretiert werden. Im Kontext des RichFaces UserResource-Endpunkts kann ein Angreifer manipulierte EL-Ausdrücke einschleusen, die auf dem Server ausgeführt werden und so die vollständige Kontrolle über das betroffene System ermöglichen.

Mehr erfahren: CWE-94 — Improper Control of Generation of Code

Auswirkungsanalyse

CVE-2018-14667 ist über das Netzwerk ausnutzbar (AV:N) und erfordert weder physischen noch lokalen Zugang zum Zielsystem. Die Angriffskomplexität ist niedrig (AC:L), es sind keine Berechtigungen (PR:N) und keine Benutzerinteraktion (UI:N) erforderlich – ein Angreifer kann die Schwachstelle vollautomatisch und ohne jede Authentifizierung ausnutzen. Bei erfolgreicher Ausnutzung sind Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit jeweils maximal betroffen (C:H/I:H/A:H): Der Angreifer kann beliebigen Code auf dem Server ausführen, sämtliche Daten auslesen und manipulieren sowie den gesamten Dienst lahmlegen. Mit einem CVSS-Score von 9.8 (CRITICAL) erreicht diese Schwachstelle die höchste Risikostufe, und der EPSS-Score von 89,37 % (99. Perzentil) zeigt, dass eine Ausnutzung nahezu sicher ist. Organisationen, die RichFaces 3.X einsetzen, müssen unverzüglich handeln.

Exploit-Reifegrad

Die CISA hat CVE-2018-14667 in ihren Katalog der bekannten ausgenutzten Schwachstellen (KEV) aufgenommen, was bestätigt, dass die Sicherheitslücke im RichFaces Framework aktiv in freier Wildbahn ausgenutzt wird. Öffentliche Exploit-Tools sind verfügbar für CVE-2018-14667, darunter das Richsploit Exploitation Toolkit via Packet Storm Security sowie weitere Informationen über SecurityTracker. Der EPSS-Score von 89,37 % (99. Perzentil) weist auf eine nahezu sichere Ausnutzungswahrscheinlichkeit hin, was angesichts der verfügbaren Exploit-Toolkits und der Einfachheit des Angriffs nicht überraschend ist. Ob die Schwachstelle im Zusammenhang mit Ransomware-Kampagnen eingesetzt wird, ist derzeit nicht bekannt.

Behebung

  1. Sicherheitsupdates von Red Hat installieren: Gemäß der KEV-Empfehlung der CISA sollten die von Red Hat bereitgestellten Patches umgehend angewendet werden. Die relevanten Sicherheitshinweise sind RHSA-2018:3517, RHSA-2018:3518, RHSA-2018:3519 und RHSA-2018:3581. Die Behebungsfrist der CISA war der 19. Oktober 2023.

  2. Migration von RichFaces 3.X: Da RichFaces 3.X seit langem End-of-Life ist, sollte eine Migration auf ein modernes JSF-Framework (z. B. PrimeFaces oder OmniFaces) durchgeführt werden. Wenn eine sofortige Migration nicht möglich ist, muss der Zugriff auf den verwundbaren UserResource-Endpunkt (org.ajax4jsf.resource.UserResource) vollständig blockiert werden.

  3. WAF-Regeln und Netzwerkschutz: Implementieren Sie Web Application Firewall-Regeln, die bekannte EL-Injection-Muster in HTTP-Anfragen an den UserResource-Endpunkt erkennen und blockieren. Beschränken Sie den Netzwerkzugriff auf JBoss-Anwendungsserver auf das absolute Minimum.

  4. Überwachung und Incident Response: Überprüfen Sie Server-Protokolle auf Anzeichen einer vergangenen oder laufenden Ausnutzung, insbesondere auf verdächtige Anfragen an UserResource-URLs und ungewöhnliche Prozesse, die vom JBoss-Anwendungsserver gestartet werden. Angesichts der hohen Ausnutzungswahrscheinlichkeit sollte eine forensische Untersuchung in Betracht gezogen werden.

  5. Langfristige Absicherung: Implementieren Sie ein Deserialisierungsschutz-Framework (z. B. Apache Commons IO SerializationGuard) und aktivieren Sie Java Security Manager-Richtlinien, um die Ausführung nicht autorisierter Code-Pfade zu unterbinden. Führen Sie regelmäßige Sicherheitsaudits von Legacy-Java-Anwendungen durch.

Technische Details

CVE-2018-14667 ist eine Expression-Language-(EL)-Injection-Schwachstelle (CWE-94) im RichFaces Framework 3.X, die über den UserResource-Endpunkt ausgenutzt werden kann. Der Angriff nutzt die Klasse org.ajax4jsf.resource.UserResource$UriData, über die ein Angreifer manipulierte serialisierte Java-Objekte einschleusen kann, die EL-Ausdrücke enthalten und auf dem Server ausgewertet werden. Der CVSS-Vektor (AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H) zeigt, dass der Angriff vollständig remote ohne jede Authentifizierung oder Benutzerinteraktion durchführbar ist – ein Angreifer muss lediglich eine speziell konstruierte HTTP-Anfrage an den UserResource-Endpunkt senden. Da die EL-Ausdrücke im Kontext des Anwendungsservers ausgeführt werden, kann der Angreifer beliebige Systembefehle ausführen, auf das Dateisystem zugreifen und die vollständige Kontrolle über den Server übernehmen. Das verfügbare Richsploit-Toolkit automatisiert diesen Angriff und macht die Ausnutzung auch für wenig erfahrene Angreifer trivial.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2018-14667 aktiv ausgenutzt?

Ja, die CISA hat CVE-2018-14667 in ihren Katalog der bekannten ausgenutzten Schwachstellen (KEV) aufgenommen, was aktive Ausnutzung in freier Wildbahn bestätigt. Der EPSS-Score von 89,37 % (99. Perzentil) weist auf eine nahezu sichere Ausnutzung hin. Öffentliche Exploit-Tools wie das Richsploit Exploitation Toolkit sind frei verfügbar.

Welche Produkte sind von CVE-2018-14667 betroffen?

Betroffen ist das Red Hat JBoss RichFaces Framework in den Versionen 3.X bis einschließlich 3.3.4 sowie Red Hat Enterprise Linux-Systeme, die dieses Framework einsetzen. RichFaces ist ein JSF-Komponentenframework, das häufig in Java-Enterprise-Anwendungen auf JBoss-Anwendungsservern eingesetzt wird.

Wie behebe ich CVE-2018-14667?

Installieren Sie umgehend die von Red Hat bereitgestellten Sicherheitsupdates (RHSA-2018:3517 bis RHSA-2018:3581). Da RichFaces 3.X End-of-Life ist, wird dringend eine Migration auf ein modernes JSF-Framework empfohlen. Als Sofortmaßnahme sollte der Zugriff auf den verwundbaren UserResource-Endpunkt blockiert werden.

Wie schwerwiegend ist CVE-2018-14667?

CVE-2018-14667 wird mit einem CVSS-Score von 9.8 als CRITICAL eingestuft – die höchste Risikostufe. Die Schwachstelle ist remote ohne Authentifizierung ausnutzbar und ermöglicht die vollständige Übernahme des betroffenen Servers. Der EPSS-Score von 89,37 % (99. Perzentil) zeigt, dass eine Ausnutzung nahezu sicher ist.

CVSS-Score

9.8
CRITICAL(9.8)

EPSS-Score

EPSS-Score74.17%
EPSS-Perzentil99.4%

Daten

Veröffentlicht6. November 2018
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

Hilfe beim Schwachstellenmanagement?

Unsere Sicherheitsexperten helfen Ihnen bei der Priorisierung und Behebung von Schwachstellen.